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Yamaha YH-E700B im Test

Advanced Listening, Advanced ANC: In den Yamaha YH-E700B steckt jede Menge Akustik-Technologie, um dem Nutzer ein möglichst perfektes Hörerlebnis zu bieten.

Die Over-Ear-Kopfhörer Yamaha YH-E700B in der farblichen Ausführung Schwarz vor weißem Hintergrund.
Quelle. Yamaha

Yamaha ist jedem, der etwas mit Musik zu tun hat, ein Begriff. Tatsächlich liegen selbst die Ursprünge der japanischen Firma im Jahr 1887 in Musikinstrumenten, beginnend mit einem Harmonium, einem orgelähnlichen Tasteninstrument. Fast jeder Musiker hatte vermutlich schon einmal ein vor einem Yamaha-Keyboard oder -Klavier gesessen, oder eines der vielen anderen Musikinstrumente des Herstellers gespielt. Damit Sie den Sound nicht nur mit Yamahas Instrumenten kreieren, sondern auch wirklich genießen können, gehören auch hochwertige Kopfhörer zum Portfolio der Japaner. Wir haben den Yamaha YH-E700B für Sie getestet.

Yamaha YH-E700B: Technische Details & Inbetriebnahme

Yamaha YH-E700B kabellose Over-Ear Kopfhörer in Schwarz-1

Unsere Wertung

YAMAHA YH-E700B

Vorteile
  • Klarer, neutraler Klang
  • Einfache Bedienung
  • Listening Optimizer
Nachteile
  • Sitzen etwas streng auf dem Kiefergelenk
Weitere Händler

Technische Details

  • Bauweise: geschlossen, Over-Ear
  • Verbindungsart: Bluetooth 5.2
  • Empfindlichkeit: n.a.
  • Impedanz: n.a.
  • Treiber: 40 mm
  • Frequenzbereich: 8 Hz – 20 kHz
  • Mikrofon/Telefonie: ja
  • Akku: bis zu 32 Stunden
  • Gewicht: 335 Gramm
  • ANC: Ja
  • Material: Kunststoff/Kunstleder
  • Sonstiges: Listening Optimizer, Ambient-Aware-Modus, App-Steuerung möglich, Sprachassistent (Apple Siri, Google Assistant)
  • Lieferumfang: Yamaha YH-E700B, Klinke zu Klinke 3,5mm, USB-A zu USB-C Ladekabel, Hülle, Flight Adapter

Inbetriebnahme

Da es sich bei den Yamaha YH-E700B grundsätzlich um kabellose Bluetooth-Kopfhörer handelt, beginnt die Inbetriebnahme mit dem Laden des Akkus. Hierfür liegt den Over-Ear-Kopfhörern ein USB-C- auf USB-A-Kabel bei, ein passender Netzadapter ist nicht inbegriffen, wohl aber einer für das Laden im Flugzeug. Natürlich können Sie die Yamaha YH-E700B auch über das beiliegende Klinke-Kabel anschließen und mit Strom versorgen.

Das Pairing aktivieren Sie mittels des On-/Off-Buttons am rechten Ohrhörer. Den müssen Sie beim ersten Mal so lange drücken, bis die kleine LED-Lampe nicht nur Blau, sondern Blau und Rot abwechselnd blinkt. Nun erscheint der Kopfhörer in der Bluetooth-Liste Ihres Geräts, beispielsweise des Smartphones. Verbinden auswählen und schon können Sie die Yamaha YH-E700B nutzen.

Für den, der mag, gibt es übrigens auch eine App, den passenden QR-Code finden Sie auf der Rückseite der Verpackung. Diese nennt sich Yamaha Headphone Control und gibt Ihnen ein paar zusätzliche Einstellungsmöglichkeiten, insbesondere Equalizer-Profile. Das Schöne an der App ist, dass man sich hierfür nicht registrieren muss. Einfach auf das Smartphone herunterladen, mit den Yamaha YH-E700B verbinden und fertig. Auf die Inhalte der Yamaha Headphone Control App gehen wir weiter unten näher ein.


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Yamaha YH-E700B: Soundqualität

In die Soundqualität steckt Yamaha extrem viel Aufwand und Technik – und das hört man auch. Wenn man an den ab Werk hinterlegten Einstellungen nichts ändert, also kein EQ-Profil per App drüberstülpt, ist der Sound der Yamaha YH-E700B absolut neutral und darauf ausgelegt, die Musik in keiner Weise eigenwillig zu betonen oder zu verfälschen.

Yamaha möchte bewerkstelligen, dass die Musik exakt so wiedergegeben wird, wie vom Künstler beabsichtigt und nutzt hierfür unter anderem auch den hauseigenen Listening Optimizer. Der funktioniert, grob gesagt, so: Ein spezielles Mikrofon in den Kopfhörern misst den Klang im Ohr, der durch das individuell aufgebaute Ohr sowie den Sitz der Ohrpolster auf diesem von Mensch zu Mensch variiert. Anhand dieser Messungen korrigiert der Listening Optimizer die Tonausgabe entsprechend so, dass der Sound perfekt im Ohr ankommt.

Gleichzeitig kommen weitere nach außen gerichtete Mikrofone zum Einsatz. Diese gehören zu Advanced Listening Care und Advanced Noise Cancelling. Die Messungen und intelligente Nutzung derselben bewirken, dass Störgeräusche von außerhalb minimiert und zugleich die Musik/Inhalte automatisch angepasst werden, sodass das Ergebnis bestmöglich im Ohr ankommt, ohne dass der Nutzer die Lautstärke zu hoch einstellen muss.

Das ANC funktioniert gut – zumindest bis zu einem gewissen Punkt. Das Dauergeräusch eines fahrenden Zuges zaubert es nicht ganz weg. Dafür der gesamte Sound bei aktiviertem ANC deutlich an Volumen – ein Effekt, der bei Active Noise Cancelling quasi zum Alltag gehört.

In der App kann man das zugrundeliegende Equalizer-Profil verändern. Hier gibt es ein paar Presets zur Auswahl sowie zwei Slots für eigene EQs. Egal, ob vorgefertigt oder selbst eingestellt, man muss wirklich sehr genau hinhören, um die veränderte Gewichtung von Bässen, Höhen oder dem Vocal-Bereich zu bemerken. Es handelt sich um feinste Unterschiede und ganz klar, wer einfach noch etwas mehr Bass möchte, der bekommt hier seine kleine Extraportion dazu.

Aber irgendwie fühlt es sich an, als sei das letztlich gar nicht unbedingt gewollt. Das absolute Motto von Yamaha, auch bezüglich der Yamaha YH-E700B ist „Musik wie vom Künstler beabsichtigt“. Das Herumschrauben mittels EQ passt da einfach nicht ganz dazu und ist eigentlich auch bei diesen Kopfhörern nicht nötig.

Denn: Die Yamaha YH-E700B liefern, so weit es Kopfhörern nur möglich ist, eben genau das, was Yamaha bezweckt, nämlich astreinen und authentischen Klang, so detailliert, dass man sogar bei manch‘ einem Klavierstück das Betätigen des Pedals am Piano hören kann. Gerade dann, wenn man die Yamaha YH-E700B ohne aktiviertes ANC für den Musikgenuss zu Hause nutzt, können sich die ganze Qualität und die massive Technik wahrhaft entfalten und für ein hervorragendes und hochwertiges Hörerlebnis sorgen.

Ein schwarz-weißes Bild von einer Katze mit Kopfhörern auf. Darüber der Text "Alles zum Thema Kopfhörer". Der Link hinter dem Bild führt zur Themenseite Kopfhörer.

Low-Latency-Modus für Gamer

HiFi-Kopfhörer, die per Bluetooth an PC oder Konsole angeschlossen werden, haben beim Gaming oft das Problem, dass zwischen dem, was auf dem Bildschirm passiert und dem passenden Sound im Ohr ein Bruchteil einer Sekunde eine auch als Latenz bezeichnete Verschiebung herrscht. Dies basiert letztlich auf der Codierung (Codec), mit der die Daten vom Bluetooth-Gerät zum Kopfhörer geschickt werden. In der Übertragung von Ton über Bluetooth gibt es verschiedene dieser Codecs, an die letztlich die Klangqualität, ein Zusammenspiel aus Samplingtiefe, Abtastrate und Bandbreite geknüpft ist. Je höher die Bandbreite des Codecs ausfällt, desto besser ist in der Regel auch die letztliche Soundqualität, aber auch die Latenz, also die Zeit, die es braucht, bis das Signal von PC/Smartphone/Konsole in den Kopfhörer und dort in Musik umgewandelt in unseren Ohren landet. 

Vereinfacht gesagt: Je hochwertiger und damit umfangreicher die Daten sind, desto länger benötigt ihr Transport.

Hören wir Musik, fallen uns die Millisekunden zwischen Tonausgabe und Toneingang nicht auf. Zocken wir aber, fällt der Versatz zwischen Bildschirm und Ohr sehr schnell auf und ist auf Dauer nicht nur unpraktisch, sondern auch tierisch unangenehm.

Deswegen setzen manche Hersteller auf die Möglichkeit des Low Latency Sounds. Hier wird der Codec gewechselt, die Klangqualität ein wenig runtergefahren und dafür ist die Übertragung latenzfrei. Auge und Ohr nehmen die Geschehnisse auf dem Bildschirm synchron wahr.

Bei den Yamaha YH-E700B können Sie in der App oder Knopfdruck am Ohrhöhrer den Low Latency Mode aktivieren und schon können Sie von Musikgenuss oder Telefonat nahtlos zum Gaming und wieder zurückwechseln, ohne die Kopfhörer abnehmen zu müssen. 

Latenzfrei ist übrigens auch die Nutzung des mitgelieferten 3,5-mm-Klinke-Kabels. Wer also nicht mit Bluetooth arbeiten möchte, der kann die Yamaha YH-E700B auch so ganz wunderbar beispielsweise mit einer Nintendo Switch oder dem Audioausgang des PCs verbinden. Während der Koppelung über Klinke wird jede Bluetooth-Verbindung abgebrochen.

(Quelle: PCGH Ratgeber)

Yamaha YH-E700B: Tragekomfort und Material

Yamaha macht keine Angaben zum verwendeten Material, aber es lässt sich auch so gut erkennen, dass es sich um Kunststoff und Kunstleder handelt. Beides fühlt sich wertig an und sieht einigermaßen edel aus. Wobei wir uns bis zuletzt beim Design der Kunststoffteile nicht ganz entscheiden konnten, ob wir die matte, mit unzähligen leicht glänzenden Fleckchen versehene Optik schick oder seltsam finden sollen. Warum? Weil unser erster Gedanke war, dass die Kopfhörer schmutzig sind.

Kennen Sie das, wenn man ein Auto versehentlich unter einer Linde parkt und der Wagen dann mit Millionen von Sirup-Sprenklern übersäht ist? Das war unsere erste Assoziation. Aber selbstverständlich ist Design auch immer eine persönliche Geschmacksfrage.

Mit 335 Gramm liegen die Yamaha YH-E700B in der mittleren Gewichtsklasse und können sich für empfindliche Träger nach einer Weile schwer anfühlen – das wird durch den recht engen Sitz verstärkt. Die Kopfpolsterung ist ok, zieht sich aber nur über die obersten 10 Zentimeter, die direkt auf dem Kopf aufliegen.

In der Summe sitzen die Yamaha YH-E700B fest auf den Ohren, was letztlich auch für das Funktionieren der verbauten Techniken wie Listening Optimizer und advanced ANC wichtig ist. Manch‘ einen könnte der schwer und fest wirkende Sitz auf Dauer stören.

Yamaha YH-E700B: Steuerung und App

Die Yamaha YH-E700B kann man zum einen mittels der Knöpfe an den beiden Ohrhörern steuern. Optional ist es aber auch möglich, alle Einstellungen über die App Yamaha Headphone Control vorzunehmen. Tatsächlich bietet die App sogar die zusätzliche Möglichkeit, EQ-Profile zu ändern.

Zunächst wollen wir aber auf die Steuerung per Buttons eingehen. Die ist recht übersichtlich und unkompliziert und geht entsprechend schnell in Fleisch und Blut über. Es gibt exakt vier Knöpfe, drei am rechten Ohrhöhrer und einen am linken. Der Linke schaltet die Modi durch, also Umgebungsgeräusche verstärkt, Active Noise Cancelling oder Normal beziehungsweise bei Doppelklick wird der Gaming-Modus aktiviert.

Rechts befindet sich der Ein/Aus-Knopf, der auch für die Bluetooth-Verbindung sowie das Annehmen und Auflegen von Telefonaten zuständig ist. Die zwei kleineren Buttons kümmern sich um Lauter/Leiser sowie bei langem Drücken um Vor und Zurück. Wie gesagt: Yamaha macht es dem Nutzer leicht und setzt auf wenige Knöpfe und eine Nutzbarkeit mit lang oder kurz drücken, bei der man nichts falsch machen kann.

Das Durchschalten zwischen den Modi ist übrigens auch in der Yamaha Headphone Connect App möglich. Dort können Sie auch den Listening Optimizer und die Advanced Listening Care deaktivieren, was im Regelfall aber nur dann Sinn ergibt, wenn Sie Akku sparen wollen. Ebenfalls eine ausschließlich in der App hinterlegte Funktion ist die Möglichkeit, ein anderes Equalizer-Profil als das ab Werk hinterlegte zu wählen oder selbst zu kreieren. Wie aber oben unter Soundqualität beschrieben, sind die Unterschiede zwischen den EQ-Profilen wirklich minimal. Wenn Sie also keine Lust auf App haben, kommen Sie gut ohne sie klar.

(Quelle: Yamaha)

Testergebnis Yamaha YH-E700B

In den Yamaha YH-E700B steckt extrem viel Aufwand, um dem Nutzer ein hochwertiges und musikalisch möglichst unverfälschtes Hörerlebnis zu bescheren – und der lohnt sich tatsächlich auch. Gerade bei vielschichtigen, möglicherweise klassischen, Musikstücken ist es eine Freude, jedes Instrument in realistischer Klarheit ins Ohr gezaubert zu bekommen. Das Active Noise Cancelling funktioniert gut und hält die meisten Umgebungsgeräusche ab, reduziert aber das Klangvolumen. Das führt nun nicht dazu, dass die Soundqualität nicht mehr gut wäre, aber hörbar ist es eben. Am schönsten klingen die Yamaha YH-E700B, wenn man sich ohne ANC und ohne manuell verändertes EQ den Klang zu Gemüte führt, den Yamaha bezweckt hatte. Der Tragekomfort wurde ein kleinwenig vernachlässigt, der enge Sitz kann auf dem Kiefergelenk drücken. Obschon man mit den Yamaha YH-E700B bestens telefonieren kann, ist dauerhaftes Reden wegen des Drückens auf Dauer nicht so angenehm.

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