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Razer Kishi Ultra im Test

Mit dem Razer Kishi Ultra verwandelt man sein Smartphone in Handumdrehen in einen Handheld. Wir stellen den Handy-Controller vor!

Der mobile Controller Razer Kishi Ultra in Kombination mit einem Android-Tablet, welches das Razer Nexus Interface zeigt, vor weißem Hintergrund.
Quelle: Razer

Mobile Gaming ist das Stichwort und immer mehr Menschen zocken nicht nur casual am Smartphone. Besonders in Spielen wie CoD Mobile, Fortnite und Brawlstars tummeln sich viele Gamer, die gerne auch mal am Handy spielen – oder bei denen das Handy die „Konsole“ der Wahl ist. Aber die Steuerung über den Touchscreen macht halt auch nur mäßigen Spaß. Deswegen kommen immer mehr Gamepads fürs Smartphone auf den Markt, in welche das Handy einfach eingespannt wird. Auch Razer spielt auf diesem Markt schon eine Weile mit und hat nun das neue Razer Kishi Ultra im Portfolio.

Razer Kishi Ultra: technische Details und Inbetriebnahme

Razer Kishi Ultra - USB-C Gaming-Controller für iPhone und Android Smartphones & iPad Mini (Sensa HD Haptik, RGB, Passthrough Charging, Mecha-Tactile Buttons und D-Pad, Mobiles Spielen) Schwarz-1

Unsere Wertung

Razer Kishi Ultra

Vorteile
  • Mit sehr vielen Geräten kompatibel
  • Liegt gut in den Händen
  • Verwandelt das Smartphone in Mini-Konsole
Nachteile
  • Razer Nexus App zickt manchmal
Weitere Händler

Technische Details

  • Kompatible Größe: Handys/Tablets bis 8 Zoll
  • Schalter: Razer Mecha-Tactile (Aktionstatsten), 8-Wege-Steuerkreuz, analoge Trigger, zusätzliche Bumper, analoge Sticks
  • Anschlüsse: Je nach Modell entweder USB-C- oder Lightning-Anschluss + USB-C-Port zum Laden des Smartphones während des Spielens
  • Vibrations-Effekte und RGB-Beleuchtung
  • Stromversorgung über Smartphone

Inbetriebnahme

In der Theorie ist die Sache einfach: Man lädt sich die Razer Nexus App herunter, öffnet sie und setzt das Smartphone in den Razer Kishi Ultra ein. Bei letzterem muss man freilich drauf achten, dass man’s korrekt auf den USB-C-Port steckt. Die App möchte nun ein paar Dinge, die man in den Einstellungen des Smartphones im Grunde zwingend vornehmen muss, damit der Kishi ordentlich alle Funktionen ausführen kann, für die er gedacht ist.

Sollte die App melden, dass kein Controller gefunden wird, muss man in den Einstellungen des Android-Smartphones die Nutzung des USB-Ports für den Controller freischalten. Darüber hinaus funktioniert der Razer Kishi Ultra selbst mit Android-Handys, die über 4 Jahre alt sind

Wir haben die Version mit USB-C-Anschluss, also für Android bzw. iPhone 15 geeignet, getestet. Dank der stufenlos per verstecktem Gummizug verstellbaren Größe passen Smartphones und sogar Tablets bis 8 Zoll in den Mobile-Controller. Wer sein Handy in ein Case gehüllt hat, kann dieses in der Regel am Gerät lassen, der Kishi Ultra ist auch mit Handy-Case kompatibel. Damit das Handy immer fest im Gamepad aufliegt, sind verschieden hohe Gummieinsätze beiliegend, mit welchem man die Höhe anpassen kann.

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Gaming mit dem Razer Kishi Ultra

Die wichtigsten Fragen bei Mobile-Gaming-Controllern sind: Taugt das was? Ist das Gaming am Smartphone dadurch wirklich komfortabler? Reagieren die Tasten punktgenau oder mit Lag? Und was bringt mir das Ganze überhaupt?

Meine Meinung kurz gefasst vorweg: Ich fand das Zocken mit dem Razer Kishi Ultra super-angenehm und bin dadurch tatsächlich auf den Mobile-Gaming-Geschmack gekommen. Die Tatsache, dass ich über die Razer Nexus App direkten Zugriff auf meine Spiele und Bibliotheken (in dem Fall Xbox Game Pass Ultimate) habe, hat die Sache quasi komplettiert.

Weil dieser Testbericht ohne die Meinung eines passionierten Mobile-Gamers unvollständig wäre, habe ich Testkind1 (16 Jahre alt) einbezogen. Seine Meinung: „Cool, das ist ein bisschen wie cheaten!“ Danach gab es gelegentlich familieninterne Kämpfe darum, wer den Razer Kishi Ultra jetzt gerade nutzen darf.

Kishi Ultra liegt gut in der Hand

Die Größe der beiden Gamepad-Hälften, die sich links und rechts an das mobile Gerät schmiegen, ist so gewählt, dass mittlere bis große Hände gut an alle Knöpfe kommen. Die Griffhörner liegen dabei bequem in der Hand. An der Unterseite sind die Griffhörner angeraut, was für guten Grip sorgt, auch wenn man mal ins Schwitzen kommt.

Kleine Hände wie beispielsweise von Kindern könnten sich ein bisschen schwer tun, die Bumper und Trigger des Razer Kishi Ultra zu erreichen. Für meine Hände mit einer Länge von circa 17 Zentimetern waren die beiden zusätzlichen Bumper L4 und R4 noch erreichbar – das sind die am weitesten entfernten Buttons.

Grundsätzlich fühlt sich das Razer Kishi Ultra gut an, es bringt mit 266 Gramm aber durchaus auch ein wenig Eigengewicht mit. In Kombination mit einem Smartphone wog es bei uns 455 Gramm und war damit etwas schwerer als eine Switch OLED (425 Gramm).

Haptik der Schalter gut

Wir waren uns im Test einig, dass sich sämtliche Schalter gut anfühlen und eine gute Performance in Sachen Reaktionszeit abliefern. Dabei war für mich als Casual Gamerin die Einstellung ab Werk absolut passend. Der ambitionierte Shooter-Gamer hat erstmal über die Razer Nexus App an den Einstellungen geschraubt, Totzonen kalibriert, Tasten neu belegt und sich optimal eingerichtet.

Die Analog-Sticks bieten in der Standard-Einstellung angenehmen Widerstand, sodass auch kleinste Bewegungen präzise vorgenommen werden können. Die Anordnung entspricht der von Xbox-Controllern bekannten Asymmetrie, heißt, die Sticks stehen diagonal zueinander. L3 und R3 lassen sich gut und mit kurzem Auslöseweg aktivieren und, zum Beispiel beim Rennen, gut halten. Die Gummierung sowie der aufgeraute Rand der Analogsticks sorgen dafür, dass man nicht so schnell abrutscht.

Das 8-Wege-Steuerkreuz des Razer Kishi Ultra ist griffig und die jeweilige Klick-Richtung durch haptische und akustische Resonanz angezeigt. Generell klicken bei diesem Mobile-Gaming-Controller die meisten Elemente hörbar. Das ist letztlich eine Frage des persönlichen Geschmacks. Auch die beiden Trigger klicken, wenn sie den Auslösepunkt überschreiten. Die Bumper hingegen sind leise und bieten einen guten Widerstand für präzise Betätigung.

Handy als Handheld

Der Trend, dass das Smartphone immer mehr auch zum ernsthaften Gaming-Gerät wird, wird stetig stärker. Viele zocken auf dem Handy längst nicht mehr nur irgendwelche Puzzler, sondern nutzen es für Games wie Brawlstars, Fortnite oder Asphalt 9: Legends. Wenngleich die Steuerung über das Handy an sich schon irgendwie geht und Gaming-Smartphones sogar mit speziellen Sensoren, die Bumper simulieren, kommen, so ganz perfekt ist’s halt nicht.

Da sind Mobile-Gaming-Controller wieder der Razer Kishi Ultra eine interessante Ergänzung. Handy eingespannt und schon hat man die passenden Sticks und Schalter sowie mehr Präzision. Überdies kann einem damit das Smartphone nicht einfach aus der Hand rutschen. Das Handy wird zum Handheld und damit zu einem absolut multifunktionalen Gerät.

Und die Auswahl an Games, die diese Steuerung unterstützen, wächst ebenfalls. Passende Plattformen wie XBox Game Pass, Steam Link oder Nvidia Geforce Now zeigen in der Spiele-Liste meist explizit an, ob Controller unterstützt werden. Die Handys selbst sind hardwareseitig immer schneller und wer daheim ein gutes WLAN hat, der kann auch mit Cloud-Gaming gut leben.

In der Summe geht das Konzept durchaus auf und unsere Meinung hat sich von „naja braucht man sowas?“ zu „Ach cool, ich zock dann mal mit dem Handy“ bekehren lassen.

Auch als PC-Gamepad nutzbar!

Für das nahtlose Gaming-Erlebnis sowie umfangreiche Nutzbarkeit hat Razer dafür gesorgt, dass der Razer Kishi Ultra auch als Gamepad für den PC genutzt werden kann. Einfach via USB-C verbinden und schon kann man am Computer direkt weiterzocken, ohne sich haptisch auf einen anderen Controller einstellen zu müssen.

(Quelle: Razer)

Beleuchtung und Stromversorgung

Natürlich ist der Razer Kishi Ultra mit Razer Chroma LED-Streifen versehen und untermalt das Gaming-Erlebnis farblich ansprechend. Die Beleuchtungseffekte lassen sich über die Razer Nexus App einstellen. Wer sich die Beleuchtung sparen möchte, kann sie freilich auch ausschalten.

Letzteres kann dann Sinn ergeben, wenn man länger außer Reichweite einer Steckdose spielen möchte, denn: Der Razer Kishi Ultra wird vom Handy-Akku gespeist. Je nachdem, wie beanspruchend das Game und wie fit der Akku ist, kann die zusätzliche Beleuchtung ein paar entscheidende Minuten oder das berühmte „EINE RUNDE NOCH!“ ausmachen.

Damit man aber bei knappem Akku nicht erst ewig warten muss, kann man das Smartphone beim Spielen mit dem Razer Kishi Ultra direkt auch laden, indem man den USB-C-Port mit dem Stromnetz verbindet.

(Quelle: Razer)

Die Razer Nexus App

Die Razer Nexus App ist quasi die Schlatzentrale für den Mobile-Gamer. Hier können einerseits die Einstellungen des Razer Kishi Ultra vorgenommen sowie persönliche Gaming-Services und die eigene Spiele-Sammlung hinterlegt werden. Die App dient also dazu, alles an einem Ort im Smartphone zu vereinen. So muss man nicht zwischen mehreren verschiedenen Apps herumwechseln.

Alles Wichtige an einem Ort

So kann man beispielsweise Xbox GamePass, Steam Link, PSPlay, Nvidia Geforce Now, DuckStation und einige mehr mit der Nexus App verknüpfen. Die Spiele werden dann zwar nicht in der Nexus App aufgelistet, aber man kann schnell und einfach zu den verschiedenen Plattformen wechseln, ohne die Razer Nexus App zu verlassen.

Aufgelistet werden aber die Games, die man auf dem Smartphone besitzt, also jene, die man beispielsweise über den Google Playstore gekauft hat. Darunter folgt dann eine große Menge an Vorschlägen von neuen Spielen über verschiedene Genres bis hin zu „kann man besonders gut mit Mobile Controller zocken“. Klickt man drauf, wird man zu einer Produkt-Seite weitergeleitet, auf der man weitergehende Infos zum Spiel erhält und natürlich den Button zum passenden Shop.

Apps und Spiele, die man besonders gern nutzt, kann man als Favoriten ganz oben anzeigen lassen. So kann man die Startpage der Nexus App so einrichten, dass man das Wichtigste schnell erreicht.

Einstellungen für den Razer Kishi Ultra

Der Mobile-Controller kann hier auch konfiguriert werden. Dazu gehört zum einen natürlich die Beleuchtung. Zum anderen kann eine Tastenneuzuweisung schnell und einfach vorgenommen werden. Darüber hinaus können die Analogsticks kalibriert und die haptische Intensität angepasst werden. Für den, der beim Gaming mit dem Smartphone wirklich nichts dem Zufall überlassen möchte, gibt es hier ein paar sehr nützliche Optionen.

Der Razer Kishi Ultra kann nicht über Razer Synapse eingerichtet werden.

Razer Kishi Ultra: Fazit

Eigentlich gibt es am Razer Kishi Ultra nichts zu meckern. Die Momente, in denen wir vielleicht mal kurzzeitig irritiert oder genervt waren, hingen komplett mit der Razer Nexus App zusammen, die manchmal ein wenig zickig war. Die ist für den Handy-Controller zwar obligatorisch. Doch möchten wir sie bei Betrachtung des Kishi Ultra nicht zu sehr gewichten.

Das Smartphone-Gamepad ist ein gelungenes Gerät und ein sehr praktischer Begleiter für alle, die gern und viel am Handy zocken. Die Bedienung ist einwandfrei, der Mobile-Controller liegt gut und auch auf lange Sicht bequem in den Händen. Die Schalter und Sticks sind haptisch und in Sachen Bedienbarkeit wirklich gut und lassen sich über die App zudem an persönliche Bedürfnisse anpassen.

Schön ist auch, dass der Razer Kishi Ultra für fast jedes Smartphone geeignet ist. Auch ältere Handys (im Test wurde eines von 2020 verwendet) funktionieren damit. Es wird also nicht erwartet, dass der Nutzer sich immer das neueste Smartphone holt – oder holen kann.

Razer Kishi Ultra - USB-C Gaming-Controller für iPhone und Android Smartphones & iPad Mini (Sensa HD Haptik, RGB, Passthrough Charging, Mecha-Tactile Buttons und D-Pad, Mobiles Spielen) Schwarz-1

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Razer Kishi Ultra

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