Der Wocheneinkauf ist erledigt und der Kofferraum ist gefüllt mit etlichen Lebensmitteln. Bereits das Hieven aus dem Kofferraum ist anstrengend und vor der Haustür wird klar – der Hausschlüssel liegt noch im Auto. Ärgerlich, doch völlig unproblematisch, denn die Haustür öffnet sich wie von Geisterhand, obwohl sie abgeschlossen war: Das smarte Türschloss hat das Smartphone in der Hosentasche erkannt und bereits den Türmechanismus aktiviert. Was gruselig, aber auch komfortabel klingt, ist gleichzeitig auch sicher. Doch was kann so ein smartes Türschloss überhaupt? Wir erklären!

Smartes Türschloss kaufen: die beliebtesten smarten Türschlösser

Was ist ein smartes Türschloss und wie funktioniert es?

Ein smartes Türschloss oder auch Smart Lock genannt, bezeichnet ein elektronisches Türschloss, das per App/Smartphone, Spracheingabe, PIN-Code, Transponder oder die Smartwatch das Türschloss öffnet.

Dabei sitzt ein elektronisches Türschloss entweder auf dem Schließmechanismus der Tür auf, in Form eines Smart Locks, oder es ersetzt ihn vollständig. So kann das Gerät, sobald es den Befehl vom Nutzer durch die zahlreichen Möglichkeiten erhält, die Haustür selbstständig öffnen.

Ist ein smartes Türschloss wirklich sicher?

Im Haus sind nicht nur Wertgegenstände, sondern auch Erinnerungsstücke, die von unermesslichem Wert sind. Zudem können sich Haustiere im Haushalt aufhalten, die nicht das Haus verlassen sollten, dies aber bei einer geöffneten Haustür machen würden. Daher stellt sich die Frage, ob ein elektronisches Türschloss wirklich sicher sein kann.

Folgende Sicherheitsbedenken können aufkommen, sind aber schnell entkräftet:

Quelle: Nuki

Kann ein elektronisches Türschloss gehackt werden?

Theoretisch ja, insofern es über eine Bridge an das Internet angeschlossen ist. Jegliche Hersteller führen aber wöchentlich Updates durch, um Sicherheitslücken zu schließen und Hacks zu vermeiden. Stattdessen bietet sich auch Bluetooth als Verbindung an, sodass der Hack beinahe unmöglich ist.

Kann der Einbrecher das Schloss per Spracheingabe öffnen?

Auch dies wäre theoretisch möglich, ist aber in der Praxis unwahrscheinlich. Der Einbrecher müsste einen Echo Dot, HomePod oder ein Google Nest von außen anschreien, um die Sprachsteuerung zu aktivieren. Hinzu kommt, dass im Anschluss das Smart Lock einen Code abfragt, den er ebenfalls bis in das Innere des Haushalts rufen muss. Wesentlich leiser und unauffälliger ist ein Einbruch durch ein Fenster.

Schließt das elektronische Türschloss die Tür auch ab, wenn ich das Haus verlasse?

Ein elektronisches Türschloss ist mit allen relevanten Sicherheitsfeatures versehen, sodass es sich entweder sofort nach dem Schließen der Tür abschließt oder sobald das Smartphone den Geofence verlässt. Dies ist ein virtueller Zaun um das Haus, der anhand der Koordinaten und Bluetooth erkennt, wann der Nutzer das Grundstück verlässt und die Tür verschließt.

Komme ich in meine Wohnung, wenn der Strom ausfällt?

Jeder Hersteller hat einen Notfallmodus, der bei Strom- oder Internetausfällen weiterhin den Zutritt garantiert. Dies ist auf mehrere Weisen möglich. Entweder das Gerät integriert einen Akku oder Batterien und verbindet sich bei einem Strom- und/oder Internetausfall mit dem Smartphone, ermöglicht das Einstecken des Schlüssels oder erlaubt das manuelle Drehen des Motors. So ist jederzeit garantiert, dass der Nutzer in die Wohnung gelangen kann.

Was ist, wenn der Smartphone-Akku leer ist? Kann mein eigenes Haus mich aus- oder einsperren?

Auch bei diesem möglichen Fall greift die Notöffnungsfunktion der smarten Türschlösser. Das Schloss öffnet sich nicht nur über eine Quelle, sondern mehrere, weshalb der Nutzer Transponder, Fernbedienung, Hausschlüssel, Smartwatch, Sprachsteuerung oder den Zahlencode wählen kann, um sich weder aus- noch einzusperren. Abhängig von Funktions- und Lieferumfang des smarten Türschlosses.

Quelle: Yale

Wozu benötige ich überhaupt ein smartes Türschloss?

Eine Tür ließ sich bisher immer unproblematisch per Hausschlüssel öffnen, also wozu ein smartes Türschloss kaufen? Für den Komfort.

Die Geräte vereinfachen den Zutritt in die Wohnung und ermöglichen das Öffnen von Türen auf unterschiedlichsten Wegen. Schlüssel vergessen? Kein Problem, das Smartphone öffnet die Tür. Smartphone vergessen? Kein Problem, die Smartwatch öffnet die Tür. Smartwatch vergessen? Kein Problem, das zusätzliche Zahlenfeld öffnet die Tür. Diese Kette lässt sich immer weiter spinnen, da die Geräte so flexibel beim Öffnen und Schließen von Türen sind.

Ferner sichern die elektronischen Türschlösser überdies die Haustür nach dem Verlassen des Hauses. Wer kennt es nicht, schnell aus der Haustür, aber nicht abgeschlossen. Bei der Rückkehr das böse Erwachen – es wurde eingebrochen. Allerdings zahlt die Versicherung nicht, denn die Tür war nicht abgeschlossen. Dieser Fall kann mit einem smarten Türschloss nicht eintreten, da es sich nach wenigen Sekunden die Tür automatisch abschließt oder diese erst verschließt, sobald der Nutzer mit dem Smartphone das Grundstück verlassen hat. Wer sich weiterhin unsicher ist, der kann auf dem Schließprotokoll jegliche Aktivitäten beobachten und Besuche nachvollziehen.

Welche Arten von smarten Türschlössern gibt es?

Smarte Türschlösser sitzen entweder auf dem vorhandenen Schließzylinder auf oder ersetzen ihn vollständig, sodass sie nur mit dem mitgelieferten Zylinder kompatibel sind. Daraus ergeben sich lediglich zwei Arten, denn während ein smartes Türschloss zwar elektronisch ist, ist ein elektronisches Türschloss nicht zwingend smart. Es kann auch lediglich über Funk und einer Eingabequelle, wie etwa einem Zahlenfeld oder einer Funkfernbedienung, verbunden sein, um die Tür zu öffnen. Daher sind folgende zwei Arten zu unterscheiden:

Smartes Türschloss mit Schließzylinder

Das smarte Türschloss mit Schließzylinder ist die kompatiblere und gleichzeitig kompliziertere Art der Türschlösser. Im Lieferumfang ist immer ein zusätzlicher Schließzylinder vorhanden, der ausschließlich mit dem mitgelieferten Türschloss kompatibel ist. Meist sind zwei bis drei Schlüssel gratis, jegliche weitere Schlüssel muss der Käufer beim Hersteller zusätzlich bestellen. Manche Unternehmen verzichten sogar völlig auf Schlüssel, sondern ermöglichen das Öffnen über ein Zahlenfeld oder den Fingerabdrucksensor am Zylinder. Der einzige Nachteil dieser Art ist, dass der Nutzer den alten Schließzylinder aus- und den neuen einbauen muss. Wer handwerklich völlig unbegabt ist, muss hier einen Handwerker rufen.

Smartes Türschloss ohne Schließzylinder

Diese Art von smartem Türschloss ist weitaus häufiger zu finden, da die Installation simpler ist. Der Nutzer setzt lediglich das Smart Lock auf der Blende des Türschlosses auf, steckt den Schlüssel ein und verschließt das Smart Lock. Möchte der Nutzer nun die Tür öffnen, drückt er entweder den Knopf auf dem elektronischen Türschloss oder aktiviert ein smartes Feature, sodass sich der Schlüssel im Schloss dreht.

Der Vorteil dieser Modelle ist die weitaus simplere Konstruktion. Entscheidend ist jedoch, dass es sich um einen Schließzylinder handelt, der von beiden Seiten zugänglich ist. Andernfalls kann der Nutzer die Tür mit keinem Zweit- oder Notschlüssel öffnen, falls der Akku leer sein sollte oder der Strom ausgefallen ist.

Welche Arten von elektronischen Türschlössern gibt es?

Ein elektronisches Türschloss ist nicht zwingend smart und verbindet sich mit dem Smart Home, sondern öffnet lediglich die Tür mithilfe elektronischer Bauteile. Die Funktionsweise ist daher simpler und untergliedert sich in die folgenden Arten:

Elektronisches Türschloss mit Zahlencode

Der Zahlencode ist bekannt aus Filmen und Serien, wenn Bankräuber einen Tresor öffnen. Doch dies ist die Seltenheit, denn der Zahlencode ist, je nach Modell, vier bis zehnstellig. So bräuchte der Einbrecher mehrere Jahre, um ihn zu knacken. Diese Art der elektronischen Türschlösser ist besonders beliebt und ideal für Haushalte mit Kindern, da kein Schlüssel vonnöten ist. Weiterhin bietet sich der Code für vermietete Ferienwohnungen an, um den temporären Mietern aus der Ferne Zutritt zu gewähren.

Elektronisches Türschloss mit Transponder

Ein elektronisches Türschloss mit Transponder agiert wie eines smartes Türschloss, mit dem Unterschied, dass ein Transponder die Tür öffnet. Dieser verbindet sich über NFC, Near Field Communication, sicher mit dem Türschloss, sodass dieses sich nach dem Drücken einer Taste öffnet.

Diese Art von elektronischen Türschlössern eignet sich für motorisch eingeschränkte Personen, denen es nicht möglich ist oder schwer fällt, einen Schlüssel im Schloss zu drehen.

Elektronisches Türschloss mit Fingerabdruck

Ein elektronisches Türschloss mit Fingerabdruck integriert einen Fingerabdrucksensor am Schloss. Erkennt das Gerät den Fingerabdruck, öffnet sich die Tür automatisch. Bei einigen smarten Türschlössern ist es ebenso integriert, um die Tür auch per Fingerabdruck zu öffnen.

Diese Art von elektronischen Türschlössern ist die sicherste, denn ein Einbrecher kann weder den Code einsehen noch den Transponder stehlen, sondern muss mit dem passenden Fingerabdruck die Tür öffnen.

Quelle: Abus

Worauf sollte ich beim Kauf eines smarten Türschlosses achten?

Damit jegliche Wertgegenstände im Haus sicher und vor Einbrüchen geschützt sind, ist vor dem Kauf auf folgende Punkte zu achten:

Akku

Ein smartes Türschloss ist fast ausschließlich mit einem Akku oder Batterien versehen, um die Installation so einfach wie möglich zu gestalten. Ferner ist das Design ansprechender, da keine Kabel von dem Schloss wegführen.

Die Akku- oder Batterielaufzeit sollte circa ein Jahr betragen, bis das Aufladen oder der Austausch notwendig ist. Da der Akku vergleichsweise klein ist, beträgt die Ladedauer maximal eine Stunde. Sollte sonntags keine Person das Haus verlassen, ist dies der ideale Zeitpunkt, um den Akku zu laden oder sicherheitshalber die Batterien zu tauschen. Handelt es sich hingegen um ein Modell, das doch an die Stromversorgung angeschlossen ist, muss es über einen Notfallakku oder Batterien verfügen, die bei einem Stromausfall die Tür öffnen.

Schließmechanismus

Der zweite entscheidende Faktor ist der Schließmechanismus, denn er limitiert die Wahl des Herstellers. Während einige Hersteller nur die Kombination aus Schließzylinder und Schloss anbieten, setzen andere Hersteller auf den ausschließlichen Verkauf von Smart Locks.

Sollte es sich im vorliegenden Haushalt um ein Schloss handeln, das lediglich von einer Seite mit einem Schlüssel zugänglich ist, sind immer Modelle mit Schließzylinder zu wählen. Andernfalls nimmt der Nutzer in Kauf, sich möglicherweise auszuschließen. Liegt ein Doppelzylinder hingegen bereits vor, ist das Smart Lock, das ohne Schließzylinder daherkommt, sinnvoller. Es ist nicht nur einfacher zu montieren, sondern die Demontage beim Auszug ist ebenso simpler.

Kompatibilität für das Smart Home

Damit es auch tatsächlich ein smartes Türschloss und nicht nur ein elektronisches ist, muss es mit dem Smart Home kompatibel sein. Hierzu liegt entweder eine Bridge im Lieferumfang bei oder diese ist nachträglich zu erwerben. Sie verbindet sich mit dem WLAN des Routers und stellt über Bluetooth eine sichere Verbindung zum Türschloss her. So ist ausgeschlossen, dass ein Hacker sich in das System hackt, während jegliche smarten Funktionen freigeschaltet sind. Das heißt, dass das Türschloss auch aus der Ferne zugänglich ist, falls Freunde oder Familienmitglieder eintreffen, bevor der Nutzer zu Hause sein sollte. Sie erhalten via App eine temporäre Zugangsberechtigung und gelangen ohne Schlüssel in den Haushalt.

Öffnungsmöglichkeiten

Ein elektronisches Türschloss öffnet ebenso wie ein smartes Türschloss lediglich den Schließzylinder, damit die Tür aufspringt. Während sich die Tür immer per Smartphone öffnet, sind andere Öffnungsmöglichkeiten optional und nicht bei jedem Hersteller erhältlich. Folgende Möglichkeiten bieten sich:

  • PIN-Code-Zahlenschlösser
  • Fingerabdrucksensoren
  • Transponder

Dabei ist persönlich zu beurteilen, welche Öffnungsmöglichkeit tatsächlich sinnvoll ist oder nur ein Gimmick darstellt. Bestenfalls bietet das Smart Lock mehrere Möglichkeiten, um situationsbedingt die Tür zu öffnen oder weitere Öffnungsmöglichkeiten zu haben, wenn ein Gerät vergessen wurde.

Lautstärke

Ein smartes Türschloss ist mit einem Motor ausgestattet, der den Schlüssel im Schloss oder den Schließzylinder selbst dreht, sollte es sich um ein Modell mit Schließzylinder handeln. Dabei erzeugt das Gerät Geräusche, die von Modell zu Modell unterschiedlich sind. Entweder ist dieser Kauffaktor vor Ort zu prüfen oder aus den Bewertungen der Verkaufsplattformen zu entnehmen, denn besonders laute Modelle sind in Rezensionen beschrieben.

Welche Marken sind beliebt?

Folgende Marken sind bei Käufern durch ihr Design, ihre Funktionalität oder Firmenhistorie besonders beliebt:

Nuki

Nuki ist mit seinen Smart Locks bereits in der dritten Generation und bietet sogar eine Pro-Variante an. Die Modelle sind kompatibel mit Apples HomeKit, Amazons Alexa als auch dem Google Sprachassistenten, insofern sie mit einer Bridge verbunden sind. Die ist in der Pro-Variante des Nuki 3.0 bereits integriert, andernfalls ist sie separat erhältlich. Ebenfalls separat erhältlich ist der Türsensor, der erkennt, ob diese offen oder geschlossen ist. Nur, wenn der Türsensor ebenfalls installiert ist, öffnet sich die Tür automatisch, wenn der Nutzer mit dem Smartphone sich ihr nähert.

Was Nuki so besonders macht, ist die Einfachheit und Eleganz. Das Gerät wirkt schlicht, ist am Drehknauf aus Aluminium und mit dem Akku-Pack bleibt es wiederaufladbar. Lediglich die Geräuschkulisse ist das größte Manko, denn es ist extrem laut beim Öffnen der Tür.

Yale Linus

600 Gramm Metall, ein tiefes Schwarz sowie leuchtendes Silber und ein Türsensor. Das Yale Linus ist die massivere Alternative zum Nuki Smart Lock und stellt ein hochwertiges smartes Türschloss dar. Es ist mit allen drei Smart-Home-Systemen kompatibel, punktet mit Auto-Unlock beim Nähern an die Tür, der Geo-Fence-Funktion und benötigt beim Verbinden mit Apples HomeKit sogar keine Bridge, da dies ein Apple TV oder ein HomePod übernimmt. Optional ist noch ein Keypad erhältlich, sodass sich die Tür auch ohne Schlüssel oder Smartphone problemlos öffnet.

Das Yale Linus ist etwas leiser als das Nuki, aber wesentlich schwerer. Dadurch wirkt es hochwertiger und schreckt möglicherweise Einbrecher ab. Lediglich der Türsensor scheint in der Praxis häufiger Fehlermeldungen zu verzeichnen.

Quelle: Tedee

Tedee

Tedee ist ein Zusammenschluss eines polnischen Softwareunternehmens, das nun auch ein smartes Türschloss im Aufgebot hat. Dieses ist die leisere und noch kleinere Version des Smart Locks von Nuki. Es sieht aus wie ein Türknauf, dreht sich leise im Schloss und schaut nur wenige Zentimeter heraus. Es ist ebenso kompatibel mit allen Sprachassistenten und Apples HomeKit. Nur mit der Ausnahme, dass jegliche Daten in der Cloud des Unternehmens gespeichert sind. Darauf verzichtet der Hersteller Nuki.

Tedee verzichtet hingegen auf einen Türsensor. Der Nutzer muss sich auf das Schloss verlassen, dass die Tür geschlossen ist. In der Praxis funktioniert dies unproblematisch, kann jedoch ein Sicherheitsrisiko darstellen. Hinzu kommt, dass es zwar ein noch minimalistischeres smartes Türschloss ist, aber durch den kleinen Formfaktor muss der Nutzer den Hausschlüssel absägen. Dieser ist zu groß für das Gerät und nach dem Absägen für das herkömmliche Öffnen von Türen unbrauchbar.

Danalock

Danalock ist das Produkt eines dänischen Unternehmens. Es ist in vier unterschiedlichen Varianten erhältlich: Bluetooth, Bluetooth plus Z-Wave, Bluetooth plus ZigBee und Apple HomeKit. Die letzteren drei Varianten sind mit Smart Homes kompatibel und erfordern die jeweilige Bridge, damit jegliche smarten Funktionen freigeschaltet sind.

Statt eines Akkus wird das Danalock mit vier Batterien betrieben und verzichtet ebenfalls auf einen Türsensor oder einen Fingerabdrucksensor, um optionale Öffnungsmöglichkeiten bereitzustellen. Auch bei diesem Hersteller muss der Nutzer den Schlüssel absägen oder sogar einen speziellen Schließzylinder von Danalock verwenden, um das Türschloss einzurichten.

Danalock stellt lediglich die günstigere Alternative zum Modell von Tedee dar, andernfalls unterscheidet es sich kaum vom Gerät des polnischen Herstellers.

Homematic

Homematic zählt zum Hersteller eQ-3, einer der europäischen Marktführer im Bereich Smart Home. Homematic steht für günstige, aber gleichzeitig auch hochwertige Home-Control-Geräte, deren Fokus auf der Funktion, und weniger auf dem Design liegt.

Mit dem Homematic IP brachte der Hersteller 2021 ein smartes Türschloss auf den Markt, das am Türschloss selbst über drei Tasten verfügt. Eine verbindet es mit der Bridge, während die anderen die Tür auf- oder abschließen. Mit einer im Lieferumfang erhältlichen Fernbedienung öffnet sich die Tür ebenfalls.

Angetrieben wird das Modell durch drei Batterien, keinen Akku, und es fügt sich nahtlos in ein Smart-Home-System von Homematic ein. Lediglich die Geo-Fence-Funktion ist nicht vorhanden, sodass ein automatisches Öffnen unmöglich bleibt.

Das Homematic IP ist das ideale smarte Türschloss für Personen, die bereits mehrere Geräte von Homematic in ihr Smart Home integriert haben und eine nahtlose Verbindung wünschen. Für Nutzer, die zusätzlich ein elegantes Design und eine automatische Türöffnung bevorzugen, sollten von der Marke absehen.

Abus

Der letzte Hersteller ist die beliebteste Marke für Sicherheitselemente für Privathaushalte – Abus. Die Marke Abus steht für ein Akronym aus dem Namen August Bremicker und Söhne KG. Es verkauft ein smartes Türschloss namens HomeTec Pro Z-Wave oder HomeTec Pro Bluetooth. Das Modell HomeTec Pro stellt lediglich ein elektronisches Türschloss dar. Die beiden anderen Modelle interagieren entweder per Bluetooth oder über den Verbindungsstandard Z-Wave mit der Bridge und dem Smartphone. Optional sind ein Keypad oder ein Transponder erhältlich, um die Tür ohne Schlüssel zu öffnen.

Der Hersteller Abus ist auch bei den smarten Türschlössern ein Garant für Sicherheit, wohingegen die Kompatibilität zu Smart-Home-Systemen in der Praxis etwas hakt. Wer jedoch ein hochwertiges smartes Türschloss, mit manuellem Drehöffner bevorzugt, ist mit dem Modell hervorragend beraten.

Kann ich ein smartes Türschloss in jede Tür einbauen?

Die Hersteller smarter Türschlösser achten beim Design der Geräte auf eine weitestgehend unkomplizierte Installation. Daher versuchen sie auch, dass die Montage an jeder Art von Tür und deren Schließmechanismus möglich ist, um einer breiten Masse an Marktteilnehmern ihr Modell zu verkaufen.

Hauptsächlich ist ein smartes Türschloss für Vorder- oder Innentüren konzipiert, da sich diese kaum voneinander unterscheiden. Überdies sind wenige Modelle erhältlich, die auch Garagentore öffnen.

Quelle: Nuki

Wie baue ich ein smartes Türschloss ein?

Die Montage eines jeden Türschlosses klingt für den Laien zuerst unglaublich komplex und nicht zu bewerkstelligen. Allerdings ist selbst die Montage eines Modells mit Schließzylinder simpel und auch von Heimwerkern durchführbar. Folgende unterschiedlichen Vorgehensweisen sind zu befolgen:

Montage eines Modells mit Schließzylinder

Den Haustürschlüssel in das Schloss stecken und die Schraube lösen, die den Schließzylinder festhält. Sie ist in etwa auf derselben Höhe wie der Schlüssel. Den Schlüssel drehen und dabei an ihm ziehen, um den Schließzylinder zu lösen. Dieser ist in einer Position locker und lässt sich aus dem Schloss ziehen.

Im Anschluss die Schlosslänge des alten Schließzylinders, mit der des smarten Türschlosses vergleichen und gegebenenfalls kürzen oder verlängern, sollte sie einem anderen Maß entsprechen.

Den Schließzylinder, inklusive smartem Türschloss, mit der Nase nach unten einsetzen, damit er sanft in das Türschloss gleitet. Dabei sollte das Smart Lock genau auf dem Türschloss sitzen, ohne einen Spalt zu bilden. Durch diesen könnten Einbrecher Zugriff auf den Schließmechanismus bekommen.

Sollte der Abstand passen, die Schlossschraube wieder eindrehen und das smarte Türschloss via App einrichten.

Montage eines Modells ohne Schließzylinder

Die Montage des Modells ohne Schließzylinder ist noch simpler und schneller. Hierzu die Montageplatte auf der Innenseite der Haustür festkleben oder festschrauben. Im Anschluss den Schlüssel einstecken, das Smart Lock aufsetzen und die Kalibrierung starten. Danach die Einrichtung in der dazugehörigen App fortsetzen, fertig.

Fazit

Ein smartes Türschloss macht den Hausschlüssel obsolet. Kein lästiges Herauskramen des Schlüssels mehr, kein Schlüsseldienst und der schnelle Zutritt für Freunde, Familie und Handwerker via Fernzugriff. Durch die Anbindung an jegliche smarten Sicherheitssysteme, der Verbindung ausschließlich via Bridge und der sicheren Montage auf dem Türschloss bleibt das smarte Türschloss sicher und der Fernzugriff von Fremden ist unmöglich.

Bei uns finden Sie noch weitere Ratgeber rund um das Thema Smart-Home. Lesen Sie zum Beispiel

Kommentar hinterlassen