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Der große RAM-Module-Test

Der Arbeitsspeicher sorgt dafür, dass alles flüssig läuft im PC und ist für Anwendungen genauso wichtig, wie für Spiele. Wir stellen die besten von uns getesteten RAM-Module vor.

Bunt beleuchtete RAM-Module vor weißem Hintergrund
Quelle: Corsair, Adata

Wie viel Arbeitsspeicher brauche ich als Gamer? Lohnen sich hohe RAM-Kapazitäten nur für rechenintensive Anwendungen bei Bildbearbeitung und Videoschnitt? Was macht der Arbeitsspeicher überhaupt? Auf diese und weitere Fragen rund um das Thema RAM gehen wir in unserem Ratgeber ein. Darüber hinaus stellen wir Ihnen die besten von uns getesteten RAM-Module (DDR5 und DDR4) vor.

G.Skill Trident Z5 RGB im Detail

Testsieger

Unsere Wertung 1,99

G.Skill Trident Z5 RGB

Vorteile
  • Sehr schnell
  • RGB-LEDs
Nachteile
  • Kühlung nur befriedigend
  • Teuer
Weitere Händler

Dank DDR5-6400-Takt und einer knackigen CAS-Latenz von 32 setzt sich dieses Kit in allen Benchmarks an die Spitze und liefert noch ein paar Prozent mehr Leistung als die schnellsten Mitbewerber. Die verbauten SK-Hynix-Chips bieten viel Tuning-Spielraum, ermöglichen beispielsweise DDR5-6400 bei lediglich 1,25 Volt VDD(Q). 

Bei der Temperaturentwicklung liegen die Trident Z5 RGB allerdings nur im Mittelfeld, die Kühlkonstruktion könnte besser sein. Preislich reißen die schwarzen Module, die es auch in Silber und ein wenig günstiger ohne RGB-LEDs gibt, außerdem ein großes Loch in den Geldbeutel.


G.Skill Trident Z Royal (32 GB) im Detail

Testsieger

Unsere Wertung 1,73

G.Skill Trident Z Royal (32 GB)

Vorteile
  • DDR4-4400 garantiert
  • Extrem schnell
Nachteile
  • Erhöhter Spannungsbedarf
Weitere Händler

Für besonders scharfe Timings bei hohen Taktfrequenzen sind G.Skills Module oft mit Samsung-Chips (B-Dies) bestückt. Damit sich wie bei unserem Testmuster eine Kapazität von 2× 16 GiByte erzielen lässt, müssen auf einem Modul 16 Chips verbaut werden. Ein Nachteil der aggressiven Spezifikation ist ein erhöhter Spannungsbedarf: Für DDR4-4400 und die Timings 17-18-18-38 sieht G.Skill 1,50 Volt vor; der DDR4-Standard sind 1,20 Volt. 

Unsere Undervolting-Tests ergeben, dass die Spannung in der Praxis auf 1,395 Volt reduziert werden kann, ohne die Stabilität zu beeinträchtigen. Die Kombination aus hohem Takt, scharfen Timings und Dual-Rank-Aufbau sorgt für Bestwerte in den praxisnahen Benchmarks: Egal ob 7-Zip, Cyberpunk 2077 oder Kingdom Come: Deliverance – die Trident Z Royal setzen sich souverän an die Spitze. Zusätzlich ermöglichen die Sticks bei allen Taktstufen knackige Latenzen und skalieren.


Die ersten drei RAM-Kits stammen aus neueren Testreihen, ab Platz 4 folgen die älteren Module. Daher beginnt an besagter Stelle die Benotung von vorne.

G.Skill Trident Z Royal (16 GB) im Detail

Testsieger

Unsere Wertung 1,84

G. Skill Trident Z Royal (16 GB)

Vorteile
  • Sehr schnell
  • RGB-LED-Beleuchtung
Nachteile
  • Erhöhter Spannungsbedarf
Weitere Händler

Die spiegelnde Oberfläche ist in einem LED-bestückten Innenraum ist sie optisch sehr effektiv. Der an Kristalle erinnernde Kunststoff über den RGB-Leuchtelementen sorgt außerdem für zusätzliche Reflexionen und einen sehr gleichmäßigen Eindruck ohne punktuelle Helligkeitsspitzen. Die Leistung bei den garantierten Eckdaten ist sehr hoch, was an den für die Taktstufe DDR4-4000 sehr aggressiven Timings 15-16-16-36 liegt. Damit diese Einstellung stabil läuft, sind 1,50 Volt vorgesehen. 

Wie unsere Undervolting-Bemühungen zeigen, ist der Schuss Extra-Spannung zwingend erforderlich: Der Spielraum fällt mit 3 Prozent (1,460 Volt) gering aus. Die gemessene Zugriffszeit in Aida64 als auch die Bildrate in Kingdom Come: Deliverance sind im Testfeld konkurrenzlos und zählen zu den besten Werten, die wir je bei einem DDR4-Kit ermittelt haben. Bei der Kopierrate und vor allem dem 7-Zip-Benchmark wird das Duo allerdings von anderen Produkten mit weniger spektakulären Eckdaten, aber Dual-Rank-Aufbau eingeholt.


PC-Komponenten Zwei Big-Tower, der Asus ROG Hyperion GR701 links und der Cooler Master HAF 700 in der Mitte sowie ein Midi-Gehäuse, das Lian Li Lancool III rechts vor weißem Hintergrund. Die Front der beiden Big-Tower ist auffällig gestaltet und bunt beleuchtet, der Midi-Tower besitzt eine Glasfront hinter der drei RGB-Lüfter für buntes Licht sorgen. Bei allen drei PC-Gehäuse ist dank Glasseitenteil ein Blick in den Innenraum möglich.
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Warum ist der Arbeitsspeicher so wichtig?

Der Arbeitsspeicher eines PCs setzt sich aus sogenannten RAM-Modulen zusammen. Diese Module werden auf dem Mainboard montiert, und zwar häufig in Paaren, also beispielsweise zwei 8-GiByte-Riegel für insgesamt 16 GiByte Arbeitsspeicher. RAM ist die Kurzversion von Random Access Memory und steht dafür, dass auf den gesamten Speicher mit nahezu identischer Geschwindigkeit zugegriffen werden kann. Die Aufgabe des Arbeitsspeichers ist es, Daten im laufenden Betrieb quasi zwischenzulagern. Viele der Daten, die zwischen dem Prozessor und den anderen Komponenten des PCs fließen, stehen hier zur Abholung durch die CPU oder die anderen Komponenten bereit. Schließlich müssen bei der Programmanwendung oder bei PC-Spielen viele Informationen bereits fertig berechnet oder aufgerufen sein, bevor der Anwender oder Spieler sie wahrnimmt oder aktiv abruft – man denke dabei etwa an den Aufbau der virtuellen Welt, in welcher der Spieler sich bewegt.

Der Arbeitsspeicher entlastet bei dieser Aufgabe den im Prozessor selbst angelegten extrem schnellen Zwischenspeicher (Cache) und ist dabei immer noch deutlich schneller, als es eine SSD oder Festplatte wäre. Damit ist auch klar: Der Arbeitsspeicher ist eine wichtige Komponente, wenn man will, dass bei der Nutzung des PCs alles reibungslos abläuft.

RAM-Module mit RGB-Beleuchtung
RAM-Module sind mittlerweile in ansprechenden Optiken erhältlich, damit sie sich auch in verglasten oder offenen Gehäusen gut machen.

Worauf muss ich beim Kauf von RAM-Modulen achten?

Unabhängig vom Speichertyp sollten Sie vor dem Kauf folgende Fragen klären, bei denen das Handbuch oder die Hersteller-Website oft weiterhelfen:

  • Wie viele (freie) Steckplätze befinden sich auf der Hauptplatine?
  • Handelt es sich um DDR4- oder DDR5-Steckplätze?
  • Überragt der CPU-Kühler die Steckplätze, sodass die Höhe der RAM-Module begrenzt wird?
  • Welche Speichermenge in GiByte ist maximal (insgesamt/pro Modul) zulässig?
  • Für welche Taktfrequenz sind CPU und Mainboard ausgelegt?
  • Gibt es sonstige Beschränkungen, etwa bezüglich des internen Aufbaus (Memory Ranks pro Modul)?
  • Für Übertakter: Sind die Komponenten für Speicher-Overclocking geeignet?

Neben der Hardware begrenzt auch das Betriebssystem die sinnvolle RAM-Größe. Windows 7 Home Premium unterstützt zum Beispiel nur bis zu 16 GiByte, Windows 8 und 10 mindestens 128 GiByte (in der 64-Bit-Version). AMDs FX-Serie und Ryzen unterstützen ECC, in Desktop-PCs reicht allerdings „unbuffered“, „unregistered“ RAM ohne ECC aus. Hinter den Begriffen „fully buffered“, „registered“ und „ECC“ stecken Techniken, die typischerweise die Datenintegrität von Servern mit sehr großen Speichermengen sicherstellen.

Haben Sie freie Steckplätze und möchten Sie die RAM-Menge aufstocken, können Sie der Einfachheit halber den aktuell verbauten Speicher nachkaufen. Ist baugleicher Speicher nicht mehr (zu einem vernünftigen Preis) erhältlich, bietet sich der Griff zu Modulen mit ähnlichen Eigenschaften (Taktrate, Kapazität, Spannung, Timings, Ranks) an. Im Handbuch und auf der Support-Website des Mainboards finden Sie meist Listen kompatibler Speichermodule.


Wie viel Arbeitsspeicher brauche ich?

Die wichtigste Eigenschaft von RAM ist die Kapazität, denn sie hat den größten Einfluss auf die Leistung des gesamten Systems. Bei einer zu kleinen Speichermenge müssen häufig Inhalte von der SSD oder HDD angefragt werden, da der Arbeitsspeicher voll ausgelastet ist und nicht alle benötigten Daten vorrätig halten kann. Da diese Speichermedien hinsichtlich der Transferrate und Zugriffszeit deutlich langsamer als RAM sind, bekommen Sie diese Wartezeiten bei der Nutzung des PCs zu spüren. Bei einfachen Aufgaben wie Internet-Surfen ist das noch zu verschmerzen, bei PC-Spielen ist aber schnell die Grenze des Erträglichen erreicht.

RAM-Test: 16 GiByte Arbeitsspeicher für PC-Spiele reichen noch aus

Zu viel Speicher gibt es nicht. Allerdings können Sie eine höhere Systemleistung erzielen, wenn Sie Ihr Geld nicht einfach in möglichst viel Arbeitsspeicher, sondern in die tatsächlich benötigte Kapazität und RAM-Module mit besseren Leistungswerten (Takt/Timings) stecken.

PC Games Hardware hat zuletzt in den Titeln Assassin’s Creed Odyssey, Kingdom Come: Deliverance und Quake Champions (inklusive Grafikmods) in einigen Messreihen untersucht, welche Leistungsunterschiede sich durch den Einsatz von 4, 8, 16 und 32 GiByte RAM ergeben.

Es stellte sich heraus: 4 GiByte sind unzureichend, selbst für Low-Budget-PCs. Mit 8 GiByte waren alle Titel spielbar, Spieler müssen aber mit Einschränkungen rechnen: Im Direktvergleich mit 16 GiByte treten mit der halben Speicherkapazität in manchen Spielen mehr Mikroruckler auf. Die Frametimes steigen in diesen Fällen auf 20 bis 25 ms, während die Frametimes mit 16 GiByte bei maximal 15 ms Verzögerung liegen. Da die größeren Schwankungen mit 8 GiByte den Spielfluss stören, schließen wir uns der immer häufiger von Entwicklern ausgegebenen Empfehlung an: Mit 16 GiByte sind Sie in vielenSpielen gut aufgestellt. In Einzelfällen liegt bereits die minimale Systemanforderung bei 16 GiByte – und wie unsere neuen Benchmarks zeigen, gibt es bereits Spiele, wie beispielsweise Cyberpunk 2077, die mit 32 GiByte einfach besser laufen.

Arbeitsspeicher: Lohnen sich 32 GiByte oder mehr?

Auch mit 32 GiByte können in Spielen gelegentlich minimale Ruckler auftreten. Das liegt oft aber nicht an Speichermangel, sondern an Eigenheiten der Engine. Gerade Open-World-Titel legen selbst mit viel RAM immer mal wieder eine kurze Nachladepause ein. 32 GiByte oder mehr sind für Spieler interessant, die ein größeres Budget haben, für alle Fälle gewappnet sein oder gerne Multitasking betreiben möchten. Falls Ihnen das Preis-Leistungs- Verhältnis sehr wichtig ist, ist diese RAM-Menge noch keine absolute Pflicht. Angesichts der gefallenen Preise sind 32 GiByte oder mehr für Aufrüster mit mittel- bis langfristigem Horizont aber definitiv empfehlenswert:

„Dass 32 GiByte RAM Vorteile bieten,
damit habe ich gerechnet. Ich bin allerdings davon
ausgegangen, dass 64 GiByte aktuell nahezu überflüssig
sind und habe diese Menge im Grunde nur
pro forma getestet. Tatsächlich bringen 64 GiByte
Hauptspeicher aber in einigen Spielen messbare, ja,
gar merkliche Vorteile, selbst wenn die RAM-Belegung
unter der 32-GiByte-Marke liegt. Natürlich sind
die Zugewinne nicht gewaltig und die getesteten Games auf der hungrigen Seite,
die Frametimes verbessern sich aber. Insbesondere, wenn außerdem der Grafikspeicher
eng ist und die Frameraten hoch (die Transfers also sehr kurz) ausfallen.
In meinem nächsten PC stecken definitiv 64 GiByte RAM.“

Philipp Reuther, PC Games Hardware

Falls Sie intensiven Gebrauch von Bildbearbeitung, virtuellen Maschinen und/oder RAM-Disks machen, benötigen Sie mehr als 16 oder 32 GB Speicher. In diesem Fall können Ihnen Herstellerempfehlungen, die Erfahrungen anderer Nutzer und eigene Beobachtungen weiterhelfen. Photoshop reserviert sich etwa standardmäßig 70 Prozent des zur Verfügung stehenden Arbeitsspeichers und gibt einen Effizienzwert aus, der im Idealfall bei 100 % liegt. Niedrigere Werte weisen auf eine Auslagerung auf die SSD/HDD hin, mehr RAM könnte helfen.

Goldene RAM-Module von G.Skill
G.Skill ist für seine absolut extravaganten RAM-Module bekannt, die oft in Gold oder Silber daherkommen und raffiniert beleuchtet werden können. (Quelle: G.Skill)

Wie viele Module kann/muss ich nutzen?

Im Regelfall findet man RAM-Module im Doppel- oder Vierer-Pack, ab und an auch einzeln oder im Dreier-Pack. Diese Packs nennen sich Kit, die Verwendung mehrerer Module gleichzeitig wird als Mehrkanalbetrieb bezeichnet. Es stellt sich also die Frage:

Was bringt mir der Mehrkanalbetrieb? Muss ich ein Kit verwenden?

Indem der RAM-Controller zwei, drei oder vier Module gleichzeitig anspricht, lässt sich die Daten-Transferrate deutlich erhöhen. Welche Art des Mehrkanalbetriebs Sie nutzen können, hängt von der verwendeten Hauptplatine ab:

  • Single Channel ist der Basisbetrieb bei der Verwendung lediglich eines Moduls.
  • Dual Channel ist die am häufigsten genutzte Beschleunigungstechnik, die durchgehend in der Mittelklasse zum Einsatz kommt. 
  • Triple Channel debütierte 2008 mit den ersten Core-i7-Prozessoren für den Sockel 1366. Für diese Technik werden mindestens drei Module benötigt.
  • Quad Channel, also die gleichzeitige Nutzung von vier Kanälen mit mindestens vier Modulen, steht für die Enthusiast-Sockel, also beispielsweise Intel 2066 oder AMD TR4 zur Verfügung.

Alle Plattformen unterstützen auch einfachere Mehrkanalverfahren. Auf einem Sockel-2066-PC können Sie also beispielsweise auch Dual und Triple Channel nutzen. Die Fähigkeit zum Mehrkanalbetrieb ist eine Eigenschaft des in den Prozessor integrierten Speichercontrollers. Im Handel angebotene Dual-, Triple- oder Quad-Channel-Kits sind vom Hersteller für den Mehrkanalbetrieb zusammengestellte, baugleiche Riegel. Diese Produkte sind empfehlenswert, aber kein Muss, um die Vorteile des Mehrkanalverfahrens nutzen zu können.

Unsere aktuellsten Ratgeber:

Warum Arbeitsspeicher mit gleicher Kapazität?

Jeder RAM-Slot auf dem Mainboard ist einem Kanal zugeordnet. Für den optimalen Betrieb muss die in allen Kanälen zur Verfügung stehende Speichermenge identisch sein. Für Dual Channel besteht also die einfachste Methode darin, zwei Module mit identischer Kapazität in die richtigen Slots zu stecken. Bei einer Hauptplatine mit vier Steckplätzen sind das oft der am weitesten vom Prozessor entfernte sowie der ihm zweitnächste Steckplatz. Üblicherweise gehören die beiden inneren Steckplätze zu einem Kanal, die beiden äußeren Einbaumöglichkeiten zum anderen Kanal. Ziehen Sie bei Zweifeln das Handbuch Ihres Mainboards hinzu.

Auch mit drei Modulen funktioniert Dual Channel, solange Sie zwei Module mit der halben Kapazität des größeren Moduls haben. Dann stecken Sie beispielsweise 1 × 8 GB in einen Steckplatz von Kanal A und 2 × 4 GB in zwei Steckplätze von Kanal B. Bei vier Modulen können Sie nach dem gleichen Prinzip vorgehen. Falls es nicht möglich sein sollte, alle Kanäle mit der gleichen Kapazität zu bestücken, dann sollten Sie die Module so auf die Steckplätze verteilen, dass Sie der Idealverteilung möglichst nahekommen. Dieses Prinzip gilt auch für Triple und Quad Channel, nur müssen Sie bei vielen unterschiedlichen Sticks mitunter mehr kopfrechnen, um die beste Belegung herauszufinden.

Zwei RAM-Module bilden zusammen ein sogenanntes Kit.
RAM-Module finden sich häufig als sogenanntes Kit: 2 Module von gleicher Kapazität. (Quelle: Ballistix)

Die Vorteile des Mehrkanalbetriebs

Im Alltag bringt Mehrkanalbetrieb den größten Nutzen, wenn mehrere Programme gleichzeitig auf den Arbeitsspeicher zugreifen. Wenn Sie beispielsweise einige Gigabyte Daten komprimieren und in der Zwischenzeit nicht warten, sondern etwas spielen möchten, verhelfen mehr Speicherkanäle sowohl zu höheren Bildraten als auch einer kürzeren Kompressionszeit. In Spielen profitieren Sie ohne Hintergrundlast aber auch dann, wenn nicht die Grafikkarte bremst.

Der Mehrkanalbetrieb erhöht den Speicherdurchsatz deutlich und ist praktisch kostenlos, da sich Einzelmodule und Kits mit der gleichen Gesamtkapazität preislich kaum unterscheiden. Sehr hohe Speichermengen lassen sich sogar erst mit mehreren Modulen erreichen. Greifen Sie bei einem Neukauf am besten gleich zu einem Dual-/Quad-Channel-Kit mit zwei/vier identischen Sticks. Wenn Sie Module ersetzen oder die RAM-Menge aufstocken möchten, dann berücksichtigen Sie das Thema Mehrkanalbetrieb vor dem Kauf.


DDR3, DDR4, DDR5: Was ist der Unterschied?

Generell steht DDR für Double Data Rate. Das wiederum bezieht sich auf die Art und Weise, wie die Daten übertragen werden, und heißt im Fall des Arbeitsspeichers vereinfacht ausgedrückt: DDR-Module übertragen doppelt so viele Daten pro Takt. Läuft ein Modul also mit einer Taktfrequenz von beispielsweise 1.200 MHz, bedeutet das bei DDR, dass effektiv so viele Daten übertragen werden, als würde der Arbeitsspeicher mit 2.400 MHz arbeiten. Man darf sich also nicht wundern, wenn das Modul unter „DDR4-2400“ läuft und Software wie beispielsweise CPU-Z eine RAM-Taktfrequenz von 1.200 MHz auswirft.

DDR3-RAM ist seit gut zehn Jahren im Handel und dementsprechend nur noch in älteren PCs verbaut. Seit 2014 ist die Ausbaustufe DDR4 erhältlich. Ganz neu sind nun DDR5-RAM-Module, die noch schneller arbeiten. Abgesehen von der höheren Geschwindigkeit und immer höheren Speicherkapazitäten je Modul ist ein wichtiger Punkt die Kompatibilität: DDR3-, DDR4- und DDR5-Steckplätze auf dem Mainboard sind jeweils nicht mit Modulen einer anderen Generation kompatibel. Achten Sie also darauf, welche Module für Ihr Mainboard geeignet sind! 

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