Wer sich seinen Gaming-PC selbst zusammenstellen und keine Unsummen ausgeben möchte, der sucht nach Hardware mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis. In unserem Ratgeber Komplett-PC PCGH-Empfehlung unter 1.000 Euro stellen wir Ihnen zwei günstige Gaming-PCs vor. Für deren Komponenten müssen Sie insgesamt deutlich weniger als 1.000 Euro bezahlen. Trotz des günstigen Preises können sie mit wenigen Ausnahmen auf der höchsten Detailstufe zocken.

Komplett-PC: Die besten Komponenten für den AMD-Gaming-PC unter 1.000€

Komplett-PC unter 600€, AMD - von PCGH empfohlen
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Produktname AMD Ryzen 3 3100* Asrock B450M Pro4-F* G.Skill Aegis 16* ARCTIC Freezer A13 X* XFX RX 5500 XT Thicc II Pro* BE QUIET Pure Power 11* WD Blue 500GB SATA*
Hersteller AMD ASRock G.Skill ARCTIC XFX Be Quiet! Western Digital
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Amazon-Kundenbewertung
Komponente CPU Mainboard Arbeitsspeicher CPU-Kühler Grafikkarte Netzteil SSD
Spezifikationen 4c/8t - 3,6 GHz + Turbo x16 & x1/x4 16 GB DDR4-3200 4-Pin PWM 8 GB GDDR6, 1607 MHz Basis 400 W, 80 Plus Gold Lesen 560MB/​s, Schreiben 530MB/​s
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Full-HD-Spielspaß mit AMD-Leistungszentrale

Für den Einstieg ins PC-Gaming muss man nicht viel Geld ausgeben. Für ungefähr 600 Euro, also deutlich unter 1.000 Euro, bekommt man bereits einen leistungsstarken Gaming-PC, der auch aktuelle Spiele problemlos in der momentan noch sehr beliebten Full-HD-Auflösung flüssig darstellen kann. Dank des neuen Ryzen 3 3100 (ca. 100 Euro), der über vier reale und vier virtuelle (Hyper-Threading-)Kerne verfügt und mit 3,6 GHz (Turbo: 3,9 GHz) taktet, bietet dieser Komplett-PC sogar genügend Rechenleistung für Full-HD-Videobearbeitung.

Eine Alternative zum Ryzen 3 3100 ist der in 12 Nanometer gefertigte Ryzen 5 1600 mit sechs Kernen und 12 Threads (3,2 bis 3,6 GHz). Die etwa 10 Euro teurere CPU kann ihren Kernvorteil allerdings nur bei Anwendungen ausspielen. Bei Spielen hat der neuere Vierkerner stets die Nase vorn. Da sich der Ryzen 3 3100 auch sehr gut zu mehr Takt überreden lässt, stellen wir ihm mit dem Arctic Freezer A13 X einen leistungsstarken Prozessorkühler zur Seite, der deutlich besser kühlt als das Boxed-Modell. Außerdem empfehlen wir mit dem Asrock B450M Pro4-F eine Hauptplatine mit B450-Chipsatz, die ausreichend Anschlüsse bietet und mit der sich der Ryzen 3 3100 vortrefflich übertakten lasst – weit über 4 GHz sind möglich.

Dazu kommen 16 GByte Arbeitsspeicher von G.Skill (Aegis 16 GByte DDR4-3200). Deren Kühlkörper müssen ohne optisch auffällige RGB-Beleuchtung auskommen, dafür gibt es aber keine bekannten Kompatibilitätsprobleme. Außerdem kosten die beiden RAM-Riegel als Kit mit je 8 GByte zusammen nur um die 50 Euro. Das ist genügend Hauptspeicher für den Spielbetrieb.

Mittelklasse-Grafikkarte von AMD und SSD für schnelles Lesen und Schreiben

Bei der Grafikkarte, die neben der CPU die wichtigste Komponente eines Gaming-PC ist, entscheiden wir uns beim Komplett-PC mit AMD-CPU für die Radeon RX 5500 XT von XFX (XFX Radeon RX 5500 XT Thicc II Pro). Diese AMD-GPU ist zwar nur in der Mittelklasse angesiedelt, allerdings muss man trotzdem nur sehr wenige Kompromisse bei Grafikeinstellungen hinnehmen. Lediglich das Spielen mit allen Details und einer WQHD- (2.560 x 1.440 Pixel) oder Ultra HD-Auflösung (3.840 x 2.160 Pixel) ist nur mit sichtbarer Detailreduktion möglich. In Full HD (1.920 x 1.080 Pixel) ist fast immer ein Spielvergnügen mit allen Details und akzeptablen Frameraten garantiert. Außerdem ist die Grafikkarte dank 8 Gigabyte Videospeicher auch noch relativ zukunftssicher.

Quelle: XFX
Die XFX Radeon RX 5500 XT Thicc II Pro sorgt für eine sehr gute Spieleleistung in Full HD, ist dank 8 GB Videospeicher noch zukunftssicher und bietet ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Eine SATASSD mit 500 Gigabyte Kapazität und ein hochwertiges Netzteil runden unseren voll spieletauglichen Komplett-PC unter 1.000 Euro ab. Beim Netzteil, dem Be Quiet Pure Power 11 400W, verzichten wir zugunsten eines günstigeren Preises auf eine Version mit Kabelmanagement. Da der Stromgeber dank Zertifizierung 80+ Plus Gold sehr effizient arbeitet, reichen 400 Watt für die zum Einsatz kommenden Komponenten aus. Es sind sogar noch Leistungsreserven für eine CPU und GPU vorhanden, die watthungriger ist. Mit 500 Gigabyte bietet die WD-Blue-SSD mit ihrem gut dimensionierten Cache Platz für das Betriebssystem, wichtige Anwendungen sowie drei bis vier Spiele-Installationen. Wer mehr Speicherplatz benötigt, kann natürlich auch eine WD Blue SATA-SSD mit 1 Terabyte (Preis: ca. 100 Euro) oder eine zusätzliche Festplatte (HDD) verbauen. Unsere Festplatten-Empfehlung wäre die Toshiba P300 mit 3 TB (Link) bei welcher der Preis mit rund 70 Euro sogar weit unter der 100-Euro-Grenze liegt.

Optische Medien werden im Zeitalter digitaler Downloads nur noch wenig benötigt, es sei, denn, sie wollen DVDs, Blu-rays oder Musik-CDs ebenfalls mit ihrem Gaming-PC abspielen. Dann gilt es auch beim Gehäusekauf darauf zu achten, dass der Tower mindestens einen Montageplatz für ein optisches 5,25-Zoll-Laufwerk bereithält. Eine Alternative wäre ein externes USB-Laufwerk mit Lese- und Schreibfunktion (Brenner) für DVD (Lite On eBAU108: 22 Euro) oder Blu-ray (Verbatim External Slimline Blu-ray Writer, ca. 80 Euro).

Sie suchen nach einer HDD, um ihrer Spielebibliothek oder andere Daten zu archivieren? Dann empfehlen wir Ihnen unseren Festplatten Test: Rangliste der 10 besten HDDs bis 16 TB

Empfehlungen für ein Gehäuse geben wir im Gegenzug nicht. Gerade die Gehäusewahl ist stark vom Geschmack abhängig. Während der eine PC-Gamer bereits mit einem schlichten, aber gedämmten Midi-Tower zufrieden ist, ziehen die Fans von RGB-Beleuchtung Modelle vor, deren Lüfter bunt blinken und die mit ihren Seitenwänden und einer Front sowie einem Deckel aus Glas viel Einblick ins Innere geben. Solche Hingucker schlagen oft mit mehr als 100 Euro zu Buch, es gibt aber auch mehrere Modelle, bei denen der Preis wie beim Sharkoon TG4 RGB (Link) mit 60 Euro sogar weit unter der 100-Euro-Grenz liegt.

Das passende Gehäuse für Ihren günstigen Gaming-PC finden Sie übrigens in unserem PC-Gehäuse Test: Die besten Gehäuse für Rechner im Vergleich

Komplett-PC: Die besten Komponenten für den Intel-Gaming-PC für unter 1.000€

Komplett-PC für 600€, Intel - von PCGH empfohlen
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Produktname Intel Core i3-10100* ASROCK B460M PRO4* G.Skill Aegis 16* be Quiet! Pure Rock Slim* XFX RX 5500 XT Thicc II Pro* BE QUIET Pure Power 11* WD Blue 500GB SATA*
Hersteller Intel ASRock G.Skill be quiet! XFX Be Quiet! Western Digital
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Komponente CPU Mainboard Arbeitsspeicher CPU-Kühler Grafikkarte Netzteil SSD
Spezifikationen 4c/6t, 3,6 GHz + Turbo ×16 & ×1/×4 16 GB DDR4-3200 4-Pin PWM 8 GB GDDR6, 1607 MHz Basis 400 W, 80 Plus Gold Lesen 560MB/​s, Schreiben 530MB/​s
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Alternative Infrastruktur: Intel-Vierkerner mit passender Platine und Kühler

Passend zum Komplett-PC mit AMD-Rechenzentrale stellen wir Ihnen einen weiteren Gaming-PC vor, bei dem die CPU vom Chip-Riesen Intel kommt. Mit dem für rund 115 Euro ohne Boxed-Kühler erhältlichen Intel Core i3-10100 wählen wir für unseren Gaming-PC ebenfalls einen Prozessor mit vier physischen und vier HT-Kernen (4c/8t). Der Grundtakt des Core i3-10100 beträgt wie der des Ryzen 3 3100 3,6 GHz. Der Turbo fällt mit 4,3 GHz sogar 400 Mhz höher aus als beim günstigen AMD-Prozessor.

Trotzdem kann Intels Vierkerner bei der Spieleleistung der AMD-CPU nicht davonziehen. Weitere kleinere Nachteile im Vergleich mit AMDs Ryzen 3 3100 sind der etwas höhere Preis, die fehlende Übertaktbarkeit und die nicht immer optimale Speicherunterstützung, speziell bei Hauptplatinen mit B460-Chipsatz. Obwohl im Core i3-10100 kaum Übertaktungspotenzial steckt, verzichten wir auf den Boxed-Kühler und lassen die CPU lieber von Be Quiets Pure Rock Slim kühlen. Der kostet lediglich um die 20 Euro, verfügt aber über mehr Kühlleistung als der kostenlose Standardkühler und arbeitet messbar leiser.   

Quelle: Intel und Be Quiet
Wer Geld sparen will, seinen Prozessor nicht übertakten möchte und mit einer bei Last hörbaren Geräuschkulisse klarkommt, der kann den sehr günstigen (Intel-)Boxed-Kühler nutzen. Für eine sehr gute und leise Kühlung beim Spielen sollten Sie auf einen Turmkühler wie den Be Quiet Pure Rock Slim setzen.

Geforce GTX 1660/6G: Lohnt sich der Wechsel zur Nvidia-GPU?

Unsere GPU-Empfehlung bleibt auch beim günstigen Intel-Komplett-PC die XFX Radeon RX 5500 XT Thicc II Pro. Wer allerdings bei GPUs generell dem einzigen Konkurrenten Nvidia den Vorzug gibt, kann alternativ eine Geforce GTX 1660/6G wie die günstige Palit Geforce GTX 1660 StormX einbauen. Palits Grafikkarte ist inzwischen bei Amazon für weniger 190 Euro erhältlich (Link) und damit noch günstiger als die XFX Radeon RX 5500 XT Thicc II Pro. Außerdem ist die Nvidia-Karte, wie der Benchmark unten zeigt, beim Spielen fünf bis sechs Prozent schneller als AMDs GPU.

Im Gegenzug bietet die energieeffiziente Radeon RX 5500 XT 8 Gigabyte GDDR5-Videospeicher, die Palit Geforce GTX 1660 StormX kann dagegen nur auf 6 GByte Videospeicher zurückgreifen. Hier ist die Gefahr gegeben, dass vor allem bei höheren Auflösungen als Full HD der Videospeicher vollläuft und Daten auf die SSD ausgelagert werden müssen. Bei Mittelklasse-GPUs wie der Geforce GTX 1660/6G spielt aber auch die Markenpräferenz eine große Rolle. Grafik-Features wie Raytracing sind dagegen in dieser Klasse grundsätzlich nicht vertreten, sodass diese als Kaufgrund generell wegfallen. Von Grafikkarten mit lediglich 4 GByte VRAM, egal ob von Nvidia oder AMD, raten wir mittlerweile ganz ab.

Quelle: Palit
Mit ihren Maßen von 168 × 122 × 40 mm (L × B × H) passt die Geforce GTX 1660 StormX von Palit auch gut in ein kleines Gehäuse. Mit ihren Taktraten (GPU: 1.530 MHz [1785 MHz Boost]; GDDR5-Speicher: 2.000 MHz) garantiert Sie zusätzlich eine naherzu optimale Optik beim Spielen mit der Full-HD-Auflösung von 1.920 × 1.080 Pixeln.
Quelle: PCGH
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