Rangliste: Die 10 besten Festplatten bis 16 Terabyte

Festplatte (HDD) mit bis zu 16 Terabyte
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title Seagate Ironwolf NAS HDD, 16 TB* Seagate Barracuda Pro, 14 TB* Seagate Ironwolf NAS HDD, 10 TB* Western Black, 6TB* Toshiba N300, 6 TB* Toshiba X300,10 TB* Toshiba N300, 10 TB* Western Digital Red, 6 TB* Western Digital Black, 4 TB * Seagate Archive HDD. 8 TB*
brand Seagate Seagate Seagate Western Digital Toshiba Toshiba Toshiba Western Digital Western Digital Seagate
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Wertung
WERTUNG: 1,62
WERTUNG: 1,66
WERTUNG: 1,81
WERTUNG: 1,83
WERTUNG: 1,90
WERTUNG: 1,91
WERTUNG: 1,93
WERTUNG: 2,05
WERTUNG: 2,06
WERTUNG: 2,23
Amazon-Kundenbewertung
Kapazität binär/dezimal 14.901 GiByte/16.000 GByte 13.039 GiByte/14.000 GByte 9.313 GiByte/10.000 GByte 5.588 GiByte/6.000 GByte 5.586 GiByte/6.000 GByte 9.313 GiByte/10.000 GByte 9.313 GiByte/10.000 GByte 5.589 GiByte/6.000 GByte 4.000 GiByte/3.726 GByte 7.452 GiByte/8000 GByte
U/min 7.200 7.200 7.200 7.200 7.200 7.200 7.200 5.400 7.200 5.900
Herstellergarantie 5 Jahre 5 Jahre 3 Jahre 5 Jahre 3 Jahre 3 Jahre 2 Jahre 5 Jahre 5 Jahre 3 Jahre
Lautheit Leerlauf/maximaler Zugriff 0,2/0,4 Sone 0,1/1,4 Sone 0,6/1,1 Sone 0,5/1,1 Sone 0,9/1,6 Sone 0,6/1,0 Sone 0,5/0,8 Sone 0,3/0,4 Sone 0,4/0,9 Sone 0,5/0,6 Sone
Stromverbrauch Leerlauf/maximal 6,8/11,0 Watt 6,3/8,3 Watt 6,1/12,3 Watt 6,5/7,75 Watt 5,68/10,5 Watt 7,7/9,2 Watt 7,7/9,2 Watt 6,3/8,1 Watt 8,2/13,4 Watt 6,0/8,0 Watt
Transfer Lesen/Schreiben 208/209 MByte/s 201/200 MByte/s 188/186 MByte/s 179/177 MByte/s 167/163 MByte/s 192/185 MByte/s 190/183 MByte/s 127/127 MByte/s 145/145 MByte/s 143/136 MByte/s
Zugriffszeit Lesen/Schreiben 11,8/5,29 ms 14,2/5,9 ms 14,8/7,23 ms 12,4/1,4 ms 12,0/13,4 ms 13,5/5,4 ms 13,7/5,4 ms 15,8/18,0 ms 12,5/12,9 ms 13,5/0,26 ms
  • 16 GByte Kapazit und hohe Lese- und Schreibrate
  • Sehr leise Arbeitsweise
  • Leise Arbeitsweise und sehr hohe Lese- und Schreibleistung
  • 5 Jahre Herstellergarantie
  • Relativ leise Arbeitsweise
  • 256 MiByte Cache-Speicher
  • Geringe Schreibzugriffszeiten
  • 5 Jahre Herstellergarantie
  • Günstig (0,03 €/GiByte)
  • Relativ geringer Verbrauch im Leerlauf/bei maximaler Last
  • Leiser Schreibzugriff von nur 1 Sone
  • 256 MiByte Cache-Speicher
  • Haltbare Festplatte für NAS-Systeme
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Günstige Festplatte für NAS-Systeme
  • Schneller Lese- und Schreibzugriff
  • Hohe Lese- und Schreibleistung
  • Sehr kurze Zugriffszeiten und lange Garantielaufzeit
  • Sehr geringe Schreibzugriffszeit
  • günstiger Pro-GiByte-Preis
  • Hoher Preis
  • Lautstärkentwicklung beim Schreiben
  • Hoher Stromverbrauch beim Schreiben
  • Datenraten sind nur mittelmäßig
  • Lautheit im Leerlauf und bei maximalem Zugriff
  • Schlechte Kopierleistung bei 5-GiB-Datei (25.000 Daten)
  • Schlechte Kopierleistung bei 5-GiB-Datei (25.000 Daten)
  • Lese- und Schreibleistung nur durchschnittlich
  • Hoher Preis und hoher Verbrauch
  • Teils sehr langsam und ungeeignet für RAIDs
Angebote

Welche Vorteile bietet eine Festplatte gegenüber einer SSD?

Festplatten existieren in der Computerwelt bereits seit über vier Jahrzehnten und ihre Funktionsweise kann, vereinfacht gesagt, mit der eines Plattenspielers verglichen werden: Die Daten werden auf sich drehenden, magnetischen Metallscheiben (Plattern) gespeichert und von einem beweglichen Arm gelesen, der genau wie der Tonabnehmer eines Plattenspielers über diese rotierenden Scheiben wandert. Eine auch als HDD (Hard Disk Drive) bezeichnete und in den Größen 3,5 Zoll und 2,5 Zoll erhältliche Festplatte kam früher in jedem Rechner zum Einsatz, wurde aber seit 2008, als SSDs auch für PC-Spieler bezahlbar wurden, von den Laufwerken mit Flash Speicher fast vollständig ersetzt. Im Vergleich mit der Festplatte bieten SSDs schnellere Datenraten und Zugriffszeiten, das beschleunigt nicht nur Kopiervorgänge, sondern auch Boot- und Ladezeiten.

Zum alten Eisen gehören Festplatten aber noch lange nicht. Anstatt sich nur darauf zu konzentrieren, die Datenraten durch neue Techniken zu erhöhen haben die Hersteller neben der Lebensdauer vor allen die Kapazität kontinuierlich nach oben geschraubt. Mittlerweile gibt es Modelle mit 16 Terabyte, die anders als SDDs mit ähnlich hoher Kapazität, zur Datensicherung und -archivierung für den Privatanwender und PC-Spieler interessant und vor allen bezahlbar sind.

Quelle: PCGH
Die Festplatte, die Daten auf rotierenden Magnetscheiben, den sogenannten Plattern speichert, ist noch längst kein Fossil der Datenverarbeitung. Sie ist zwar langsamer als die SSD, eignet sich aber dank Kapazitäten bis zu 16 Terabyte optimal zur Datensicherung und –archivierung.

Unschlagbarer Preis pro Terabyte

Quelle: Toshiba
Bei Festplatten steigt der Preis pro Terabyte bei wachsender Kapazität nur noch um wenige Euro. Beim 6-TB-Modell der Toshiba X300 liegt er bei optimalen 26 Euro pro Terabyte und erhöht sich bei der getesteten Toshiba X300 mit 10 TB im Bild um gerade einmal 3 Euro auf 29 Euro pro Terabyte.

Es ist ihr Preis, genau genommen der Preis pro Giga- oder Terabyte, mit der sich die Festplatte aktuell noch gut am Markt behaupten kann. Wenn man beispielsweise den Preis pro Einheit (hier GB oder TB) vergleicht, werden für das günstigste Terabyte einer SSD wie der Samsung Evo 860 1TB aktuell mindestens 140 Euro fällig. Eine Festplatte mit einem Terabyte Kapazität wie die Toshiba P300 Desktop PC 1TB ist dagegen schon ab ca. 34 Euro erhältlich. Bei den SSDs, deren Flash-Speicher nach wie vor teuer ist, skaliert der Preis direkt proportional mit der Kapazität (z.b. Samsung 860 Evo mit 2 TB für ca. 280 Euro), während die Magnetfestplatte mit steigender Kapazität günstiger im Preis pro Einheit wird.

Eine Festplatte hat ihren aktuellen „Sweet Spot“ des Preis-Leistungsverhältnis um die 6 Terabyte. Darüber wird der Terabyte-Preis nicht viel teurer, wie am Beispiel der beiden getesteten Modelle der Toshiba N300 schön zu sehen ist. Die Toshiba N300 mit 6 TB, der Preis-Leistung-Tipp dieses Tests, kostet ca. 175 Euro, somit liegt der Preis pro TB bei 29 Euro. Die ebenfalls hier getestete Toshiba N300 10 TB ist für 310 Euro zu haben, damit erhöht sich der Preis pro TB geringfügig auf 31 Euro.

Leichte Vorteile bei der Lebensdauer

Ein weiteres Argument im Vergleich der Festplatte mit den flotteren, Flash-basierten SSDs ist die Lebensdauer. Bei der SSD-Technik, speziell im Bereich der Controller und der Speichertypen (NAND Flash) hat sich technisch viel getan, sodass sich die neueste SDD-Generation bei der Lebensdauer mittlerweile durchaus auf Augenhöhe mit der Festplatte befindet. Trotzdem vertraut ein Großteil aller Nutzer bei der Datensicherung und Archivierung sowie in Szenarien, in denen kontinuierlich geschrieben wird, eher einer Festplatte mit hoher Kapazität als einer SDD. Das liegt vor allem daran, dass der Flash-Speicher der SSDs nach wie vor eine begrenzte Lebensdauer hat. Nach einer bestimmten Anzahl von Schreibvorgängen ist die Speicherung von Daten in einer Speicherzelle nicht mehr möglich.

Aus diesem Grund geben die Hersteller die Nenndauer einer SSD auch nicht wie bei der HDD in Betriebsstunden, sondern in geschriebenen Terabyte (TBW – „Terabytes written“) oder in Speichervorgängen pro Tag (DWPD – „Drive writes per day“) an. Die meisten SSDs sind allerdings mit der Over-Provisioning-Technologie (SSD OP) ausgestattet, bei der ein Teil der SSD-Kapazität als eine Art Backup reserviert ist. Wenn sich bestimmte Zellen nicht mehr mit Daten füllen lassen, verschiebt der Controller der SSD die Daten von den abgenutzten Zellen zu den Backup-Zellen. Das verlängert die Lebensdauer von SSDs zwar deutlich auf 5 Jahre oder mehr. So hoch wie die eher von Einflüssen wie der Kühlung, der Belastung, den An- und Abschaltvorgänge sowie einem erschütterungsfreien Einbau abhängige Lebensdauer einer Festplatte fällt sie jedoch in der Regel nicht nicht aus.

Quelle:Seagate
Seagate gibt für den Testsieger, die Ironwolf NAS HDD 16TB 5 Jahre Garantie. Das entspricht 43.800 Betriebsstunden.

Wenn man sich in verschiedenen Foren umsieht, berichten Nutzer von Modellen mit über 60.000 Betriebsstunden (entspricht ca. 7 Jahren) und eine Haltbarkeit von 10 Jahren oder rund 90.000 Betriebsstunden gilt momentan als Standard. Mittlerweile gibt Seagate sogar eine Garantie von 5 Jahren auf die Ironwolf NAS HDD 16TB (Testsieger) und Barracuda Pro, das entspricht 43.800 Betriebsstunden. Mögen SSDs mittlerweile auch eine ähnlich hohe Lebensdauer respektive eine vergleichbare Nenndauer bei den geschriebenen Terabyte oder Speichervorgängen pro Tag erzielen. Für einen Homeserver, ein NAS-System oder beim einem RAID-Verbund, bei dem Daten in sehr hoher Frequenz und über lange Zeiträume geschrieben werden, ist die Festplatte für viele Nutzer nach wie vor die erste Wahl.

Pluspunkte bei der Datenrettung und Wiederherstellung

Egal ob Festplatte oder SSD, beide werden durch die im BIOS aktivierbare S.M.A.R.T.-Technologie überwacht. S.M.A.R.T. (deutsch: System zur Selbstüberwachung, Analyse und Statusmeldung) ist ein Industriestandard zur Überwachung von Festplatten, der versucht mithilfe verschiedener Sensoren den möglichen Ausfall des Speichermediums vorherzusagen. Bei dieser Technik werden auch die Betriebsstunden der Festplatte registriert, die Sie zum Beispiel mit der nützlichen Software CrystalDiskInfo auslesen können. 

Sollte es allerdings doch aufgrund von Schreib- oder Hardware-Fehlern (Kontroller oder Schreib-Lese-Einheit defekt) zu einem ungewollten Datenverlust kommen, fällt die Rettung und Wiederherstellung der Daten, falls möglich, bei der Festplatte deutlich besser aus als bei der SSD. Wird bei letzterer eine Speicherzelle fehlerhaft überschrieben ist ihr Inhalt für immer verloren genauso wie abgenutzte, nicht mehr beschreibbare Zellen nicht reaktiviert werden können.  

Quelle: PCGH
Die von der S.M.A.R.T.-Technologie zur Überwachung der Festplatte erstellten Daten lassen sich mit dem Gratis-Tool CrystalDiskInfo auslesen. Zusätzlich zeigt die Software die Arbeitsstunden, Schnittstellen, die Temperatur und Firmware der Festplatte an.

Sie benötigen neben einer Festplatte zur Archivierung von Daten auch noch eine SSD für Ihr Betriebssystem oder für die Installation von Spielen? Dann hilft Ihnen unser Ratgeber SSD Test – Vergleich & Ratgeber für SATA- und PCIe-SSD.

Wo liegen die Kapazitätsgrenzen, welche Technik steht dahinter?

Äußerlich scheinen sich Festplatten seit mehreren Jahrzehnten kaum verändert zu haben, ihr Technik jedoch hat sich ständig weiterentwickelt. Wie schon erwähnt verbessern die Hersteller nicht nur die Langlebigkeit und schrauben die Leistung, also die Datenraten und die Größe des Cache-Speichers kontinuierlich nach oben. Da der Platz im 3,5-Zoll-Gehäuse begrenzt ist, forschen die noch aktiven Hersteller HGST (Hitachi), Seagate, Toshiba und Western Digital vor allem an innovativen Techniken, mit deren Hilfe die Dichte auf den Plattern erhöht werden kann. Gerade im Bereich der Kapazität haben sich die Festplatten in den letzten sechs Jahren dank immer neuer technologischer Innovationen enorm weiterentwickelt und für das Frühjahr 2020 kündigt Western Digital mit der DC HC650 bereits die erste 20-Terabyte-Festplatte an.      

Edelgas im Festplattengehäuse

Eine der technischen Innovationen für die Steigerung der Kapazität ist das Füllen der Festplatte mit Helium anstatt mit Luft. Das Edelgas besitzt eine geringere Dichte, daher ist es möglich die Platter enger übereinander zu setzen, was zur Minimierung von Strömungseffekten führt. Zusätzlich sollen die Festplatten dadurch beim Dauerbetrieb auch kühler bleiben, das spart letztendlich auch Strom. 2014 präsentierte die Festplattenmarke HGST (Hitachi) erstmals ein mit Helium gefülltes 10-TByte-Modell, das laut HGST das Ergebnis von mehrere Jahre Entwicklungszeit war. Dabei war es laut den Informationen des Herstellers nicht nur eine große Herausforderung, das Gas in das Gehäuse hinein zu bekommen. Es musste auch so verschlossen und abgedichtet werden, dass das Helium nicht wieder aus diesem entweicht. Mittlerweile sind Festplatten mit hoher Kapazitäten von 10 TB bis 20 TB unabhängig von der Marke mit Helium gefüllt, sodass sich die Technik im Jahr 2019 als Standard etabliert hat und beispielsweise auch bei den neuen Ultrastar-Festplatten mit 18 TB und 20 TB von Western Digital zum Einsatz kommt.  

Quelle: PCGH

Kapazitätssteigerung mit Perpendicular Magnetic Recording (PMR)

Festplatten, die von 2005 bis 2014 auf den Markt kamen, nutzten zur Speicherung der Daten auf der Magnetscheibe ausschließlich das Perpendicular Magnetic Recording (PMR), auch „senkrechte Aufzeichnung“ genannt. Senkrecht bezieht sich bei diesem Schreibverfahren auf die Lage der für die Speicherung der Daten zuständigen Bereiche zur Scheibe (English: Platter). Anstatt die Informationen wie bislang mit parallel zur Oberfläche ausgerichteten magnetischen Duopolen (magnetischer Süd- und Nordpol) zu speichern, durchziehen diese nun die Magnetscheibe senkrecht. 

Die Bits rücken also so viel näher zusammen und gegenüber der bis 2005 genutzten Längsspuraufzeichnung (Longitudinal Recording), wo die Bits noch horizontal auf der Magnetscheibe ausgerichtet wurden, ermöglichte das eine extreme Steigerungen der Datendichte. Betrug die Kapazität von Festplatten mit Longitudinal Recording bestenfalls ein paar Hundert Gigabyte, waren mit der Senkrechtaufzeichnung erstmalig Speichervolumenrekorde von bis 6 Terabyte möglich.

Noch mehr Terabyte mit Dachziegel-Speicherverfahren

Eine weitere Aufzeichnungsmethode, mit der die Hersteller das Speichervolumen abermals deutlich steigern und die 2014 bei 6 Terabyte liegende Kapazitätsgrenze von PMR durchbrechen wollten, ist das “Shingled Magnetic Recording” (kurz SMR). Bei diesem Speicherverfahren überlappen sich die Datenspuren und es ähnelt den Dachziegeln (engl. Shingle), die der Technologie auch den Namen gaben. Da die Datenspuren beim SMR deutlich dünner ausfallen, kann die Kapazität bis zu 25 Prozent bei gleichem Platz ansteigen. 

Es kommt allerdings zu Leistungseinbußen bei der Schreibgeschwindigkeit, weil beim Beschreiben der eigentlich angesprochenen Datenspur auch immer die benachbarten Spuren aktualisiert werden müssen. Letzteres wurde mittels Pufferzonen und Cache-Speicher messbar aufpoliert, trotzdem eignet sich die SMR-Aufzeichnungsmethode weniger gut für viele kurze und zufällig erfolgende Schreibvorgänge. Aktuell verwenden aber nur noch wenig Festplattenmodelle wie die noch nicht erhältliche Western Digital DC HC650 mit 20 TB die SMR-Technik. Die Festplatten-Zukunft gehören andere Technologien, die sich nicht nachteilig auf die Performance auswirken.

Quelle: PCGH

Innovative Aufzeichnungstechniken für 16 Terabyte und mehr

Obwohl Western Digital mit der Ultrastar DC HC550 und DC HC650 eine Festplatte mit 18 Terabyte respektive 20 Terabyte für Mitte des Jahres in Aussicht stellt, liegt die Kapazitätsgrenze bei aktuellen Top-Modellen, die für die Archivierung sehr großer Datenmengen geeignet und für Privatanwender erschwinglich sind, bei 16 Terabyte. Um dieses hohe Speichervolumen zu erzielen, nutzt Seagate beispielsweise beim Erstplatzierten dieses Tests, der Ironwolf NAS HDD mit 16 TByte eine Aufzeichnungstechnologie die als Heat-Assisted Magnetic Recording (HAMR) bezeichnet wird. Bei diesem technisch sehr fortschrittlichen Verfahren befindet sich ein winziger Laser in den Schreibköpfen, der die Platter kurzzeitig erhitzt. Dadurch nimmt die Stärke des Magnetfelds ab, was gleichzeitig die Datendichte pro Platter erhöht. 

Für Konkurrent Western Digital hingegen kommt diese Technik zu früh und ist noch nicht ausgereift. Daher setzt man wie die Mitbewerber Toshiba momentan noch auf das Microwave-Assisted Magnetic Recording (MAMR). Mittels Mikrowelle erzeugt hier ein Spin-Torque-Oszillator ein zusätzliches Magnetfeld am Schreibkopf. Dadurch können die Speicherkörnchen auf den Plattern verkleinert werden, das führt zu einer höheren Datendichte. Bei den Mitte 2020 auf den Markt erscheinenden Western Digital Ultrastar DC HC550 (18 TB) und DC HC650 (20 TB) kommt laut Hersteller Energy Assisted Magnetic Recording (EAMR) zum Einsatz, das technisch als eine Unterform von Microwave Assisted Magnetic Recording gesehen wird. 

Um eine sehr hohe Kapazität von 16 Terabyte zu erzielen, nutzt Seagate beim Erstplatzierten dieses Tests, der Ironwolf NAS HDD 16TB, die Heat-Assisted-Magnetic-Recording-Aufzeichnungstechnologie, kurz HAMR.

Für welchen Einsatzzweck lohnt sich eine Festplatte?

Bei den Transferraten und Zugriffszeiten fällt eine Festplatte deutlich hinter einer SSD zurück. Dank ihrer Speichervolumina und dem daraus resultierenden unschlagbar günstigen Preis pro Gigabyte respektive Terabyte glänzt die HDD als Massenspeicher oder Basis eines NAS-Systems. Sie ist also mehr ein passives als ein aktives Speichermedium, auf dem man eher große Daten ablegt als diese vom Betriebssystem im Arbeitsprozess oder beim Daten-Streaming in Spielen (Seamless Loading) kontinuierlich lesen und schreiben zu lassen.             

Der Einsatz von Festplatten als Datengrab

Unserer Ansicht nach lohnt sich eine Festplatte praktisch nur noch für bestimmte Einsatzszenarien. Spiele und erst recht die Systempartition sollte auf eine SSD gespeichert werden, da dort die Daten einfach wesentlich schneller geladen werden. Festplatten sind dagegen wirklich nur noch der ideale Speicherort für Archivdaten, wie Teile Ihrer Spiele-, Musik- oder Videobibliothek, die Sie aufheben möchten aber aktuell gar nicht verwenden. 

Die Festplatte muss sogar nicht einmal mehr im PC stecken und sollte besser im NAS-System oder, was noch günstiger und stromsparender ist, im USB-3.0-Dock/Case wie dem Sharkoon Swift Case Pro USB 3.0 (siehe rechts) eingebaut sein. Das schont auch die Lebensdauer der Platte. Außerdem bleiben einmal auf der Festplatte gespeicherte Daten auch dann erhalten, wenn die Festplatte Monate oder sogar Jahre ohne mit Strom versorgt zu werden im Schrank geparkt wird. Eine SSD speichert ihre Daten bei gekappter Stromzufuhr zwar auch über einen langen Zeitraum, jedoch nicht ewig und keinesfalls so lang wie die Festplatte.    

Quelle:Sharkoon
Nutzen Sie Ihre Festplatte lediglich als Datengrab, muss sie nicht mehr im PC eingebaut sein. Wir empfehlen den externen Betrieb im NAS-System oder besser noch in einem USB-3.0-Gehäuse wie dem Sharkoon Swift Case Pro USB 3.0, welches beispielsweise bei Amazon für 29 Euro zu haben ist

Festplatten als Bestandteil des NAS-Systems

Ob als zentrale Backup-Lösung oder als Verteiler für die eigene Mediensammlung, die Integration eines NAS-Speichersystems (Network Attached Storage) ins heimische Netzwerk bietet eine ganze Reihe von Vorteilen. Wer seinen Spielerechner nicht mit Gigabytes an Urlaubsfotos, Musikdateien und Backup-Images vollpacken möchte, findet im mit mehreren Festplatten mit hoher Kapazität bestückbaren NAS-System die ideale Lösung. Günstige Geräte, die wie das sogar per Handy steuerbare Terramaster F2-210 über zwei Einschübe für Festplatten mit bis zu 16 Terabyte Kapazität verfügen, sind bei Amazon schon für um die 160 Euro zu haben und bieten dank RAID-Betrieb eine zuverlässige Speicherung.

Quelle: Synology
NAS-Systeme mit Einschüben für zwei 3,5-Zoll-Festplatten gibt es schon ab 160 Euro (Terramaster F2-210). Für das empfehlenswerte Synology DS218 2 Bay Desktop NAS Gehäuse im Bild müssen Sie allerdings 265 Euro zahlen.

Bei der Auswahl der richtigen Festplatte, eine SSD wäre aufgrund des hohen Pro-Terabyte-Preise von rund 130 Euro viel zu kostspielig, sollte die Geschwindigkeit übrigens in den Hintergrund treten. Um hohe Datentransferraten zu erzielen, rotieren schnelle 3,5-Zoll-Platten oft mit 7.200 oder mehr Umdrehungen pro Minuten. Im NAS-Alltag bemerken Sie von solch schnell drehenden HDDs aber bestenfalls einen höheren Lautstärkepegel. In einem typischen GBit-LAN ist nämlich in der Theorie schon bei maximal 125 MByte/s Datentransferrate Schluss. 

In der Praxis limitieren dann zusätzlich die CPU-Leistung der NAS-Systeme und der sonstige Netzwerkverkehr die Transferrate. Bestücken Sie Ihr NAS-System lieber mit zuverlässigen NAS-optimierte Festplatten, wie die hier getesteten Seagate Ironwolf NAS HDD mit 16/10 TB oder Toshiba N300 mit 10/6 TB. Diese NAS-Festplatten sind für den Dauerbetrieb rund um die Uhr ausgelegen und optimiert. Ausfallsicherer als Desktop-Festplatten sind sie leider nicht, auch hier kann der plötzliche Plattentot auftreten. Da sowohl die Leistungs- als auch Preisunterschiede zwischen dedizierten NAS- und Desktop-Festplatten jedoch relativ gering ausfallen, empfehlen wir für ein NAS-System auch eine NAS-Festplatte.  

Datensicherung im RAID-System

Quelle: PCGH
Der große Vorteil eines RAID-Systems mit mehreren Festplatten: Die Daten werden auf allen im RAID-1-Verbund eigesetzten Festplatten gespiegelt und können daher beim Ausfall einer HDD beispielsweise durch einen Headcrash (siehe Bild) weiterhin genutzt werden.

Die Festplatte ist nicht nur für die Datenarchivierung oder das Verteilen von Daten per NAS-System die optimale Wahl. Sie eignet sich auch sehr gut für die Sicherung des Betriebssystems oder anderer wichtiger, unverzichtbarer Daten. Eine hierfür nutzbare Methode stellt das redundante Speichern dar, welches man über ein RAID-System als logisches Laufwerk realisiert. RAID steht für „redundante Anordnung unabhängiger Festplatten“ (engl. „Redundant Array of Independent Disks„). 

Hier werden Dateien in einem System aus mehreren Festplatten so gespeichert, dass diese eben mehrfach vorliegen. Damit wird eine höhere Ausfallsicherheit als bei einer einzelnen HDD erreicht, Integrität und Funktionalität der abgespeicherten Dateien bleiben so auch bei einem Komplettausfall einer Festplatte erhalten. Es gibt unterschiedliche RAID-Konfigurationen für verschiedene Ansprüche, wobei wir die RAID-1-Einstellung für eine Datensicherung empfehlen. Hier werden alle im RAID-1-Verbund eigesetzten Festplatten mit den gleichen Daten beschrieben, die Daten werden also gespiegelt und können beim Ausfall einer HDD weiterhin genutzt werden. 

Einziger Nachteil von RAID 1 ist, dass eine Festplatte komplett für die Spiegelung des anderen Datenträgers genutzt wird. Der effektiv zur Verfügung stehende Speicher halbiert sich also, weshalb wir vor allem die etwas günstigen HDDs mit 4 TB oder 6 TB empfehlen. Wegen der hohen Preise SSDs mit 2 TB uns höher raten wir jedoch generell davon ab, SSDs in einem RAID-1-Verbund einzusetzen.

Sie suchen nicht nur nach einer Festplatte mit hoher Kapazität zur Archivierung, sondern auch noch ein flottes Externes USB-3.0-Speichermedium? Dann empfehlen wir Ihnen unseren Ratgeber Externe SSD und USB-Sticks: Test, Ratgeber & Vergleich

Der Testsieger

Festplatten werden immer größer und schneller und mit der 16 TB großen Ironwolf hat Seagate wie versprochen eine NAS-HDD mit höchster Kapazität und Leistung im Angebot.

2.268 Bewertungen*
(Amazon-Kundenbewertungen)
  • 16 GByte Kapazit und hohe Lese- und Schreibrate
  • Sehr leise Arbeitsweise
  • Hoher Preis
Beim Durchlaufen aller Leistungstests, die aus Messungen mit HDTune und weiteren Kopiertest bestehen, schafft die 16 Terabyte große Seagate Ironwolf überall, teils aber nur knapp Rekordwerte: In HDTune erreicht sie erstmals eine durchschnittliche Transferrate von über 200 MB/s und eine 5-Gigabyte-Datei dupliziert die Festplatte mindestens doppelt so schnell wie vier Konkurrenten im Testfeld. Die ebenso große Menge aus vielen kleinen Dateien kopiert sie ebenfalls stets etwas schneller als die restlichen HDDs im Test. An den Zugriffszeiten ändert sich allerdings nichts mehr, die befinden sich auch bei der Seagate Iromwolf NAS HDD im zweistelligen Millisekundenbereich. In punkto Effizienz kann die HDD allerdings nur teilweise überzeugen: Mit ca. 11 Watt im Zugriff und 7 Watt ohne ist sie nicht die sparsamste, was aber in Relation zur Kapazität dennoch ein guter Wert ist. Bei der Geräuschentwicklung verhält sich die Ironwolf-NAS-HDD dann aber vorbildlich: Mit Last messen wir nur 0,4 Sone und ohne gerade mal 0,2 Sone aus einem halben Meter Entfernung. Die hohe Qualität lässt sich Seagate allerding auch gut bezahlen, denn mit über 500 Euro sind die 16 TB kein Schnäppchen und auch im Preis pro GB noch relativ teuer.
Fazit: Wer den hohen Preis nicht scheut, bekommt mit der 16 TByte großen Seagate Ironwolf NAS HDD eine sehr leise Festplatte mit aktuell höchstmöglicher Kapazität und Leistung.

Der Preis-Leistungs-Sieger

Toshibas N300-Festplatten eignen sich sehr gut für den Dauereinsatz als Netzwerkspeicher. Das 6-TByte-Modell überzeugt mit seinem günstigen Preis sowie einer guten Geschwindigkeit bei geringem Verbrauch.

3.653 Bewertungen*
(Amazon-Kundenbewertungen)
  • Günstig (0,03 €/GiByte)
  • Relativ geringer Verbrauch im Leerlauf/bei maximaler Last
  • Lautheit im Leerlauf und bei maximalem Zugriff
Wie die Modelle mit 4 Terabyte (ca. 100 Euro) oder 8 Terabyte (ca. 215 Euro) verfügt auch die für rund 160 Euro erhältliche Toshiba N300 mit 6 Terabye Kapazität über einen DRAM-Puffer mit 128 MByte. Unsere verschiedenen Kopiertests bewältig die N300, für die Toshiba 3 Jahre Garantie gibt, mit durchschnittlicher Leistung, teils jedoch etwas langsamer als die gleich große Western Digital WD Black auf Platz 5 der Testtabelle. Die mittlere Lese/Schreibleistung liegt bei noch guten 167/163 GByte/s (WD Black: 179/175 MByte/s) und für das Kopieren der aus einer einzelnen sowie aus 50.000 Einzeldateien bestehenden 5-GiB-Testdatei benötig die NAS-Festplatte 51 respektive 73 Sekunden (WD Black: 48/78 Sekunden). Mit einem Verbrauch von 5,7 Watt im Leerlauf und 10,5 bei maximalem Zugriff ist auch die Energiebilanz sehr ordentlich, zumal die Toshiba N300 vom NAS-System bei längerer Inaktivität eh ganz ausgeschaltet wird. Ein klarer der Minuspunkt der preislich attraktiven Toshiba N300 ist ihre hohe Lautheit von 1,1 Sone im Leerlauf und 1,6 Sone unter Last.
Fazit: Nicht ganz leise aber dafür günstige und nicht nur im NAS-System einsetzbare HDD mit einer insgesamt guten und stromsparenden Leistung.
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