Egal wie intensiv Sie Ihren PC nutzen, die ordentliche Kühlung der empfindlichen Hardware-Komponenten ist unerlässlich, denn wo die Temperatur zu hoch wird, können Leistungseinbußen oder gar Schäden an der Technik entstehen. Während die Grafikkarte und das Netzteil ihre eigenen Kühlvorrichtungen mitbringen und die Festplatte durch die PC-Lüfter im Gehäuse auf einer angemessenen Temperatur gehalten wird, muss für den Prozessor im Regelfall eine separate Kühleinheit her. Die einfachste und am weitesten verbreitete Methode hierfür sind mit Luft arbeitende CPU-Kühler.

Lesen Sie hierzu: Die besten CPU-Kühler: Darauf müssen Sie beim Kauf achten

Wer sich für seinen Prozessor eine exotischere Lösung wünscht oder aber sein System häufig an seine Leistungsgrenzen treibt, für den gibt es die Möglichkeit, mit einer Kompaktwasserkühlung zu arbeiten. Wie Kompaktwasserkühlungen funktionieren, welche Vor- und Nachteile sie gegenüber anderen Kühllösungen haben und welche Wasserkühlungen wirklich gut sind, erfahren Sie in unserem Ratgeber und unseren Ranglisten.

Was ist der Unterschied zwischen Kompakt- und modularer Wasserkühlung?

Quelle: PC Games Hardware

Eine modulare Wasserkühlung wird aus vielen einzelnen Bestandteilen, darunter Pumpe, Radiator, Kühlkörper und Leitungen zusammengebaut und vom PC-Bastler auch selbst mit der entsprechenden Flüssigkeit befüllt. Das erfordert nicht nur einiges an Geduld, Liebe und Geschick, sondern es kostet auch den einen oder anderen Euro, all die nötigen Einzelteile zu kaufen. Komplett-Sets gibt es auch, die sind aber teurer als die Kompaktwasserkühlung. 

Dafür lassen sich modulare Wasserkühlungen optisch individuell und aufwendig gestalten – inklusive der Möglichkeit, weitere Komponenten (beispielsweise die Grafikkarte) zu kühlen.

Die vorgefüllte Kompaktwasserkühlung ist, wie der Name schon sagt, bereits befüllt und aufgebaut. Sie muss nur noch an den passenden Stellen im PC montiert und angeschlossen werden. Kompaktwasserkühlungen sind günstiger als ihre modularen Kollegen, aber im Regelfall teurer als luftbasierte Kühler für den Prozessor. Viele Kompaktwasserkühlungen sind im Übrigen erweiterbar. Heißt: Wer einfach und schnell eine fertige Wasserkühlung montieren will, ist hier genauso gut beraten wie jemand, der ein wenig basteln möchte.

So funktioniert eine Kompaktwasserkühlung

Quelle: PC Games Hardware
Kühleinheit, Schläuche, Axiallüfter, Radiator und natürlich diverse Kabel und Anschlüsse, um die Kompaktwasserkühlung mit dem Mainboard zu verbinden bzw. mit Strom zu versorgen.

Die essenziellen Bestandteile der Kompaktwasserkühlung sind

  • Kühlkörper
  • Leitungen
  • Integrierte Pumpe
  • Axiallüfter 
  • Radiator

Der Kühlkörper wird direkt auf dem Prozessor-Sockel montiert. Hier nimmt er über die aufliegende Metallplatte (meist Kupfer), die Abwärme der CPU auf und leitet diese in die durch den Kühlkörper fließende Flüssigkeit. Das Wasser nimmt die Wärme auf und transportiert sie vom Prozessor weg. Für die Bewegung des Wassers sorgt die Pumpe. Am anderen Ende der Schläuche sitzen ein oder mehrere Radiatoren und auf diesen der oder die Axiallüfter. Der Radiator besteht aus leitfähigem Metall (meist Aluminium) und setzt sich aus einer Vielzahl von dünnen Lamellen zusammen. Durch diese Lamellen wird das erhitzte Wasser gepumpt und durch den oder die Axiallüfter wieder abgekühlt. Ab hier tritt das Wasser wieder seinen Weg in Richtung Kühlkörper und CPU an.

Kompaktwasserkühlungen
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Ranking
1. Platz
2. Platz
3. Platz
4. Platz
5. Platz
6. Platz
7. Platz
8. Platz
9. Platz
Produktname Alphacool Eisbaer 240* Alphacool KOI Eisbaer LT 240* Cooler Master MasterLiquid 240* Be Quiet Silent Loop Wasserkühlung* DEEPCOOL Castle 240 RGB V2* Enermax RGB-Wasserkühlung Liqfusion 240mm* Fractal Design Celsius S24* NZXT Kraken X52 240 mm* ASUS ROG Ryujin 240*
Hersteller Aquatuning Alphacool Cooler Master be quiet! DEEPCOOL Enermax Fractal Design Nzxt ASUS Computer
asin B01HQ6DB4W B072HMR92X B01N1KKKO5 B01M063PGD B07D3L3YT7 B07D9CQFV6 B0719DHG5Y B06XYSVXYX B07J59JW35
gtin 4250197112857 4250197114455 4719512054123 4260052185278 000 4713157723383 0817301014458 5060301693757 4718017058155
Note
WERTUNG: 1,83
WERTUNG: 1,90
WERTUNG: 1,93
WERTUNG: 2,02
WERTUNG: 2,07
WERTUNG: 2,08
WERTUNG: 2,10
WERTUNG: 2,10
WERTUNG: 2,27
Amazon-Kundenbewertung
Radiator (B × H × D) 274 × 124 × 55 mm 271 × 120 × 51 mm 278 × 120 × 53 mm 275 × 123 × 55 mm 273 × 121 × 53 mm 273 × 120 × 53 mm 283 × 122 × 55 mm 277 × 123 × 55 mm 273 × 120 × 54 mm
CPU-Temp. bei 1,0 Sone 49,5 °C (1.080 U/min) 50,8 °C (1.080 U/min) 48,4 °C (1.400 U/min) 50,4 °C (1.260 U/min) 50,0 °C (1.080 U/min) 50,3 °C (1.320 U/min) 49,1 °C (1.110 U/min) 48,8 °C (1.080 U/min) 49,1 °C (1.080 U/min)
CPU-Temp. (100/75/50 %) 47,2/48,5/52,2 °C 47,9/50,2/53,4 °C 45,2/47,5/52,7 °C 47,2/48,5/51,7 °C 46,2/48,0/52,2 °C 46,9/48,8/52,5 °C 45,4/46,9/51,6 °C 44,4/45,9/49,8 °C 45,1/46,9/49,9 °C
Lautheit (100/75/50%/Pumpe) 3,3/1,6/0,6/0,1 Sone 3,0/1,3/0,4/0,1 Sone 3,5/1,5/0,4/0,1 Sone 4,5/2,0/0,6/0,1 Sone 4,1/2,0/0,5/0,1 Sone 3,9/1,7/0,5/0,2 Sone 4,5/1,8/0,7/0,1 Sone 5,6/2,7/0,7/0,1 Sone 5,5/2,6/0,8/0,2 Sone
Vorteile
  • Gedrosselt sehr leise Pumpe
  • Gut erweiterbar
  • Gedrosselt sehr leise Pumpe
  • Erweiterbar
  • Relativ günstig
  • Hohe Leistung auch bei gedrosseltem Lüfter
  • Relativ günstig
  • Pumpe auch montiert leise
  • Erweiterbar
  • Heruntergeregelt leise
  • Pumpe auch montiert sehr leise
  • Adressierbare LED-Beleuchtung
  • Adressierbare LED-Beleuchtung
  • Entkoppelte Pumpe
  • Gedrosselte Pumpe auch montiert sehr leise
  • Hohe Leistung
  • Integrierte Lüftersteuerung
  • Hochwertige (aber laute) Lüftung
  • Mini-OLED-Display
Nachteile
  • Mittelmäßige Lüfter
  • Keine
  • Keine
  • Keine
  • Laute Lüfter
  • Laute Lüfter
  • Laute Lüfter
  • Pumpenregelung mit USB-Zwang
  • Ungeregelte Pumpe störend
Angebote

Kompaktwasserkühlung: Vor- und Nachteile

Die Vorteile einer Kompaktwasserkühlung

Tatsächlich ist die Kompaktwasserkühlung im Gegensatz zum Turmkühler im Regelfall einfacher zu montieren, da die einzelnen Elemente handlicher sind. Der Kühlkörper ist deutlich kleiner als ein Tower-Kühler und kann deshalb bequemer eingebaut werden, sodass man sich im Regelfall keine allzu großen Sorgen um Platzknappheit oberhalb des Mainboards zur Gehäusedecke hin machen müsste. Durch die Bauart des Gehäuses bedingte Ausnahmefälle sind selbstverständlich immer möglich und generell sollte das Case immer erst mal ausgemessen werden.

Dasselbe gilt für die Einheit aus Radiator, Pumpe und Axiallüfter. Diese kann innerhalb der Reichweite der Schläuche beliebig und dort, wo ausreichend Platz ist, im Gehäuse angebracht werden. Dadurch ist es möglich, eine vergleichsweise größere Radiatorfläche unterzubringen. Nutzt man diesen Vorteil – verbaut man also die Kompaktwasserkühlung so, dass die Lamellenfläche sowie die Axiallüfter bestmöglich ihrer Aufgabe der Kühlung nachkommen können – hat man einen deutlichen Leistungsvorteil im Gegensatz zu Luftkühlern.

Optisch machen Kompaktwasserkühlungen für manch einen durchaus mehr her als Turmkühler, die ihre metallenen Lamellen ungeschönt zur Schau stellen. Schon allein die Kühleinheit, die auf der CPU angebracht wird, ist filigraner – und teilweise sogar mit RGB-Beleuchtung versehen. Die Lamellen sitzen hinter den Axiallüftern und auch diese gibt es nicht nur in verschiedenen Kunststofffarben, sondern mit bunter Beleuchtung. Letztere kann im Rahmen oder sogar auf den Rotoren selbst sitzen. Für RGB-Fans kann eine Kompaktwasserkühlung also definitiv die optisch schönere Lösung sein.

In Hinblick auf die großen modularen Wasserkühlungen hat die kompakte Variante schlichtweg den Vorteil, dass sie so, wie sie gekauft wird, montagefertig ist. Das spart Zeit und Aufwand und bringt selbstverständlich gerade für Neulinge im PC-Bastler-Bereich auch weniger Fehlerquellen.

Quelle: PC Games Hardware
Kompaktwasserkühlungen gibt es selbstverständlich auch mit RGB-Beleuchtung für all jene, die auf eine besondere Optik ihres PCs Wert legen.

Die Nachteile einer Kompaktwasserkühlung

Generell muss gesagt werden, dass die Kompaktwasserkühlung im Gegensatz zum luftbasierten Tower- oder Top-Blow-Kühler teurer ist. Wirft man einen Blick auf unsere Ranglisten zu Kompaktwasserkühlern sowie Luftkühlern, dann sieht man, dass Luftkühler etwa zwischen 30 und 100 Euro rangieren, während Kompaktwasserkühlungen sich preislich zwischen 70 und 200 Euro bewegen. Da die zusätzliche Kühlleistung für einen durchschnittlichen PC-Nutzer wenig relevant ist (eher für Enthusiasten und Übertakter, die von ihrem Computer massive Leistung fordern), rentieren sich die zusätzlichen Kosten im Hinblick auf die Kühlung eher nicht. Was selbstverständlich ein Grund sein kann, das Geld für eine Kompaktwasserkühlung in die Hand zu nehmen, ist die Optik.

Höhere Lautheit als Nachteil der Kompaktwasserkühlung

Ein weiterer wichtiger Nachteil ist die Lautstärke. Während beim Tower-Kühler nur der Lüfter für Geräusche sorgt, arbeiten bei Kompaktwasserkühlungen zwischen einem und drei Lüftern und zusätzlich die Pumpe gemeinsam an einer hörbaren Geräuschkulisse. Selbstverständlich können auch hier der oder die Axiallüfter im leisen Bereich arbeiten, insbesondere wenn man die Lüfter entsprechend einstellt. Das größere Problem in Sachen Lautheit stellt vor allem die Pumpe dar. Deren Vibrationen übertragen sich auf das Mainboard und das Gehäuse und werden so verstärkt. Im Gegensatz zu einer modularen Wasserkühlung, bei welcher die Pumpe einzeln montiert werden kann, ist bei der Kompaktwasserkühlung keine sogenannte Entkopplung möglich. Unter Entkopplung versteht man im Falle der Wasserkühlungen quasi das Vermeiden der Berührung zwischen der Pumpe und dem Metall des Gehäuses. Bei einer nicht kompakten Wasserkühlung wird die Pumpe hierzu beispielsweise auf eine Schicht aus Schaumstoff und Moosgummi gesetzt, welche die Vibrationen abfängt. Die Pumpe der Kompaktwasserkühlung ist fest verbaut und kann so mehr oder weniger ungehindert den PC als Resonanzkörper verwenden. Das führt in vielen Fällen zu erhöhten Geräuschemissionen.

Auswirkungen auf den Luftstrom und heißere Spannungswandler

Der Einbau einer Kompaktwasserkühlung kann zudem Auswirkungen auf den Luftstrom im PC-Gehäuse haben.

Mehr zum Luftstrom im Gehäuse lesen Sie in unserem Ratgeber zu PC-Lüftern.

Im Vergleich zu einem normalen Tower-Kühler mit Lüfter hat eine Wasserkühlung grundsätzlich den Vorteil, dass sie über den Radiator warme Luft direkt aus dem Gehäuse transportiert. Auf diese Weise trägt sie dazu bei, dass das Klima im Computer generell kühler bleibt. Da der Radiator in der Regel aber innen am Gehäuse mit einem Lüfter montiert wird, können Sie unterm Strich je nach Radiatorgröße einen Platz für einen Lüfter verlieren. Der CPU-Kühler selbst besitzt ja dann keinen Lüfter mehr, sodass der Luftstrom im Gehäuse theoretisch schwächer wird – das sollte aber in Kombination mit der allgemein kühleren Umgebung in den wenigsten Fällen ein Problem darstellen. Wer darauf achtet, dass die Platzverhältnisse stimmen und die Kompaktwasserkühlung die Wärme direkt aus dem Gehäuse transportiert, und den Luftstrom der Gehäuse-Lüfter ansonsten gut einstellt, der sollte sich wohltemperierter Komponenten erfreuen dürfen. Einzig die Spannungswandler auf dem Mainboard haben in diesem Szenario das Nachsehen, sie erhalten weniger Kühlung und werden höhere Temperaturen erreichen.

120 mm bis 360 mm: Die verschiedenen Größen der Kompaktwasserkühlungen

Kompaktwasserkühlungen gibt es in mehreren unterschiedlichen Größen. Die Größenangaben finden sich oft im Namen der Wasserkühlung, also 120, 240, 360. Generell teilt man die Kompaktwasserkühlungen nach der Größe des Radiators auf und diese wiederum bemisst sich nach der Größe der verbauten Lüfter. Sind also zwei 120-mm-Lüfter verbaut, handelt es sich um eine 240er-Kompaktwasserkühlung. 

Man darf diese Größenangabe aber nicht mit der tatsächlichen Länge der Wasserkühlung gleichsetzen! Kompaktwasserkühlungen mit zwei 120-mm-Lüftern sind je nach Modell zwischen 270 und 285 mm breit. Wer also platztechnisch vorsichtig sein muss, der sollte sich die Angaben zu Breite, Höhe und Tiefe der Radiator-Einheit genau anschauen und sein Gehäuse entsprechend ausmessen.

Daraus lässt sich auch schnell erschließen, dass die kleinsten Kompaktwasserkühlungen mit 120 beziehungsweise 140 mm einen verhältnismäßig kleinen Radiator und nur einen Lüfter mitbringen. Eine Nummer größer und mit zwei Lüftern sind die 240er- und 280er-Kompaktwasserkühlungen. Die maximale Länge erreicht man dann mit den 360-mm-Radiatoren, auf denen bis zu vier Lüfter sitzen können. Generell ist es so, dass mit der Fläche des Radiators und Menge der Lüfter auch die Effizienz in Sachen Kühlleistung steigt. Dabei muss man sich auch darüber im Klaren sein, dass 1-Lüfter-Wasserkühlungen (also 120er und 140er) zwar schön klein, aber im Regelfall auch wenig leistungsstark sind, insbesondere im Vergleich zu luftbasierten Turmkühlern.

In unserer Rangliste wird Ihnen auffallen, dass wir ausschließlich 240-mm-Kompaktwasserkühlungen listen. Das soll nicht heißen, dass insbesondere 280er oder 360er nicht ebenfalls empfehlenswert sind. Es ist vielmehr so, dass die verschiedenen Hersteller ihre Kompaktwasserkühlungen je Baureihe in verschiedenen Größen anbieten. Unsere Rangliste betrachtet also das 240er-Modell als Referenz für die jeweilige Serie. Zugleich sind die 240er-Kompaktwasserkühlungen die kleinste ernsthaft sinnvolle Variante (wie bereits erwähnt ist die Kühlleistung von Einzellüftern eher nicht empfehlenswert), zugleich noch relativ preiswert und zu den meisten PC-Gehäusen kompatibel.

Quelle: Arctic
Quelle: Arctic
Quelle: Arctic
Klein, mittel, groß – die meisten Baureihen beinhalten verschiedene Varianten zwischen 120 und 360 Millimetern.

Die besten Kompaktwasserkühlungen: Unsere Testsieger im Detail

Der Testsieger

Die Alphacool Eisbaer glänzt mit niedrigen Sone-Werten und ist dank Schnelltrennkupplung zwischen Pumpe und Radiator problemlos erweiterbar.

63 Bewertungen*
(Amazon-Kundenbewertungen)
  • Gedrosselt sehr leise Pumpe
  • Gut erweiterbar
  • Mittelmäßige Lüfter
Die Schnelltrennkupplung soll die Integration zusätzlicher Komponenten in den Kreislauf ohne Entleerung und erneute Füllung ermöglichen. So können auch Anwender, die sich den Anschluss neuer Kühler mit konventionellen Schlauchverbindungen nicht zutrauen, ihre Grafikkarte mit Wasser kühlen. Der zweite große und wesentlich wichtigere Vorteil der Eisbaer 240 ist eine Pumpe mit großem und dadurch laufruhigem Lager und deutlich gesenkter Drehzahl. Wie unsere Messungen beweisen, ist die Leistung mehr als ausreichend und selbst montiert bleibt die Pumpenlautheit bei 0,1 Sone. Ebenfalls Silent-tauglich ist der Radiator. So setzt die Eisbaer 240 einen neuen Temperaturbestwert mit auf unter 800 U/min gedrosselten Silent Wings – kein Wunder, kommt doch ein Nexxxos ST30 240 aus der Retailproduktion zum Einsatz, dessen 3×140-mm-Bruder schon 2014 mit guten Temperaturen bei niedrigen Drehzahlen beeindruckte. Eher durchschnittlich ist die Leistung bei höheren Drehzahlen und mit Standardlüftern. 2,5 Kelvin Rückstand mit Referenzlüftern und maximaler Drehzahl auf den Rekordhalter beziehungsweise 1,7 Kelvin bei auf 1,0 Sone eingeregelter Serienbelüftung sind, ausgehend vom allgemein hohen 2×120-mm-Kompaktwasserkühlungsniveau, aber nicht wirklich störend. Umgekehrt gilt dies nur bedingt für die Lager der Serienlüfter, welche unter 1.000 Umdrehungen herausgehört werden können.
Fazit: Leise, flexibel sowie effizient, und das zu einem fairen Preis – die Alphacool Eisbaer ist unser Testsieger.

Der Preis-Leistungs-Sieger

Die Cooler Master MasterLiquid gehört zu den günstigsten Kompaktwasserkühlungen und überzeugt dennoch schon seit zwei Jahren durch ihre Effizienz.

79 Bewertungen*
(Amazon-Kundenbewertungen)
  • Hohe Leistung auch bei gedrosseltem Lüfter
  • Relativ günstig
  • Keine
Der größte Kritikpunkt während des Tests durch die PCGH waren Elektronikgeräusche, die aber nur an der ZM-MFC3-Lüftersteuerung auftraten und selbst dann nur während Drehzahländerungen. Ist die Zieldrehzahl erreicht (oder wird eine andere Steuerung eingesetzt), arbeiteten die Master-Fan-Pro-ähnlichen Lüfter unauffällig – und erstaunlich effizient. Obwohl die schmalen Lüfterblätter und der nicht quadratische Rahmen eher an Gehäuselüfter erinnern, reichte es zur Marktveröffentlichung dieser Kompaktwasserkühlung beinahe für einen neuen Effizienz-Rekord in der 2×-120-mm-Klasse – und bis heute spielt die Master Liquid 240 auf den ersten drei Plätzen mit. In Verbindung mit dem vergleichsweise gemäßigten Drehzahlbereich schnappt sich Cooler Master so eine der besten Dual-120-mm-Leistungsnoten; lediglich für den Silent-Bereich gibt es bessere Alternativen. Zum einen wegen der durchschnittlichen Minimaldrehzahl, zum anderen weil die Cooler-Master-Pumpe auf einem Mainboard installiert „nur“ leise, aber noch nicht Referenzklasse ist. Dafür punktet Cooler Master definitiv beim Preis – sie ist die günstigste von uns empfohlene Kompaktwasserkühlung.
Fazit: Effizient und günstig – die Cooler Master MasterLiquid verdient den Titel Preis-Leistungs-Sieger.
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