Mit dem Kindle Scribe geht Amazon den nächsten logischen Schritt und setzt nun seinen Fuß in die Tür der E-Notizbücher. Für 399 bis 449 Euro bekommt man einen vollwertigen E-Book-Reader mit 10,2-Zoll-Display, ein E-Notizbuch mit diversen Vorlagen und einen Premium-Pen. Wir haben den Kindle Scribe für Sie getestet.

Kindle Scribe: Technische Details & Inbetriebnahme

Technische Details

  • Bildschirmgröße: 10,2 Zoll
  • Speicher: 16/32/64 GB
  • Display: 300 ppi, Paperwhite (E-Ink)
  • Frontlicht: Integriert, adaptiv bzw. individuell einstellbar
  • Gewicht: 433 g 
  • Wasserfest: nein
  • Akku: bis zu 12 Wochen
  • Laden: mit Kabel
  • Unterstützte Formate: Kindle Format 8 (AZW3), Kindle (AZW), TXT, PDF, ungeschützte MOBI, PRC nativ; HTML, DOC, DOCX, JPEG, GIF, PNG, PMP nach Konvertierung, Audible-Audioformat (AAX)
  • Lieferumfang: E-Book-Reader, USB-C auf USB-A Kabel, Kindle Scribe Pen, Ersatz-Spitzen

Inbetriebnahme

Der Packungsinhalt des Kindle Scribe ist schnell aufgezählt: Sie finden dort den E-Book-Reader, ein USB-C zu USB-A Kabel, den Scribe-Pen und Heftchen mit den üblichen Warnhinweisen und Garantiebedingungen sowie einen Quick Start Guide. Der Kindle Scribe zeigt einen Standard-Bildschirm, also nicht wundern, das Gerät ist bei Lieferung eingeschaltet. Tatsächlich lässt sich der E-Book-Reader auch gar nicht komplett ausschalten, wie etwa ein Tablet. Aufgrund der E-Ink-Technologie verbraucht das Gerät bei Standbild so gut wie keinen Strom, nur in den kurzen Momenten des Blätterns einer Seite, also des Bildwechsels, wird der Akku belastet.

Technische Details

  • Bildschirmgröße: 10,2 Zoll
  • Speicher: 16/32/64 GB
  • Display: 300 ppi, Paperwhite (E-Ink)
  • Frontlicht: Integriert, adaptiv bzw. individuell einstellbar
  • Gewicht: 433 g 
  • Wasserfest: nein
  • Akku: bis zu 12 Wochen
  • Laden: mit Kabel
  • Unterstützte Formate: Kindle Format 8 (AZW3), Kindle (AZW), TXT, PDF, ungeschützte MOBI, PRC nativ; HTML, DOC, DOCX, JPEG, GIF, PNG, PMP nach Konvertierung, Audible-Audioformat (AAX)
  • Lieferumfang: E-Book-Reader, USB-C auf USB-A Kabel, Kindle Scribe Pen, Ersatz-Spitzen

Inbetriebnahme

Der Packungsinhalt des Kindle Scribe ist schnell aufgezählt: Sie finden dort den E-Book-Reader, ein USB-C zu USB-A Kabel, den Scribe-Pen und Heftchen mit den üblichen Warnhinweisen und Garantiebedingungen sowie einen Quick Start Guide. Der Kindle Scribe zeigt einen Standard-Bildschirm, also nicht wundern, das Gerät ist bei Lieferung eingeschaltet. Tatsächlich lässt sich der E-Book-Reader auch gar nicht komplett ausschalten, wie etwa ein Tablet. Aufgrund der E-Ink-Technologie verbraucht das Gerät bei Standbild so gut wie keinen Strom, nur in den kurzen Momenten des Blätterns einer Seite, also des Bildwechsels, wird der Akku belastet.

Sobald Sie den Power-Button am linken Rand des Scribe drücken, wird das Gerät aktiv und startet die Einrichtung. Dazu benötigt es WLAN-Zugang, halten Sie also Ihre Daten bereit. Dann geben Sie Ihre Amazon-Zugangsdaten ein oder legen einen neuen Account an und schon können Sie den E-Book-Reader nutzen. Wahlweise können Sie die Einrichtung übrigens auch über die Kindle App erledigen, wenn Sie ohnehin schon Kindle-Kunde sind. Welche Methode genutzt werden soll, fragt das Gerät Sie bei Beginn der Inbetriebnahme. Danach leitet Sie der Kindle Scribe in wenigen, extrem einfachen Schritten durch die Einrichtung. 

Danach möchte der Scribe noch ein Update machen. Letztlich dauert die Inbetriebnahme keine 10 Minuten.

Wir empfehlen grundsätzlich, sich auch die Kindle App auf das Handy zu holen, denn dort können Sie die Buch-Cover auch in Farbe betrachten und schnell und einfach neue Bücher zu Ihrer Bibliothek hinzufügen.

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Kindle Scribe: Das kann das E-Notizbuch

Das Besondere am Kindle Scribe ist, wie der Name „Scribe“ (zu Deutsch Schreiber) schon sagt, seine Eigenschaft als elektronisches Notizbuch. Damit hat Amazon die nächste absolut sinngemäße Stufe in Hinblick auf die Nutzung der ohnehin in Kindle-Geräten vorhandenen E-Ink-Display-Technik erklommen. Wenn man hier lesen kann, wie auf Papier, warum dann nicht auch schreiben?

Und so gibt es beim Scribe unten neben den üblichen Kindle-Reitern Startseite, Bibliothek und Mehr auch noch „Notizbücher„. Unter diesem Reiter können Sie direkt loslegen und auch hier ist die Bedienung absolut kinderleicht und intuitiv, wie man es von Amazon-Produkten gewohnt ist. Beim ersten Gebrauch ploppen kleine Info-Kästen auf, die einem die Funktionen erklären. Viel zu verstehen gibt es aber nicht.

Über das „Plus“ legen Sie einen neuen Ordner oder direkt eine Notiz an. Für die Notiz gibt es verschiedene Formatvorlagen, sei es liniert, kariert, weiß, mit Kästen und Zeilen, Notenzeilen und vieles mehr. In der Notiz finden Sie standardmäßig links eine kleine Toolbar, in welcher Sie die Dicke der Linie des Schreibstifts oder Markers (markiert in Grau) und des Radiergummis auswählen können. Zusätzlich gibt es einen „zurück“-Button, mit dem Sie das soeben Geschriebene oder Gemalte rückgängig machen können, das Hand-Symbol, mit dem Sie auf „Blättern“ umschalten und so zum einen weitere Seiten anlegen und zum anderen zwischen diesen Wechseln können. Zu guter Letzt finden Sie hier noch die drei Pünktchen, die Ihnen ermöglichen, die Toolbar auf die rechte Seite zu verschieben – ein Segen für alle Linkshänder!

Quelle: PCGH
Quelle: PCGH

Schreiben mit dem Kindle Scribe

Wenn Sie sich für eine der 24 Formatvorlagen entschieden haben, können Sie direkt loslegen. Der Premium-Pen liegt dabei gut in der Hand, ist so leicht, dass das Halten des Stiftes nicht belastend ist und hat zugleich ausreichend Gewicht, dass man „etwas in der Hand hat“.

Über die Toolbar kann man zwischen Stift, Textmarker und Radiergummi und hier zwischen verschiedenen Stärken wechseln. Weitere Stift-Arten oder Pinsel gibt es nicht. Für einen schnellen Wechsel zwischen Stift, Textmarker und Radiergummi (in der aktuell mittels Toolbar gewählten Stärke) verfügt der Scribe-Pen außerdem über einen „Radiergummi“ am oberen Ende des Stiftes sowie einen Knopf am unteren Ende, welcher bei Gedrückhalten den Textmarker aktiviert. Wobei wir den unteren Knopf öfter mal versehentlich betätigt haben.

Damit ist der Scribe schon mal ganz klar kein Ersatz für ein Zeichentablet, wenn man sich maßgeblich künstlerisch ausleben möchte. Für Skizzen taugt er aber einwandfrei. Der Kindle Scribe ist ein digitales Notizbuch (und ein E-Book-Reader) und dafür ist er bestens geeignet. Das Schreiben ist sehr angenehm, man rutscht nicht ab und zugleich schreibt es sich weniger anstrengend, als mit einem Stift auf Papier.

Wir haben den Scribe auch einer Person zum Test in die Hand gedrückt, die von Natur aus stark zittert. Diese Person stellte überrascht fest, dass ihr das Schreiben auf dem Scribe leicht fällt und sich sehr angenehm anfühlt. Tatsächlich erschien der Testperson das Schreiben auf dem Scribe einfacher, als auf Papier.

Abgesehen davon, dass das Schreiben bestens gelingt und dank der vielen Vorlagen auch für fast jede Lebenslage das passende dabei ist, kann man an dieser Stelle noch den Umwelt-Aspekt des digitalen Schreibens anbringen: Alles, was man sonst auf Papier notiert hätte, kann man auch bestens im Kindle Scribe aufschreiben. Wenn man die Notiz nicht mehr braucht, landet kein Papier im Müll, sondern man tippt einfach auf Löschen.

Was der Kindle Scribe leider nicht kann, ist handschriftliche Texte in getippten Text zu konvertieren. Das ist insbesondere für Leute schade, die beispielsweise während eines Meetings mitschreiben. Sie müssen das handschriftlich Notierte im Anschluss nochmal abtippen, wenn Sie ihre Notizen in Reinform an die Kollegen übermitteln wollen.

Kindle Scribe: PDFs importieren und exportieren

Wenn man Notizen oder Skizzen aus dem Scribe gerne mit anderen Teilen, Ausdrucken oder anderweitig außerhalb des Kindle nutzen möchte, dann kann man sich oder anderen diese ganz einfach per E-Mail als PDF zuschicken. Dafür tippt man einmal auf die obere Hälfte des Bildschirms, wo sich nun ein kleines Menü öffnet. Hier finden sich links der Name des Notizbuches und der Weg zurück auf die Übersichtsseite und rechts drei Symbole. Das Mittlere mit dem Pfeil gibt Ihnen die Möglichkeit des Versendens per E-Mail. Das Notizbuch kommt dann als PDF an.

Andersherum geht das Ganze übrigens auch, Sie können PDFs und einige andere Dateiformate auf den Kindle Scribe schicken und dort dann mit handschriftlichen Notizen versehen. Eine Möglichkeit ist die Nutzung eines USB-Sticks (USB-C). Die schnellere Lösung ist Send to Kindle. Über diese Website können Sie schnell und einfach verschiedenste Dokumente an Ihre Kindle Bibliothek schicken und diese dann bearbeiten. Hier finden Sie auch die Links zu passenden Apps sowohl für Smartphones als auch als Browser-Erweiterung, Windows- oder MAC-App.

Gerade diese sehr einfache Möglichkeit, Dokumente binnen Sekunden auf den Scribe zu transferieren, fanden wir höchst komfortabel. Auch unerfahrene Nutzer können Send to Kindle intuitiv und ohne mögliche Fehlerquelle verwenden – ein echter Pluspunkt.

Was (bisher) nicht möglich ist, ist eine Verknüpfung mit Cloud-Lösungen wie beispielsweise OneDrive. Das wäre noch das Tüpfelchen auf dem i und würde gerade Berufs-Nutzern des Scribe sehr entgegenkommen.

Wem nützt der Kindle Scribe?

Grundsätzlich ist der Kindle Scribe ein cooles Produkt für alle, die zum einen gerne digital lesen und zum anderen viel handschriftlich schreiben. Nutzt man beide Funktionen gerne und viel, dann sind die 399 (16 GB) bis 449 (64 GB) Euro auch auf Dauer gut angelegtes Geld. Man bekommt ein hochwertig verarbeitetes Gerät mit großem Nutzen und vielseitigen Möglichkeiten in Hinblick auf das Anlegen von Notizen, Verfassen von Tagebüchern, Mitschreiben im Beruf und so weiter und so fort. Selbst Songs komponieren kann man dank der Notenzeilen-Vorlage. Für Hobby-Vielschreiber, Studierende, die in digitale Lehrbücher Notizen einfügen möchten und jene, die im Job Verwendung dafür haben, ist der Kindle Scribe ein starker Begleiter.

Wer maßgeblich lesen oder aber malen möchte, der zahlt hier einfach zu viel für Leistung, die er nicht nutzt oder nicht bekommt.

Wir finden, dass der Kindle Scribe neben der beruflichen und kreativen Nutzung auch in Familien mit Schulanfängern gut aufgehoben ist. Diese können hier nämlich nach Herzenslust das Schreiben üben, ohne dass dabei Papier verbraucht wird – zugleich hat der Kindle Scribe den coolen Effekt von „ich nutze etwas mit Bildschirm“, was bei Kindern halt doch besonders gut ankommt, wenn es ums Lernen geht.

Kindle Scribe: Das kann der E-Book-Reader

Auf der Startseite des Kindle Scribe finden Sie – sobald Sie Bücher/Hörbücher besitzen – ganz oben Ihre aktuelle Buchauswahl. Von Anfang an mit dabei sind übrigens über 40 Wörterbücher in verschiedenen Sprachen. Sie können mit dem Scribe sowohl Bücher als auch Hörbücher konsumieren – und Magazine und Podcasts auch – also letztlich alles, was Amazon über Prime Reading, Kindle Unlimited und Audible bzw. zum abonnementfreien Kauf für die Kindle-Linie anbietet. Der Scribe besitzt keinen Klinke-Anschluss für Kopfhörer, er kann sich aber über Bluetooth mit passenden Kopfhörern verbinden.

Wichtig zu wissen ist, dass die E-Book-Reader der drei im deutschsprachigen Raum herrschenden E-Book-Reader-Marken (Amazon, Tolino und Pocketbook) jeweils mit ihrem eigenen, untereinander nicht kompatiblen, System arbeiten. Achten Sie beim E-Book-Kauf für den Kindle also darauf, dass das Buch mit Kindle kompatibel ist (alle entsprechenden Medien von Amazon erfüllen diese Voraussetzung). Mehr zum Thema E-Book-Reader und Kompatibilität erfahren Sie in unserem Ratgeber E-Book-Reader.

Der E-Book-Reader verfügt über ein sehr hochwertiges E-Ink-Display. Das verbraucht nahezu keinen Akku und ist ausschließlich Schwarz-Weiß. Wer also Magazine lesen möchte, bekommt diese in Schwarz-Weiß dargestellt. Was beim Scribe im wahrsten Sinne des Wortes sofort ins Auge sticht, ist die brillante Schärfe der Darstellung sowohl von Schrift als auch Buch-Covers. Hier hat Amazon auf die sowieso schon hochwertige Optik bisheriger Kindle-E-Book-Reader noch eine Schippe an Qualität draufgelegt. Trotzdem bleibt das Display auch bei voller Helligkeit noch so angenehm für die Augen, wie das Lesen auf Papier.

Für Schutz des Displays und einen guten, ergonomischen Stand sowohl zum Lesen als auch Schreiben bieten passende Hüllen*. Unserem Testgerät lag die Kindle Scribe Klapphülle aus Stoff in Rosa bei. Wir waren mit der Qualität und Funktionalität sehr zufrieden. Es gibt die original Amazon-Hüllen außerdem noch in den Farben Blau und Schwarz (Stoff) sowie Schwarz und Weinrot in der Version aus Leder. Alle Hüllen verfügen über eine Halterung für den Pen, eine Wake-Up-/Sleep-Funktion beim Öffnen/Schließen der Klappe sowie den mittels Magnetfläche fixierbaren Standfuß.

Wasserfestigkeit: Der Kindle Scribe ist nicht wasserfest. 

Bücher und Hörbücher können Sie zum einen direkt über den Kindle Scribe (wenn er Internetzugang hat) kaufen. Zum anderen können Sie sich auch die passende App auf Ihr Smartphone laden und dort stöbern oder aber die Bücher am PC bei Amazon ordern. Wir empfanden das Stöbern in der App als etwas intuitiver, als über den Kindle Scribe, unter anderem auch wegen der dortigen farbigen Darstellung der Buchcover.

Lesen mit dem Kindle Scribe

Der Kindle Paperwhite Scribe verfügt außerdem über ein adaptives Frontlicht. Das bedeutet: Ihr Buch wird beleuchtet, wenn die Umgebung dunkler wird. So können Sie auch im Bett bei völliger Dunkelheit lesen, ohne zusätzliches Licht einzuschalten. Das ist eine tolle Sache für jene, die nachts lesen wollen, während neben ihnen jemand schläft. Die Helligkeit des Frontlichts ist dabei stets so, dass es wirkt, als würden Sie eben ein Buch bei normalen Lichtverhältnissen in Händen halten – also möglichst stressfrei für die Augen. Natürlich wird man gerade in einem dunklen Raum auf Dauer trotzdem beim Lesen müde.

Gleichzeitig sorgt das matte und spiegelfreie Display dafür, dass Sie auch bei sehr hellen Lichtverhältnissen, also beispielsweise draußen in der Sonne, weiterhin komfortabel lesen können – eben wie bei einem Papierbuch.

Das 10,2-Zoll-Display bietet sehr viel Platz – viel mehr als das 6,8-Zoll-Display der meisten anderen E-Book-Reader von Kindle. So können Magazin-Seiten noch schöner dargestellt oder Bücher in großer Schrift besonders gut genossen werden. Für Lesekomfort sorgt der auf einer Seite etwas breitere Rand, an dem man den Kindle Scribe gut festhalten kann. Andererseits ist er mit 433 Gramm fast doppelt so schwer wie der Kindle Paperwhite. Das macht ein mit einer Hand Festhalten während man im Bett liest auf Dauer anstrengend. Entsprechend empfiehlt es sich, den Scribe beispielsweise an die eigenen Beine oder ein Kissen anzulehnen.

Übrigens: Der Scribe-Bildschirm ist fähig, sich vertikal um 180 Grad zu drehen. Je nachdem also, ob Sie ihn mit der linken oder rechten Hand halten wollen, können Sie den breiteren Rand auf der passenden Seite nutzen. Außerdem müssen Sie dadurch bei Verwendung einer Hülle mit Standfuß den E-Book-Reader nicht aus der Hülle nehmen, wenn Sie zwischen vertikalem Aufstellen und nur leichtem Hochstellen für Schreibarbeiten wechseln wollen. 

Der Kindle Scribe gibt Ihnen zudem verschiedene Möglichkeiten, den E-Book-Reader an Ihre Bedürfnisse anzupassen. Wenn Sie ein Buch geöffnet haben, tippen Sie doch mal oben in die Mitte des Bildschirms. So öffnet sich ein Menü, über welches Sie beispielsweise über das „Aa“-Symbol die Schriftgröße, das Layout, die Schriftart und weitere Dinge einstellen und sogar als Thema benennen und abspeichern können. Sie lesen lieber mit großer Schrift, während ein anderer Leser in Ihrem Haushalt die kleine Schrift und Querformat bevorzugt? Kein Problem, jeder kann sich sein Thema anlegen, benennen und so schnell wieder einstellen!

Am Rand finden Sie außerdem, verborgen hinter dem Pfeil-Symbol, eine kleine Toolbar. Über diese können Sie zwischen Blättern (Hand-Symbol) und Notiz hinzufügen (Blatt-Symbol) wechseln. Notizen hinzufügen ist eine gängige Funktion der Kindle-Linie. Doch beim Scribe können Sie dies nun auch handschriftlich machen. Über die drei Pünktchen können Sie die Toolbar nach Links oder Rechts an den Rand verschieben, je nachdem, wo sie Ihnen nicht im Weg ist.

Quelle: Amazon

16, 32 oder 64 GB Speicherplatz?

Den Kindle Scribe gibt es in drei Speicherplatz-Größen, nämlich 16 GB (399 Euro), 32 GB (419 Euro) und 64 GB (449 Euro). Als Richtwert können Sie nehmen, dass auf 32 GB Speicherplatz circa 26.000 E-Books Platz haben. Ihre Notizen verbrauchen ebenfalls nur wenig Speicherplatz. Für den durchschnittlichen Menschen reichen also schon 16 GB vollkommen. Wer auch Hörbücher und davon möglicherweise mehrere zugleich abspeichern möchte, der braucht etwas mehr Speicher und sollte wenigstens zu 32 GB greifen. Wer einfach gefühlt unendliche Kapazitäten für die private digitale Bibliothek und auf sehr lange Sicht seine Ruhe möchte, der nimmt 64 GB. 

Wie funktioniert ein E-Ink-Display?

Erinnern Sie sich noch an diese Magnet-Schreibtafeln, die man als Kind unbedingt haben wollte? Ungefähr so funktioniert die E-Ink-Technologie. 

Genau genommen schwimmen in einem zähflüssigen Polymer winzigkleine Mikrokapseln, welche schwarze und weiße elektrisch geladene Pigmente enthalten. Dabei sind die weißen positiv geladen und die schwarzen negativ. Durch eine kurzzeitige Veränderung der Spannung wird die Position der Pigmente verändert, ein E-Ink-Bild entsteht. Dieses Bild ist ohne weiteren elektronischen Implus so stabil, dass es problemlos wochenlang bestehen bleiben kann. Dadurch, dass die Mikrokapseln in dieser gelartigen Masse untergebracht sind, können E-Ink-Displays sogar biegsam gestaltet werden.

Weil E-Ink-Displays selbst undurchsichtig sind, können sie nicht per Hintergrundbeleuchtung erhellt werden. Also muss man hier zu einem Trick greifen, den man bei E-Readern als „integriertes Frontlicht“ in der Produktbeschreibung findet. Die LEDs befinden sich außen am Rand und das Licht wird über eine Dispersionsfolie auf dem Display verteilt. Da diese Technik im Englischen als „Frontlight“ bezeichnet wird, heißt es bei uns Frontlicht.

Der Aufbau des E-Ink-Displays ist übrigens auch ein Grund, warum man, wenn man ganz genau hinschaut, das Gefühl hat, zwischen dem Bild und dem Glas sei ein Abstand.

Amazon Audible und Kindle Unlimited: Das bieten die Services

Mit dem Kauf eines Kindle Scribe können Sie auch den Anspruch ein verlängertes Probeabonnement von Kindle Unlimited erwerben. Aber was bietet mir dieser Service und was kann Audible?

Der Grundstock ist Prime Reading. Prime Reading ist der in einer Prime-Mitgliedschaft* inbegriffene Service rund um E-Books, -Magazine und -Comics sowie verschiedene Podcasts und ein paar Hörbücher. Das Angebot hier wechselt und bietet vor allem Titel aus dem Bereich des Kindle Self Publishings, ein paar Evergreens und weniger bekannte Autoren. 

Kindle Unlimited* ist quasi die Lese-Flatrate. Für 9.99 Euro im Monat (keine Sonderkonditionen für Prime-Mitglieder) haben Sie hier Zugriff auf rund 1 Million Bücher, Zeitschriften und auch einige Hörbücher – eine recht ansehnliche Auswahl. Hier dürften Lesefreunde das meiste finden, was ihr Herz gerade begehrt. Natürlich sind Sie nicht völlig davor gefeit, dass mal ein brandneuer Bestseller nicht sofort gratis verfügbar ist und separat gekauft werden muss. Nutzen Sie also den Gratis-Testzeitraum und schauen Sie sich die Auswahl an – so können Sie am besten entscheiden, ob Ihnen das Abonnement zusagt. Im Übrigen hat Kindle Unlimited keine Kündigungsfrist und kann jederzeit beendet werden.

Audbile* wiederum deckt den Hörbuch-Bereich ab und kostet 9.95 Euro im Monat (keine Sonderkonditionen für Prime-Mitglieder). In diesem Betrag inbegriffen ist 1 Gratis-Hörbuch pro Monat (oder 2 bei den 2 für 1 Angeboten) sowie sämtliche Audible Original Podcasts. Die Auswahl an Hörbüchern umfasst gut 200.000 Titel, darunter jede Menge Bestseller, bekannte und beliebte Titel. Natürlich können Sie diese Hörbücher auch ohne Audible-Mitgliedschaft kaufen. Audible bietet Ihnen aber neben dem monatlichen Gratis-Hörbuch auch die Garantie, dass kein Hörbuch mehr als 9.95 Euro kostet – auch, wenn es ohne Mitgliedschaft mehr kosten würde. Die Podcasts behandeln die verschiedensten Themen, darunter Wissenschaftliches, Gesundheitsthemen, GEO Podcast, Spiegel Podcast, Krimi-Themen, gesellschaftliches und so weiter. Hat man sich für einen Podcast entschieden, werden alle zusammen gehörenden Folgen auf den Kindle übertragen. Auch bei Audible empfehlen wir, den Testzeitraum einfach zu nutzen, um herauszufinden, ob Ihnen das Angebot zusagt. Die Hörbücher, die Sie während des Probezeitraums erhalten, bleiben auch in Ihrem Eigentum, wenn Sie sich danach gegen eine weitere Mitgliedschaft entscheiden.

Quelle: PCGH

Fazit: Kindle Scribe

Der Kindle Scribe überzeugt durch ein gestochen scharfes und mit 10.2 Zoll komfortabel großes E-Ink-Display, auf welchem es sich nicht nur hervorragend lesen, sondern auch sehr angenehm schreiben lässt. Der Scribe-Pen liegt gut in der Hand, die Formatvorlagen sind vielfältig und die Bedienung erdenklich einfach. Zudem ist ein Export der mit dem Scribe erstellten Notizen via E-Mail als PDF und ein Import verschiedener Formate kinderleicht möglich. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass beim Kindle Scribe auch an Linkshänder gedacht wurde, die Toolbar lässt sich nach rechts verschieben und das Display ist um 180 Grad drehbar, sodass der breitere Halte-Rand ebenfalls links oder rechts genutzt werden kann. Dank des adaptiven Frontlichts ist außerdem ein Lesen und Schreiben bei jedwedem Lichtverhältnis möglich.

Zu den wenigen Mankos gehören die (bisher) eingeschränkten Möglichkeiten der Stift-Art, das Gewicht und der Preis. Für jene, die ein hochwertiges Kombi-Produkt aus E-Book-Reader und E-Notizbuch suchen, ist der Kindle Scribe aber absolut empfehlenswert.