Sie suchen noch ein passendes Weihnachtsgeschenk? VR-Brillen bieten eine unvergleichliche Immersion und die Technik ist inzwischen sehr ausgereift. In unserem VR-Brille Test haben wir mehrere Modelle für Sie getestet. Zudem erfahren Sie, worauf es beim Kauf zu achten gilt, um das passende VR-Headset zu finden.

In diesem Ratgeber fokussieren wir uns auf VR-Brillen für den Gebrauch an PC oder Konsole. VR-Headsets, die ausschließlich mit dem Smartphone kompatibel sind, beleuchten wir zu einem späteren Zeitpunkt.

Rangliste: Die besten VR-Brillen auf einen Blick

VR-Brillen - von uns getestet
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Ranking
1. Platz
2. Platz
3. Platz
4. Platz
Produktname HTC Vive Cosmos Elite * HP Reverb* HTC Vive Cosmos* Playstation VR*
Hersteller HTC HP HTC Sony Interactive Entertainment
asin B085HY5BCM B07SSXVD1Q B07XLN6WSX B07YGJGFZC
gtin 4718487716814 0193905282654 4718487715022 0711719998709
Wertung
WERTUNG: 8/10
WERTUNG: 8/10
WERTUNG: 6/10
WERTUNG: 5/10
Amazon-Kundenbewertung
Tragekomfort Hoch Hoch Sehr hoch Okay
Halo-Band
Polster
Lüfter
Empfohlene GPU/CPU GTX 1060, RX 480 / Intel i5-4590 / Ryzen 5 1500X GTX 1080, Radeon Pro WX 8200 / Intel i7 GTX 1060, RX 480 / Intel i5-4590 / Ryzen 5 1500X GTX 1060, RX 480 / Intel i5-4590 / Ryzen 5 1500X
Betriebssystem Windows 10, Viveport, Steam, SteamVR Windows 10, SteamVR Windows 10, Viveport, Steam, SteamVR Playstation 4, Windows 10, SteamVR
3D-Audio
Auflösung pro Auge 1.440 x 1.700 Pixel 2.160 x 2.160 Pixel 1.440 x 1.700 Pixel 960 x 1.080 Pixel
Bildfrequenz 90 Hz 90 Hz 90 Hz 120 Hz
Sichtfeld 110 Grad 114 Grad 110 Grad 100 Grad
Inside-Out-Tracking Markerbasiert Markerlos Markerlos Markerbasiert
Benötigte Anschlüsse Displayport 1.2, USB 3.0 Typ C Displayport 1.3, USB 3.0 Displayport 1.2, USB 3.0 Typ C HDMI, USB 2.0
Vorteile
  • Farbstarkes und hochauflösende Displays
  • Komfortabel zu tragen
  • Bestes Tracking am Markt
  • Headset lässt sich auch ohne Faceplate mit Lighthouse-Sensoren erwerben
  • Fantastische Auflösung
  • Recht großes Sichtfeld
  • Verbesserungen zum Vorgänger
  • Günstiger Preis
Nachteile
  • Lighthouse-System erhöht Komplexität beim Einrichten
  • Nur mit Vive-Pro-Controllern
  • Teuer
  • Bei manchen Spielen umständliche Konfiguration
  • Preis-Leistungsverhältnis
  • Probleme mit Controllern
  • Geringe Auflösung
  • Recht kleines Sichtfeld
Angebote

Aktuelle VR-Brillen heißen Oculus Rift S, HTC Vive Cosmos, Pimax 5K Plus oder Valve Index – letztere VR-Brille ist hierzulande nur in Valves Steam-Shop erhältlich. Dazu kommen VR-Headsets, die mit Microsofts Standard Windows Mixed Reality kompatibel sind, wie die HP ReverbPSVR, das VR-Headset der PS4, ist noch das Maß aller Playstation-Dinge. Allerdings hat Sony bereits angekündigt, im Zuge des Releases der Playstation 5 Ende 2020 auch ein PSVR 2 liefern zu wollen. 

Was ist so faszinierend an Virtual Reality?

Virtual Reality ist mit nichts so wirklich zu vergleichen. Selbst ein 3D-Film im Kino bietet nur einen Bruchteil der Immersion von VR. Sobald man das VR-Headset aufsetzt und sich unmittelbar vor den Augen eine virtuelle Welt aufbaut, fängt das Gehirn an zweigleisig zu denken.

Wir werden von einem bedrohlichen Zombie angesprungen? Panik macht sich breit. Wir müssen an einer Felswand zum nächsten Klettergriff springen? Unser Gehirn zögert ob der waghalsigen Lage, obwohl wir in Wirklichkeit festen Boden unter den Füßen haben. Ein Teil der Kommandozentrale in unserem Kopf gewöhnt sich rasch an die künstliche Umgebung und „fühlt“ die jeweilige virtuelle Bedrohung, selbst nachdem wir die VR-Brille abgelegt haben. „Wer virtuell unter Stress steht, etwa bei einem Horrorspiel, der bleibt auch in der echten Welt noch eine Weile im Alarmzustand“, erklärt Thomas Metzinger, Neuroethiker an der Universität Mainz.

Vollends beschreiben lässt sich die wahre Faszination der Virtual Reality kaum. Unsere Empfehlung lautet daher: Tauchen Sie selbst in virtuelle Welten ein und machen Sie sich gefasst auf einzigartige Momente!

VR-Brille Oculus Rift S Quelle: PC Games Hardware
Oculus hat mit der Oculus Rift im Jahre 2016 einen VR-Trend losgetreten. Aktuelle VR-Brillen wie die Oculus Rift S (Bild) haben viele Kinderkrankheiten abgelegt.

Welche VR-Brille passt zu mir?

Die von uns getesteten VR-Brillen wie Oculus Rift S oder HTC Vive Cosmos sind so genannte 6DoF-VR-Brillen. 6DoF steht für „Six degrees of freedom“, was bedeutet, dass Sie sich damit frei im Raum bewegen können. Bei 3DoF-Headsets, wie den Smartphone-Brillen Google Daydream, Samsung Gear VR oder dem Android-Headset Oculus Go, ist die Position fixiert. Dadurch reichen Spielerfahrung und Immersion nicht an 6DoF-Brillen heran.

Welche der von uns getesteten VR-Brillen die richtige für Sie ist, hängt von mehreren Faktoren ab, nicht zuletzt von der Rechenpower über die ihr PC verfügt – oder nach einer Aufrüstung verfügen soll. Damit einhergehend stellt sich die Frage, wie viel Geld Sie bereit sind für ein VR-Headset auszugeben. Zudem unterscheiden sich die VR-Brillen in puncto Display-Technik und Benutzerfreundlichkeit.

Wie viel PC-Power benötigt meine VR-Brille?

Wenn Sie Hunderte von Euro in eine VR-Brille investieren, sollte ihr PC leistungsstark genug sein, um auch grafisch aufwendigere VR-Spiele in hoher – und magenschonender – Bildwiederholrate zocken zu können. Die in unserer Test-Vergleichstabelle angegebenen empfohlenen Systemanforderungen für Grafikkarte (GPU) und Prozessor (CPU) reichen nicht nur, um grafisch anspruchslose Titel wie Superhot VR in spielen zu können. Damit können Sie auch kommende Titel wie Half-Life: Alyx in entsprechend hohen Bildfrequenzen zocken.

Für Half-Life: Alyx nennt Entwickler Valve folgende PC-Mindestanforderungen:

  • Windows 10
  • Intel Core i5-7500 oder AMD Ryzen 5 1600
  • 12 GB RAM
  • Geforce GTX 1060 AMD Radeon RX 580

Passend dazu: Grafikkarten-Test: Die besten GPUs von Nvidia und AMD 

VR-Brille: Szene aus Half-Life Alyx Quelle: Valve
In Half-Life Alyx erleben Sie das Geschehen aus den Augen von Hauptcharakter Alyx Vance, die mit ihrem Vater gegen skrupellose Besatzer kämpfen.

Welche VR-Trackingsysteme gibt es?

VR-Brille: Die Tracking-Systeme, die es seit 2016 gibt Quelle: PC Games Hardware
Die Tracking-Systeme, die es seit 2016 gibt (v.l.n.r.): Outside-In-, markerbasiertes Inside-Out- und markerloses Inside-Out-Tracking

Die neueste Generation an VR-Brillen verfügt über ein so genanntes Inside-Out-Tracking. Die Oculus Rift S etwa benutzt hierfür fünf in verschiedene Richtungen angeordnete Kameras, um einen möglichst großen Bereich erfassen zu können. Auf der Brille sind also Kameras die nach „außen“ in den Raum gucken, daher der Begriff Inside-Out-Tracking.

Obwohl alle VR-Brillen in unserem Testfeld auf Inside-Out-Tracking setzen, gibt es Unterschiede zwischen der Windows-Mixed-Reality-Brille HP Reverb, der Oculus Rift S und PSVR. Reverb und Rift S funktionieren in so gut wie jedem Raum, der eine ausreichende Helligkeit bietet – ist es zu dunkel, streikt das Tracking.

Frühere VR-Brillen wie die HTC Vive, aber auch das aktuelle VR-Headset Pimax 5K+ funktionieren auch im „dunklen“ Raum, benötigen allerdings spezielle „Lampen“, so genannte Lighthouse-Stationen. Diesen Unterschied beschreibt man mit den Begriffen „Markerloses Inside-Out“ und „Markerbasiertes Inside-Out“. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass markerbasiertes Inside-Out-Tracking präziser funktioniert, bei der Einrichtung jedoch Nachteile gegenüber markerlosem Inside-Out-Tracking hat.

  • Markerloses Inside-Out: Über integrierte Sensoren erkennt das VR-Headset ihre Position im Raum, es werden keine speziellen Lampen oder ähnliche Markierungen im Raum benötigt. Markerloses Inside-Out verwenden Oculus Rift S, Windows Mixed Reality (HP Reverb) und HTC Vive Cosmos.
  • Markerbasiertes Inside-Out: Das VR-Headset erkennt mit integrierten Sensoren ihre Position im Raum, jedoch werden besondere Markierungen im Raum benötigt, wie spezielle Lampen. Verwendung findet markerbasiertes Inside-Out bei Pimax 5K+ und Playstation VR.

Welche Displays stecken in den VR-Brillen?

Die aktuelle Generation an VR-Brillen verfügt über deutlich höhere Auflösungen als die 2016 erschienenen Oculus Rift oder HTC Vive. Bei der Oculus Rift S etwa sind knapp 42 Prozent an zusätzlichen Bildpunkten hinzugekommen, bei der Quest sind es sogar um die 78 Prozent. Noch höhere Auflösungen bieten Pimax 5K+ und HP Reverb.

Hingegen fallen die Schwarzwerte der neuen LC-Displays schlechter aus als bei den früheren Modellen mit OLED-Bildschirmen, da hier einzelne Pixel nicht ausgeschaltet werden können. Deswegen werden Sie auch in dunklen Szenen vermehrt mit einem Grauwert konfrontiert. Als einzige aktuelle VR-Brille ist das autarke All-in-on-VR-Headset Oculus Quest mit einem OLED-Display ausgestattet – auf diese VR-Brille gehen wir am Ende dieses Ratgebers gesondert ein.

Auch bei den Bildfrequenzen der Displays gibt es Unterschiede. Während die früheren Modelle alle mit 90 Hz arbeiten, da dies vor drei Jahren als Voraussetzung für magenschonendes VR-Gaming galt, hat sich diese Sichtweise inzwischen verändert. Die Oculus Rift S bietet nur 80 Hz, was allerdings erst bei einem Direktvergleich auffällt. Vor allem schnelle Bewegungen werden weniger geschmeidig dargestellt als bei höheren Bildwiederholraten.

VR-Brille: Übersicht über die Displayeigenschaften der VR-Brillen am Markt
Während frühere VR-Brillen noch auf OLED-Displays setzten, sind aktuelle VR-Headsets zumeist mit LCDs ausgesattet.

Welche Unterschiede gibt es bei der Ergonomie von VR-Brillen?

Bei der Ergonomie der VR-Headsets hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Inzwischen setzen viele Hersteller auf das so genannte Halo-Design, das die Last über einen Ring auf den kompletten Schädel verteilt. Bei der HTC Vive Cosmos kommt zudem ein Klappvisier zum Einsatz, damit man sich schnell wieder in die reale Welt zurückbefördern kann. Überdies wird dadurch das Fixieren und Justieren der VR-Brille vereinfacht. Bei der Oculus Rift S lässt sich das Visier nach dem Aufsetzen des Headsets an das Gesicht heranschieben.

Ein weiterer Fortschritt für die Ergonomie ist das Kopfpolster. Hier punktet die Vive Cosmos mit der bequemsten Halterung in unserem Testfeld. Hinzu kommt ein Schaumstoffplatzhalter, der genutzt werden kann, wenn der Kopf für die VR-Brille zu klein ist oder der hintere Bereich sich nicht richtig an den Schädel anschmiegt.

Welcher VR-Controller ist der beste?

Das Eingabegerät der Oculus Rift S fällt insgesamt etwas kleiner und leichter aus, als bei der ersten Rift-Generation. Dadurch führen bewegungsintensive Spiele nicht mehr so schnell zu Ermüdungserscheinungen in den Armen und Händen. Leider lässt sich das Batteriefach in hektischen Situationen viel zu einfach unabsichtlich öffnen. Obwohl HTC bei der Vive Cosmos das Design von Oculus kopiert hat, gibt es mehrere Probleme. Die Controller sind merklich bulliger und schwerer, was sich recht schnell bemerkbar macht. Außerdem benötigen Sie zwei Mignonzellen und haben in bestimmten Spielen ein Kompatibilitätsproblem. Hinzu kommen Trackingprobleme, das Erfassen der Controller erfolgt unsauberer, je näher man an das Headset kommt. Beim Pimax-Headset lassen sich die Vive-Controller nutzen. Das HP Reverb setzt auf Mixed-Reality-Standard-Controller, die sich an den Vive-Griffeln orientieren. Allerdings sind die Controller etwas zu glatt geraten, außerdem geht auch hier bei hektischen Bewegungen schon mal das Batteriefach auf. PSVR nutzt die Move-Controller, die sich jedoch weniger intuitiv bedienen lassen, als die Controller der Konkurrenz. Achtung: Oft liegen die Controller der VR-Brille nicht bei, sondern müssen separat erworben werden.
VR-Brille: Ähnliches Controller-Design: Ganz links ist der Touch Controller für die Rift (2016) zu sehen, direkt daneben der Neue der Rift S und zu rechts außen kann man den Controller der Cosmos bestaunen. Auffällig: Oculus wird kleiner, HTC wächst. Quelle: PC Games Hardware
Links ist der Touch Controller für die Oculus Rift (2016) zu sehen, direkt daneben der Controller für Rift S und rechts außen der Controller der HTC Vive Cosmos. Auffällig: Oculus hat den Controller verkleinert, das HTC-Eingabegerät ist gewachsen.

VR-Brille Vergleich: Unsere Empfehlung

Im Jahre 2020 machen die VR-Headset-Hersteller nichts mehr grundlegend falsch. Bei der Auswahl kann man wirklich nach eigenem Gusto, Geldbeutel und Rechnerausstattung verfahren – mit einer Einschränkung: Bei der HTC Vive Cosmos ist mit den Controllern im Moment noch einiges im Argen, weswegen wir hier erst einmal von einem Kauf abraten, bis zumindest die Kompatibilität mit VR-Spielen erhöht wurde.

Die PSVR liegt preislich deutlich unter der Konkurrenz, liefert aber auch die geringste Auflösung. Da sich PSVR inzwischen auch am PC betreiben lässt, bietet die VR-Brille von Sony aber einen günstigen Einstieg in die VR-Welt. Wer auf hohe Auflösung und maximales Sichtfeld Wert legt und eine entsprechende PC-Konfiguration vorzuweisen hat, findet in der Pimax 5K+ die leistungsfähigste VR-Brille in unserem Testfeld, sie ist jedoch auch die teuerste.

Motion Sickness: Vertrage ich die VR-Brille auf der Nase überhaupt?

Die See- oder Reisekrankheit (englisch: Motion Sickness) ist einer der größten Hindernisse beim VR-Gaming. Ob Sie sich problemlos stundenlang in der Virtual Reality aufhalten können oder Sie sich schon nach kurzer Zeit unwohl fühlen, hängt von mehreren Faktoren ab, zum Teil von äußeren Einflüssen, aber auch von der genetischen Konstitution.

VR-Brille: HTC Vive Cosmos Quelle: PC Games Hardware
Die Virtual Reality ist höchst immersiv und daher auch fordernd für Körper und Geist.

Was genau ist Motion Sickness?

Wird Ihnen schnell schlecht, wenn Sie während einer Autofahrt etwas lesen oder auf der Kirmes per Achterbahn umherrollen? Wenn ja, sind Sie sehr wahrscheinlich anfällig für eine Form von Motion Sickness. Setzen Sie nun eine VR-Brille auf und zocken Sie ein Virtual-Reality-Spiel, können die Informationen, die Ihr Gehirn erreichen, unter Umständen nicht vermitteln, dass Sie gerade eine andere Figur durch ein Spiel führen. Folglich signalisiert Ihr Gehirn dem Körper: Sie bewegen sich. Der Körper weiß es allerdings besser, denn er tut gerade nichts, was einer Bewegung gleichkäme. Und schon schrillen die inneren Alarmglocken.

Einzige plausible Erklärung für die Diskrepanz ist, dass Sie gerade eine Halluzination erleben. Eine Halluzination durchlebt ein Mensch im Grunde aber nur, wenn sich giftige Beeren oder Kräuter in den Verdauungstrakt verirrt haben. Der Körper will die giftigen Nahrungsmittel so schnell wie möglich wieder loswerden und signalisiert dies durch ein Gefühl von Übelkeit.

Muss ich auf VR verzichten, wenn ich unter Motion Sickness leide?

Wie intensiv sich Motion Sickness äußert, hängt von mehreren Faktoren ab, wobei die genetische Komposition eine wichtige Rolle spielt. Sie können noch so technikbegeistert sein, wenn Ihr Magen beim VR-Gaming ständig rebelliert, werden Sie die VR-Brille früher denn später gar nicht mehr aufsetzen wollen. Auch die momentane Verfassung kann die Verträglichkeit des VR-Headsets beeinflussen. Sind Sie müde oder angespannt, wirkt sich das VR-Erlebnis stärker aus Sie aus und führt möglicherweise schneller dazu, dass Sie sich unwohl fühlen.

Nicht zuletzt hängt es aber auch von der Technik und dem jeweiligen Spiel ab, wie lange und intensiv das Spielvergnügen ausfällt. Während früher noch galt „je höher die Auflösung und je schärfer das Bild ist, desto verträglicher ist das Spiel“, beweisen Spieleentwickler inzwischen, dass sie es in der eigenen Hand haben, ein magenfreundliches VR-Spiel zu gestalten. Tendenziell empfinden Menschen höhere Auflösungen und Bildfrequenzen bei VR-Gaming jedoch als angenehmer, als Matschgrafik und Ruckler.

Aus eigener Erfahrung können wir sagen, dass heutige VR-Brillen sowie der Großteil aktueller VR-Spiele deutlich verträglicher sind, als es noch zu Beginn des aktuellen VR-Zeitalters im Jahre 2016 der Fall war. Viele kleine Verbesserungen und Kniffe sorgen inzwischen dafür, dass Spieler mehr Freude an der virtuellen Realität empfinden, selbst wenn sie für Motion Sickness besonders anfällig sind. 

Faktoren, die Motion Sickness beeinflussen:

  • Genetische Komposition
  • Momentane Verfassung (Müdigkeit, Angespanntheit etc.)
  • Auflösung/Schärfe
  • Bildwiederholfrequenz
  • Technische Umsetzung des Spiels

Sie wollen Ihren PC aufrüsten? Lesen Sie dazu unseren großen CPU-Ratgeber

Die All-in-One-Alternative: Oculus Quest

Oculus Quest ist ein All-in-One-Gamingsystem für Virtual Reality, das per Android- oder iOS-App eingerichtet wird. VR-Brille und Controller genügen, es gibt keinen Kabel- und High-End-PC-Zwang, da die Hardware in das VR-Headset verbaut ist. Die Quest macht es dadurch zum Kinderspiel, Neulinge in die virtuelle Welt zu bringen: Einfach anmachen, aufsetzen, Spiel wählen und loslegen. Allerdings erkauft man sich die kabellose Freiheit durch einige Nachteile. Das vergleichsweise hohe Gewicht des Headsets sorgt für Defizite bei der Ergonomie. Außerdem liegt die Bildwiederholfrequenz bei nur 72 Hz und Form sowie Tracking der Controller können nicht mit der Konkurrenz mithalten. Überdies ist die Leistung der integrierten Hardware eingeschränkt und die Auswahl an Spielinhalten reduziert. Doch lassen sich diese Nachteile inzwischen umgehen, denn Oculus bietet seit kurzem ein „Oculus Link“-USB-Kabel an. Darüber lässt sich Oculus Quest mit dem PC verbinden und grafisch aufwendige Spiele oder Apps, die Quest nativ aufgrund der zu schwachen verbauten Hardware nicht verarbeiten könnte, dürfen per Streaming auf der Oculus Quest gespielt werden.

VR-Brille-Testsieger: HTC Vive Cosmos Elite

Das Elite-Upgrade bringt eine neue Faceplate für ein verbessertes Positionstracking.

0 Bewertungen*
(Amazon-Kundenbewertungen)
  • Farbstarkes und hochauflösende Displays
  • Komfortabel zu tragen
  • Bestes Tracking am Markt
  • Headset lässt sich auch ohne Faceplate mit Lighthouse-Sensoren erwerben
  • Lighthouse-System erhöht Komplexität beim Einrichten
  • Nur mit Vive-Pro-Controllern
  • Teuer
HTC Vive Cosmos Elite ist auf ganzer Linie eine Verbesserung gegenüber dem Vorgänger von 2016. Das Headset hat ein farbstarkes, hochauflösendes Display und ist durchaus komfortabel zu tragen. Durch das Lighthouse-System ist die Raumvorbereitung weitaus komplexer. Dafür bekommt man aber auch das beste Tracking-System am Markt. Bei den Controllern hat HTC die alten Zauberstäbe der ursprünglichen Vive Pro eingepackt. Und das obwohl die Knuckles Controller von Valve nicht teurer sind als die altbackenen Wand-Controller, dafür aber viel mehr bieten können. Technisch kann man nur wenig aussetzen, auch wenn der Sweetspot innerhalb der Linsen etwas klein ist, ist die Brille Highend. Das Alleinstellungsmerkmal, die Modularität, ist eine geniale Idee. So kann man an veränderte Lebensverhältnisse die VR-Tauglichkeit anpassen: Hat man kein Zimmer mehr für VR, wechselt man zum kamera-basierten Inside-Out-Tracking usw. Jedoch ist die Geschichte VR mit HTC insgesamt viel zu teuer und in der Regel nur Enthusiasten vorbehalten. Wer beispielsweise mit der günstigsten Version anfangen will und dann sukzessiv die einzelnen Teile hinzukauft, wird deutlich mehr ausgeben, als wenn man direkt zum teuren Bundle greift.
Fazit: HTC hat mit der Vive Cosmos Elite ein gutes VR-Headset mit der besten Tracking-Technik schlechthin versehen.