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E-Scooter: die große Kaufberatung

Früher war’s die Vespa, heute überlegt man sich den E-Scooter. Die Elektro-Flitzer sind gerade in der Stadt super-praktisch. Wir erklären, was sie können und worauf man achten muss.

Drei E-Scooter vor weißem Hintergrund.
Quelle: VMAX/ Xiaomi/Segway

In Paris landeten sie in der Seine, in Amsterdam in den Kanälen und doch stehen sie weiterhin an jeder Straßenecke in Großstädten – E-Scooter. Sie sind durch den E-Motor, die breiteren Reifen und die zusätzliche Beleuchtung die Weiterentwicklung des City-Scooters. Aber was macht sie so attraktiv? Wer darf sie überhaupt fahren und welche Unterschiede gibt es zwischen High-End-Modellen sowie günstigen E-Scootern?

Was ist ein E-Scooter und welche E-Scooter haben Straßenzulassung?

Ein E-Scooter, auch E-Tretroller, E-Roller oder Elektro-Scooter genannt, ist ein überdimensionaler Tretroller, der maximal 20 km/h schnell ist. Er ist nicht zu verwechseln mit einem tatsächlichen E-Roller oder E-Mofa, die beide eine höhere Maximalgeschwindigkeit von mindestens 45 km/h aufweisen, mit einem Fahrersitz ausgestattet sind und eine Straßenzulassung vorweisen müssen.
Der E-Scooter hat nicht zwingend eine Straßenzulassung, insofern er außerhalb der EU verkauft wird oder weniger als 6 km/h schnell ist.
In Deutschland verkaufte Modelle sind hingegen meist ,,StVZO-konform“ und haben eine allgemeine Betriebserlaubnis, um sie sofort zulassen zu können. Diese allgemeine Betriebserlaubnis setzt mehrere sicherheitsrelevante Funktionen voraus:

  • maximale Länge von 2 Metern
  • maximale Breite von 0,7 Metern
  • maximale Höhe von 1,4 Metern
  • maximales Eigengewicht von 55 kg
  • maximale Leistung des E-Motors von 500 Watt
  • Vorder- und Rücklicht
  • Klingel
  • seitliche Reflektoren
  • zwei Bremsen, die unabhängig voneinander funktionieren
  • Steuerelemente, die innerhalb einer Sekunde in die Grundstellung zurückspringen
  • kein vorhandener Sitz

Insofern das Modell die genannten Bedingungen erfüllt, kann es auch per Einzelbetriebserlaubnis (EBE) bei der Prüfstelle zugelassen werden. Da sie aber weitere Kosten verursacht, ist ein Modell mit allgemeiner Betriebserlaubnis empfehlenswert, das bereits alle Merkmale des typischen E-Scooters erfüllt.

Wie muss ich mich mit einem E-Scooter im Straßenverkehr verhalten? Darf ich in Fußgängerzonen oder auf Gehwegen damit fahren?

Die Straßenzulassung stellt eine Pflicht dar, wenn der Fahrer das Modell nicht nur auf dem Privatgelände, sondern auch im öffentlichen Verkehr bewegen möchte. Die Scooter sind rechtlich eine Mischung aus Roller, Fahrrad und Mofa, da sie ähnliche Geschwindigkeiten erreichen und weshalb sie prinzipiell auf Radwegen zu fahren sind. Sollten diese fehlen, ordnet sich der Fahrer möglichst rechts auf der Straße ein, um den Verkehr nicht zu behindern.
Auf Gehwegen oder in Fußgängerzonen, in denen die Roller häufiger in Groß- und Kleinstädten zu sehen sind, besteht keine Fahrerlaubnis. Der Nutzer muss sie schieben, trotz des ,,Gehweg-Modus“, der auf maximal 6 km/h gedrosselt ist. Verstößt der Fahrer gegen die Vorschrift, ist mit einem Bußgeld von bis zu 30 Euro zu rechnen.
Das Fahren nebeneinander ist wie bei Fahrrädern verboten und die Richtungsänderung muss angezeigt werden. Entweder hat der E-Scooter hierzu einen Blinker oder der Fahrer muss die Richtungsänderung mit den Armen anzeigen. Da Letzteres in typischen Straßenverkehrssituationen gefährlich sein kann, sind Modelle mit Blinkern empfehlenswert.

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Brauchen E-Scooter ein Nummernschild? Muss ich den E-Scooter versichern?

Mit der Straßenzulassung ist der Roller zwar kein Auto, Motorrad oder geschweige denn ein Mofa, dennoch benötigt er ein Nummernschild/Versicherungskennzeichen, da er auf Radwegen und Straßen bewegt wird.
Der Vorteil gegenüber herkömmlichen Fahrzeugen ist jedoch die vereinfachte Anmeldung. Der Halter muss weder vor der Anmeldung eine Untersuchung vornehmen noch die Zulassungsstelle direkt vor Ort aufsuchen.
Stattdessen beantragt der Käufer beim Abschluss der vorgeschriebenen Haftpflichtversicherung eine Versicherungsplakette, erhält sie per Post und muss diese nur noch am E-Scooter anbringen. Sie kostet bis zu 80 Euro im Jahr, bei Fahrern über 23 Jahren ist sie durch die geringere Unfallgefahr günstiger.

Wer darf E-Scooter fahren? Besteht Helmpflicht?

Der elektrische Roller ist nicht nur ein Fortbewegungsmittel, sondern auch ein gern gesehenes Geschenk bei Jugendlichen und Kindern. Letztere sind jedoch vom Betrieb der Scooter ausgeschlossen, denn der Fahrer muss mindestens 14 Jahre alt sein, um am Straßenverkehr teilzunehmen. Auf Privatgelände können aber auch Kinder mit den E-Scootern fahren.
Dennoch besteht nicht die Notwendigkeit eines Mofaführerscheins, denn die Kleinroller erreichen nur eine Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h. Damit sind sie um fünf Kilometer pro Stunde langsamer als ein Mofa.
Exakt deshalb besteht auch keine Helmpflicht, obwohl ein Helm empfehlenswert ist. Da der Fahrer am Straßenverkehr teilnimmt und in Unfälle mit Kraftfahrzeugen verwickelt sein kann, schützt ein Helm vor schweren Kopfverletzungen.

Was sind die Vorteile eines E-Scooters? Für wen lohnt sich so ein Fortbewegungsmittel?

Auf den ersten Blick scheint der Siegeszug der Scooter überraschend, da E-Bikes ebenso im Trend sind und das schnellere Fortbewegungsmittel darstellen. Ein Blick hinter der Fassade lässt jedoch die Vorteile und Anwendungszwecke deutlich erkennen:

Kein Treten – durchatmen statt schwitzen

Der umweltbewusste Arbeitsweg besteht aus Bus, Bahn und/oder eigenem Fortbewegungsmittel, das keine fossilen Energieträger verbraucht. Ideal hierfür – E-Bikes. Doch sie kommen mit einem entscheidenden Nachteil einher: sie fahren nicht von selbst.
Trotz des E-Motors muss der Fahrer weiterhin die Beine bewegen, um in die Pedale zu treten und das E-Bike zu fahren. Im Frühling und Herbst unproblematisch, im Sommer hingegen führt selbst die kleinste Anstrengung zu Schweißausbrüchen und das Bürooutfit ist ruiniert. Beim E-Scooter passiert das nicht. Der Fahrer stellt sich auf das Trittbrett, drückt mit dem Daumen den Gashebel und das Gefährt bewegt sich, ohne menschliche Anstrengung. Selbst bei Steigungen von bis zu 20 Prozent muss der Fahrer nicht selbst treten, sondern überlässt dem E-Motor die Arbeit.

(Quelle: Xiaomi)

Kompakt – Kein Bahnticket notwendig

E-Scooter sind weder für Lang- noch Mittelstrecken das perfekte Gefährt, auf Kurzstrecken spielen sie hingegen ihre Stärken aus. Sie eignen sich für den Weg zur Bahn oder zum Bus, um zur Arbeit, Uni oder Schule zu kommen. Doch statt das Fahrrad am Bahnhof abzustellen und der Gefahr ausgesetzt zu sein, dass es gestohlen wird, ist der E-Scooter in der Bahn dabei. Das Beste daran ist: Er gilt als Handgepäck.
Während das Fahrrad einen Aufpreis kostet und zu Stoßzeiten in der S- oder U-Bahn nicht mitgenommen werden darf, bleiben Scooter von dieser Regelung nicht betroffen. Diese gilt aber ausschließlich dann, wenn das Gefährt zusammenklappbar ist. Ist es das nicht oder der Roller überschreitet eine bestimmte Gewichtsgrenze, muss der Fahrer auch für ihn ein Ticket ziehen.

Ideal für die Stadt – Keine Park- oder Mietkosten

Städte werden immer teurer. Damit sind nicht nur die Miet- und Kaufpreise von Wohnungen und Häusern gemeint, sondern auch Parkplätze. Durchschnittlich fünf Euro kostet das zweistündige Parken in der Großstadt – so viel wie circa 1250 km Fahrt mit dem E-Scooter.
Hinzu kommt, dass die Scooter auf Radwegen fahrbar sind und so die Fahrt innerhalb der Stadt schneller als mit dem Auto ist.
Letztlich ist das Beste am Besitz des E-Scooters, dass die Fahrt weder eine pauschale Leihgebühr noch einen gewissen Satz pro Minute kostet. Letzter beträgt bis zu 25 Cent pro Minute.

Welche Hersteller und Modelle von E-Scootern sind beliebt? Was können Modelle für über 1000 Euro besser als E-Scooter für nur 400 Euro?

Ein Mercedes ist wesentlicher teurer als ein Hyundai, liefert aber mehr Komfort und eine bessere Verarbeitungsqualität. Doch sind solche Vergleiche auch bei E-Scootern möglich? Diese Hersteller und Modelle unterschiedlicher Preiskategorien sind empfehlenswert:

Xiaomi Electric Scooter 4 – Von 20 bis 70 km Reichweite

Xiaomi Electric Scooter 4 GE-1

Xiaomi Electric Scooter 4

Vorteile
  • Vier Versionen/Preisklassen je nach Bedarf verfügbar
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Gute Qualität
Nachteile
  • App hat fragwürdige Dateneinstellungen

Xiaomi. Ein Techgigant aus China, der mit Smartphones begann und das Sortiment stetig ausbaut – so auch in der Sparte der E-Scooter. Der Xiaomi Electric Scooter 4 ist in vier unterschiedlichen Versionen erhältlich, die sich primär durch ihre maximale Reichweite und entsprechenden Preisklassen unterscheiden:

  • Lite-Version mit 20 km Reichweite
  • Basisversion mit 35 km Reichweite
  • Pro-Version mit 55 km Reichweite
  • Ultra-Version mit 70 km Reichweite

Weitere Unterschiede sind selbstdichtende Reifen, bessere Federungssysteme oder auch das Vorhandensein unterschiedlicher Fahrmodi. Alle haben sie eines gemeinsam: die Xiaomi Home App. Sie ist übersichtlich gestaltet, zeigt Fehlermeldungen, Fahrdaten oder auch die verbleibende Reichweite an und hat (Xiaomi-typisch) fragwürdige Dateneinstellungen.
Xiaomi zeigt mit den unterschiedlichen E-Scootern die Unterschiede zwischen einem günstigen und teuren Modell hervorragend auf:
Die Lite-Version ist für absolute Kurzstrecken und für Personen, die sich ein günstiges Fortbewegungsmittel wünschen. Der Xiaomi Electric Scooter 4 ist der ideale Allrounder, schwächelt aber in der Reichweite. Erst für circa 1000 Euro ist absoluter Fahrkomfort und eine hohe Reichweite gegeben.
Bei der Reichweite sind die Angaben des Herstellers jedoch mit Vorsicht zu genießen. Alle Werte basieren auf idealen Bedingungen, im realen Betrieb sind Einbußen von circa 30 Prozent möglich.
Alle Modelle von Xiaomi sind empehlenswert. Sie gehören weder zur absoluten Spitze noch sind sie günstiger ,,Elektroschrott“.

VMAX VX2 Pro – Intelligentes Powerhaus aus der Schweiz

VMAX E-Scooter VX2 PRO LT-B | 500W Motor & 28% Steigfähigkeit | E-Roller Mit Straßenzulassung In D | 130kg max. Belastung-1

VMAX VX2 PRO

Vorteile
  • Für Personen bis 130 Kg geeignet
  • Meistert bis zu 28% Steigung
  • Bremsen lädt Akku wieder auf
Nachteile
  • Langer Bremsweg
  • Keine Dämpfung

Wo Xiaomi noch Schwächen zeigt, punktet der VMAX VX2 Pro: echte Reichweiteangaben. Zwischen 35 und 60 Kilometern Reichweite sind möglich, wohingegen noch beeindruckender ist, dass der E-Scooter Personen mit einem Eigengewicht von bis zu 130 kg befördern kann. Das sind circa 30 Kilogramm mehr als bei anderen Herstellern. Selbiges ist bei der extremen Steigfähigkeit von bis zu 28 Prozent zu beobachten, die marktführend ist.
Ein weiteres Highlight ist die Bremse. Sie hat zwar einen längeren Bremsweg, insbesondere durch das hohe Eigengewicht des E-Scooters, aber rekuperiert Strom – ein Standardfeature hochwertiger Elektro-Scooter der obersten Preisklasse. Fährt der Nutzer einen Berg hinunter oder bremst an der Ampel, lädt sich der Akku zu einem geringen Teil wieder auf. Das führt zu einer realistischen Reichweite, trotz der hellen Lichtanlage. Sie strahlt selbst in der Dämmerung, leuchtet den Fahrweg aus und der E-Scooter wird von Autofahrern rechtzeitig erkannt.
Der einzige Kritikpunkt dieses E-Scooters ist nicht der verlängerte Bremsweg, der weiterhin kurz ist, sondern der fehlende Fahrkomfort hinsichtlich des Anschaffungspreises. Zwar verfügt der VMAX VX2 Pro über große und breite Luftreifen, integriert jedoch keine separate Dämpfung. Kopfsteinpflaster schütteln so den Körper extrem durch und der Fahrspaß ist nicht gegeben.
Wer in einer besonders hügeligen Stadt, ohne Kopfsteinpflaster, wohnt und bereit ist, mehr als 1000 Euro für einen High-End-E-Scooter zu zahlen, sollte zum Hersteller aus der Schweiz greifen.

Ninebot by Segway – Was der Segway hätte sein sollen

Segway-Ninebot MAX G30D II, E Scooter mit Straßenzulassung für Erwachsene, max. 20 km/h Geschwindigkeit, 65 km Reichweite, Lange Reichweite-1

Segway-Ninebot MAX G30D II

Vorteile
  • Für große Personen geeignet (hoher Lenker)
  • Für Bastler modifizierbar (Vorsicht bei Straßenzulassung!)
  • Bremsen lädt Akku auf
Nachteile
  • Keine Federung

Als Anfang der 2000er der Segway vorgestellt wurde, erhoffte sich das Unternehmen Milliardenumsätze und die Revolution des Individualverkehrs. 10 Jahre später tourten lediglich Kleingruppen durch Großstädte mit den komischen ,,Fahrzeugen“, 20 Jahre später wurden die Geräte eingestellt, um mit Ninebot als E-Scooter wiedergeboren zu werden.
Auch Segway bietet mit Ninebot unterschiedliche Modelle in verschiedenen Preisklassen an, der Gesamtsieger ist jedoch der Segway-Ninebot MAX G30D II. Er sollte Großstadtbesuchern bekannt sein, denn größere Unternehmen verwenden die elektrischen Roller dieser Marke.
Highlights sind:

  • drei Fahrmodi
  • 65 km Reichweite
  • rekuperierende Bremse
  • Akku IPX7 wasserfest
  • hoher Lenker

Der elektrische Roller von Ninebot by Segway sticht in keiner Kategorie besonders heraus. Er zeigt weder die beste Reichweite, noch schafft er den größten Steigungswinkel und integriert sogar keine Federung. Wieso exakt dieser Scooter so beliebt ist? Weil er selbst für Laien modifizierbar ist. Mit nur wenigen Handgriffen erreicht das Gerät höhere Geschwindigkeiten. Letzteres darf nur auf Privatgelände stattfinden und nicht im öffentlichen Straßenverkehr, andernfalls erlischt die Betriebserlaubnis und ein Bußgeld droht.
Das Modell von Segway ist durch den hohen Lenker nicht nur bei großen Personen beliebt. Die Marke ist bekannt, die technischen Daten eher mau, aber dafür erhält der Käufer einen langlebigen E-Roller mit überdurchschnittlicher Reichweite.

NIU – Mehr Sicherheit geht nicht

NIU KQi3 Max (DE) E-Scooter mit Straßenzulassung Schwarz/Grau-1

NIU KQi3 Max

Vorteile
  • Sehr viel Komfort und Sicherheit
  • Selbstreparierende Reifen
  • Kürzere Bremswege
Nachteile
  • Keine

NIU vereint Komfort und Sicherheit in seinen E-Scootern. Reifen, Lenker und Trittbrett sind breiter als bei der Konkurrenz und geben Sicherheit beim Fahren. Hinzu kommen selbstreparierende Reifen, eine maximale Steigung von 25 Prozent und duale Scheibenbremsen.
Während die Konkurrenz auf elektronische sowie Trommelbremsen setzt, verbaut NIU eine patentierte Doppel-Sattelbremse. Sie kommt mit zwei Vorteilen einher:

  • kürzere Bremswege
  • ideale Wärmeableitung
(Quelle: NIU)

So kommt der Fahrer bei anhaltenden Abfahrten nicht in die Bredouille, dass die Bremsen heiß werden und kann dennoch abrupt bei Gefahren bremsen.
Dennoch erlaubt die Bremse Rekuperation, um nicht nur den 900 Watt starken Hinterrad-Motor anzutreiben, sondern auch das ultrahelle Halogenlicht aufleuchten zu lassen.
All diese Features finden sich ausschließlich im NIU KQi3 Max, dem teuersten Modell von NIU. Das günstigere Pro-Modell hat ähnliche Sicherheitsfeatures, ist jedoch nicht so leistungsstark wie der Max-Scooter.
Der E-Scooter dieser Marke ist vorrangig für sicherheitsbedürftige Personen oder Eltern die beste Wahl. Er überzeugt mit seinen technischen Daten, speziell mit allen sicherheitsrelevanten Funktionen des Scooters.

Wie weit kommt ein E-Scooter mit einer Akkuladung?

Dieser Wert ist so individuell wie die Roller der einzelnen Marken selbst und hängt von der Akkugröße, Motorleistung und den örtlichen Gegebenheiten ab. Ist der Akku zwar groß, aber der Motor leistungsstark, wird die Reichweite bescheidener sein als bei Modellen mit kleinerem Akku und weniger leistungsfähigem Motor. Ebenso kann der Roller bei einer steilen Strecke weniger Kilometer erreichen als auf der Ebene.
Durchschnittlich ist bei günstigeren Modellen mit einer realen Reichweite von circa 25 km zu rechnen. Teure Modelle mit ausgefeilteren Akkutechnologien und Rekuperation schaffen durchschnittlich circa 50 km.

Wie hoch ist die Lebensdauer von E-Scooter-Akkus? Kann ich sie verlängern?

Die größte Angst beim Kauf von E-Scootern sind nicht die fehlende Helmpflicht oder gar der lange Bremsweg, sondern der Verschleiß des Akkus. Es besteht die Annahme, dass das Gerät innerhalb von zwei Jahren verschlissen ist – eine unbegründete Angst.
Ein Akku ist vergleichbar mit einem Gummi. Gummis sind flexibel und dehnen sich unter Spannung auf. So auch der Akku, wenn er geladen wird. Bewegt sich das Gummi häufig in einem gedehnten, aber nicht maximalen, Spannungsbereich, bleibt es flexibel. Wird es stattdessen dauerhaft vollständig gedehnt oder überhaupt nicht bewegt, reißt es oder wird porös. Selbiges passiert mit dem Akku, wenn er nie oder immer vollständig geladen wird. Dies ist auf die Lithium-Ionen im Akku zurückzuführen. Sie können mit folgenden Tipps geschont werden:

  • Akku bei 20 Prozent Ladung bis 80 Prozent aufladen
  • Akku nie tiefenentladen
  • nicht dauerhaft Vollgas fahren
  • Akku nach langer Fahrt vor dem Laden auskühlen lassen
  • Fahrten bei Temperaturextremen meiden

Mit diesen Tipps schafft der E-Scooter-Akku mehr als 1000 Ladezyklen, was einer Lebensdauer von circa 50 000 km entspricht. Zwar hat der Scooter nach 50 000 km nicht mehr die volle Reichweite, sondern lediglich 80 Prozent, aber selbst 10 000 km erreichen die wenigsten Nutzer.

Wie hoch sind die Stromkosten von E-Scootern? Wie hoch ist der Verbrauch auf 100 km?

Wie auch bei E-Autos oder E-Rollern hängt der Verbrauch stark von der Leistung ab. Ein 400 PS E-Auto verbraucht verständlicherweise mehr Strom als ein E-Scooter. Da deren Geschwindigkeit auf 20 km/h limitiert ist, unterscheiden sich die Verbräuche der Modelle kaum voneinander.
Pro 100 km verbraucht ein E-Scooter durchschnittlich eine Kilowattstunde Strom. Bei einem durchschnittlichen Strompreis von 40 Cent pro Kilowattstunde, kosten 100 km nur 40 Cent.

(Quelle: NIU)

Fazit – Stadtflitzer für kurze Strecken

Elektro-Scooter haben die Mobilitätswende in weiten Teilen geschafft. Sie sind immer häufiger in Groß- und Kleinstädten anzutreffen, mittlerweile für unter 500 Euro erhältlich und punkten mit stetiger Weiterentwicklung.
Sie treffen exakt den Sweet Spot mit ihrem Eigengewicht, der Mobilität und Geschwindigkeit. Elektro-Scooter sollen weder 100 km pro Akkuladung erreichen noch 50 km/h schnell sein. Dafür sollen sie portabel, für Kurzstrecken geeignet und komfortabel sein. Letzteres schaffen nur höherpreisige Modelle, doch auch für circa 400 Euro bekommt der Käufer bereits einen spaßigen Stadtflitzer.

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