Ob Urlaubsbilder, Fotos vom Konzert oder Familienerinnerungen: Gelegenheiten, Fotos zu machen, gibt es genug. Doch der Kameramarkt ist für Neueinsteiger schwer zu durchschauen. Lohnt sich  eine Systemkamera oder reicht eine Kompaktkamera? Was hat es mit Brennweite und Iso-Zahl auf sich und wie wichtig ist es, dass Canon, Nikon oder Sony auf der Kamera steht? 

In unserem Kamera Vergleich & Ratgeber finden sie nützliche Tipps sowie Ranglisten der beliebtesten Kameras.  

Kamera: Canon Ixus 185 in Weinrot Quelle: Canon
Die Canon Ixus 185 ist preisgünstig, klein und leicht - wer einfach eine kompakte Kamera für Urlaubsschnappschüsse sucht, der ist mit so einer Kompaktkamera gut beraten.

Kamera Vergleich: Die beliebtesten Kompaktkameras

(Sortiert nach Preisklasse, absteigend)

Kompaktkameras - verschiedene Hersteller, Preis absteigend
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Produktname Sony RX100 VII* Panasonic DC-FZ1000 II* Canon PowerShot G9 X Mark II* Panasonic LUMIX DMC-TZ81EG-S* Canon PowerShot SX540 HS* Panasonic DMC-TZ71EG-S* Sony DSC-HX60* Nikon Coolpix A10* Sony DSC-W830* Canon IXUS 185* Kodak FZ151 PIXPRO Friendly Zoom*
Hersteller Sony Panasonic Canon Panasonic Canon Panasonic Sony Nikon Sony Canon KODAK
asin B07VLJ5JDV B07PNB43BV B01NBSGJ80 B01BDB0982 B01A8SG4OO B00T53FRN8 B00I9X2KLW B01GRW9O10 B00HH8A5RQ B01MU8HJ69 B00CD9JMHS
gtin 4548736106352 5025232892662 4549292081084 5025232837472 4549292056426 5025232817535 4905524980110 8431016010110 4905524972436 8030207007399 4260418750690
Amazon-Kundenbewertung
Auflösung 20,1 Megapixel 20 Megapixel 20,1 Megapixel 18,1 Megapixel 21,1 Megapixel 12,1 Megapixel 20,4 Megapixel 16.44 Megapixel 20,1 Megapixel 20,0 Megapixel 16,0 Megapixel
Zoom Optisch 8x Optisch 16x/Digital 2x Optisch 3x/Digital 4x Optisch 30x/Digital 4x Optisch 50x/Digital 4x Optisch 30x/Digital 2x Optisch 30x/Digital 486x Optisch 5x/Digital 4x Optisch 8x/Digital 32x Optisch 8x/Digital 4x Optisch 15x/Digital 6x
ISO-Empfindlichkeit 64 - 25.600 80 - 2.600 125 - 12.800 80 - 6.400 80 - 3.200 80 - 6.400 80 - 12.800 80 - 1.600 80 - 3.200 100 - 1.600 80 - 1.600
Sensor CMOS, 1 Zoll CMOS, 1 Zoll CMOS, 1 Zoll CMOS, 1/2,3 Zoll CMOS, 1/2,3 Zoll CMOS, 1/2,3 Zoll CMOS, 1/2,3 Zoll CCD, 1/2,3 Zoll CMOS, 1/2,3 Zoll CCD, 1/2,3 Zoll CCD, 1/2,3 Zoll
Videofunktion
Sucher
Gewicht 275 Gramm 810 Gramm 206 Gramm 240 Gramm 442 Gramm 243 Gramm 246 Gramm 160 Gramm 104 Gramm 126 Gramm 180 Gramm
Angebote

Welche Kameratypen gibt es?

Für die meisten Fotografen sind drei bestimmte Kameratypen wichtig: Kompaktkameras, Systemkameras und Spiegelreflexkameras.

  • Kamera: Kompaktkamera mit ausgefahrenem Objektiv von der Seite Quelle: Panasonic
    Bei einer Kompaktkamera ist das Objektiv fest mit dem Gehäuse verbaut. Ist es eingefahren, zeichnen sich diese Kameras meist durch ihre schmalen Ausmaße aus – sie passen in jede Hand- oder Hosentasche.
    Kompaktkameras sind meist klein und leicht, verfügen aber nur über ein einziges Objektiv, das fest mit dem Kameragehäuse verbunden ist.
  • Systemkameras sind etwas größer und schwerer. Für jedes Modell gibt es unterschiedliche Objektive, die man austauschen kann. Wie die Kompaktkameras funktionieren sie ohne Spiegel.
  • Spiegelreflexkameras sind in der Regel die größten und schwersten Modelle, da hier noch ein Spiegel verarbeitet ist.

Neben dem Preis unterscheiden sich die drei Kameratypen vor allem in ihren Vorzügen. Kompaktkameras sind klein, handlich und gehören zu den billigsten Kameras. Dafür sind sie nicht so schnell und vielfältig wie System- und Spiegelreflexkameras. Bei ihnen hat der Fotograf durch verschiedene Objektive und anderes Zubehör viel mehr Möglichkeiten, allerdings sind sie dadurch auch teurer und schwerer. Systemkameras und Spiegelreflexkameras unterscheiden sich meist nur noch in Details. Diese können aber über den Kauf entscheiden.

  • Systemkameras haben einen elektronischen Sucher und erledigen auch die Bildaufnahme digital. Dadurch sind viele Modelle immer einen Ticken langsamer als ihre direkte Konkurrenz.
  • Durch den optischen Sucher und den Spiegel in der Kamera sind Spiegelreflexkameras sparsamer bei der Batterie. Der Spiegel macht die Kamera aber auch lauter.
  • Dank des elektronischen Suchers sieht man bei einer Systemkamera sofort, wie das fertige Foto aussehen wird.
  • Spiegelreflexkameras sind schon um einiges länger auf dem Markt. Deshalb gibt es für sie mehr Objektive und Zubehör.
  • Systemkameras gehört nach Willen vieler Hersteller und Fotografen die Zukunft.

Heutzutage sind Spiegelreflexkameras vor allem für Profifotografen interessant, die schon viel Geld in ein Kamerasystem investiert haben und es so lange wie möglich weiter benutzen wollen. Neueinsteiger und Hobbyfotografen sind fast immer besser beraten, wenn sie sich eine Kompakt- oder Systemkamera kaufen.

Kamera Vergleich: Die beliebtesten Systemkameras

(Sortiert nach Preisklasse, absteigend)

Systemkameras - verschiedene Hersteller, Preis absteigend
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Produktname Olympus OM-D E-M1X* Sony Alpha 7R IV* Nikon Z7* Sony Αlpha 7R III* Canon EOS R* Fujifilm X-T3 inkl. Reisestativ* Canon EOS M100* Panasonic LUMIX G DMC-G70KAEGK* Sony Alpha 6000*
Hersteller Olympus Sony Nikon Sony Canon Fujifilm Canon Panasonic Sony
asin B07N7NZN7Y B07WSRSS8K B07H2X5PGF B0779M1L8L B07H9KLR5J B07KKXPBQR B07583B4BF B01GG7BNIS B00IE9XHE0
gtin 4545350052621 000 4960759150110 4548736075160 4549292119978 000 4549292093650 5025232853236 4905524974393
Amazon-Kundenbewertung
Auflösung 20,4 Megapixel 61,0 Megapixel 54,7 Megapixel 42,4 Megapixel 30,3 Megapixel 26,1 Megapixel 24,2 Megapixel 16 Megapixel 24,3 Megapixel
Objektivbajonett Micro-Four-Thirds Sony E Nikon Z Sony E Canon RF Fujifilm X Canon EF-M Micro-Four-Thirds Sony E
ISO-Empfindlichkeit 100 - 25.600 100 - 32.000 64 - 25.600 100 - 32.000 100 - 40.000 160 - 12.800 100 - 25.600 200 - 25.600 100 - 51.200
Sensor Four-Thirds, Live MOS, 17.3 x 13.0mm CMOS, 35.7 x 23.8mm CMOS, 35.9 x 23.9mm CMOS, 35.9 x 24.0mm CMOS, 36 x 24mm APS-C, CMOS, 23.5 x 15.6mm APS-C, CMOS, 22.3 x 14.9mm Four-Thirds, Live MOS, 17.3 x 13.0mm APS-C, CMOS, 23.5 x 15.6mm
Serienaufnahme max. 15 Bilder/​Sek. max. 10 Bilder/​Sek. max. 9 Bilder/​Sek. max. 10 Bilder/​Sek. max. 8 Bilder/​Sek. max. 30 Bilder/​Sek. max. 6.1 Bilder/​Sek. max. 8 Bilder/​Sek. max. 11 Bilder/​Sek.
Videofunktion
Sucher
Bildstabilisator
WLAN
Gewicht 849 Gramm 665 Gramm 585 Gramm 657 Gramm 580 Gramm 489 Gramm 302 Gramm 365 Gramm 285 Gramm
Angebote

Was will ich fotografieren?

Die wohl wichtigste Frage, die sich ein Fotografie-Einsteiger vor dem Kamerakauf stellen muss, ist, was er eigentlich fotografieren will. Ein Vorteil, den Fotoanfänger inzwischen haben: Ganz so essenziell wie früher ist die Frage, was man eigentlich fotografieren möchte, nicht mehr. Gerade Kameras mit Wechselobjektiven sind so gut geworden, dass man mit ihnen eigentlich alles ablichten kann. Trotzdem ist die Frage nach dem „was“ immer noch wichtig, denn jede Kamera hat eigene Stärken. Die „beste Kamera“ gibt es also nicht mehr, wohl aber die beste Kamera für die jeweilige Art der Fotografie. Diese sind unter anderem:

  • Eigentlich alles: So beginnen die meisten Fotografen. Für sie sind Kameras interessant, die möglichst viel können und günstig sind, damit der Umstieg später nicht so schwer fällt.
  • MenschenPorträtfotos sehen meist dann schön aus, wenn der Hintergrund unscharf ist. Am besten klappt das mit einer Kamera, die einen großen Bildsensor und ein lichtstarkes Objektiv hat.
  • Tiere/Sport: Wer Tiere und Sportler fotografieren will, braucht eine Kamera mit einem starken Zoom-Objektiv. Schnell sollte sie außerdem sein, da die Motive selten still stehen.  
  • Natur/Landschaft: Wer die Natur fotografieren will, ist viel unterwegs. Entsprechend ist es gut, wenn die Kameraausrüstung möglichst leicht, stabil und wetterfest ist.  
  • Konzerte und Co: Größtes Problem bei Events sind die Lichtverhältnisse. Eine passende Kamera ist lichtstark, leise und hat auch ein Objektiv, das viel Licht einfängt.
  • Instagram: Wer Fotos für Instagram und soziale Netzwerke schießt, freut sich über Möglichkeiten, die Fotos direkt in der Kamera zu bearbeiten und diese Dann auch per WLAN und Co. ins Netz zu stellen.  
  • Filmen: Soll die Kamera nicht nur Fotos sondern auch Videos machen, sollte sie auf jeden Fall einen Bildstabilisator sowie ein eingebautes Mikrofon enthalten.  
Kamera: Foto einer Stadt bei Nacht Quelle: Sebastian Geiger
Kamera: Foto eines Auwaldes bei Sonnenuntergang Quelle: Sebastian Geiger

Bildformate: Raw und Jpg

Gerade Systemkamera-Hersteller machen gerne Werbung damit, dass ihre Kameras das sogenannte Raw-Format fotografieren können. Bei Kompaktkameras können das oft nur die teureren Modelle. Das Raw-Format enthält mehr Bildinformationen als ein jpg-Bild und wird auch gerne als „digitales Negativ“ bezeichnet. Interessant ist es vor allem für Fotografen, die ihre Bilder daheim nachbearbeiten wollen und dafür das entsprechende Programm haben. Die größte Nachteil von Raw-Dateien: Sie nehmen mehr Speicherplatz weg als jpg-Dateien. Sollen die Fotos gleich weiterverwendet werden oder nicht zu viel Arbeit machen, ist jpg das Format der Wahl. Verfügt die Kamera über entsprechende Software, können die Dateien auch direkt bearbeitet werden.

Sind der Speicherplatz groß genug und die Möglichkeit vorhanden, empfiehlt es sich, jedes Foto als jpg- und Raw-Datei zu speichern. Ähnlich wie in der analogen Fotografie gibt es dann ein Foto, das sofort verwendbar ist und ein Negativ, das als Sicherungskopie besteht.

Kamera mit ausklappbarem Display Quelle: Canon
Systemkameras und auch manche Spiegelreflexkameras verfügen oftmals über ein ausklappbares und teilweise sogar schwenkbares Display. So verdeckt die Hand dasselbige nicht, wenn zugleich die Kamera beispielsweise während einer Bewegung gut mit einer Hand festgehalten werden soll. Auf der Rückseite des Gehäuses befinden sich außerdem die Bedienknöpfe, über welche unter anderem verschiedene Einstellungen getätigt, Bilder angesehen oder gelöscht werden können.

Hersteller-Angaben bei Kameras: Sensor, Megapixel und Co. erklärt

In der Werbung werden gerne die Megapixel einer Kamera angepriesen sowie ihre Zoom-Fähigkeiten. Allerdings sind beide Werte für sich relativ bedeutungslos. So sind die Megapixel einer Kamera zweitrangig, wenn man nicht weiß, wie groß ihr Sensor ist. Hier gibt es eine einfache Faustregel: Kompaktkameras haben in der Regel kleinere Bildsensoren als Systemkameras, die noch bis vor ein paar Jahren kleinere Bildsensoren hatten als Spiegelreflexkameras. Mittlerweile haben die Systemkameras aber hier aufgeschlossen. Ein großer Bildsensor ist vor allem wichtig, wenn es darum geht, bei schwachem natürlichen Licht zu fotografieren (etwa bei einem Konzert) oder den Hintergrund bei einem Porträt unscharf zu machen. Die Größe des Bildsensors wird zumeist in Zoll oder Millimetern angegeben und liegt bei Kompaktkameras oft bei 1/2,3 Zoll, also etwas weniger als einem halben Zoll oder etwa 13,2 x 8,8 Millimetern. Das ist ein Beispiel für einen kleinen und bei Kompaktkameras üblichen Bildsensor. Eine Kamera mit einem großen Sensor wird bei über einem Zoll oder deutlich höheren Millimeter-Zahlen liegen. Viele System- und Spiegelreflexkameras liegen bei ca. 36 x 24 Millimeter – das wird zumeist als „Vollformat“ bezeichnet.

Ebenfalls wichtig sind ISO-Zahl und Bilder pro Sekunde. Die ISO-Zahl zeigt, wie lichtempfindlich eine Kamera sein kann, Bilder pro Sekunde, wie viele Fotos eine Kamera pro Sekunde aufnehmen kann. Wer Tiere oder Sportevents fotografieren will, freut sich, wenn die Kamera eine höhere Anzahl von Bildern pro Sekunde schießt.

Ähnlich wie mit der Kamera verhält es sich mit den Objektiven. Wer nur auf den Zoom-Faktor achtet, kauft selten das passende Objektiv. Die Aussage „X-fach-Zoom“ treffen Hersteller besonders gerne für Kompaktkameras, da diese nur über ein einziges Objektiv verfügen. Gerne fassen sie dabei optischen und digitalen Zoom zusammen. Aber Vorsicht: Der digitale Zoom ist nichts anderes als die Kamera, die das Bild nachträglich zurechtschneidet und vergrößert. Wie weit der Zoom einer Kompaktkamera geht, sagt allein der optische Zoom. Übrigens, es gibt auch Kompaktkameras, die ganz auf den Zoom verzichten und stattdessen ein Objektiv mit fester Brennweite enthalten, das dann meist schärfer und lichtempfindlicher ist.

DSLRs verschiedener Hersteller im Vergleich

(sortiert nach Preisklasse, absteigend)

Spiegelreflexkameras - verschiedene Hersteller, Preis absteigend
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Produktname Nikon D5 XQD* Sony Alpha 99 II* Canon EOS 5D Mark IV* Nikon D780* Canon EOS 90D* Canon EOS-1D X Mark II* PENTAX K-1 Mark II* Pentax KP* Sony ILCA Alpha 77 II* Nikon D3400 inkl. Objektiv*
Hersteller Nikon Sony Canon Nikon Canon CANON PRO PARTNER Pentax Pentax Sony Nikon
asin B01AI1JNLW B01MXF5TAO B01KURGS9E B0837HB1H5 B07X512WW9 B01C90JKDG B079X2QJ3Y B01N25UPKJ B00K5V13E6 B01M5AJAN3
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Amazon-Kundenbewertung
Auflösung 20,8 Megapixel 42,4 Megapixel 30,4 Megapixel 24,5 Megapixel 32,5 Megapixel 20,2 Megapixel 36,4 Megapixel 24,3 Megapixel 24,3 Megapixel 24,2 Megapixel
Objektivbajonett Nikon F Sony A Canon EF Nikon F Canon EF/​EF-S Canon EF Pentax K-AF2 Pentax K-AF2 Sony A Nikon F
ISO-Empfindlichkeit 100 - 102.400 100 - 25.600 100 - 32.000 100 - 51.200 100 - 25.600 100 - 51.200 100 - 819.200 100 - 819.200 50 - 25.600 100 - 25.600
Sensor CMOS, 35.9 x 23.9mm CMOS, 35.9 x 24.0mm CMOS, 36.0 x 24.0mm CMOS, 35.9 x 23.9mm APS-C, CMOS, 22.3 x 14.8mm CMOS, 35.9 x 23.9mm CMOS, 35.9 x 24.0mm APS-C, CMOS, 23.5 x 15.6mm APS-C, CMOS, 23.5 x 15.6mm APS-C, CMOS, 23.5 x 15.6mm
Serienaufnahme max. 14 Bilder/​Sek. max. 12 Bilder/​Sek. max. 7 Bilder/​Sek. max. 7 Bilder/​Sek. max. 10 Bilder/​Sek. max. 16 Bilder/​Sek. max. 4.4 Bilder/​Sek. max. 7 Bilder/​Sek. max. 12 Bilder/​Sek. max. 5 Bilder/​Sek.
Sucher
Bildstabilisator
WLAN
Gewicht 1,24 Kilogramm 849 Gramm 800 Gramm 755 Gramm 701 Gramm 1,34 Kilogramm 925 Gramm 643 Gramm 647 Gramm 395 Gramm
Angebote

Weitwinkel bis Telezoom – ein Objektiv – 1x1:

Wer eine Kompaktkamera hat, hat mit ihr auch schon das Objektiv gewählt. Wer dagegen auf eine Systemkamera setzt, hat die Auswahl zwischen unzähligen Objektiven. Statt auf den Zoom-Faktor sollte man hier auf die Brennweite und die Blende achten. Die Brennweite gibt an, ob das Objektiv vergrößern kann und wie stark, die Blende, wie lichtempfindlich es ist. Brennweiten werden in Millimetern angegeben. 50 Millimeter gilt als Normal-Brennweite, da dieser Winkel in etwa der menschlichen Sicht entspricht. Übrigens: Der Kamerasensor wirkt sich auf die Brennweite aus. Ein kleiner Sensor bildet nämlich nur einen  Teil des Bildes ab, den das Objektiv einfängt. Die Folge ist eine Art Zoom-Effekt und damit eine höhere Brennweite.

Bei der Blende gilt: Je kleiner die Blendenzahl, desto lichtempfindlicher ist das Objektiv. Die Blende ist auch wichtig, wenn es darum geht, Teile des Bilds unscharf werden zu lassen, etwa bei einem Porträtfoto.

Zwischen folgenden Objektiven wird unterschieden:

  • Weitwinkelobjektive mit kleinen Brennweiten, die vor allem für Landschaftsaufnahmen u. ä. gebaut sind

  • Teleobjektive mit großen Brennweiten vergrößern stark bis sehr stark und werden in der Regel für Porträt- oder Naturfotografie benutzt

  • Zoomobjektive, mit denen man den Bildschausschnitt optisch vergrößern kann

  • Festbrennweiten, die zwar keinen Zoom haben, dafür aber meist etwas schärfer und lichtempfindlicher sind

 

Beim Kamerakauf können Objektive schnell zum größten Kostenfaktor werden. Ein kleines Trostpflaster: Ein Objektiv wird normalerweise nicht schlechter. Entsprechend gepflegt, kann es viele Jahre halten. Über den Preis entscheiden unter anderem folgende Faktoren: 

  • Wie niedrig ist die Blendenzahl und wie lichtempfindlich damit das objektiv? 
  • Wie stark sind Abbildungsleistung und Schärfe?  
  • Wie schnell und leise ist der Objektivmotor, mit dem die Kamera scharf stellt? 
  • Ist das Objektiv wetterfest? 

Wer noch gar nicht weiß, wohin die Fotoreise gehen soll, kann für seine Systemkamera ein Zoom-Objektiv kaufen, das viele Brennweiten abdeckt. Erkauft wird diese Flexibilität damit, dass diese Objektive meist nicht besonders schnell und nicht allzu lichtempfindlich sind. Welche Objektive auf das Gehäuse passen, verrät die Angabe zum sogenannten Objektivbajonett

Kamera: Oberseite einer Kamera mit Display und verschiedenen Knöpfen Quelle: Canon
Eine Spiegelreflexkamera (Canon Eos 5D Mark IV) von oben: Dominant in der Mitte zu sehen ist der sogenannte Blitzschuh, auf welchen ein separater Blitz aufgesteckt werden kann. Das kleine Display zeigt die aktuellen Einstellungen, beispielsweise in Sachen ISO-Empfingdlichkeit. Mit dem Rädchen kann schnell zwischen verschiedenen Grund-Einstellungen gewechselt werden.

Sony, Canon, Nikon – welche Marke ist die richtige?

Noch vor ein paar Jahren hatten es ambitionierte Hobby-Fotografen bei der Markenwahl leicht: Nikon oder Canon, Alternativen gab es so gut wie keine. Inzwischen hat sich der Markt aber stark gewandelt. Doch ist die Marke überhaupt wichtig? Wer sich eine Kompaktkamera kaufen möchte, muss auf ihre Marke so gut wie keine Gedanken verschwenden. Interessanter wird der Markenname für alle, die sich eine Kamera mit Wechselobjektiven zulegen wollen. Denn jeder Kamerahersteller hat sein eigenes System aus Kamera, Objektiven und Zubehör, das mit denen der Konkurrenz schwer bis gar nicht kompatibel ist. Kamerasysteme sind teuer – und der Umstieg von einer Marke auf die andere deshalb kostspielig.

  • Kamera von Fuji in nostalgischer Optik Quelle: Fujifilm
    Fuji legt bei seinen Kameras Wert auf eine nostalgische Optik.
    Canon: Als die Spiegelreflexkameras noch den Markt beherrschten, war Canon der Platzhirsch. Mit Systemkameras tut sich der Hersteller aber immer noch schwer. Canon besticht durch seine riesige Auswahl an Objektiven, die zum besten gehören, was der Markt zu bieten hat.
  • Nikon: Die Alternative zu Canon. Nikon mag zwar keine ganz so große Objektiv-Auswahl haben wie Canon, dafür haben die Spiegelreflexkameras des Herstellers seit Jahren in den Tests die Nase vorn.
  • Sony: Was Canon und Nikon für Spiegelreflexkameras sind, ist Sony für Systemkameras. Auch, wenn die Objektive noch nicht ganz mit Canon und Nikon mithalten können, verfügt Sony inzwischen über viele Kameramodelle für ganz unterschiedliche Fotografentypen.
  • Olympus: Die bekannteste Alternative zu Sony bei Systemkameras. Viele Kameras der Firma haben einen sogenannten „Micro four thirds“ Sensor verbaut. Dieser ist kleiner als die Sensoren der Konkurrenz, macht die Kameras aber auch handlicher.    
  • Fuji: Eine Marke, die vor allem um Kunden wirbt, die es gerne retro haben. Wer eine Kamera sucht, die das Gefühl und das Aussehen einer alten Analogkamera mit moderner Technik verbindet, wird bei Fuji fündig.  

Zum Glück sind die Unterschiede der einzelnen Hersteller nicht mehr so groß wie noch vor ein paar Jahren. Interessant sind sie vor allem für Profi- und semiprofessionelle Fotografen. Wer sich für ein Kamerasystem entscheidet, sollte deshalb unabhängig vom Hersteller vor dem Kauf versuchen, die Wunschkamera in die Hand zu bekommen und ein bisschen mit ihr zu fotografieren. Wie oft eine Kamera benutzt wird, entscheidet nämlich auch, wie gut sie in der Hand liegt.

Kameraalternative – was taugt das Smartphone?

Die Umsatzzahlen zeigen es, gerade der Markt der Kompaktkameras hat große Konkurrenz bekommen: Smartphones. Technisch sind sie eine echte Alternative zum Fotografieren und Filmen. Und sie sind praktisch, denn das Handy ist immer mit dabei, während man die Kamera erst mitnehmen muss. Ganz aus dem Rennen ist die Kompaktkamera aber noch nicht, denn sie hat immer noch einige Vorteile.

  • Die Batterie hält bei einer Kompaktkamera länger, weil sie nur zum Fotografieren verbraucht wird und nicht noch für Chatten, surfen usw.
  • Kompaktkameras sind handlicher und robuster.
  • Smartphone-Kameras haben nur eine begrenzte Anzahl an Brennweiten und meist nur einen digitalen Zoom.
  • Wer mit einer Kompaktkamera fotografiert wird nicht nur eingehende Nachrichten und ähnliches abgelenkt.

Sie sind auf der Suche nach einem neuen Handy mit einer guten Kamera? Dann empfehlen wir Ihnen unseren Smartphone Test und Ratgeber!

Welches Kamera-Zubehör wird gebraucht?

Mit Kamera (und Objektiven) ist es beim Fotografieren nicht getan. Wer unterwegs ist, benötigt mindestens noch eine Fototasche, in der auch genügend Platz für Ersatzbatterien, Reinigungstücher und Speicherkarten ist. Speicherkarten selbst sind ebenfalls ein Posten, den man nicht vergessen darf. Hier gilt es, darauf zu achten, welche Speicherkarten die Kamera Ihrer Wahl unterstützt und dann ausreichend Speichermenge zu kaufen. 

Wer gerne abends oder in dunklen Räumen fotografiert, wird  um einen Blitz nicht herumkommen. Zwar haben die meisten Kameramodelle schon einen Blitz eingebaut, der ist aber in der Regel zu klein und zu schwach, als dass das Fotografieren mit ihm Spaß macht. Fotografen, die Landschaften fotografieren oder filmen, sollten sich überlegen, irgendwann in ein Stativ zu investieren.

Kamera: Seitenansicht mit geöffnetem Card-Reader-Slot Quelle: Nikon

Kamera-Kauf: Tipps für einen günstigen Einstieg

Fotografieren kann schnell zu einem sehr teuren Hobby werden. Gerade am Anfang ist es deshalb gut, sich zu überlegen, was man braucht. Wer vor allem Urlaubsschnappschüsse machen möchte, investiert besser in eine gute Kompaktkamera, wer das Fußballspiel seiner Kinder fotografieren möchte, benötigt kein Weitwinkelobjektiv usw. Daneben gibt es folgende Möglichkeiten, beim Fotografieren Geld zu sparen:
  • Wer eine Systemkamera hat, gibt lieber mehr Geld für die Objektive als für die Kamera aus. Die kann man nämlich meist auch beim nächsten Modell derselben Marke verwenden.
  • Objektive der Firmen Tamron und Sigma sind billiger als die der großen Kameramarken, aber fast genauso gut.
  • Es muss nicht immer das allerneueste Modell sein. Vorgängermodelle sind in der Regel ebenfalls überall erhältlich, können fast genauso viel und sind dabei billiger.
Kamera: Objektiv der Marke Tamron Quelle: Tamron
Hersteller wie Tamron bieten zu verschiedenen Objektivbajonettes passende Objektive an und sind dabei günstiger und dennoch fast so gut, wie die jeweiligen Marken-Objektive.
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