Wer ein neues PC-Gehäuse für seine Hardware kaufen will, muss sich nicht nur über die Größe Gedanken machen. Auch Faktoren wie Kühlung, Lautstärke der mitgelieferten Lüfter und nicht zuletzt die Optik beeinflussen die Kaufentscheidung und die Frage, ob Big, Midi oder Mini die beste Lösung ist. In unserem Case-Vergleich finden Sie alles Wissenswerte rund um Gehäuse sowie Bestenlisten.

Format, Optik, Ausstattung – Worauf man beim PC-Gehäuse achten sollte

Welches Format man wählt, wird durch einige Fragen, die man sich als Käufer stellen muss, beeinflusst:

  • Welches Mainboard soll in dem Gehäuse Platz finden?
  • Welche weiteren Komponenten sollen eingebaut werden?
  • Wie viel Platz steht für den PC in der Wohnung oder im Büro zur Verfügung?
  • Wird der PC und damit das Case zu sehen sein und soll er sich optisch entsprechend einfügen?
  • Schlicht und edel oder doch lieber RGB-beleuchteter Blickfang?

Nicht zu vernachlässigen ist beim Case-Neukauf außerdem die Ausstattung desselbigen. Das PC-Gehäuse ist nämlich nicht einfach ein leerer Kasten, in dem man irgendwo die Hardware festschraubt – ein unbedacht gewähltes Case kann dazu führen, dass Komponenten darin schlecht oder nicht optimal verbaut werden können oder dass die Kühlung des PC-Innenlebens unzureichend ist. Ein wichtiger Punkt ist beispielsweise, dass die im Idealfall entfernbaren Festplattenkäfige Platz für alle einzubauenden Laufwerke bereithalten und dass auch hohe CPU-Turmkühler und lange Grafikkarten ins Gehäuse passen. 

Weitere Fragen, die man sich stellen sollte: Gibt es mehrere 5,25-Zoll-Laufwerksschächte und habe ich den passenden Einbauplatz für Radiatoren bei Wasserkühlung? Möchte ich ein Sichtfenster im Seitenteil, weil ich auffällig beleuchtete RAM-Module gekauft habe? Ist die vorhandene Dämmung ausreichend und sind genügend Lüfter eingebaut? Sie sehen also: Wer sich ein neues PC-Gehäuse kaufen will, der muss sich zuvor einige Gedanken darüber machen, was letztlich in diesem PC-Case seinen Platz finden wird.

Passend dazu: Der große RAM-Test: Wie viel Arbeitsspeicher brauche ich? 

Damit Sie Ihr optimales Gehäuse problemlos finden, erklären wir Ihnen im Folgenden nicht nur die wichtigsten Kaufkriterien, sondern geben Ihnen außerdem auch unsere Rangliste sowie eigens von uns zusammengestellte Kauftipps an die Hand. In unseren Bewertungen klassifizieren wir die Gehäuse maßgeblich anhand des Innenraumvolumens, da der Übergang zwischen den Hersteller-Formaten (Big-/Midi-Tower, Micro-ATX-/Mini-ITX-Cases) oft fließend ist und beispielsweise nicht jedes Midi-Gehäuse über dasselbe Fassungsvermögen verfügt.

Weitere technische Details zu Gehäusen finden Sie in der PC-Gehäuse-Kaufberatung der PC Games Hardware.

PC-Gehäuse-Test: Die besten Midi-PC-Gehäuse

PC-Gehäuse "Midi"
badge test-winner best-price-performance
Ranking
1. Platz
2. Platz
3. Platz
4. Platz
5. Platz
6. Platz
7. Platz
8. Platz
9. Platz
10. Platz
Produktname Fractal Design Define R6* Cooler Master MasterCase SL600M* be quiet! Silent Base 801* Fractal Design Define S2 RGB* be quiet! Silent Base 601* Corsair Carbide Series 678C * Cooler Master MasterCase MC600P* be Quiet! Dark Base 700* Silentiumpc Armis Ar7 RGB* Chieftronic G1*
Hersteller Fractal Design Cooler Master be quiet! FRACTAL be quiet! Corsair Cooler Master be quiet! SilentiumPC Chieftec
asin B07HCRR9SF B07JQJBV33 B07HKVBM18 B07QD27FH6 B07GT3TB1N B07MG8LB9J B078BXS675 B0773NWQNQ B07GVLWHSV B07PB6PB65
gtin 7340172701132 4719512075135 4260052187081 7340172701750 4260052187043 0840006602743 0884102038075 4260052185742 5903018660080 0753263076052
Note
WERTUNG: 1,80
WERTUNG: 1,83
WERTUNG: 1,87
WERTUNG: 1,89
WERTUNG: 1,90
WERTUNG: 1,92
WERTUNG: 1,96
WERTUNG: 2,07
WERTUNG: 2,21
WERTUNG: 2,30
Amazon-Kundenbewertung
Lüfterplätze 8 × 140 mm/9 × 120 mm 4 × 200/140 mm oder 6 × 120 mm 8 × 140/120 mm 9 × 140 oder 9 × 120 mm 8 × 140/120 mm 3 × 140 mm, 6 × 120 mm 6 × 140/120 mm 8 × 140/120 mm 7 × 140/120 mm 2 × 140, 4 × 120 mm
Enthaltene Lüfter 3 × 140 mm 2 × 200 mm 3 × 140 mm 4 × 140 mm 2 × 140 mm 3 × 140 mm 3 × 140 mm 2 × 140 mm 3 × 120 mm 1 × 120 mm
Lautheit frontal/ schräg (Lüfter per PMW gesteuert) 1,1/1,1 Sone 1,0/1,1 Sone 1,1/1,2 Sone 1,7/1,8 Sone 1,1/1,1 Sone 1,2/1,4 Sone 1,2/1,4 Sone 1,7/1,7 Sone 1,2/1,4 Sone 1,0/1,1 Sone
Temperatur (CPU/GPU/ Innenraum) 60/71/37 °C 62/68/37 °C 66/73/38 °C 61/68/37 °C 64/70/37 °C 66/72/33,5 °C 64/70/34 °C 58/70/38 °C 63/71/35,5 °C 67/69/31,5 °C
Vorteile
  • Ausstattung (u.a. offenes Design/Deckel/Tür)
  • Kühlung der CPU, GPU und des Innenraums
  • Geringe Lautheit der 140-mm-Lüfter (Dämmung)
  • Viel Sonderausstattung (u.a. um 90° drehbare PCI-Slotblende)
  • Gute bis sehr gute Kühlleistung (Temperatur CPU, GPU)
  • Geringe Lüfterlautheit dank geschlossener Bauweise
  • Relativ günstiges Gehäuse
  • Gute Ausstattung, u. a. Lüftungssteuerungsplatine
  • Vertikaler Einbau der Grafikkarte möglich
  • Sehr gute Ausstattung (u.a. modulare Öffnung im Deckel, ARGB-Lüfter, PMW-Hub)
  • Gute bis sehr gute Kühhleistung bei akzeptabler Geräuschkulisse
  • Ausstattung (u.a. Montageplätze für Lüfter und Laufwerke sowie Zweikammer-Innenraumdesign)
  • Gut bis sehr gute Kühlleistung (Temperatur CPU, GPU)
  • Lautheit der mitgelieferten Lüfter (Be quiet Pure Wings 2)
  • Viel Ausstattung (u.a. Dämmung, PWM-Lüftermodul)
  • Gute Kühlleistung CPU, GPU und Innenraum
  • Ausstattung und Flexibilität bei Laufwerkshalterungen
  • Kühl-Leistung GPU und Innenraum
  • Geringe Lautheit der mitgelieferten lüfter
  • Gute Ausstattung und flexibler Hardware-Einbau
  • Gute bis sehr gute Kühlung von GPU und CPU
  • Top-Ausstattung und großer Innenraum
  • Gute Kühl-Leistung bei geringer Lautheit
  • Invertierter Innenraum-Aufbau
  • RGB-Frontbeleuchtung und -Heckbeleuchtung
  • Sehr gute Kühlung
Nachteile
  • Keine
  • Nur zwei Lüfter enthalten
  • Keine RGB-Beleuchtung enthalten
  • Vergleichsweise hohe Lautheit
  • Nur zwei Lüfter enthalten
  • Keine RGB-Elemente
  • Keine
  • Silent-Wings-Lüfter hörbar trotz Dämmung
  • Nur zwei Lüfter enthalten
  • Keine
  • Nur ein Lüfter enthalten
Angebote

Gehäuse-Größe: Welche Vorteile haben Big, Midi oder Mini?

Quelle: Cooler Master
Das Cooler Master H100 ist ein Mini-ITX-Gehäuse und dank integriertem Griff sogar „tragbar“. Doch die kompakte Größe beeinflusst auch die Wahlmöglichkeiten in Sachen Hardware, denn Netzteil und Grafikkarte dürfen beispielweise nur 210 Millimeter lang sein.

Ganz klar: Wenn Sie sich ein großformatiges PC-Gehäuse, also Midi/Big Tower oder Hybrid anschaffen, dann wird darin alles an Hardware Platz finden – ganz gleich, ob Sie Wärmetauscher im 3×120-/3×140-Format oder ein Zwei- oder gar Drei-Wege-SLI/Crossfire-System einbauen wollen. Häufig muss es noch nicht mal die ganz große Variante sein, denn je nachdem, wie viele größere PC-Komponenten oder Radiatoren Sie unterbringen wollen, kann bereits ein als Midi-Tower klassifiziertes, aber geräumig gestaltetes PC-Case genügen. Gerade bei der neuesten Gehäusegeneration verschwimmen die Grenzen nicht nur bei der Ausstattung und der Zahl der Montageplätze für die Laufwerke, sondern auch bei der für die Kühlung entscheidenden Lüfterbestückung (vorhandene Lüfter/ Lüfterplätze) immer mehr. Selbst hohe/lange Wasser-Kühlungs-Radiatoren lassen sich dank des großzügigen Platzangebots bequem in die großräumigen Midi-Modelle einbauen.

Wer andererseits seinen PC auf engstem Raum unterbringen muss, dem hilft ein Big- oder Midi-Tower freilich nichts. Für den hat ein Mini-Case vor allem den Vorteil, dass es kompakten Unterschlupf für die Hardware bietet und dabei in der Wohnung oder im Büro wenig Platz stiehlt. Hier muss jedoch stets darauf geachtet werden, dass sich die Auswahl der Hardware-Komponenten deutlich einschränkt.

Letztlich wird beim Gehäusekauf die Frage sein, ob das Case an die gewünschte Hardware oder aber die Hardware an das nötige Gehäuse angepasst werden soll.

PC-Case: Die besten von uns getesteten Big-Tower

PC-Gehäuse "Big"
badge test-winner
Ranking
1. Platz
2. Platz
3. Platz
4. Platz
5. Platz
Produktname be quiet! Dark Base Pro 900* Phanteks Eclipse P600S * Cooler Master Cosmos C700M* RAIJINTEK Zofos Evo* In Win 915*
Hersteller be quiet! Phanteks Cooler Master Raijintek IN WIN Development
asin B07DW6XF3G B07N1MBZ1W B07H6MKSXZ B07BMMXYWD B07GRMZN33
gtin 4260052186916 0886523301516 0884102047527 4715109922004 4710474946532
Note 1,60 1,82 1,83 1,87 2,00
Amazon-Kundenbewertung
Lüfterplätze 9 × 140 mm, 4 × 120 mm 6 × 140 mm 9 × 140 mm/120 mm 6 × 140 oder 7 × 120 mm 8 × 140 oder 9 × 120 mm
Enthaltene Lüfter 3 × 140 mm 3 × 140 mm 3 × 140 mm 3 × 120 mm 4 × 120 mm
Lautheit frontal/ schräg (Lüfter per PMW gesteuert) 1,0/0,8 Sone 0,9/0,9 Sone 1,7/1,6 Sone 1,1/1,1 Sone 1,3/1,2 Sone
Temperatur (CPU/GPU/ Innenraum) 65/69/37 °C 64/71/38 °C 64/70/38 °C 65/71/35 °C 66/74/36 °C
Vorteile
  • Ausstattung, sehr hohe Flexibilität beim Einbau und beim Innenraumlayout
  • Gute bis sehr gute Kühlleistung (Temperatur CPU, Innenraum, GPU)
  • Lautheit der mitgelieferten Lüfter (Be quiet Silent Wings 3)
  • Sehr geräumiges Gehäuse
  • Grafikkarte kann vertikal eingebaut werden
  • Sehr ordentliche Verlegung der Kabel möglich
  • Sehr leise dank Dämmung
  • Sehr gute Kühl-Leistung
  • Umfangreiche Ausstattung
  • Viel Freiheit bei der Innenraumgestaltung
  • Viele Laufwerksplätze, magnetischer Staubfilter, Kabelführungssystem
  • Sehr gute Kühlung
  • Auffällige elegante Optik
  • Grafikkarten bis 41 cm Länge können horizontal oder vertikal verbaut werden
  • 13 vorprogrammierte RGB-Lichteffekte
Nachteile
  • Keine
  • Kühlung mit den vormontierten Lüftern nur durchschnittlich
  • Vergleichsweise hohe Lautheit
  • Optisch wenig spektakulär
  • Teuer
Angebote

Welchen Einfluss hat das Gehäuse auf die Temperaturentwicklung?

Quelle: PC Games Hardware
Das Raijintek Enyo ist nicht geschlossen und lässt viel Luft in den Innenraum. Die Optik ist dabei durchaus extravagant.

Je größer das PC-Gehäuse, desto einfacher gestaltet sich die Kühlung wichtiger Komponenten wie CPU, Grafikkarte oder Netzteil. Insbesondere bei einem mit Hardware dicht gefüllten Micro-ATX– oder Mini-ITX-Gehäuse muss bedacht werden, dass die Temperaturentwicklung eine wichtige Rolle spielt, während bei einem Midi- oder Big-Tower eine gute und dabei leise Komponentenkühlung im Regelfall problemlos zu verwirklichen ist. Je geringer das Innenraumvolumen ist, desto weniger Raum bietet sich nicht nur für die unterschiedlichen Komponenten, sondern auch für die Montage von Radiatoren.

Die Wärmeentwicklung wird dabei maßgeblich durch die vorhandene und mögliche Lüfterbestückung und -anordnung beeinflusst sowie durch den Einsatz einer Wasserkühlung, eines offenen Deckels oder auch einer Dämmung. Trotzdem können auch die kleinen Gehäuse eine ordentliche Komponentenkühlung garantieren. Das setzt jedoch eine durchdachte Lüfterbestückung sowie ein Zweikammersystem wie beispielsweise beim Fractal Design Meshify C Mini oder Corsair Crystal 280X voraus.

Passend dazu: Der große CPU-Vergleich: Welchen Prozessor brauche ich?

Mit anderen Worten: Wer sich einen möglichst kleinen und dennoch belastbaren und dabei gut gekühlten PC zusammenbauen will, der sollte beim Kauf des Gehäuses auch genau überlegen, wie er für eine ausreichende Kühlung sorgen möchte beziehungsweise kann.

Computer Gehäuse: Die besten von uns getesteten Mini- & Micro-Gehäuse

PC-Gehäuse "Mini"
badge
Ranking
1. Platz
2. Platz
3. Platz
4. Platz
5. Platz
6. Platz
Produktname Fractal Design Meshify C Mini* Cooler Master - NR400 * Corsair Crystal 280X RGB* NZXT H200i* Thermaltake Level 20 VT * KOLINK Citadel *
Hersteller Fractal Design Cooler Master Corsair Nzxt Thermaltake KOLINK
asin B07B2ZXSYY B07QP88F8B B07CJTKDZQ B0776QQMV7 B07FQ91RFW B07QPY2SCW
gtin 7340172700111 4719512080276 0843591065238 5060301693955 4711246873582 5999094002845
Note
WERTUNG: 2,72
WERTUNG: 2,73
WERTUNG: 2,76
WERTUNG: 2,91
WERTUNG: 2,92
WERTUNG: 3,05
Amazon-Kundenbewertung
Lüfterplätze Deckel: 2 × 140/120 mm, Front: 2 × 140/3 × 120, Heck: 1 × 120 mm, Seite:-, Boden (Netzteilkammer): 1 × 120 mm Deckel: 2 × 140 /120 mm, Front: 2 × 140 mm oder 3 × 120 mm, Heck: 1 × 120 mm, Seite:-, Boden:- Deckel: 2 × 140/120 mm, Front: 2 × 140/120 mm, Heck - Seite (rechts): 1 × 140/120 mm, Boden: 2 × 140/120 mm Deckel: 1 × 120, Front: 2 × 140 /120 mm, Heck: 1 × 120 mm, Seite: -, Boden: - Deckel: 2 × 140 und 2 × 120 mm, Front: 1 × 200 mm oder 2 × 140/120 mm, Heck: 1 × 140/120 mm, Seite:-, Boden: 2 × 120 mm Deckel: 2 × 120, Front: 3 × 120 oder 2 × 140 mm, Heck: 1 × 120 mm, Seite:-, Boden:-
Enthaltene Lüfter 2 × 120 mm (Front/Heck) 1 × 120 mm (Front), 1 × 120 mm (Heck) 2 x 120 mm (Front/Deckel, RGB beleuchtet) 2 × 120 mm (Deckel/Heck) 1 × 200 mm (Front) 1 × 120 mm (Front), 1 × 120 mm (Heck)
Lautheit frontal/schräg vorne 1,7/1,8 Sone 2,1/2,0 Sone 1,7/1,5 Sone 2,3/2,4 Sone 2,3/2,3 Sone 2,2/2,2 Sone
Temperatur CPU/GPU/Innenraum/M.2-SSD 69,0/74,0/31,0/58,0 °C 64,0/71,0/34,4/55,0 °C 78,0/78,0/45,6/69,0 °C 66,0/76,0/26,9/50,0 °C 71,0/80,0/40,4/63,0 °C 62,0/80,0/37,7/57,0 °C
Vorteile
  • Moderate Temperaturentwicklung bei kleinem Innenraum
  • Gute Kühlleistung der mitgelieferten Kühler
  • Hardware-Einbau problemlos
  • Turmkühler bis 16,6 cm Höhe findet Platz
  • Gute Kühlung für Innenraum und Grafikkarte
  • Hardware-Einbau problemlos
  • Gute Kühl-Leistung
  • Akustiksensor und CAM-Software sorgen für angenehme Lautheit
  • Extras: Schlauchausgänge, Staubschutz, austauschbare Frontlüfter
  • Guter Einbaukomfort
  • Platz für Grafikkarten bis 36 cm Länge
  • Gute Kühl-Leistung
Nachteile
  • Lautheit der vormontierten Lüfter etwas zu hoch
  • Relativ hohe Lautheit der vormontierten Lüfter
  • CPU-Kühlung nicht ganz optimal
  • Ohne Drosselung sind die Lüfter zu laut
  • Nicht ganz optimale Kühlung
  • Relativ hohe Lautheit
  • Relativ hohe Lautheit der vormontierten Lüfter
Angebote

Gute und leise Kühlung für ihr PC-Gehäuse

Generell kann man natürlich insbesondere bei Midi- oder Big-Towern durch viele Lüfter und großzügige Luftlöcher im Gehäuse die gewünscht niedrige Temperatur erzielen. Viele womöglich besonders leistungsstarke Rotoren und große Löcher führen freilich auch zu mehr Geräuschemissionen. Andererseits kann ein gänzlich geschlossenes PC-Case mit möglichst leisen oder gar keinen Lüftern dazu führen, dass die Temperatur gefährlich hoch und im schlimmsten Fall die Hardware beschädigt wird. Deshalb kommt es beim Kauf eines Gehäuses für den Rechner darauf an, einen guten Kompromiss zwischen Lautheit und Temperatur zu finden. Wo dieser Kompromiss liegt, hängt letztlich stark von der persönlichen Lärmtoleranz oder auch vom Nutzungsumfeld des PCs ab – denn möglicherweise stört Sie selbst das Surren der Lüfter überhaupt nicht, während der Kollege neben Ihnen darunter leidet.

Je nach Bauart des Cases eignet es sich mehr oder weniger für eine leise und dabei ausreichende Kühlung: Dickere Seitenwände vermindern beispielsweise die Lautheit besser als dünne und Seitenteile aus bis zu 5 Millimeter dickem (Hart)Glas dämmen den Lüfterlärm stärker ein als solche aus Plexiglas. Gegebenenfalls ermöglicht das PC-Gehäuse die zusätzliche Ausstattung mit Dämmmatten, welche dafür sorgen, dass weniger Geräusche nach außen dringen. Auf der anderen Seite können optische Elemente wie große Lüftungslöcher oder Wabengitter-Elemente die Silent-Tauglichkeit herabsetzen.

Quelle: PC Games Hardware
Vorne zwei bis drei Rotoren zum Ansaugen der Frischluft, hinten ein Rotor zum Hinausblasen der warmen Luft – das reicht normalerweise aus, um das Innenraum-Klima auf einem guten Niveau zu halten.
Quelle: Be quiet!

Sind die vormontierten Lüfter ausreichend?

Hauptverantwortlich für eine ordentliche Kühlung sind die serienmäßig im Gehäuse eingebauten Lüfter. Dabei kommt es sowohl auf deren Anzahl als auch die Art an. Damit eine adäquate Temperaturregulation gewährleistet wird, sollte mindestens ein Propeller an der Front des Gehäuses die Frischluft ins Innere saugen – noch besser wären zwei davon. Ein weiterer Lüfter, der sogenannte Heckpropeller, bläst die aufgewärmte Luft nach hinten wieder heraus.

Wird im PC ein sogenannter Top-Blow-Kühler – Luft-Kühler für die CPU, welche meist in kompakteren Systemen verwendet werden – eingebaut, sollte man über zusätzliche Lüfter im Boden, in den Seitenteilen oder in der Deckplatte nachdenken. Dasselbe gilt, wenn der Heckpropeller mit dem Hinausblasen der Abluft überfordert ist. Auch hier ist klar: Je mehr Lüfter, desto mehr Geräuschemission.

Sind die oben genannten zwei bis drei Lüfter vorhanden und wird die weitere Bestückung des PCs mit Vernunft angegangen, so ist dieses vorinstallierte Mindestmaß an Propellern grundsätzlich ausreichend. Je leistungsstärker die Hardware ist und je dichter gefüllt das Gehäuse, desto wichtiger wird es, darauf zu achten, zusätzliche Lüfter einzukalkulieren oder aber ein Auge auf PC-Cases mit mehr vorinstallierten Lüftern zu werfen.

Großer Innenraum, viel Platz für die Hardware

Einbaukomfort und Platzangebot sind neben der Überlegung der ausreichenden Kühlung auch ganz klar Themen, die mit abnehmender Gehäuse-Größe an Bedeutung gewinnen. Wer sich für ein mit einem Micro-ATX- oder gar Mini-ITX-Mainboard bestückten Minigehäuse mit einem Innenraumvolumen von lediglich 20 bis 30 Litern entscheidet, der muss bei der Wahl der Hardware sehr präzise vorgehen und sollte beim Einbau ein kleines Extra an Geduld und Fingerspitzengefühl mitbringen.

Warum ist die Wahl der Hardware bei Cases mit besonders kleinem Innenraumvolumen schwieriger? Durch den eingeschränkten Platz können hier nicht alle Netzteile, Grafikkarten oder auch CPU-Kühler verwendet werden, weil diese schlichtweg zu lang oder zu hoch wären. Es gilt also: Wer ein Mini-Gehäuse will, sollte beim Kauf der PC-Hardware darauf achten, dass diese auch wirklich in das Case passt und ordentlich gekühlt werden kann.

Mainboard-Größe als Richtgröße für das PC-Gehäuse

Einer der wichtigsten Faktoren neben Kühlung, Raum für Hardware und Einbaukomfort bei der Wahl des passenden Gehäuses für Ihren zukünftigen Rechner ist die Hauptplatine (Mainboard), respektive deren Größe. Nur wenn das Mainboard ohne Einschränkungen auf die meistens schon vormontierten Schraubenhalterungen passt, hat man die richtige Wahl getroffen. Bei Micro-ATX-Gehäusen ist daher die Auswahl auf die beiden kleinsten Mainboard-Formate beschränkt, während Käufer eines Midi- oder Big-Towers nahezu jedes Mainboard einbauen können.

Ausnahmen gibt es jedoch auch hier, denn es gibt wenige Mainboard-Exoten beziehungsweise -Sonderfälle, die größer ausfallen als der Durchschnitt. Da kann es dann auch in einem als Midi klassifizierten Case eng werden. Eine dieser Ausnahmen ist beispielsweise die XL-ATX-Platine Gigabyte X79-UD7 (Sockel 2011), die nicht nur breiter, sondern auch höher ist als ein Standard-ATX-Modell. Ist ein solches Mainboard gewünscht, muss man beim Kauf des Gehäuses darauf achten, dass die Hauptplatine nicht mit dem am Boden des PC-Cases montierten Netzteil kollidiert.

Quelle: PC Games Hardware
Das PC-Gehäuse ist kein leerer Kasten, sondern ist mit verschiedenen Plätzen für die Montage der Hardware ausgestattet. Es gilt also darauf zu achten, dass die gewünschten Komponenten im Case auch angebracht werden können.

Innenraumgestaltung als weiteres Kriterium beim PC-Gehäuse-Kauf

Das PC-Gehäuse ist, wie bereits erwähnt, nicht einfach ein leerer Kasten. Jedes Gehäuse verfügt über ein gewisses Innenraumdesign, also eine Einteilung, was wo montiert werden kann beziehungsweise soll und die dafür notwendigen Öffnungen, Vorbohrungen oder Schraubenhalterungen.  Die klassische Aufteilung sieht den Einbau des Mainboards mit den I/O-Anschlüssen nach oben und den Steckplätzen nach unten vor. Das Netzteil wird links unten am Gehäuseboden platziert, die Laufwerkskäfige, die im Idealfall ausgebaut werden können, sind im Frontbereich vor den Lüftern zu finden. Letztgenannte saugen Frischluft seitlich oder frontal ein, während der Hecklüfter die vom CPU-Kühler aufgewärmte Luft aus dem Gehäuse befördert.

Eine Kammer fürs Netzteil

Das Netzteil (alles Wissenswerte rund um Netzteile finden Sie in unserem Ratgeber), welches in seiner Funktion als Stromwandler einiges an Hitze abstrahlt, sollte im Idealfall nicht die Luft im restlichen Gehäuse aufwärmen.

Daher verfügt mittlerweile fast jedes Gehäuse jedweden Formats über eine Abdeckung oder eigene Kammer für diese Hardware-Komponente. Bei diesem sogenannten Zweikammerdesign liegt das Netzteil in einem weitestgehend geschlossenen Raum am Case-Boden. Beispiele hierfür sind das Fractal Design Define R6 sowie das Be quiet Silent Base 801.

Bei diesen Midi-Towern lassen sich sogar die Laufwerkshalterungen in der Kammer, in der sich die Platine befindet, für einen optimierten Luftstrom komplett entfernen. Sie verfügen dafür über alternative 2,5-Zoll- Laufwerksbefestigungen auf der Rückseite der Mainboardhalterung.

Quelle: Kolink
Bei diesem Modell (Kolink Bastion RGB) kann man unten gut die abgetrennte Kammer für das Netzteil erkennen.

Die Platine steht kopf

Natürlich muss es nicht immer die klassische Aufteilung sein. Neben dem regulären Zweikammerdesign gibt es auch das Konzept, die Platine wie beim Cooler Master Cosmos 700M/P um 90/180 Grad zu drehen respektive wie im Dark Base Pro 900 Rev. 2/700 verkehrt herum einzubauen. Auf diese Art und Weise nutzt man den Konvektionseffekt, der dafür sorgt, dass die durch den Stromspender aufgewärmte Luft direkt durch den Deckel entweicht. Im Gegenzug wird die heiße Luft in der Hauptkammer durch die Frontlüfter sowie den am Boden platzierten Hecklüfter gekühlt.

Passend dazu: Das beste Mainboard für Ihren PC

Midi, Mini und Micro – So beeinflussen Grafikkartenlänge und Kühlerhöhe den Gehäuse-Kauf

Wie bereits erwähnt: Je kleiner das gewünschte PC-Gehäuse ist, desto mehr muss man beim Kauf der Hardware-Komponenten darauf achten, dass sie größentechnisch in das Case passen. Das gilt eben nicht nur für die Hauptplatine, sondern auch in Bezug auf die Grafikkarte und den Prozessorkühler. Wir zeigen, worauf Sie achten müssen, wenn Sie Ihre Hardware in einem Midi-/Micro-/ Minigehäuse unterbringen wollen.

Welcher Kühler passt in welches Gehäuse?

Die Profis von der PC Games Hardware haben in ihren Gehäuse-Tests festgestellt: „Über die Hälfte der bisher getesteten Micro-ATX-Gehäuse, unter anderem auch das Corsair Crystal 280X, nimmt Turmkühler mit einer Höhe bis 150 mm anstelle der Boxed-Kühler oder eine Top-Blower-Variante wie den Be quiet Shadow Rock LP oder Cryorig C1 auf. Bei folgenden Sonderfällen darf der Turmkühler sogar deutlich höher ausfallen: Fractal Design Node 804 bis 160 mm, Anides AI7M bis 168 mm, Bitfenix Aegis Core und Fractal Design Meshify C Mini bis 170 mm sowie Antec ISK 600M bis 174 mm. Im Gegenzug gibt es Micro-ATX-Gehäuse wie das Jonsbo VR2, bei denen die Maximalhöhe für den CPU-Kühler bei 120 mm liegt.“

Kleines Gehäuse nur mit kurzer Grafikkarte?

Grafikkarten sind nicht in Standardlängen passend zu den Gehäuseklassen eingeteilt. Entsprechend muss man hier auf die Zentimeter-Angaben bezüglich der Länge achten. In ein Gehäuse der Klasse „Big“ passen selbstverständlich alle Grafikkarten, selbst leistungsstarke Riesen mit 32 Zentimetern Länge. Möchte man ein solches Kaliber in einem Midi-Tower unterbringen, kann es sein, dass dafür ein Laufwerkskäfig entfernt werden muss. Bei Mini-ITX-Gehäusen gibt es wenige Einzelfälle, in welche eine über 30 cm lange Grafikkarte passt – generell gilt hier aber, dass die meisten GPU-Hersteller mittlerweile speziell an Minis angepasste Modelle auf dem Markt haben. In Micro-ATX-Gehäusen ist im Regelfall bei 24 Zentimetern Grafikkartenlänge Schluss.

Passend dazu:Grafikkarten-Vergleich: So finden Sie die beste GPU

Quelle: Lian Li
Das PC-Gehäuse "Odyssey Yacht" von Lian Li - solche Showcase-Gehäuse zeigen: Der PC hat sich längst vom zweckmäßigen Rechner zu einem Teil des Interieurs gemausert.

Ausstattungstrends: RGB-beleuchtete Lüfter und GPUs im Hochformat

Wenngleich sich schlichte mattschwarze Gehäuse für Rechner ungebrochener Beliebtheit erfreuen, zeigt sich dennoch seit 2018 immer mehr der Trend hin zum Ausgefallenen. Mithilfe von gläsernen Seitenteilen oder einer durchsichtigen Front wird der Blick ins Innenleben des Rechners freigegeben. Dort sorgen dann nicht nur RGB-beleuchtete Hardware-Komponenten dafür, dass der PC seinen berechtigten Platz als Designerstück im Zimmer bekommt, sondern auch die Beleuchtung der Gehäuselüfter. Diese RGB-Beleuchtung kann über eine RGB-Steuerungsplatine eingestellt und in einigen Fällen mittels Software individualisiert werden. Je nach Modell erfolgt die Steuerung der Lüfter-Beleuchtung entweder mittels Fernbedienung und RGB-Steuerung des Mainboards oder per Knopfdruck am I/O-Panel sowie einer RGB-Steckverbindung und der Synchronisierungssoftware der Hauptplatine. Für letztere Version gibt es je nach Hersteller verschiedene Systeme. Die vier wichtigsten sind: Asus (Aura Sync), Gigabyte (RGB Fusion Ready), MSI (Mystic Light Sync) und Asrock (Polychrome RGB).  

Bitte beachten Sie, dass viele Komplett-PC-Hersteller ihre PCs nur in einem Gehäuse ohne Glas-Seitenteile verkaufen, da nur geschlossene Gehäuse für eine gute Abschirmung sorgen, so wie es der Gesetzgeber vorsieht. Sind sie also empfindlich gegenüber elektromagnetischer Strahlung, sollten Sie auch ein Gehäuse ohne schickes Glasfenster wählen.

Ebenfalls beliebt bei Gehäusen mit Glaselementen ist es, die Grafikkarte hochkant einzubauen und dieses wichtige und oft teure Hardware-Element im beleuchteten Innenraum zur Schau zu stellen. Damit die GPU vertikal montiert werden kann, benötigt man ein sogenanntes PCI-E-Riser-Kabel. Mit diesem kann man die GPU, die eigentlich direkt auf ihren Steckplatz auf dem Mainboard horizontal angebracht wird, über einige Zentimeter Entfernung mit der Hauptplatine verbinden und sie so freier im Gehäuse platzieren.

Die besten PC-Gehäuse: unsere Testsieger im Detail

Der Testsieger

Be Quiets Premium-Gehäuse überzeugt auch in seiner dritten Ausgabe mit Ausstattung, Flexibilität, Kühlleistung und geringer Lautheit.

39 Bewertungen*
(Amazon-Kundenbewertungen)
  • Ausstattung, sehr hohe Flexibilität beim Einbau und beim Innenraumlayout
  • Gute bis sehr gute Kühlleistung (Temperatur CPU, Innenraum, GPU)
  • Lautheit der mitgelieferten Lüfter (Be quiet Silent Wings 3)
  • Keine
Seit 2016 hat Be Quiet das Dark Base 900 Pro auf dem Markt. Die aktuelle Ausgabe ist bereits die zweite Revision des PC-Gehäuses und der Hersteller schafft es, die Qualität des Midi/Big-Hybriden immer weiter auszubauen. Mittels Netzteilabdeckung wird der 82,2 Liter große Innenraum in zwei Bereiche aufgeteilt und er bietet genügend Platz für diverse Laufwerke, zusätzliche Lüfter und sogar die Möglichkeit, das Mainboard invertiert einzubauen. Grafikkarten dürfen bis zu 47 cm lang sein, das heißt, auch hier bleibt die Auswahl größtmöglich. Die Kühlung des Dark Base 900 Pro ist effektiv und leise – wer dennoch eine Wasserkühlung oder extra große Radiatoren einbauen möchte, findet auch dafür ausreichend Raum. Dank der verglasten Seitenwand ist zudem der Blick auf die Hardware freigegeben, wer also beleuchtete oder optisch extravagante Komponenten zur Schau stellen will, kann dieses problemlos tun.
Fazit: Viel Platz, gute Ausstattung, hohe Flexibilität – ein verdienter Testsieger!

Der Preis-Leistungs-Sieger

Der jüngste Spross von Fractal Designs erfolgreicher Define-Reihe sichert sich mit seiner guten bis sehr guten Ausstattung den ersten Platz im Midi-Tower-Test und ist dank kleinem Preis auch unsere Preis-Leistungs-Empfehlung.

7 Bewertungen*
(Amazon-Kundenbewertungen)
  • Ausstattung (u.a. offenes Design/Deckel/Tür)
  • Kühlung der CPU, GPU und des Innenraums
  • Geringe Lautheit der 140-mm-Lüfter (Dämmung)
  • Keine
Die Ausstattung des Define R6 ist eine Mischung aus Altbewährtem und Neuem. Features wie die beidseitig montierbare und gedämmte Tür, die als Modivent bezeichnete Deckelkonstruktion oder die entfernbaren 2,5-Zoll-Halterungen auf der Rückseite des Mainboard- Trays gab es schon beim Define R5. Die Netzteilkammer, auf der sich zwei 2,5-Zoll-Laufwerksbefestigungen anbringen lassen, sowie die durch die Ausbaumöglichkeit des kompletten 3,5/2,5-Zoll-Käfigs flexible Inneraumgestaltung sind dagegen nützliche Neuerungen. Das Define R6 eignet sich überdies auch sehr gut für den Einsatz einer Wasserkühlung. An der Front ist Platz für einen 360/280-mm-Radiator. Ist die Halterung für die einzeln entnehmbaren 3,5/2,5-Zoll-Laufwerksplätze entfernt, lässt sich unter dem geöffneten Deckel gar ein 420-mm-Wärmetauscher anbringen. Für die gute bis sehr gute Kühlleistung (CPU: 60 °C/GPU: 70 °C/ Innenraum: 38 °C) sind jedoch die drei mitgelieferten 140-mm-Lüfter (Lüfterplätze siehe Testtabelle) verantwortlich. Dank zusätzlicher Dämmung (Tür/Seitenteile) dringt nur eine geringe Geräuschkulisse von 1,1/1,1 Sone aus dem maximal 58,8 Liter fassenden Innenraum. Dieses Gehäuse gibt es übrigens auch in einer besonders gestalteten und optimierten Version als PCGH-Edition.
Fazit: Empfehlenswerter Define-R5-Nachfolger mit nützlichen Neuerungen zum kleinen Preis.
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