Es war viel los auf dem CPU-Markt in den vergangenen Monaten: Erst veröffentlichte Intel seine neuen Comet-Lake-Prozessoren, jetzt hat AMD Ryzen 5000 erfolgreich gelaunched. In unserem CPU Test finden Sie bereits viele Testergebnisse zu den neuen und auch älteren Prozessoren beider Halbleiter-Hersteller.

Der derzeit absolute Testsieger heißt übrigens AMD Ryzen 9 5950X, er schlägt alles bisher dagewesene. Sie finden ihn mittlerweile ebenfalls in unserer Testtabelle – inklusive unseren Testergebnissen.

NEU: AMD Zen 3 - Ryzen 5000er Serie

Am 5. November hat AMD die neueste CPU-Generation Zen 3 (Codename Vermeer, Ryzen 5000) auf den Markt gebracht.  In den Verkauf gingen die Modelle 5900X5950X5800X und 5600X. Diese Prozessoren schlagen in Sachen Leistung alles, was sich derzeit auf dem Markt findet.

CPUs AMD Ryzen 5000 - von PCGH getestet
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Abbildung
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Produktname AMD Ryzen 9 5950X* AMD Ryzen 9 5900X* AMD Ryzen 7 5800X* AMD Ryzen 5 5600X*
Hersteller AMD AMD AMD AMD
Note
WERTUNG: 1,46
WERTUNG: 1,75
WERTUNG: 1,93
WERTUNG: 2,10
asin B0815Y8J9N B08164VTWH B0815XFSGK B08166SLDF
gtin 000 0730143312738 0730143312714 0730143312042
Leistung* 100 %/100 % 98,4 %/81,0 % 96,9 %/59,8 % 92,7 %/44,5 %
Kerne 16c/32t 12c/24t 8c/16t 6c/12t
Basis-Takt 3,4 GHz (4,65-4,9 GHz) 3,7 GHz (4,65-4,8 GHz) 3,8 GHz (4,7-4,85 GHz) 3,7 GHz (4,65-4,6 GHz)
RAM (max.) 2× DDR4-3200 2× DDR4-3200 2× DDR4-3200 2× DDR4-3200
Vorteile
  • Beste Desktop-CPU
  • Sehr hohe Leistung in Spielen & Anwendungen
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Schnellster Achtkerner
  • Niedrigste Latenzen bei Ryzen 5000
  • Schneller als Intels 10900K
  • Sparsam und effizient
Nachteile
  • Hohe Leistungsaufnahme
  • Keine
  • Preis im Vergleich zu 9 5900X etwas hoch
  • Im Vergleich zu teuer
Angebote

CPUs bewertet nach dem PCGH-Leistungsindex 2020 - Intel & AMD

Unsere Redaktion feilt kontinuierlich an ihren Testmethoden und passt unter anderem die Spiele und Anwendungen, die in den ausgiebigen Erprobungen genutzt werden an. Nun ist es wieder soweit, bezüglich Prozessoren liegt der neue PCGH-CPU-Index vor, aus welchem die Leistung der jeweiligen CPU im Vergleich zu allen anderen dargestellt wird.

CPU, Leistungsindex 2020 - von PCGH getestet
badge test-winner none none none none best-price-performance
Ranking
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Produktname AMD Ryzen 9 5950X Box* AMD Ryzen 9 5900X* AMD Ryzen 7 5800X* AMD Ryzen 9 3950X* Intel Core i9-10900K* Intel Core i9-10850K* AMD Ryzen 5 5600X* AMD Ryzen 9 3900XT * AMD Ryzen 9 3900X* Intel Core i7-10700K* Intel Core i9-10900* AMD Ryzen 7 3800XT* AMD Ryzen 7 3800X* AMD Ryzen 7 3700X* Intel Core i9-9900K* Intel Core i5-10600K* AMD Ryzen 5 3600XT* AMD Ryzen 5 3600* Intel Core i5-10400F*
Hersteller AMD AMD AMD AMD Intel Intel AMD AMD AMD Intel Intel AMD AMD AMD Intel Intel AMD AMD Intel
asin B0815Y8J9N B08164VTWH B0815XFSGK B07ZTYKLZW B0883NZC43 B08DHRG2X9 B08166SLDF B089WD454D B07SXMZLP9 B0883P8CNM B0883P56BM B089WCXZJC B07SXMZLPJ B07SXMZLPK B005404P9I B0883NTLXM B089WC4VWF B07STGGQ18 B0883PYCB4
gtin 000 0730143312738 0730143312714 0730143311809 5032037188623 0735858459273 0730143312042 0730143312257 0730143309950 5032037188609 5032037189163 0730143312264 0730143309899 0730143309974 0735858392426 5032037188647 0730143312646 8330000187619 5032037187077
Note
WERTUNG: 1,46
WERTUNG: 1,75
WERTUNG: 1,93
WERTUNG: 2,06
WERTUNG: 2,07
WERTUNG: 2,09
WERTUNG: 2,10
WERTUNG: 2,24
WERTUNG: 2,25
WERTUNG: 2,27
WERTUNG: 2,44
WERTUNG: 2,44
WERTUNG: 2,47
WERTUNG: 2,50
WERTUNG: 2,52
WERTUNG: 2,56
WERTUNG: 2,59
WERTUNG: 2,66
WERTUNG: 2,72
Amazon-Kundenbewertung
Leistung* 100 %/100 % 98,4 %/81,0 % 96,9 %/59,8 % 78,1 %/89,1 % 89,3 %/59,6 % 88,5%/58,6% 92,7 %/44,5 % 78,0 %/71,3 % 77,4 %/70,8 % 85,0 %/47,8 % 87,0 %/42,7 % 77,3 %/50,7 % 76,3 %/49 % 75,3 %/47,7 % 78,6 %/43,2 % 75,3 %/35,6 % 75,2 %/39,6 % 71,4 %/36,9 % 72,0 %/31,6 %
Leistungsaufnahme (F1 2020/Doom/Star Wars)** 113/132/119 Watt 96/111/97 Watt 76/88/74 Watt 80/97/80 Watt 66/86/58 Watt 65/86/59 Watt 54/64/52 Watt 80/93/83 Watt 75/89/74 Watt 56/72/53 Watt 58/65/53 Watt 67/75/66 Watt 60/69/58 Watt 57/67/55 Watt 71/91/64 Watt 43/54/39 Watt 60/67/58 Watt 50/56/48 Watt 30/35/28 Watt
Kerne 16c/32t 12c/24t 8c/16t 16c/32t 10c/20t 10c/20t 6c/12t 12c/24t 12c/24t 8c/16t 10c/20t 8c/16t 8c/16t 8c/16t 8c/16t 6c/12t 6c/12t 6c/12t 6c/12t
Grafik - - - - Comet Lake GT2 Comet Lake GT2 - - - Comet Lake GT2 Comet Lake GT2 - - - UHD 630 Comet Lake GT2 - - -
Basis-Takt 3,4 GHz (4,65-4,9 GHz) 3,7 GHz (4,65-4,8 GHz) 3,8 GHz (4,7-4,85 GHz) 3,5 GHz (4,25-4,7 GHz) 3,7 GHz (4,9-5,3 GHz) 3,6 GHz (4,8-5,2 GHz) 3,7 GHz (4,65-4,6 GHz) 3,8 GHz (4,25-4,7 GHz) 3,8 GHz (4,3-4,6 GHz) 3,8 GHz (4,7-5,1 GHz) 2,8 GHz (4,3-5,2 GHz) 3,9 GHz (4,5-4,7 GHz) 3,9 GHz (4,15-4,5 GHz) 3,6 GHz (4-4,4 GHz) 3,6 GHz (4,7-5 GHz) 4,1 GHz (4,5-4,8 GHz) 3,8 GHz (4,45-4,5 GHz) 3,6 GHz (4,05-4,2 GHz) 2,9 GHz (4-4,3 GHz)
Prozess 7 nm 7 nm 7 nm 7 nm 14 nm 14 nm 7 nm 7 nm 7 nm 14 nm 14 nm 7 nm 7 nm 7 nm 14 nm 14 nm 7 nm 7 nm 14 nm
RAM (max.) 2× DDR4-3200 2× DDR4-3200 2× DDR4-3200 2× DDR4-3200 2× DDR4-2933 2× DDR4-2933 2× DDR4-3200 2× DDR4-3200 2× DDR4-3200 2× DDR4-2933 2× DDR4-2933 2× DDR4-3200 2× DDR4-3200 2× DDR4-3200 2× DDR4-2666 2× DDR4-2666 2× DDR4-3200 2× DDR4-3200 2× DDR4-2666
Sockel AM4 AM4 AM4 AM4 1200 1200 AM4 AM4 AM4 1200 1200 AM4 AM4 AM4 1151 v2 1200 AM4 AM4 1200
Vorteile
  • Schnellste Desktop-CPU
  • Sehr hohe Leistung in Spielen & Anwendungen
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Mit 12 Kernen zukunftssicher
  • Schnellster Achtkerner
  • Niedrigste Latenzen bei Ryzen 5000
  • Hohe Anwendungsleistung
  • PCIe 4.0
  • Beste Spieleleistung
  • Gefühlt gleich schnell wie 10900K
  • Offener Multiplikator
  • besseres P/L-Verhältnis als 10900K
  • Schneller als Intels 10900K
  • Sparsam
  • Sehr effizient
  • Gute Leistung in Spielen
  • Mit 12 Kernen zukunftssicher
  • Beste Gesamtleistung
  • Neueste CPU-Generation
  • Offener Multiplikator
  • Effizienter als 9900K
  • In Spielen sehr schnell
  • Sehr effizient (nur 65 Watt TDP)
  • Top Boost-Verhalten
  • Gute Leistung in Spielen
  • Gute Leistung in Spielen
  • Niedrig im Verbrauch
  • Sehr hohe Performance
  • Schnellster Hexacore
  • Gute Spieleleistung
  • Schnellster Zen-Hexa
  • Niedriger Verbrauch
  • Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Hohe Spieleleistung
Nachteile
  • Hohe Leistungsaufnahme
  • Keine
  • Preis im Vergleich zu 9 5900X etwas hoch
  • Keine
  • Nur PCIe 3.0
  • Nur PCI-E 3.0
  • Schlechter übertaktbar als 10900K
  • Im Vergleich zu teuer
  • Hoher Verbrauch
  • Keine
  • Schlechte Inter-Core-Latenz möglich, da 10-Core-Die
  • Kein offener Multiplikator
  • Keine
  • Mit 8 Kernen bei Anwendungen nicht mehr zukunftssicher
  • Nur befriedigende Leistung in Anwendungen
  • Starke Hitze-Entwicklung
  • Gegenüber 10700K ineffizient
  • Für Anwendungen nicht mehr zukunftssicher
  • Keine
  • Keine
Angebote

* Normierte, gewichtete Leistung in Spielen/Anwendungen **CPU-Package Power in Watt (Ø Spiele/Ø Anwendungen)

Intel Core Comet-Lake

Die 10. Generation Intel-Prozessoren ist da. Natürlich wollen Sie nun wissen, ob sich der Kauf einer der brandneuen CPUs und eines passenden Z490-Mainboards für Sie lohnt. 

CPU Intel: Core i-10000/10th Generation - von PCGH getestet
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Ranking
1. Platz
2. Platz
3. Platz
4. Platz
5. Platz
6. Platz
Produktname Intel Core i9-10900K* Intel Core i9-10850K* Intel Core i7-10700K* Intel Core i9-10900* Intel Core i5-10600K* Intel Core i5-10400F*
Hersteller Intel Intel Intel Intel Intel Intel
asin B0883NZC43 B08DHRG2X9 B0883P8CNM B0883P56BM B0883NTLXM B0883PYCB4
gtin 5032037188623 0735858459273 5032037188609 5032037189163 5032037188647 5032037187077
Note
WERTUNG: 2,07
WERTUNG: 2,09
WERTUNG: 2,27
WERTUNG: 2,44
WERTUNG: 2,56
WERTUNG: 2,72
Amazon-Kundenbewertung
Leistung** 89,3 %/59,6 % 88,5 %/58,6 % 85,0 %/47,8 % 87,0 %/42,7 % 75,3 %/35,6 % 72,0 %/31,6 %
Stromverbrauch 66/86/58 Watt 65/86/59 Watt 10/66/65/71 Watt 58/65/53 Watt 43/54/39 Watt 30/35/28 Watt
Kerne 10c/20t 10c/20t 8c/16t 10c/20t 6c/12t 6c/12t,
Grafik Comet Lake GT2 Comet Lake GT2 Comet Lake GT2 Comet Lake GT2 Comet Lake GT2 -
Basistakt 3,7 GHz + Turbo 3,6 GHz (4,8-5,2 GHz) 3,8 GHz + Turbo 2,8 GHz (4,3-5,2 GHz) 4,1 GHz (4,5-4,8 GHz) 2,9 GHz (4-4,3 GHz)
Prozess 14 nm 14 nm 14 nm 14 nm 14 nm 14 nm
RAM (max.) 2× DDR4-2933 2× DDR4-2933 2× DDR4-2933 2× DDR4-2933 2× DDR4-2666 2× DDR4-2666
Sockel 1200 1200 1200 1200 1200 1200
Vorteile
  • Gute Spieleleistung
  • Gefühlt gleich schnell wie 10900K
  • Offener Multiplikator
  • besseres P/L-Verhältnis als 10900K
  • 9900K-Leistung
  • In Spielen sehr schnell
  • Sehr effizient
  • Sehr schneller Hexacore
  • Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Gute Spieleleistung
Nachteile
  • Nur PCIe 3.0
  • Nur PCI-E 3.0
  • Schlechter übertaktbar als 10900K
  • Lässt Neues vermissen
  • Kein offener Multiplikator
  • Gegenüber 10700K ineffizient
  • Keine
Angebote

** Normierte, gewichtete Leistung in Spielen/Anwendungen

CPU – was ist das?

CPU ist die Kurzform von Central Processing Unit, auf Deutsch der Hauptprozessor oder kurz Prozessor. Die CPU ist sozusagen das Herz des PCs und sitzt auf dem Mainboard. Sie berechnet und steuert alle wichtigen Vorgänge im Computer. Öffnet man ein Programm, berechnet der Prozessor dessen Ausführung und wann was auf dem Bildschirm erscheint. 

Während der Anwender beispielsweise ein Spiel laufen lässt, werden permanent Parameter wie Maus- und Tastatureingaben abgefragt, Daten aus dem Speicher geholt, verarbeitet, an die Grafikkarte gesendet oder zurückgeschrieben und viele weitere Aufgaben erledigt. 

Passend dazu: Grafikkarten-Vergleich: So finden Sie die beste GPU

Die Befehle, die von der CPU ausgegeben werden, werden ausschließlich über 0 und 1 geschaltet (Binärsystem, quasi eine eigene technische Sprache, welche vom Betriebssystem jeweils übersetzt wird – in Befehle für die CPU einerseits, in sichtbare Programmausführung andererseits). Jede 0 oder 1 ist ein Schaltvorgang, wie viele davon pro Sekunde stattfinden, kann man an der Taktfrequenz ablesen.

Intel-Prozessoren oder AMD-Prozessoren?

Intel und AMD teilen sich den Prozessoren-Markt mit ihren CPUs Intel Core beziehungsweise AMD Ryzen (ab und an tauchen noch die älteren AMD Athlon auf). Für den Käufer stellt sich natürlich die Frage, welcher Halbleiterhersteller mit seinen Produkten eher seinen Wünschen entspricht. Prinzipiell können beide CPU-Architekturen ausreichend Leistung für fast alle Anwendungsfälle inklusive Spielen liefern. Die Entscheidung, ob Intel-CPU oder AMD-CPU, hängt tatsächlich maßgeblich vom Budget und den persönlichen Vorlieben sowie den Anforderungen an die Plattform ab.

AMD-Ryzen-CPUs beispielsweise lassen sich bei entsprechendem Mainboard allesamt übertakten, was bei Intel-Prozessoren nur bei jenen der K-Modelle sinnvoll möglich ist. Auf der anderen Seite sind Intel-CPUs bei Spielen im Regelfall einen Tick flotter, während Ryzen-CPUs eher bei Anwendungen punkten. Wie gut welche Prozessoren im Vergleich aktuell sind, können Sie unserer Prozessoren-Rangliste entnehmen. Detaillierte Benchmarks sowie einen Leistungsindex zum direkten Vergleich aktueller Prozessoren finden Sie in der Benchmark-Bestenliste der PC Games Hardware.

Welche Sockel gibt es?

CPU: Beispielbild für CPU im Sockel auf Mainboard Quelle: PC Games Hardware
Der Prozessor sitzt auf dem Mainboard und dort wiederum auf dem passenden Sockel.

Der Sockel ist der Platz auf dem Mainboard, auf welchem der Prozessor angebracht wird und so mit allen weiteren Komponenten des PCs in Verbindung tritt. Derzeit gibt es sechs aktuelle Sockel, die für unterschiedliche CPUs geeignet sind: 

  • Sockel 1151 (Intel, Standard-Sockel)
  • Sockel 1200 (Intel, Sockel 10th Generation)
  • Sockel AM4 (AMD, Standard-Sockel)
  • Sockel 2066 (Intel, Enthusiasten-Sockel)
  • Sockel TR4 (AMD, Enthusiasten-Sockel)
  • Sockel TRX4 (AMD, Enthusiasten-Sockel)

Wer also eine neue CPU kauft, der sollte sich vorher schlau machen, über welchen Sockel sein Mainboard verfügt. Kauft man CPU und Mainboard neu, kann man sich das passende Mainboard zur favorisierten CPU kaufen. Die Angabe, für welchen Sockel der Prozessor geeignet ist, findet sich meist schon direkt in Klammern hinter den Produktnamen (bei Online-Käufen), in jedem Fall aber unter den wichtigsten Angaben neben Taktung und Kern-Anzahl. Die besten Mainboards finden Sie in unserem Mainboard-Ratgeber.

CPU-Kauf: Wichtige Tipps

Grundsätzlich sollten Sie keine Desktop-CPU mit weniger als vier Kernen kaufen. Was sich in unseren Tests schon seit Langem zeigt, machen nun immer mehr Spiele zu einem Fixpunkt, indem sie den Spielstart verweigern. Ähnliches gilt bei Prozessoren mit einer sehr hohen Kernzahl, wie etwa Intels Xeons oder AMDs Ryzen-Threadripper-Prozessoren, deren Unterstützung Microsoft Windows 10 immerhin langsam beibringt. Alltagsprogramme kommen meist bei einer hohen Kernzahl durcheinander und auch das normale „User-Windows“ kommt damit nicht ganz so gut zurecht. AMD bietet hier aber mit dem Ryzen-Master-Tool eine recht einfache Möglichkeit, die Kernanzahl und vieles mehr an seine Bedürfnisse anzupassen. Bei Intel gibt es kein ähnliches Tool, hier muss vieles noch manuell angepasst werden.

Grundsätzlich raten wir auch vom Kauf älterer Core-Modelle (alles bis zur 7000er-Reihe) und AMDs FX-Prozessoren ab. Diese CPUs mögen rein faktisch noch genügend Leistung an den Tag legen, jedoch sind die verwendeten Architekturen meistens veraltet und entsprechende Hardware (Mainboards, DDR3-Riegel etc.) ist nur noch schwer zu bekommen.

Zwei Intel-CPUs PC Games Hardware
Comet-Lake ist die neueste und insgesamt 10. Generation Prozessoren aus dem Hause Intel. 2019 hatte AMD die Ryzen 3000er-Serie an den Start geschickt und Intel an vielen Punkten überholt - nun darf man also gespannt sein, ob AMD bald schon die nächste Generation ankündigt, um Intel wieder zu übertrumpfen.

Wie wirkt sich die CPU auf Spiele und Anwendungen aus?

PC-Spiele

Auf dem Prozessor laufen die grundlegenden Berechnungen, welche die Grafikkarte erst mit Daten versorgen. Der Prozessor lädt nämlich unter anderem die Leveldaten in einem Spiel. Ist er also zu langsam, kann die Grafikkarte daher noch so schnell sein, eine langsame CPU wird sie ausbremsen und Sie werden weiterhin mit zu niedrigen Fps-Zahlen (Frames per Second: Die Anzahl der Bilder, welche je Sekunde an den Bildschirm geschickt werden. Ist sie zu niedrig, wird das Bild ruckelig, bei einem schnellen Shooter beispielsweise sollte die mindestens erreichte Fps-Zahl bei 90 liegen) zu kämpfen haben – schlichtweg, weil die CPU der Grafikkarte den Aufbau des nächsten Bildes vergleichsweise im Schneckentempo mitteilt. Diese auch als CPU-Limit bezeichnete Bremswirkung wird umso stärker sichtbar, je größer der Leistungsunterschied zwischen Prozessor und Grafikkarte ist.

Wer also neue und möglicherweise rasante sowie grafisch anspruchsvolle Spiele spielen will, der sollte darauf achten, dass der Prozessor seines PCs dem gewachsen ist. Wichtig ist auch, dass es hierbei vor allem um die Höhe der Taktfrequenz geht – die meisten Spiele arbeiten, ganz gleich, wie viele Kerne Ihr Prozessor besitzt, am besten mit acht Kernen.

Programme & Anwendungen

Wer seinen PC hauptsächlich für rechenintensive Anwendungen wie beispielsweise Bildbearbeitungsprogramme nutzt, für den sehen die Kriterien anders aus. Für Anwendungen ist die Leistung der Grafikkarte wenig oder gar nicht relevant, daher kann es hier nicht zu der oben beschriebenen Bremswirkung kommen. Moderne Programme aber profitieren von einer höheren Kern-Zahl, da sie darauf ausgelegt sind, diese Leistung auch zu nutzen.

Im Gegensatz zu Spielen, bei welchen eine zu niedrige Fps-Zahl schlimmstenfalls zur Unspielbarkeit führt, ist bei Anwendungen ein besserer oder schlechterer Prozessor hauptsächlich eine Frage der Geduld des Nutzers: Je langsamer der Prozessor mit der Berechnung einzelner Arbeitsschritte hinterherkommt, desto höher ist die Wartezeit für denjenigen, der mit dem Programm arbeitet. Im geschäftlichen Bereich können längere oder kürzere Wartezeiten bei der Ausführung von Programmen freilich direkte finanzielle Auswirkungen haben – ein Punkt, der nicht außer Acht zu lassen ist. Selbstverständlich wird eine über die Maßen unzureichende CPU auch bei Anwendungen – wenn diese brandneu sind und einen hohen Rechenaufwand erfordern – irgendwann dazu führen, dass sich diese nicht mehr flüssig und damit nicht zielführend bedienen lassen.

Die besten CPUs: unsere Testsieger im Detail

Der Testsieger, AMD

Der AMD Ryzen 9 5950X ist das derzeit absolut konkurrenzlose CPU-Topmodell.

984 Bewertungen*
(Amazon-Kundenbewertungen)
  • Beste Desktop-CPU
  • Hohe Leistungsaufnahme
Der Ryzen 9 5950X kommt mit 16 Kernen, 32 Threads und mit bis zu 4,9 GHz Singlecore-Boost. Die TDP ist mit 105 Watt zum Vorgänger Ryzen 9 3950X identisch geblieben. Der Ryzen 9 5950X ist eine CPU, die nahezu jeder Aufgabe gewachsen ist, völlig gleich ob Sie nur damit spielen oder auch arbeiten möchten. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger, setzt sich der 16-Kerner messbar vom nächstkleineren Modell ab. Das hat die CPU dem sehr hohen Singlecore-Boost von mindestens 4,9 GHz zu verdanken. Dieser äußerte sich im Test zu unserer Überraschung sehr optimistisch und lag 150 MHz über dem angegebenen Limit von AMD. Wir konnten laut den Analyse-Tools also tatsächlich 5,05 GHz auf einem Kern ablesen. Der Allcore-Boost hingegen hängt von der Last ab und ist in Anwendungen in der Regel etwas niedriger als bei modernen PC-Spielen. Dieser Boost wird gewöhnlich von der TDP und/oder der Maximal- Temperatur limitiert, welche beim 5950X bei 95 °C liegt. Die 16 verbauten Kerne sind durstig, von allen Zen 3 benötigt das Topmodell auch die meiste Energie. Insgesamt erhalten Sie mit dem Ryzen 9 5950X jedoch das Beste, was Zen 3 derzeit zu bieten hat.
Fazit: Die beste CPU auf dem Markt

Der Preis-Leistungs-Sieger, AMD

Der AMD Ryzen 5 3600 ist der günstigste Einstieg in die neue Generation der Zen2-Prozessoren.

22.149 Bewertungen*
(Amazon-Kundenbewertungen)
  • Neueste CPU-Generation
  • Niedriger Verbrauch
  • Keine
Mit diesem Prozessor bekommt man AMDs neueste Technologie zum kleinsten Preis. Der Ryzen 5 3600 mit 6 Kernen/12 Threads erreicht in unserem Leistungsindex für PC-Spiele 89,3 Prozent - damit kann man sich sicher sein, dass man auch bei nagelneuen Spielen ganz oben mit dabei ist. Im Leistungsindex Anwendungen schafft der Ryzen 5 3600 immerhin 59,1 Prozent und liegt damit im Bereich "ordentliche Leistung". Zukunftssicher in Bezug auf Anwendungen ist er mit 6c/12t aber nicht - Zocker können sich indes noch länger zufrieden zurücklehnen.
Fazit: Viel Leistung für wenig Geld - der Ryzen 5 3600 verdient den Titel Preis-Leistungs-Sieger.

Der Testsieger, Intel

Der Intel Core i9-10900K ist das Top-Modell der Comet-Lake-S-Serie.

104 Bewertungen*
(Amazon-Kundenbewertungen)
  • Gute Spieleleistung
  • Nur PCIe 3.0
Die CPU verfügt über zehn native Kerne, welche per HT bis zu 20 Threads bereitstellen können. Der Basistakt liegt bei (bis zu) 3,7 GHz und per speziellem Thermal Velocity Boost sind bis zu 5,3 GHz Single-Core und bis zu 4,9 GHz All-Core möglich. Dieser neuartige Boost kommt zum ersten Mal bei Desktop-Prozessoren zum Einsatz und der Core i9- 10900(K/F) ist die einzige CPU im kompletten Comet-Lake-S-Portfolio, die über diesen verfügt. Intel stellt klar, dass bei längerer Belastung der CPU die Taktraten geringer ausfallen werden. Die TDP des Core i9- 10900K liegt bei 125 Watt. Der Prozessor liefert die aktuell beste Leistung in Spielen: Absolut beeindruckend ist die Leistung des Core i9-10900K in Anno 1800. Das Aufbauspiel von Ubisoft zeigt den Best-Case auf, wenn es um Single- Core-Optimierung und CPU-interne niedrige Latenzen geht. Doch es gibt freilich auch Ausnahmen wie Total War Three Kingdoms oder The Witcher 3, die mit mehr als acht Kernen nichts mehr anfangen können.
Fazit: Die derzeit beste CPU für Zocker - und unser Testsieger

Der Preis-Leistungs-Sieger, Intel

Der i5-10400F ist ein feiner Intel-Prozessor für den Mainstream-Nutzer.

188 Bewertungen*
(Amazon-Kundenbewertungen)
  • Schnellster Hexacore
  • Im Vergleich zum i7-10700K ineffizient
Die Achillesferse des Core i5-9400F war das fehlende SMT, was den Prozessor in Anwendungen und einigen Spielen langsam machte. Genau hier setzt der neue Core i5-10400F an. Mit SMT, 300 MHz mehr Takt im Allcore- Boost und 200 MHz mehr Takt im Singlecore-Boost, wird der Core i5-10400F konkurrenzfähig zum AMD Ryzen 5 3600. Auch preislich unterscheiden sich die beiden CPUs nicht wesentlich voneinander. Beachten Sie, dass Sie die CPU nicht übertakten dürfen, da es sich nicht um ein Modell mit K-Suffix handelt. Das bedeutet natürlich auch, dass Sie nicht zwingend in ein teures Mainboard mit Z490-Chipsatz investieren müssen, außer Sie möchten den 10400F mithilfe von schnellerem Arbeitsspeicher etwas auf die Sprünge helfen. Mit einer TDP von nur 65 Watt und ohne iGP agiert die CPU sehr effizient und eignet sich am besten für reine Spiele-PCs. Auch ein Core i5- 10400F darf boosten, laut Intel bis zu 28 Sekunden auf eine TDP-Spanne bis 134 Watt. Im Test hatte die CPU allerdings Mühe und Not, die Hälfte davon zu erreichen, zumindest auf Spiele bezogen. Gegenüber dem Core i7-10700K fühlt sich der Core i5-10400F viel eher nach einer neuen CPU an, da Schwächen des direkten Vorgängers angegangen und beseitigt wurden. Im Vergleich ist ein Core i5-10400F ein minimal besserer Core i7-8700K, aber nur wenn man die OC-Fähigkeiten des 8700K ausblendet.
Fazit: Flotter 6-Kerner zum kleinen Preis - unser Intel-Preis-Leistungs-Sieger