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Balkonkraftwerk: Kann man damit wirklich Geld sparen?

Mit einem Balkonkraftwerk kann man aktiv zum Klimaschutz beitragen und die Umwelt schonen, sowie auch langfristig den Geldbeutel entlasten. Wir erklären das Wichtigste zum Thema.

Bei den Energiekosten Geld sparen und vielleicht auch umweltbewusster leben – ein Wunsch, den mittlerweile viele Menschen haben. Gerade Solarstrom ist da ein großes Thema. Doch nicht jeder hat ein Dach, auf dem er eine Photovoltaikanlage installieren kann oder das dafür notwendige Geld. Eine kostengünstigere und einfache Lösung ist ein Balkonkraftwerk. Wir klären die wichtigsten Fragen rund um das Thema Balkonkraftwerke und stellen empfehlenswerte Modelle vor.

Beliebte Balkonkraftwerke

Alles in allem sind Balkonkraftwerke eine großartige Möglichkeit, um nachhaltig und kostengünstig Strom zu erzeugen. Mit einem Budget von bis zu 900 Euro erhalten Sie ein qualitativ hochwertiges Gerät, das Ihre Stromrechnung senken und Ihren Beitrag zum Umweltschutz leisten kann.

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Was ist ein Balkonkraftwerk und wie kann man damit seine Stromrechnung reduzieren?

Ein Balkonkraftwerk ist eine Mini-Solaranlage für Ihren Balkon oder Garten. Der erzeugte Strom wird direkt in Ihr Hausnetz eingespeist und überschüssiger Strom fließt ins öffentliche Netz. Das bedeutet, dass Sie nicht nur Ihren eigenen Strom produzieren, sondern auch noch Geld sparen können. Zugleich tun SIe damit was fürs Klima.

Es gibt allerdings ein paar Dinge, auf die Sie achten sollten. Zum Beispiel müssen der Stromzähler und die Haustechnik auf dem neuesten Stand sein und ein NA bzw. FI-Schutzschalter vorhanden sein. Verwenden Sie am besten einen Wieland-Stecker, um maximale Sicherheit zu gewährleisten.

Letztlich aber sind Balkonkraftwerke so einfach zu installieren und zu verwenden, dass jeder sie nutzen kann.

(Quelle: LightMate)

Einspeisung über Schuko-Stecker

Im Bereich der Balkonkraftwerke gab es bisher einige Barrieren und Regeln, die Sie beachten mussten, aber das hat sich in 2023 geändert. Der VDE verlangte davor, dass der erzeugte Strom über eine spezielle Einspeisesteckdose ins Stromnetz eingespeist werden muss – was bedeutete, dass Sie einen Elektriker beauftragen mussten, um diese zu installieren. Seit 2023 ist es möglich, den Strom über einen einfachen Schuko-Stecker ins Heimnetzwerk einzuspeisen.

Was braucht das Balkonkraftwerk, um Stromkosten zu senken?

(Quelle: Anker)

Ein Balkonkraftwerk besteht aus Solarmodulen, Micro-Wechselrichter und Befestigungen. Die Micro-Wechselrichter wandeln den Gleichstrom in netzkonformen Wechselstrom um und Sie können diesen dann über das Hausstromnetzwerk an Ihre Verbraucher senden. Das bedeutet, dass Sie einen Teil Ihrer Stromversorgung selbst erzeugen und weniger Strom von Ihrem Energieversorger beziehen müssen.

Aber das Allerbeste daran ist: Die Installation der Anlagen und der Anschluss an das Hausstromnetz ist kinderleicht! Sie müssen dafür nicht einmal einen Elektriker rufen. Einfach in die Steckdose stecken und schon kann es losgehen. Sie sind bestens gerüstet für Verbraucher wie Heizungspumpen, Kühlschränke, Standby-Verbraucher und viele weitere Geräte.

Wie viel Geld lässt sich mit einem Balkonkraftwerk pro Jahr sparen?

Sie interessieren sich also für ein Balkonkraftwerk und fragen sich jetzt, wie viel Geld Sie damit sparen können? Keine Sorge, wir haben die Antwort! Aber eins ist klar – um genügend Strom zu produzieren, brauchen Sie Sonne. Also, wo wohnen Sie?

Die Sonneneinstrahlung in Deutschland ist sehr unterschiedlich und deshalb spielt Ihr Wohnort eine wichtige Rolle. Aber, wir haben trotzdem eine grobe Schätzung für Sie: Ein 330Wp Balkonkraftwerk in Südausrichtung kann bis zu 350 kWh im Jahr erzeugen. Das klingt doch schon mal vielversprechend, oder?

Und jetzt wird es noch besser – bei einem aktuellen Strompreis von 0,42€ pro kWh können Sie etwa 150€ im Jahr an Ihren Stromanbieter sparen. Mit einem Balkonkraftwerk können Sie nicht nur die Sonnenenergie nutzen und Ihren Stromverbrauch nachhaltiger gestalten, sondern auch noch bares Geld sparen!

(Quelle: Anker)

Zählerwechsel und Meldung beim Stromanbieter

Mittlerweile ist es möglich Mini-Energieerzeugungsanlagen mit einer Systemgesamtleistung von bis zu 600 W an jedem in Deutschland zulässigen Zählertypen zu verwenden. Zwischenzeitlich musste man darauf achten, dass der Zähler eine Rücklaufsperre hat (ältere Zähler laufen bei Überschuss-Einspeisung rückwärts) und diesen vor Anschluss des Balkonkraftwerks wechseln.

Gewechselt gehört er weiterhin, Sie dürfen die Anlage aber dennoch schon anschließen. Wichtig ist dabei, dass Sie das Balkonkraftwerk ordnungsgemäß im Marktstammdatenregister melden müssen, damit der Stromanbieter davon erfährt und, falls nötig, den alten Zähler austauscht. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, können Sie auch bei vielen Anbietern auf deren Website ein Formular ausfüllen, um die Solaranlage zu melden.

Der typische, alte „Ferraris-Zähler“, der schwarze Kasten mit der analogen Drehscheibe drin, der in sehr vielen Haushalten noch verbaut ist, hat keine Rücklaufsperre und wird entsprechend gewechselt werden müssen. Wer bereits einen Smart Meter oder einen modernen, digitalen Zähler verbaut hat, der muss aber dennoch die Mini-Photovoltaik-Anlage ins oben genannte Register eintragen.

Sie wollen Solar-Strom für unterwegs? Dann empfehlen wir Ihnen unseren Ratgeber zu Powerstations!

Wie kann man am besten mit einem Balkonkraftwerk Geld sparen?

Damit Sie mit Ihrem Balkonkraftwerk tatsächlich Geld sparen können, ist es wichtig, dass Sie den erzeugten Strom selbst nutzen können. Ein teurer Batteriespeicher ist dazu nicht unbedingt notwendig. Stattdessen sollten Sie den Strom dann verbrauchen, wenn er produziert wird – tagsüber, wenn die Sonne scheint (auch bei Wolken produziert das Solarmodul etwas Strom). Überlegen Sie sich daher, welche Geräte bei Ihnen tagsüber oder rund um die Uhr in Betrieb sind. Als Mieter können das zum Beispiel Kühlschrank, Router und Standby-Geräte sein. Als Hausbesitzer können zusätzlich Geräte wie Heizungen hinzukommen.

Sollten Sie auf die Idee kommen, mehrere Anlagen zu kaufen und anzuschließen, um mehr Strom zu produzieren: Das ist ein No-Go! Es ist nämlich nur ein Balkonkraftwerk pro Wohnung erlaubt. Also, keine Tricksereien – es gibt keine Abkürzungen zum nachhaltigen Strom.

(Quelle: Solarway)

Worauf sollte beim Kauf eines Balkonkraftwerks geachtet werden?

Auf jeden Fall sollten Sie dafür sorgen, dass Ihre Anlage sicher ist. Die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) hat speziell für Balkonkraftwerke den Sicherheitsstandard DGS 0001 entwickelt. In der Marktübersicht der DGS können Sie prüfen, welche Anlagen den Standard erfüllen. Bei grün markierten Modellen wurde der Sicherheitsstandard zertifiziert, entsprechende Geräte tragen auch ein Siegel der DGS. Gelb bedeutet, dass der Hersteller selbst angibt, die DGS-Standards einzuhalten. Rot sind alle anderen, ungeprüften Fälle markiert. Nicht alle Hersteller durchlaufen diese mit Kosten verbundene Zertifizierung. Achten Sie deshalb beim Kauf auf vertrauenswürdige Händler mit Sitz in Deutschland oder der EU.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein Balkonkraftwerk eine tolle Möglichkeit ist, um nachhaltig und unabhängig Strom zu erzeugen und Geld bei der Stromrechnung zu sparen. Klar, es gibt einige Formalitäten zu beachten, wie beispielsweise die Meldung beim Stromanbieter und die Eintragung ins Marktstammregister, aber das sollte kein Hindernis sein. Schließlich gibt es auch kein Sonnenbrand ohne Sonnencreme!

Besonders interessant ist auch die Tatsache, dass sich die Anschaffungskosten meist schon nach etwa 5 Jahren amortisieren. Bei einer durchschnittlichen Anfangsinvestition von 1.000 Euro (für eine 600-W-Anlage) und dem derzeitig sehr hohen KWh Preis bei Strom ist das definitiv ein guter Zeitraum.

Ein Balkonkraftwerk ist also nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch für den Geldbeutel. Wer sich für eine Mini-Solaranlage entscheidet, kann somit langfristig Geld sparen und gleichzeitig aktiv zum Klimaschutz beitragen.

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