Einen großen Nachteil haben MP3-Player und Smartphones: Sobald man andere am Klangvergnügen teilhaben lassen möchte, stoßen die Taschenspieler an ihre Grenzen: Die eingebauten Lautsprecher haben den Namen kaum verdient – zu leise, zu blechern. Zum Glück gibt es jede Menge praktisches Zubehör, das die gespeicherten Songs auch einem größeren Publikum zu Gehör bringt; ideal für den Einsatz unterwegs oder im Freien, etwa im Strandbad oder auf einer Grillfeier.

Wie unser Bluetooth-Lautsprecher-Test zeigt, bekommen Sie dabei nicht nur etwas für die Ohren geboten, sondern auch für die Augen: Die Designs sind äußerst vielschichtig: von dezent und zweckmäßig bis hin zu auffallend und farbenfroh, von rundlich-modern bis kantig-klassisch – hier sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein.

Total stylish sind zum Beispiel die Bluetooth-Lautsprecher von Marshall, die wie ein Gitarrenverstärker aussehen. Alle Modelle eint natürlich der kabellose Komfort und die uneingeschränkte Mobilität dank Bluetooth und eingebautem Akku.

Ein Bluetooth-Lautsprecher, der uassieht wie ein Gitarrenverstärker Quelle: Marshall
Der Marshall Kilburn II sieht wie ein Gitarrenverstärker aus.

Welche Arten von Bluetooth-Lautsprechern gibt es?

Zunächst einmal etwas Grundsätzliches: Zwar stellt man sich in der Regel unter dem Begriff Bluetooth-Lautsprecher einen kompakten Mobil-Speaker vor, die Bezeichnung selbst sagt das allerdings nichts aus. Was sie sagt, ist lediglich, dass es sich um einen Lautsprecher handelt, der per Bluetooth mit einer Klangquelle, beispielsweise einem Handy oder einem Laptop, verbunden werden kann. Dabei kann es sich im Grunde um jede Art von Lautsprecher handeln – egal ob groß oder klein, mobil oder nicht. Daher müssen wir zwischen mobilen Bluetooth-Lautsprechern mit integriertem Akku und an Steckdosen gebundene, stationäre Varianten unterscheiden. Letztere bieten oftmals noch Zusatzfunktionen wie ein integriertes Radio, Zugriff auf Music-on-Demand-Dienste wie Spotify sowie einen Netzwerkzugang. Sehr beliebt sind  JBL-Bluetooth-Lautsprecher, Bose-Bluetooth-Lautsprecher, Sony-Bluetooth-Lautsprecher und Teufel-Bluetooth-Lautsprecher.

Verbindung per Bluetooth oder WLAN - die Unterschiede

Mobile Geräte wie Smartphones (lesen Sie auch unseren großen Smartphone-Ratgeber) oder Tablets können sich immer auf zwei Arten mit kabellosen Lautsprechern verbinden: Per Bluetooth oder WLAN (im Englischen auch Wi-Fi). Die meisten kabellosen Lautsprecher funktionieren mit Bluetooth, während teurere Modelle aber häufig noch einen Schritt weitergehen und auch WLAN unterstützen. Die Unterschiede bzw. Vor- und Nachteile beider Verbindungsarten zeigen wir Ihnen im Folgenden.

Bluetooth

Eine Bluetooth-Verbindung findet zwischen zwei Geräten über das sogenannte Pairing statt. In unserem Fall wäre das ein Lautsprecher mit der entsprechenden Schnittstelle sowie ein Smartphone, Tablet oder irgendein anderer kompatibler Musikspieler. Im Normalfall geht eine Verbindung über Bluetooth einfach vonstatten und erfordert keine Netzwerkunterstützung. Das bedeutet, dass Sie sich mit so einem Lautsprecher überall verbinden können. 

Es gibt bei dieser Verbindungsart allerdings auch einen Nachteil. Die Audio-Dateien müssen aufgrund der begrenzten Bandbreite des Funkstandards in komprimierter Form vorliegen, während WLAN in der Lage ist, auch unkomprimiertes (also qualitativ nicht reduziertes) Audiomaterial zu übertragen. Aber keine Sorge: So lange Sie nicht ausschließlich an kostspielige Hi-Fi-Lautsprecher gewöhnt sind, wird Ihnen der Unterschied zwischen einem Lied im MP3-Format und der unkomprimierten WAV-Version kaum auffallen. Und außerdem: Wenn Sie Ihren Lautsprecher in erster Linie für den Freizeitspaß unter freiem Himmel eingeplant haben, wird es auch keine Rolle spielen, wenn die eine oder andere klangliche Nuance im Hochtonbereich ein wenig untergeht.

WLAN

WLAN kennen Sie von Ihrem heimischen Netzwerk oder von sogenannten WLAN-Hotspots in Cafés, Hotels, Flughäfen oder anderen öffentlichen Plätzen. Das ist die Standard-Netzwerktechnik, die Sie kabellos ins Internet bringt oder zwei Wireless-Geräte miteinander verbindet. Ein großer Vorteil dieser Technologie: Sie sind hierüber in der Lage, mehrere WLAN-Lautsprecher miteinander zu koppeln. Auf diese Weise können Sie einen Song (oder unterschiedliche) in mehreren Räumen in Ihrem Zuhause gleichzeitig abspielen. Aber natürlich ist es auch möglich, in so einem Speaker-Netzwerk nur einen ganz bestimmten Lautsprecher anzusteuern und nur auf ihm Ihre Lieblingssongs abzuspielen. 

Ein weiteres Anwendungsszenario stellt der Aufbau eines mehrkanaligen, kabellosen Lautsprecher-Setups dar, was mit WLAN problemlos möglich ist. So können Sie zum Beispiel einfach zwei kabellose WLAN-Lautsprecher zu einem 2.0-Stereo-System zusammenschließen. Wenn Sie es auf die Spitze treiben möchten, lässt sich auch ein Surround-System mit fünf oder sechs Lautsprechern realisieren (5.0- bzw. 5.1-Surround). WLAN-Lautsprecher werden mittlerweile von etlichen Herstellern angeboten, ganz vorne dabei ist zum Beispiel die Firma Sonos mit ihrer smarten Play-Lautsprecher-Familie, Teufel bietet neben seinen Teufel-Bluetooth-Lautsprechern ebenfalls WLAN-Speaker an. 

Ein weiterer Vorteil einer WLAN-Variante ist natürlich wie bereits erwähnt die Fähigkeit, Audiomaterial in bester, unkomprimierter Qualität zu übertragen. Der Nachteil: Sie benötigen einen Router sowie eine bestehende Internetverbindung. 

Welche Rolle spielt die Bluetooth-Version?

Die Funkschnittstelle gibt es mittlerweile seit 1999, seitdem sind bis heute immer wieder neue Versionen herausgekommen. Erwähnen wollen wir an dieser Stelle die 2009 erschienene Version 4.0, die im Vergleich zu den Vorgängern deutlich energiesparender arbeitet und eine schnelle Verbindung sowie Übertragung ermöglicht. Die aktuellste Iteration dieser Version stellt 4.2 dar, bei der der Stromverbrauch nochmals gesenkt und gleichzeitig die Übertragungsgeschwindigkeit erhöht wurde. Tatsächlich arbeiten derzeit noch die meisten auf dem Markt erhältlichen Bluetooth-Lautsprecher mit der Version 4.X. Die neueste Bluetooth-Version ist 5.0. Sie bietet mit 2 Mbyte/s die doppelte Übertragungsgeschwindigkeit gegenüber dem Vorgänger, die achtfache Übertragungskapazität für Broadcasts sowie die vierfache Reichweite (außerhalb von Räumen bis zu 200 Meter). Wir empfehlen, darauf zu achten, dass Sie in jedem Fall einen Lautsprecher mit Bluetooth 4.0 oder höher kaufen.

Ansonsten sollten Sie über Bluetooth noch wissen, dass der Standard mit Frequenzen zwischen 2,402 GHz und 2,480 GHz arbeitet und über verschiedene Profile verfügt. Die für den Audiobereich wichtigsten sind:

  • A2DP (Advances Audio Distribution Profile): Ohne dieses Profil könnten gar keine Audiodaten gestreamt werden – es nimmt also die wichtigste Rolle ein.
  • AVRCP (Audio Video Remote Control Profile): Er wird benutzt, um Steuersignale an Abspielgeräte zu senden. Also eine Fernbedienungsfunktion.
  • HSP (Headset Profile): Dieses Profil ermöglicht die Sprachausgabe per Headset. 
  • HFP (Hands Free Profile): Damit wird Freisprech-Telefonie ermöglicht.

Bluetooth-Lautsprecher-Test: die besten mobilen Lautsprecher

Bluetooth-Lautsprecher (Mobil)
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Abbildung
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Produktname Teufel ROCKSTER AIR* KEF MUO* Libratone Too* ROCKSTER Cross * WonderBoom * House of Marley Bag of Riddim 2* Bose ® SoundLink Revolve Bluetooth Lautsprecher schwarz* Marshall Kilburn II Tragbarer Lautsprecher - Schwarz (EU)* JBL Flip 4 *
Hersteller Teufel KEF Libratone Teufel Ultimate Ears Marley Bose Marshall JBL
Wertung
WERTUNG: 1,1
WERTUNG: 1,21
WERTUNG: 1,24
WERTUNG: 1,32
WERTUNG: 1,34
WERTUNG: 1,35
WERTUNG: 1,40
WERTUNG: 1,44
WERTUNG: 1,50
asin B0784T1DVX B015ZT6WE8 B01H5HJ8G2 B07K1G51L4 B06X6JCBBR B01DKGP5QY B06XPFYG3D B07HCPM1MX B01MSYQWNY
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Amazon-Kundenbewertung
Verbindungen/Features XLR-Eingang, XLR-Ausgang, 6,3-mm-Klinke, 3,5-mm-Klinke, Bluetooth 4.0, aptX Blue­tooth 4.0, aptX, NFC, Klinkeneingang, Anruffunktion Bluetooth 4.1, Miniklinkeneingang, Freisprechfunktion, wasserfest 3,5-mm-Klinke, Bluetooth (aptX), USB zum Laden von Smartphones Bluetooth, Klinkeneingang Blue­tooth 4.1, Klinkeneingang, Ladefunktion Bluetooth, wasserfest, Freisprechfunktion, Anschlussgewinde Bluetooth 5.0, 3,5-mm-Klinke Bluetooth 4.2, wasserfest, Freisprechfunktion, Akku-LEDs, Stereo-Kopplung
Akkulaufzeit 30 Stunden 12 Stunden 12 Stunden 6 Stunden 18 Stunden 10 Stunden 12 Stunden 20 Stunden 12 Stunden
Besonderheiten Halterungen für Tragegurt, Pegelregler (für BT, AUX, Line-In, Mikro, Höhen, Bässe, Master), LED-Beleuchtung, Abschaltautomatik, Akkuladeanzeige Lagesensor Touch-Bedienung, App Tragegurt mit Karabiner, Outdoor-Modus, Stereobetrieb, Dynamore, Sprachassistenten wasserfest, Stereo-Modus Tragetasche Sprachassistent, App Pegelregler, Akkubetrieb, Tragegurt, IPX2-wasserfest Sprachassistent
Lieferumfang Tragegurt, Batterie Ladekabel Ladekabel Tragegurt, Netzteil Ladekabel Tragetasche, Netzteil Netzteil Stromkabel Ladekabel
Maße/Gewicht 46 x 38 x 28,5 cm/14,5 kg 18,1 x 6,9 x 6,9 mm/860 g 210 x 59 x 59 mm/600 g 16 x 38 x 13 cm/2,4 kg 10 x 9,3 x 9,3 cm/425 g 14 x 46 x 13,5 cm/2,95 kg 152 x 82 x 82 mm/660 g 16,2 x 24,3 x 14 cm/2,5 kg 68 x 175 x 70 mm/515 g
Pro
  • Dank Tragegurt gut transportierbar
  • Brachialer, stabiler Klang
  • Hervorragende Verarbeitung
  • Feiner Sound im kleinen Gehäuse
  • Spielt detailliert und natürlich
  • Clevere Touchbedienung
  • Sehr robust gebaut
  • ynamore-Stereo­technik
  • Robust und kompakt
  • Durchdachtes Bedienkonzept
  • Robuste Kunststoffhaut
  • Sehr ausdauernd
  • Gute Funktionsauswahl
  • Luftiger, kontrollierter Sound
  • Rockiger Retro-Look
  • Klang einstellbar
  • Bunte Farben, outdoortaugliche Hülle
  • Stereokopplung mit Freunden
Contra
  • DJ-Funktionen beschnitten
  • Nicht wasserfest
  • Zurückhaltend im Pegel
  • Arg basslastiger Sound
  • Keine App mehr; kein echtes Stereo
  • Hochtonbereich nicht pegelfest
  • Feine Details schwer herauszuhören
  • Bässe wirken etwas gedrückt
  • Ruhigerer Charakter nimmt modernen Songs etwas den Kick
Angebote

Welche Verbindungsmöglichkeiten finde ich noch
an einem Bluetooth-Lautsprecher?

Neben seiner Hauptverbindungsart stehen bei einem Bluetooth-Lautsprecher in der Regel noch weitere Anschlussmöglichkeiten bereit. Welche das sein können, wollen wir Ihnen im Folgenden erläutern.

  • AUX-in: Dabei handelt es sich um einen Audio-Eingang im 3,5-Millimeter-Klinke-Format. Dieser Anschluss ist in erster Line für Abspielgeräte gedacht, die sich nicht kabellos mit dem Bluetooth-Speaker verbinden können. Das können beispielsweise tragbare CD-Player oder auch Notebooks (hier geht’s zu unsererem großen Notebook-Ratgeber) bzw. Desktop-Computer sein. In diesem Fall wird dann einfach der Audio-Ausgang des jeweiligen Gerätes mit dem AUX-in des Lautsprechers verbunden. Es ist aber auch möglich, Ihr Handy oder Tablet auf diese Weise anzuschließen, sofern ein Kopfhörer-Ausgang  vorhanden ist, der ebenfalls immer im 3,5-Millimeter-Format vorliegt. Warum man das tun sollte, wenn man sich doch bequem strippenlos verbinden kann? Ganz einfach: Eine aktive Bluetooth-Verbindung ist ein wahrer Stromfresser! Wenn Sie also nicht gerade eine Powerbank dabeihaben und den Akku Ihres mobilen Soundsystems schonen möchten, bietet sich diese alternative Verbindungsmöglichkeit an, bei der sich das Bluetooth-Modul automatisch abschaltet. Einen AUX-in-Anschluss finden Sie bei nahezu jedem Modell, egal ob groß oder klein, günstig oder teuer.
  • Ethernet (LAN): Einige kabellosen Lautsprecher erlauben es, sich über LAN mit einem Netzwerk zu verbinden. Der Vorteil hierbei ist, dass es nicht zu Interferenzen mit anderen WLAN-Geräten kommen kann und dadurch eine höhere Bandbreite zur Verfügung steht. Dies kann entscheidend sein, wenn Sie neben Audio auch Video übertragen. Tatsächlich besitzen einige Wireless-Speaker einen Video-Ausgang, sodass man sie in sein persönliches Home-Entertainment-System einbinden kann.
  • Wi-Fi Direct: Mit Wi-Fi Direct können Sie eine WLAN-Verbindung zwischen dem Musik-Player und dem Lautsprecher herstellen, ohne dass dieser Teil eines drahtlosen Heimnetzwerks sein muss – anders als beispielsweise AirPlay, der Funkstandard von Apple, bei dem Sie einen WLAN-Router sowie eine bestehende Internetverbindung benötigen. Das Prinzip Wi-Fi-Direct ähnelt dem Bluetooth-Pairing, mit dem Unterschied, dass die Verbindung eben über WLAN hergestellt wird.
  • Chromecast: Manche Modelle verfügen über eine integrierte Chromecast-Funktion, die es Ihnen ermöglicht, Musik von Android-Geräten zu übertragen. Dieser Standard von Google wird in erster Linie dazu benutzt, Videos von Mobilgeräten auf Fernseher zu übertragen, an die ein Chromecast-Stick angeschlossen ist. Er eignet sich aber genauso für die Audioübertragung.  Chromecast komprimiert keine Daten, sodass Sie sich über eine bessere Klangqualität als bei Bluetooth freuen können.
  • Integrierter Streaming-Service: Wenn ein drahtloser Lautsprecher Streaming-Dienste wie Spotify unterstützt, kann er sich über WLAN direkt mit dem entsprechenden Server verbinden. Anstatt Audio von Ihrem Smartphone oder Tablet über Bluetooth, WLAN, Chromecast usw. zu senden, fungiert Ihr Mobilgerät im Wesentlichen als Fernbedienung, um die Musikwiedergabe zu steuern. Dies führt zu einer besseren Klangqualität, da beim Streaming über WLAN im Gegensatz zu Bluetooth deutlich weniger komprimiert wird.
Die Anschlussmöglichkeiten an einem Bluetooth-Lautsprecher Quelle: Sony
Die typischen Anschlussmöglichkeiten eines Bluetooth-Lautsprechers v. l. n. r. (hier am Beispiel des Sony SRS-BTX300): Ladeanschluss, Aux-in und USB. Bei diesem Gerät gibt es auch noch in der Mitte einen Schalter zum Aktivieren des Pairing-Vorgangs.

Auf welche Zusatz-Features sollte ich achten?

Je nach Einsatzgebiet und persönlichen Bedürfnissen sollten Sie auf bestimmte Ausstattungsmerkmale achten. Möchten Sie mit Ihrem Bluetooth-Lautsprecher in erster Line rausgehen oder planen Sie, ihn vielleicht auch als Freisprecheinrichtung zu nutzen? Die folgenden Features dürfen Sie von vielen modernen Mobillautsprechern erwarten.

  • Der Sony-Bluetooth-Lautsprecher s-l1600 auf einem Tisch stehend. Davor liegt ein Handy. Quelle: Sony
    Nahezu alle auf dem Markt befindlichen Geräte verfügen über eine Freisprecheinrichtung, mit der Sie Anrufe auf Ihr Handy entgegennehmen und über das integrierte Mikrofon telefonieren können.
    Zusätzliche Lautsprecherunterstützung: Viele Stereo-Fans werden sich fragen: Kann man mehrere Bluetooth-Lautsprecher verbinden? Einige Modelle erlauben die sogenannte Stereoseparation. Hiervon spricht man, wenn zwei Lautsprecher zu einem Stereo-System zusammengeschlossen werden. Bei Bluetooth-Lautsprechern funktioniert das natürlich auch kabellos. Erfahrungsgemäß können Sie aber nicht ohne Weiteres zwei unterschiedliche Modelle miteinander mischen. Es empfiehlt sich daher – falls man ein solches Multisystem plant –, ein zusätzliches Gerät vom selben Hersteller aus der gleichen Modellreihe zu verwenden.
  • Freisprecheinrichtung: Der überwiegende Teil aller auf dem Markt erhältlichen Modelle verfügt über eine Freisprecheinrichtung. Das bedeutet, dass Sie bei bestehender Smartphone-Verbindung über ein integriertes Mikrofon mit dem Lautsprecher telefonieren können, ohne dabei das Handy in die Hand nehmen zu müssen. Auch Telefonkonferenzen sind mit diesem praktischen Feature möglich! Unsere Tests haben gezeigt, dass dieses Feature bei nahezu allen Modellen sehr gut funktioniert. Wenn Sie während einer Musik-Session einen Anruf erhalten, schaltet der Lautsprecher auf Pause, bis Sie zu Ende telefoniert haben. Anschließend wird die Wiedergabe automatisch fortgesetzt.
  • Staub- und spritzwassergeschützt: Dies kann eine praktische Eigenschaft sein, um die Lebensdauer Ihres kabellosen Lautsprechers zu verlängern, wenn Sie ihn in den Park, an den Strand oder ins Schwimmbad mitnehmen
    Ein Bluetooth-Lautsprecher, der von Wassertropfen getroffen wird. Quelle: Anker
    Spritzwassergeschützte Bluetooth-Lautsprecher erkennt man an der IPX-Zertifizierung.
    möchten. Die meisten Modelle verwenden eine IP-Schutzklassen-Einstufung zur Kennzeichnung der Staub- und Wasserdichtigkeit, die als IPXX angezeigt wird (das erste X bezieht sich auf Staubdichtigkeit, das zweite auf Schutz vor Wasser). Je höher die Zahl, desto höher der Widerstand. Zum Beispiel haben einige Modelle der UE-Boom-Reihe eine IPX3- oder IPX4-Schutzklasse, was im Grunde genommen bedeutet, dass sie mit etwas Spritzwasser umgehen können, wenn sie am Pool platziert werden. Der Anker-Bluetooth-Lautsprecher SoundCore 2 wird zum Beispiel mit IPX7 angegeben. Diese Einstufung bescheinigt, dass dieses Gerät für einen Zeitraum von 30 Minuten einen Meter tief in Süßwasser getaucht werden kann. Wenn ein Lautsprecher ein X anstelle einer Zahl hat, hat er keine Bewertung in dieser Kategorie (z. B. IPX7 hieße demnach, dass seine Staubresistenz nicht bewertet wurde).

Wie lange hält der Akku in einem Bluetooth-Lautsprecher?

Die Akkulaufzeiten bei einem Wireless-Speaker sind von Modell zu Modell verschieden. Als grober Richtwert kann man sich merken, dass die meisten Geräte zwischen 10 und 15 Stunden schaffen. Einige wenige leistungsfähige Exemplare halten aber auch schon mal einen kompletten Tag durch. Aber wie lade ich einen Bluetooth-Lautsprecher auf? Ganz einfach: Es wird bei allen Modellen ein Micro-USB-Kabel inklusive USB-Netzteil mitgeliefert. Dann benötigen Sie nur noch eine Steckdose.

Eines müssen Sie in jedem Fall berücksichtigen: Die Lautstärke wirkt sich direkt auf die Ausdauer aus. Das heißt, je höher Sie aufdrehen, desto früher geht der Batterie der Saft aus. Unter diesem Aspekt sind auch die Herstellerangaben zu diesem Thema zu sehen. Denn diese beziehen sich natürlich nicht auf die Laufzeit bei Maximallautstärke, da der Hersteller ja ein ganz natürliches Interesse daran hat, hier einen möglichst hohen Wert anzugeben. Wie sich der Pegel letztlich auf die Akkulaufzeit auswirkt, ist wieder von Gerät zu Gerät verschieden. In der Regel muss man aber nicht fürchten, dass der Akku bei hoher Lautstärke beispielsweise nur noch halb so lange hält wie vom Hersteller angegeben.

Welcher Bluetooth-Lautsprecher hat den besten Klang?

Da es sich um einen Lautsprecher handelt, spielt natürlich die Klangqualität eine ganz entscheidende Rolle. Zu diesem Thema gibt es gute und schlechte Nachrichten. Fangen wir mit den guten an. Über die Jahre sind die kleinen Quäker immer besser geworden und erfüllen je nach Modell sogar durchaus Hi-Fi-Ansprüche! Allerdings – und da sind wir bei den schlechten Nachrichten – solche erstklassigen Speaker kosten nicht selten um die 200 Euro oder noch mehr und haben auch nicht immer die kompakten Ausmaße, die man sich von  seinem Mobillautsprecher vielleicht wünscht. Klar, Bassdruck und ein natürlicher Mitteltonbereich (diese Dinge zeichnen einen guten Sound aus) müssen irgendwo herkommen. Mit einem Minigehäuse und Zwergenlautsprechern lässt sich das nicht realisieren.

Der Formfaktor spielt beim Klang eine ganz wesentliche Rolle. Als Faustregel gilt: Je kompakter und schlanker die Bauweise, desto dünner der Sound. Wenn es Ihnen also untenrum nicht fett genug sein kann, dann lassen Sie die Speaker im Hosentaschenformat am besten gleich links liegen. Unser wichtigster Tipp: Um wirklich herauszufinden, welcher Lautsprecher für Ihre Bedürfnisse am besten klingt, sollten Sie nach Möglichkeit Probe hören! Auf diese Weise finden Sie auch heraus, welcher Bluetooth-Lautsprecher den besten Bass hat.

Wie viel Watt sollte ein Bluetooth-Lautsprecher haben?

Diese Frage lässt sich nicht so leicht beantworten. Denn: Die Watt-Angabe, die sich in den Datenblättern vieler Modelle findet, sagt erst mal lediglich aus, wie viel Verstärkerleistung ein Lautsprecher verträgt, und sonst nichts. Es geht nämlich um den Wirkungsgrad eines Lautsprechers – und der ist bei jedem anders, unabhängig von der Watt-Zahl. Tatsächlich kann ein 15-Watt-Lautsprecher viel lauter sein als ein 50-Watt-Modell. Die Watt-Angabe kann allenfalls einen Hinweis darauf geben, ob es sich um einen echten Brüller oder doch eher Flüsterpost handeln könnte. Aber auch hier gilt: Gewissheit können Sie sich nur durch ein Probehören verschaffen.

Welcher Bluetooth-Lautsprecher ist am lautesten?

Die Frage ist wiederum leicht zu beantworten: Je größer der Lautsprecher, desto lauter. Wenn Ihnen viel an der Lautheit liegt, lassen Sie die besonders kompakten Modelle am besten gleich links liegen. Bedenken Sie aber, dass lauter nicht unbedingt besser sein muss. Denn es muss gewährleistet sein, dass das Soundgerüst bei hoher Lautstärke nicht zusammenbricht und die Lieblingsmucke in einem brummeligen Soundbrei untergeht. Man spricht hier von Pegelfestigkeit. Dies ist durchaus ein wichtiges Qualitätsmerkmal, über das bei Weitem nicht alle angebotenen Geräte verfügen. Besonders die günstigen  Modelle haben in dieser Hinsicht oftmals große Probleme. Und was will ich schon mit einer hohen Lautstärke, wenn ich sie eh nicht nutzen kann? Ein Test kann am ehesten Aufschluss über die Pegelfestigkeit geben. 

Was ist mit Smart-Speakern wie Amazon Echo, Google Home etc.?

Intelligente Lautsprecher wie beispielsweise Amazons Echo sind den drahtlosen Kompaktsystemen gar nicht so unähnlich: Denn auch sie können Musik von einem externen Gerät über Bluetooth, WLAN oder andere proprietäre Systeme (z. B. Apple Air Airplay) streamen. Außerdem ist es ebenfalls möglich, mehrere Smart-Speaker zu einem Stereo- oder Multiroom-System zusammenzuschließen. Auch das Entgegennehmen von Anrufen ist dank Freisprecheinrichtung kein Problem. 

Ein Bild vom Amazon Echo 2 Quelle: Amazon
Smarte Lautsprecher wie der Amazon Echo 2 funktionieren im Prinzip wie normale Bluetooth-Lautsprecher, benötigen aber anders als sie mobilen Varianten eine Steckdose. (c) Amazon

Klanglich können Alexa, Google Home & Co. ebenfalls überzeugen.  Es gibt allerdings auch einige entscheidende Unterschiede: Intelligente Lautsprecher sind aktuell nicht portabel, da sie eine Steckdose benötigen. Außerdem besitzen Sie keinerlei Schutz vor Staub und Spritzwasser. In anderen Worten: Es sind Indoor-Geräte.

Im Gegensatz zu den meisten drahtlosen Lautsprechern können sich intelligente Lautsprecher mit dem Internet verbinden, sodass Sie online Musik streamen können, ohne ein Bluetooth-fähiges Gerät wie Ihr Smartphone verwenden zu müssen. Der Nutzer bekommt ferner die Möglichkeit, Songs, Künstler und Alben per Sprachbefehl auszuwählen, z. B. mit „Hey Alexa, spiel etwas von …“. Dies hängt jedoch von den Diensten ab, die über den intelligenten Lautsprecher verfügbar sind. Amazon integriert in Alexa natürlich Amazon Music, unterstützt seit Juni 2018 aber auch Spotify.

Zusammenfassung: Worauf muss ich beim Kauf achten?

Neben dem Klang spielen bei einem portablen System natürlich die mobilen Qualitäten eine große Rolle. Für einen problemlosen Transport und Außeneinsatz sollten Sie auf eine möglichst stabile Verarbeitung achten. Ein Metallgehäuse ist in dieser Hinsicht optimal. Außerdem sollten alle Bedienelemente wie Knöpfe und Schalter nicht abstehen, sondern tief ins Chassis eingelassen sein, damit sie beim Transport keinen Schaden nehmen können. 

Werden der eine oder andere Anschluss dann auch noch von einer Klappe gegen Spritzwasser und Schmutz geschützt, ist das umso besser! In der Regel halten die Stromspeicher bei Dauernutzung zwischen sechs und zehn Stunden. Wer ausgiebige Outdoor-Musik-Sessions plant, ist mit einem Modell gut beraten, das unterwegs per USB geladen werden kann. Zusätzlich benötigen Sie natürlich noch eine mobile Stromquelle wie einen Laptop oder – wenn Sie eine deutlich kompaktere Lösung bevorzugen – ein externes Ladegerät (Stichwort Powerbank). Und nicht vergessen: Wenn Sie Ihren Lautsprecher per Klinkenkabel ansteuern, hält die Batterie deutlich länger.

Bester Bluetooth-Lautsprecher: der Testsieger

Laut, wild, unvernünftig – mit dem XXL-Speaker ROCKSTER zeigen die Berliner Teufel, was sie draufhaben. Nun gibt es die deutlich alltagstauglichere XL-Version.

32 Bewertungen*
(Amazon-Kundenbewertungen)
  • Dank Tragegurt gut transportierbar
  • Brachialer, stabiler Klang
  • DJ-Funktionen beschnitten
Der ROCKSTER AIR sieht aus jeder Perspektive wie ein echtes Partytier aus, das sich von nichts erschüttern lässt. Gleichzeitig ist er deutlich portabler als sein Vorgänger. Dank eines angebrachten Tragegurtes lässt sich der Krawallmacher problemlos vom Auto zur Location oder vom Haus in den Garten befördern. Drehen Sie den Pegelregler über die 50-Prozent-Marke, sollten Sie ein paar Meter Sicherheitsabstand lassen – Ihr Gehör wird es Ihnen danken. Im Tieftonbereich gelingt der Bassmembran eine satte und dynamische Abbildung. Aber auch am oberen Ende der Frequenzleiter zeigt sich, dass der ROCKSTER AIR nicht bloß laut, sondern auch kontrolliert kann. Ins Schrille gleiten die Höhen nie ab, für etwas mehr Details kann man den Hochtonpegel manuell noch etwas anheben.
Fazit: So viel portable Leistung finden Sie derzeit bei keinem anderen Mobillautsprecher.

Bester Bluetooth-Lautsprecher: der Preis-Leistungs-Sieger

Der robuste und durchdachte Bluetooth-Speaker kommt mit einer robusten und kompakten Bauweise sowie einem durchdachten Bedienkonzept.

754 Bewertungen*
(Amazon-Kundenbewertungen)
  • Robust und kompakt
  • Durchdachtes Bedienkonzept
  • Keine App mehr; kein echtes Stereo
Neben der Zylinder- und Scheibenform seiner bisherigen Speaker begrüßt Ultimate Ears mit dem neuesten Modell namens WonderBoom ein fast kugelrundes Modell in seinen Reihen. Der WonderBoom kommt im gewohnt hochwertigen Kleid aus griffigem Kunststoff und einer robusten Netzhülle, das weiterhin wasser- und stoßfest bleibt, daher. Ultimate-Ears-Kenner sind auch mit den großen Lautstärketasten vertraut. Neu ist eine Druckfläche an der Oberseite für Play/Pause/Liedwechsel. Klanglich liefert der WonderBoom für seine Größe erstklassige Ergebnisse. Höhen bleiben klar, der Sound stets luftig. Bei hohem Pegel tritt der Bass jedoch in den Hintergrund. Praktisch: Zwei WonderBooms lassen sich zum Beschallen größerer Räume in wenigen Augenblicken koppeln.
Fazit: Wer viel draußen ist, liegt mit diesem outdoortauglichen und überraschend voluminös aufspielenden Lautsprecher genau richtig.
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