Neat, eine Tochter der allseits bekannten Gaming-Marke Turtle Beach, hat mit dem King Bee II ein Profi-Mikrofon für Streamer und Musiker mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis ins Rennen geschickt. Anders als der Vorgänger King Bee I kommt das Mikrofon nicht mehr in der auffälligen bienenähnlichen Schwarz-Gelb-Optik, sondern in dezentem Schwarz. Und wie steht es um die Soundqualität? Wir haben das King Bee II für Sie getestet.

Neat King Bee II - technische Details und Inbetriebnahme

Technische Daten

Zunächst wollen wir Ihnen die technischen Daten laut Herstellerangabe auf einen Blick an die Hand geben:

  • Mikrofon-Typ: Kondensator
  • Richtcharakteristik: Niere (Cardioid)
  • Frequenzgang: 16 Hz bis 20 kHz
  • Phantomspeisung: 48 V
  • Anschluss: XLR
  • Gewinde: 5/8 oder 3/8
  • Gewicht: 1.121 g
  • Honeycomb-Popschutz
  • Lieferumfang: Mikrofon, Spinne
  • Erhältliche Farben: Schwarz

Technische Daten

Zunächst wollen wir Ihnen die technischen Daten laut Herstellerangabe auf einen Blick an die Hand geben:

  • Mikrofon-Typ: Kondensator
  • Richtcharakteristik: Niere (Cardioid)
  • Frequenzgang: 16 Hz bis 20 kHz
  • Phantomspeisung: 48 V
  • Anschluss: XLR
  • Gewinde: 5/8 oder 3/8
  • Gewicht: 1.121 g
  • Honeycomb-Popschutz
  • Lieferumfang: Mikrofon, Spinne
  • Erhältliche Farben: Schwarz

Neat King Bee II: Inbetriebnahme

Das Neat King Bee II benötigt eine etwas sensiblere Inbetriebnahme.  Grundsätzlich sollte man sich zuvor vergewissern, dass man ein passendes XLR-Kabel zur Hand hat. Vorausgesetzt wird außerdem grundsätzlich ein passendes Empfangsgerät mit XLR-Eingang, wie eine interne oder externe Soundkarte (wir haben die Asus Xonar Essence One genutzt) für die Nutzung mit PC oder Laptop, ein Mischpult, einen Mikrofon-Vorverstärker oder Ähnliches. Wichtig ist auch, dass das Audio-Gerät die Phantomspeisung von 48 V leisten kann – diese erfolgt über das XLR-Kabel. Wenn alles vorhanden ist, müssen der Verstärker des Mikrofons auf „Null“ respektive die niedrigste Stufe und alle anderen potenziellen Signale von Mischpult, Kopfhörern, Lautsprechern (Studiomonitore etc.) sowie Signaleingänge stumm geschaltet werden. Mit anderen Worten, es sollte kein Signal laufen. Wenn alles ausgeschaltet ist, können Sie das Neat King Bee II mit dem XLR-Kabel und das Kabel dann mit dem Empfangsgerät verbinden. Jetzt können Sie die Phantomspeisung aktivieren, alle Signale wieder einschalten und das Mikrofon über die Verstärker-Knöpfe bzw. entsprechende Software (nicht im Lieferumfang enthalten) einpegeln.

Kurz gefasst: Alles da? Alles aus! Kabel ans Mikrofon, Kabel an Verstärker/Soundkarte/o.ä., Strom drauf, Einstellen.

Neat weist zudem darauf hin, dass man bei Ab- oder Umbau immer erst alle Signale stumm schalten soll, bevor man die Verkabelung des King Bee II löst.

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Auch diese weiteren Streaming-Mikrofone stellen wir Ihnen in Einzeltests ausführlich vor:

Neat King Bee II: Richtcharakteristik, Gewicht, Ausstattung

Das Neat King Bee II ist ein Kondensatormikrofon mit der Richtcharakteristik Niere, auch bekannt als Cardioid.

Kondensatormikrofone zeichnen sich durch ihre detaillierte Tonqualität aus, verfügen dafür aber auch über ein sehr filigranes technisches Innenleben und sollten keinen starken Umwelteinflüssen ausgesetzt oder grob behandelt werden. 

Die Richtcharakteristik beschreibt, in welcher Richtung aus Sicht des Mikrofons dasselbige Tonquellen wahrnimmt. Niere bedeutet, dass das King Bee II hauptsächlich Geräusche direkt vor dem Mikrofon aufzeichnet. Seitlich gelegene Tonquellen werden wenig bis gar nicht aufgenommen, hinter dem Mikrofon liegende Tonquellen werden größtenteils ignoriert. Cardioid ist demnach eine perfekte Richtcharakteristik für Frontalaufnahmen. Die Front und damit die Aufnahme-Seite des Neat King Bee II ist jene, wo sich das Logo und der Honeycomb-Popschutz befinden.

Mit über 1 Kilogramm Gewicht ist das King Bee II ein etwas dickerer Brummer – das sollte bei der Montage auf einen Schwenkarm berücksichtigt werden. Es ist ratsam, hier zu einem möglichst stabilen Modell zu greifen.

Der Schwenkarm, ein XLR-Kabel oder andere Zubehörteile sind nicht im Lieferumfang enthalten. Dafür kommt das Neat King Bee II inklusive einer Spinne zur Vibrationsdämpfung und einem Popschutz.

Quelle: Neat

„Seit der Markteinführung unserer neusten Mikrofongeneration in den USA haben wir so viel positive Resonanz von professionellen Sängern, Musikern und Content Creatorn erhalten, dass wir uns freuen, die Marke Neat und diese außergewöhnlichen Mikrofone in weitere Länder zu bringen. Als Musiker und Aufnahmekünstler kann ich aus erster Hand berichten, dass unsere neuste Mikrofonserie in puncto Qualität und Leistung zu diesem Preis unübertroffen ist. Unser Team leistet seit über 30 Jahren Pionierarbeit bei der Entwicklung von Mikrofonen und ist stets darauf bedacht, unsere neuen Produkte noch besser zu machen als deren Vorgänger.“

Skipper Wise, Gründer von Neat Microphones und Vizepräsident von Turtle Beach

Neat King Bee II: Tonqualität

Das Neat King Bee II weckt schon im Moment des Auspackens aufgrund der hohen Materialqualität und professionell daher kommenden Optik Erwartungen an eine ebenso hochwertige Soundqualität. Hat man das King Bee II erst einmal installiert und eingepegelt, hält es auch alles, was es verspricht. Radioqualität ist das Stichwort, die Stimme ist weich, klar und von einer warmen Klangfarbe. Instrumentale Aufnahmen wiederum setzen das Gespielte präzise und wohlig ins Ohr gehend um. 

Der Popschutz in Wabenoptik („Honeycomb-Popschutz“) sorgt sehr zuverlässig dafür, dass meist keine Plosivlaute entstehen, auch, wenn man ungestüm ins Mikrofon tönt. Wer auf Nummer sicher gehen und jegliche Gefahr von Poplauten ausschließen möchte, der greift ohnehin zum separaten Popschutz. Die Entstehung von Plosivlauten hing in unseren Tests auch von der Entfernung zum Mikrofon ab, je näher man ihm kam, desto eher schlicht sich mal einer in die Aufnahme. Dabei reden wir aber von Entfernungen von weniger als 10 Zentimetern. 

Zugleich ist die Empfindlichkeit sehr hoch, sodass ein Einpegeln und gegebenenfalls Herunterdrehen der Empfindlichkeit mittels Audio-Interface vor der eigentlichen Aufnahme ratsam ist.

Die Empfindlichkeit führt auch dazu, dass gerade beim Streaming doch das eine oder andere Tastaturgeklapper in die Aufnahme gelangt. Ähnlich verhält es sich mit Windgeräuschen oder Tastenanschlägen des Klaviers. Die Spinne hält dafür äußerst zuverlässig Vibrationen und andere Störgeräusche vom King Bee II fern, die über den Schwenkarm geleitet und so in die Aufnahme gelangen könnten.

Grundsätzlich stellen wir fest, dass der aufgenommene Sound umso fülliger und intensiver ist, je näher sich die Tonquelle am King Bee II befindet. Je weiter man sich entfernt, desto mehr wird der Raum hörbar, insbesondere dann, wenn er keine speziell präparierten Wände hat. 

In der Summe sorgt das Neat King Bee II mit seiner Technik dafür, dass die Soundqualität sowohl beim Sprechen als auch Singen oder bei Instrumenten auf sehr hohem Niveau im Kasten landet. Wer dann noch Feinheiten bereinigen möchte, der greift ohnehin zu entsprechender Software.  Streamer können sich auf jeden Fall auf eine rundum wohlklingende Stimme freuen.

Quelle: Neat
Quelle: Neat

Zwei Fragen an Skipper Wise

Was gefällt Ihnen am besten an diesen Produkten? Was liegt Ihnen besonders am Herzen?

Dass diese kleine Gruppe ein seit über 25 Jahren angesammeltes Wissen über die Entwicklung von Mikrofonen mit den neuesten Herstellungstechnologien verbindet. Deshalb können wir High-End-Produkte zu einem Bruchteil der früheren Kosten anbieten.

Was möchten Sie zukünftigen Nutzern ans Herz legen?

Seid ein Verfechter eurer eigenen Karrieren und den damit verbundenen Entscheidungen. Wenn es darum geht, sich für ein Mikrofon zu entscheiden, schaut euch das Unternehmen an, um zu sehen, wer dahintersteht. Es geht um den Hintergrund, die Geschichte und vor allem die Leidenschaft für die Entwicklung von Produkten, die euch auf die nächste Stufe heben können.

Fazit: Neat King Bee II starkes Mikrofon für Fortgeschrittene und Profis

Das Neat King Bee II ist ganz klar ein Mikrofon auf gehobenem Niveau und spricht nicht nur Streamer und Podcaster an, sondern auch Musiker. Dabei hält es sich in einem Preissegment auf, das immer noch deutlich unter vielen anderen Profi-Mikrofonen liegt, liefert dabei aber eine warme und astreine Soundqualität ab, die sich nicht verstecken muss. Das King Bee II eignet sich bestens für jene, die bereits Erfahrung mit Aufnahmen haben und sich in Sachen Equipment auf das nächste Level hieven wollen. Wer gerade erst mit Streaming beginnt, der muss sich darüber im Klaren sein, dass er nicht einfach loslegen kann – hierfür eignet sich die kleine Schwester, das Plug-and-play Mikrofon Neat Bumblebee II, besser. Musiker, die die Aufnahme ihrer Stücke in Angriff nehmen wollen, bekommen mit dem Neat King Bee II ein ausgezeichnetes Mikrofon zu einem Einsteiger-freundlichen Preis.

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