Neue Produkte! In unserer Testtabelle zu Mainboards für Sockel 1700 finden Sie nun sieben frisch von uns getestete Motherboards. Insgesamt 39 Mainboards haben wir in unserem Mainboard-Test dem Prüfstand unterzogen – für die Intel Sockel 1700 und 1200 sowie AMDs AM4. Weiter unten erklären wir außerdem die wichtigsten Begriffe zum Thema Mainboard.

Mainboard-Test: die 11 besten Motherboards (Intel Sockel 1700)

* PCI-E-Lane-Sharing ** Shared mit SATA *** Shared mit SATA und mit PCI-E-/M.2-Slot(s) **** Ryzen-3000-/-5000-CPU & X570: CPU & I/O-Hub 4.0. Ryzen-3000-/-5000-CPU & B550: CPU 4.0 & I/O-Hub 3.0. Andere Prozessoren & X570/B550: CPU & I/O-Hub
3.0. Mit X470/B450 immer: CPU 3.0 & I/O-Hub 2.0

Das Mainboard, auch Hauptplatine oder Motherboard genannt, ist die Schaltzentrale in jedem PC. Hier sitzt der Prozessor, hier werden Komponenten wie RAM-Module (Arbeitsspeicher), SSDs (Speicherplatz) oder die Grafikkarte angeschlossen, am Motherboard sind auch die Schnittstellen „nach draußen“ zu den Peripherie-Geräten.

Die Anschlüsse (unter anderem USB-Ports, Audio, LAN, Monitor-Anschluss), die man auf der Rückseite des PCs findet, sind der nach außen sichtbare Teil der Hauptplatine, welche an der Seitenwand des PC-Gehäuses angebracht wird – das sogenannte I/0-Panel. Was der PC kann, hängt größtenteils von den Funktionen dieser Platine ab.

Die wichtigsten Fragen beim Kauf eines Mainboards sind, ob Intel oder AMD und für welchen Sockel, denn jedes Mainboard kann nur die für den jeweiligen Sockel passenden CPUs aufnehmen.

Mainboard-Test: Die besten AMD-Mainboards mit Sockel AM4

Diese Mainboards wurden von uns neuesten Tests unterzogen. Als Test-CPU diente Ryzen 3950X. Sie sind allesamt mit Prozessoren der Ryzen 3000 bzw. 5000 Generation kompatibel. Die Kompatibilität der X570-Chips zu CPUs vorhergehender Generationen hängt vom jeweiligen UEFI („Betriebs-Software“ des Mainboards) ab, gegebenenfalls sind Updates nötig oder aber die Kompatibilität ist nicht gegeben.

* PCI-E-Lane-Sharing ** Shared mit SATA *** Shared mit SATA und mit PCI-E-/M.2-Slot(s) **** Ryzen-3000-/-5000-CPU & X570: CPU & I/O-Hub 4.0. Ryzen-3000-/-5000-CPU & B550: CPU 4.0 & I/O-Hub 3.0. Andere Prozessoren & X570/B550: CPU & I/O-Hub
3.0. Mit X470/B450 immer: CPU 3.0 & I/O-Hub 2.0

AMD oder Intel? Welche CPUs passen in welchen Mainboard-Sockel?

Der Prozessoren-Markt ist klar aufgeteilt zwischen Intel und AMD. Da das Mainboard entweder für AMD oder für Intel geeignet ist, ist die wichtigste Frage, die Sie sich vor dem Kauf eines Mainboards stellen müssen: Welchen Prozessor möchte ich beziehungsweise welchen Prozessor habe ich und möchte ich in ein neues Mainboard einbauen? 

Ist die Frage nach Intel oder AMD geklärt, muss beim Kauf der Mainboards noch darauf geachtet werden, dass sowohl Intel- als auch AMD-geeignete Hauptplatinen nochmals in je zwei verschiedene Sockel eingeteilt sind. Man unterscheidet hierbei zwischen den Intel-Sockeln Sockel 1700, Sockel 1200 und Sockel 2066 sowie zwischen den AMD-Sockeln AM4, TR4 und TRX4. 

Mainboard: Aufmacher Quelle: PC Games Hardware
Das Mainboard ist die Schaltzentrale des Computers. Hier sitzt der Prozessor, hier werden Arbeitsspeicher, SSDs und Grafikkarte angebracht. Bei der Wahl des Motherboards kommt es zum einen darauf an, welche CPU man nutzen will, zum anderen sollte man zukunftsorientiert einkaufen.

Mainboard-Sockel für Intel-Prozessoren

Der Sockel ist die Stelle, an welcher die CPU eingesetzt wird und muss entsprechend zur CPU passen. Während Intel in den vergangenen Jahren mit neuen CPU-Generationen von Sockel 1151 zu 1200 und jetzt zu 1700 wechselte, bleibt AMD seit 2017 konstant bei Sockel AM4. Im Zusammenhang mit den Sockeln steht auch immer der passende Chipsatz des Mainboards, der Bezeichnungen trägt wie Z490, X570 oder ganz aktuell bei Intel Z690.

Grundsätzlich sollte man beim separaten Kauf von CPU und Mainboard darauf achten, dass die CPU mit dem Chipsatz kompatibel ist. Gerade bei AMD, wo es mittlerweile seit Jahren den AM4 Sockel gibt, die Chipsätze jedoch mit jeder CPU-Generation verändert wurden, ist dies wichtig. Wenn eine Kompatibilität zwischen älterer CPU und neuerem Chipsatz gegeben ist, kann dennoch ein Update der Mainboard-Firmware (UEFI) vor Installation des Prozessors nötig sein. Das sind die aktuellen Sockel, die Sie auf Mainboards finden können: 

Intel:

  • Sockel 1700 (neueste Generation)
  • Sockel 1200 (Comet-Lake CPUs)
  • Sockel 2066 (Enthusiast)

AMD:

  • AM4 (Allrounder)
  • TR4/TRX4 (Enthusiast)

Bei uns finden Sie passende Mainboards zu Sockel 1200, 1700 und AM4.

Die 13 besten Mainboards für Intels Sockel 1200

* PCI-E-Lane-Sharing ** Shared mit SATA *** Shared mit SATA und mit PCI-E-/M.2-Slot(s) **** Ryzen-3000-/-5000-CPU & X570: CPU & I/O-Hub 4.0. Ryzen-3000-/-5000-CPU & B550: CPU 4.0 & I/O-Hub 3.0. Andere Prozessoren & X570/B550: CPU & I/O-Hub
3.0. Mit X470/B450 immer: CPU 3.0 & I/O-Hub 2.0

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PCI-E-Schnittstellen, SATA, M.2, I/O-Hub und Co. – Wissenswertes rund ums Mainboard

Im Wesentlichen unterteilen sich die Mainboards auf dem Markt in die oben beschriebenen vier Sockel. Was darüber hinaus den Unterschied macht – sowohl bezüglich der Leistung als auch des Preises – hängt davon ab, welcher Hersteller welche Komponenten  verbaut – und hier wieder in welcher Zahl und Qualität. Ein Augenmerk können Sie hier auf die PCI-E-Steckplätze, den Chip und die SATA- beziehungsweise NVME-Schnittstellen für die SSD legen.

Was macht der I/O-Hub?

Das I/O-Panel - der nach außen am PC sichtbare Teil des Mainboards Quelle: PC Games Hardware
Das I/O-Panel stellt die nach außen sichtbaren Anschlüsse, beispielsweise die USB-Ports oder die Audio-Aus- und -Eingänge.

Ein wichtiges Element auf dem Motherboard ist der I/O-Hub. Früher war dieses Teil des Mainboards bekannt als Chipsatz und steuerte den Großteil der Kommunikation zwischen den PC-Komponenten. Heutzutage ist der I/O-Hub so gesehen kein Chipsatz mehr, sondern ein einzelner Chip. Bei Intel nennt sich dieses Element PCH, bei AMD läuft der I/O-Hub unter der Bezeichnung Chipset. Welcher Chip auf dem jeweiligen Mainboard zum Einsatz kommt, erkennt man am jeweiligen Produktnamen an den vierstelligen Kürzeln, die aus einem Buchstaben und einer dreistelligen Zahl bestehen, beispielsweise Z690 oder X570.

Der I/O-Hub stellt verschiedene Anschlüsse zur Verfügung, darunter auch die über das I/O-Panel nach außen sichtbaren, etwa die USB-Anschlüsse. Die wichtigsten Datenautobahnen des Motherboards, die sogenannten PCI-E-Lanes, fließen fast alle hier zusammen, Befehle und Daten laufen über den Chip zum Prozessor und umgekehrt. Entsprechend hat der auf dem Mainboard verbaute Chip Einfluss darauf, welche Komponenten verwendet werden können.

PCI-E-Slots – worauf muss ich achten?

PCI-Express-Slots, kurz PCI-E-Slots, sind bestimmte Schnittstellen auf dem Mainboard. Wie viele und welche auf der Hauptplatine sitzen, ist bei den Produktdaten leicht erkennbar, hier werden Sie auf PCI-E x16, x8, x4 und x1 stoßen. Die wichtigste Komponente, die einen solchen Slot benötigt, ist die Grafikkarte, die einen mechanischen ×16-Slot braucht. Meist sind auf dem Mainboard zwei x16-Slots verbaut – doch Vorsicht, weitere Slots gleicher mechanischer Größe müssen nicht zwingend für weitere Grafikkarten geeignet sein, da sie zwar in ihren physikalischen Ausmaßen einem x16 entsprechen, von ihnen jedoch nicht die benötigten 16 PCI-E-Lanes ausgehen.

PCI-E-Steckplätze – welche brauche ich?

Abgesehen vom zwingend für Grafikkarten nötigen x16-Slot sind zwei weitere ×1- oder ×4-Slots empfehlenswert, um eine Soundkarte und beispielsweise eine USB-Controller-Karte oder WLAN nachrüsten zu können. Die Slot-Position direkt unter dem Grafikkarten-×16 zählt üblicherweise nicht mit, weil sie vom GPU-Kühler blockiert wird.

Ein ×4 statt ×1 ist im Übrigen eine Investition in die Zukunft: Schnittstellen, die zum Kaufzeitpunkt noch gar nicht oder nur in der Luxus-Klasse verfügbar sind, können bei späterem Bedarf meist über ×4-Karten nachgerüstet werden. Aktuelle Kandidaten hierfür sind Thunderbolt, USB 3.2, USB 4 und 10-Gigabit-LAN, in der Vergangenheit waren es USB 3.1 und M.2, davor USB 3.0 und SATA 3. Wer einen ×4-Slot hatte, kaufte einfach eine Controller-Karte für 20 bis 50 Euro. Wer keinen hatte, entweder für 150 Euro ein altes Mainboard für die alte CPU und dazu die gleiche Controller-Karte oder gleich ein neues System für entsprechend größere Summen. Wenn man hier vorausschauend kauft, kann man sich in der Zukunft bares Geld sparen.

SATA und NVME für SSDs

Damit auf dem PC all Ihre Daten gespeichert werden können, brauchen Sie Speicherplatz. Der kommt mittlerweile meist in Form einer SSD (Solid State Drive). Diese werden ebenfalls mit dem Mainboard verbunden, und zwar über eine SATA– oder NVME-Schnittstelle.

SATA (kurz für Serial Advanced Technology Attachment) ist die ältere Variante und entsprechend ein Auslaufmodell. Wer SSDs aus seinem vorhergehenden PC übernimmt, sollte darauf achten, dass ausreichend Steckplätze vorhanden sind. Und: Oft teilen sich die SATA-Ports Ressourcen mit PCI-E-Slots. Hier sollte man aufpassen, dass man keiner Komponente, bei der es verstärkt auf Datengeschwindigkeit ankommt, die Kapazitäten kürzt.

NVME (Non-Volatile Memory Express), ist die Zukunft. Es gibt zwar nur wenig Praxisbeispiele, in denen sich die Unterschiede zu SATA messen, geschweige denn spüren lassen, aber bis zu siebenfache Leistung (natürlich nur bei guten Modellen) ist eine Hausnummer. NVME-SSDs findet man meist im M.2-Format. Ein zukunftssicheres Mainboard sollte daher zwei M.2-Steckplätze oder alternativ einen M.2- und einen ×4-Slot (für eine M.2-Adapterkarte), die gleichzeitig und ohne Abstriche bei der Grafikkarte genutzt werden können, aufweisen.

Die besten Mainboards: unsere Testsieger im Detail

Der Mainboard-Testsieger Intel Sockel 1700

„Keine LEDs“ (außer zu Diagnose-Zwecken) ist bei MSIs Unify-Serie weiterhin kein Mangel, sondern ein Feature. Die neue Generation emanzipiert sich aber auch bei der Ausstattung vom großen Bruder Z690 Ace.

90 Bewertungen*
(Amazon-Kundenbewertungen)
  • 5 X M.2
  • Leicht überdurchschnittliche Performance
Nur Gigabyte kann MSI in Sachen SSD-Steckplätzen Paroli bieten, aber beim Unify muss dank getrennter Kühler nicht jedes Mal die Grafikkarte raus, wenn man an einen der unteren M.2-Slots möchte. Dafür fehlt die Option auf eine 2. ×4-Karte. MSIs Edge und Unify haben massive Kühlkörper wieder populär gemacht, die Lamellen beim Z690 Unify vom Sockel weg zu drehen steigert die Kühlleistung aber nicht weiter. Der I/O-Bereich ist gut hinterlüftet und profitiert von Thermik. Das MSI MEG Z690 Unify kommt außerdem mit dem ALC4080. Wir können dem zweitbesten Realtek-Audio-Codec (unter dem ALC4082) mehr Qualitäten als dem 2020er Flaggschiff ALC1220 bescheinigen. Wer zusätzlich noch einen Verstärker bzw. DAC haben will, muss aber das Ace kaufen.
Fazit: Unser Testsieger bei den Z690-Mainboards

Der Mainboard-Testsieger Intel Sockel 1200

Eines der günstigsten Mainboards im Test erobert souverän unsere Charts – und das nicht nur wegen eines exzellenten 7-Zip-Ergebnisses.

31 Bewertungen*
(Amazon-Kundenbewertungen)
  • Extreme 7-Zip-Leistung
  • Wenig Rear-USB
Selbst wenn wir das 7-Zip-Ergebnis aus der Wertung nehmen, liegt Asrocks ausgewogene Kombination aus Ausstattung und Erweiterbarkeit vor anderen Z590-Boards. Einen M.2 für WLAN-Module sowie Antennendurchführungen am I/O-Panel und Kabelhalterungen bieten viele Asrock-Boards, die außerhalb Europas auch mit WiFi verkauft werden. Das Z590 Extreme hat zusätzlich drei M.2 m-Key für SSDs. Um trotz vieler M.2- und Erweiterungs- Slots weitestgehend ohne Sharing auszukommen, spart Asrock USB-Ressourcen ein. Hinten gibt es insgesamt nur sechs Ports, USB 3.2 nur vorn und die vier 3.0-Front-Header kommen von einem Hub. Die, gemessen an der Preisklasse, gute Ausstattung des Z590 Extreme lässt Sparmaßnahmen andernorts erwarten, aber die Spannungswandler bleiben im Test kühl und der ALC1220 plus Kopfhörerverstärker ist ebenfalls auf einem hohen Niveau.
Fazit: Unser Testsieger bei Mainboards mit Sockel 1200

Der Mainboard-Testsieger AMD Sockel AM4

Das MSI MEG X570 Unify ist technisch fast identisch zu unserem bisherigen Testsieger X570 Ace, punktet aber durch schlichtes Design und kühle Temperaturen.

5053 Bewertungen*
(Amazon-Kundenbewertungen)
  • Lautlos
  • Gute Ausstattung
  • Schlecht lieferbar
Wer keine RGB-Beleuchtung möchte, ist hier genau richtig. Das X570 Unify wurde von MSI für all jene entworfen, die sich ein starkes Mainboard in schlichtem Design wünschen. Abgesehen von den fehlenden LEDs hat MSI hier im Gegensatz zum X570 Ace außerdem auf den sekundären Gigabit-LAN-Controller verzichtet. Gänzlich neu sind die Kühler, die für eine sehr niedrige Temperatur sorgen.
Fazit: Schlichtes Design, beste Leistung - unser Testsieger

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