Ein PC ohne Gehäuselüfter ist zwar machbar und wird im Regelfall nicht binnen Kürze in Flammen aufgehen, richtig empfehlenswert ist er aber nicht. In den PC-Lüftern steckt vielleicht keine aufwendige Technik, wie es bei anderen Komponenten der Fall ist, doch sie bewerkstelligen etwas essenziell Wichtiges: Korrekt ausgerichtete und gut eingestellte Lüfter erhalten den Luftstrom im PC-Gehäuse aufrecht, der alle darin eingebaute Technik wie CPU, Mainboard, Grafikkarte, Netzteil, Festplatte und deren eigene Kühlvorrichtungen mit frischer, kühler Luft versorgt. 

Dabei reichen im Regelfall schon zwei PC-Lüfter aus, um die Temperatur der Komponenten wesentlich herabzusetzen. Was es mit dem Luftstrom auf sich hat, wo der Unterschied zwischen PWM und 3-Pin liegt und alles weitere Wissenswerte sowie Bestenlisten für aktuelle PC-Lüfter finden Sie in unserem Ratgeber.

Passend dazu: Die besten PC-Gehäuse – welches PC-Case ist das richtige für mich? 

Wie funktioniert ein PC-Lüfter und was ist seine Aufgabe?

Dafür, dass der PC-Lüfter sich dreht, sorgt ein kleiner Elektromotor, im Regelfall bestehend aus ringförmig angeordneten fest stehenden Spulen und zwei Magneten im drehbaren Teil des Lüfters, auch Rotor genannt. Durch den Strom, der über das Kabel in die Spulen fließt, werden diese ebenfalls zu Magneten, deren Polarisierung (Plus und Minus) sich kontinuierlich so ändert, dass die beiden im Rotor fixierten Magnete durch das sich gegenseitige Abstoßen gleicher Pole im Kreis herum getrieben werden. Das Ergebnis ist, dass der Rotor sich dreht.

Die Aufgabe der Gehäuse-Lüfter ist so simpel wie essenziell: Sie sorgen dafür, dass kühle Luft von außerhalb des Computers in das Gehäuse hinein und die sich darin entwickelnde erwärmte Luft wieder aus demselben hinaus befördert wird. 

Denn: Die einzelnen Komponenten wie CPU, Grafikkarte, Festplatte(n) oder Netzteil arbeiten mit Strom und erhitzen dadurch sich selbst und die Umgebungsluft.

Je nach Auslastung der Hardware ist die Wärmeentwicklung stärker oder schwächer und natürlich besitzen CPU, Netzteil und Grafikkarte eigene Kühlvorrichtungen. Doch auch dann, wenn diese eigenen Kühlvorrichtungen mit Ventilatoren arbeiten, sind diese darauf angewiesen, dass die Luft-Temperatur im Gehäuse nicht zu hoch ist. An dieser Stelle kommen die PC-Lüfter ins Spiel, die dem CPU-Kühler oder der Grafikkarte zuarbeiten. Wie viele man für einen optimalen Luftstrom mindestens installieren sollte und welche Taktik am besten funktioniert, erfahren Sie im Abschnitt „Wie viele PC-Lüfter sind sinnvoll – Wissenswertes rund um Luftstrom und Co.“.

Was bedeuten PWM, Molex und 3-Pin?

In unseren Ranglisten finden Sie als ersten Wert den Anschluss und entsprechend 4-Pin oder 3-Pin. Die Bezeichnung verrät dabei schon: Lüfter mit 3-Pin werden über ein Kabel mit drei Steckern (Pins) versorgt und gesteuert, 4-Pin entsprechend mit vier. Einbauen kann man beide auf dem einen oder anderen Steckplatz, 3-Pin passt also auf einen 4-Pin-Steckplatz und umgekehrt. Der maßgebliche Unterschied ist die sogenannte Ansteuerung der beiden Anschlussarten.

Eine dritte Anschlussart, eigentlich der sogenannte Laufwerksstecker, wird meist als „Molex“ bezeichnet, nach der Firma, die diesen erfunden hat.

3-Pin-Lüfter

Beiden gleich sind die Aufgaben der ersten drei Pins: Masse, Strom und Tachosignal. Über die ersten beiden Kabel laufen dabei standardmäßig 12 Volt. Das Tachosignal-Kabel teilt dem Mainboard oder einer eigens eingebauten Lüftersteuerung mit, auf welcher Drehzahl der Ventilator läuft. 3-Pin-Lüfter werden dabei ausschließlich über die Spannung geregelt: Bei 12 Volt drehen die Blätter durchgehend auf voller Leistung. Möchte man eine niedrigere Drehzahl (beispielsweise um den Geräuschpegel herabzusetzen), muss man die Spannung mittels Adapter (5  oder 7 Volt) oder einer Lüftersteuerung herabsetzen. Welchen Einfluss das Drosseln der Spannung mittels Adapter auf die Kühlleistung hat, erfahren Sie im Abschnitt „Die Standard-Lüfter-Positionierung mit Drehzahl-Drosselung“.

4-Pin-Lüfter & PWM

PC Games Hardware
Zwei verschiedene Varianten 4-Pin sowie einmal 3-Pin: So sehen Lüfteranschlüsse aus.

Beim 4-Pin-Lüfter kommt ein vierter Kontakt dazu. Im Regelfall läuft über diesen vierten Pin die sogenannte PWM, zu Deutsch Pulsweitenmodulation. Durch die Pulsweitenmodulation kann die Drehzahl des Lüfters bei einer gleichbleibenden Spannung von 12 Volt gesteuert werden. 

Das hat den Vorteil, dass Anlaufschwierigkeiten oder ein Stehenbleiben wegen zu niedriger Spannung kein Thema mehr sind. Das PWM-Signal gibt dem Lüfter einen speziellen Takt vor, welcher denselben in sehr kurzen Abständen ein- und wieder ausschaltet. Dieser Wechsel findet im 1/100-Millisekundenbereich statt, wird also vom PC-Inhaber nicht wahrgenommen. Durch das Ein- und Ausschalten wird die jeweils gewünschte und passende Drehzahl erreicht.

Ob es sich bei einem 4-Pin zugleich um einen PWM-fähigen Stecker handelt, ist in den Produkteigenschaften angegeben.

"Molex"

Hat der Lüfter einen ziemlich großen Anschluss-Stecker, dürfte es sich um einen sogenannten „Molex“ handeln. Diese auch Laufwerksstecker genannten Anschlüsse wurden von der Firma Molex erfunden und laufen daher bis heute unter diesem Namen, auch wenn der jeweilige Lüfteranschluss von einer anderen Firma produziert wurde. Der große Unterschied ist, dass Molex-Stecker nicht am Mainboard angebracht werden, sondern am Netzteil.

Entsprechend ist hier auch kein Signal zur Regulierung möglich, ein solcher PC-Lüfter läuft einfach auf voller Leistung. Will man so einen Lüfter drosseln, muss man ihn über einen passenden 3-Pin-Adapter ans Motherboard anschließen oder einen 5-Volt- oder 7-Volt-Molex-Adapter verwenden.

Die besten von uns getesteten PC-Lüfter: 120 mm

PC-Lüfter 120 mm
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Ranking
1. Platz
2. Platz
3. Platz
4. Platz
5. Platz
6. Platz
7. Platz
8. Platz
9. Platz
10. Platz
11. Platz
Produktname Noctua NF-A12x25 PWM* Noctua NF-F12 PWM* Noiseblocker eLoop® B12-PS* Thermaltake Pure Plus RGB 12 (3er Pack)* Be Quiet Silent Wings 3 PWM* Scythe Scythe Kaze Flex PWM RGB* ARCTIC F12 PWM* Noiseblocker Multiframe S-Series MF12-S2* Noiseblocker BlackSilentPro PL-2* Cooler Master Silencio FP 120 PWM* Nanoxia Special N.N.V. PWM*
Hersteller Noctua Noctua Noiseblocker Thermaltake be quiet! Scythe ARCTIC Noiseblocker Noiseblocker Coolermaster Nanoxia
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Note
WERTUNG: 1,83
WERTUNG: 2,23
WERTUNG: 2,35
WERTUNG: 2,42
WERTUNG: 2,50
WERTUNG: 2,54
WERTUNG: 2,63
WERTUNG: 2,64
WERTUNG: 2,69
WERTUNG: 2,71
WERTUNG: 2,75
Amazon-Kundenbewertung
Anschluss/Kabellänge 4-Pin PWM/52 cm 4-Pin PWM/53 cm 4-Pin PWM/75 cm 4-Pin Floppy/Molex 4-Pin PWM**/50 cm 4-Pin PWM/47 cm 4-Pin PWM**/39 cm 3-Pin/44 cm 3-Pin/75 cm 4-Pin PWM/44 cm 4-Pin PWM/45 cm
Regelung Spannungs-Adapter Spannungs-Adapter Via USB/Software
Drehzahl 100 % 2.000 U/min 1.500 U/min 1.500 U/min 1.500 U/min 1.450 U/min 1.200 U/min 1.350 U/min 1.250 U/min 1.400 U/min 1.400 U/min 1.650 U/min
Kühlleistung* 7,9/10,1/15,0 Kelvin 10,2/13,4/18,6 Kelvin 10,9/14,1/19,0 Kelvin 10,9/13,7/19,7 Kelvin 11,7/14,4/20,7 Kelvin 10,9/14,3/21,4 Kelvin 10,0/12,9/18,2 Kelvin 12,7/16,1/21,5 Kelvin 12,3/15,4/20,5 Kelvin 13,1/16,9/23,1 Kelvin 12,0/14,5/19,2 Kelvin
Lautheit* 1,8/0,7/0,1 Sone 1,5/0,4/0,1 Sone 0,7/0,1/0,1 Sone 1,7/0,5/0,1 Sone 0,6/0,1/0,1 Sone 0,8/0,2/0,1 Sone 1,4/0,4/0,1 Sone 0,5/0,1/0,1 Sone 1,0/0,3/0,1 Sone 0,4/0,2/0,1 Sone 1,6/0,6/0,1 Sone
Vorteile
  • Sehr hohe Kühlleistung
  • Sehr leise
  • Lautloses Lager
  • Gute Kühlleistung
  • Lautloses Lager
  • Umfangreiches Zubehör
  • Hohe Kühlleistung
  • Sehr leise
  • Einzeln konfigurierbare RGB-LEDs
  • Integrierte Lüftersteuerung
  • Sehr leise
  • Gute Kühlleistung
  • Leise
  • Angemessene Kühlleistung
  • RGB-Beleuchtung
  • Sehr günstig
  • Weiter Regelbereich
  • Sehr leise
  • Perfekte Entkopplung
  • Leise
  • Flexibles Kabelsystem
  • Sehr weiter Regelbereich
  • Auch bei hoher Drehzahl leise
  • Leises Lager
  • Sehr weiter Regelbereich
Nachteile
  • Teuer
  • Keine
  • Saugseitige Hindernisse problematisch
  • Durchschnittliche Effizienz
  • PWM nur eingeschränkt nutzbar
  • Keine
  • Nebengeräusche
  • Begrenzter Regelbereich
  • Kühleffizienz mäßig
  • Niedrige Leistung bei wenig U/min
  • Mittelmäßige Leistung
Angebote

* Auf Alphacool-Nexxxos-XT45-120/-140-mm-Radiator, Differenztemperatur Wasser/Luft, Wärmequelle: Xeon E5-2687W (150 W TDP)

Lüfter steuern: Steuerung, Adapter, UEFI und Software

Um die Geschwindigkeit der Lüfter zu regeln und anzupassen (unter anderem um die Lautheit auf ein angenehmes Niveau zu bringen), gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die erste Option haben wir bereits im Zuge des 3-Pin-Anschlusses angesprochen: Die Regulierung über die Spannung mittels eines 5- oder 7-Volt-Adapters. Hierbei wird die Drehzahl konstant auf der Geschwindigkeit gehalten, die bei der jeweiligen Spannung möglich ist.

Wann der Lüfter dreht und wann nicht, wird im einfachsten Fall über das UEFI geregelt, also jener Grundsoftware, die dafür sorgt, dass der Computer sich überhaupt einschalten lässt und quasi die wichtigsten Lebensfunktionen des PCs steuert. Bei neuen Mainboards ist eine Lüftersteuerung über das UEFI (auch genannt Firmware) standardmäßig möglich, bei älteren Modellen wird eine spezielle Software benötigt. Das bekannteste Programm für die Lüftersteuerung ist das kostenlose Windows-Tool Speedfan.

Quelle: PC Games Hardware
Die Lüftersteuerung kann auf verschiedene Arten vonstattengehen. T.B.RGB von Enermax bringen direkt ihren eigenen Controller für RGB und Lüfter mit.

Eine dritte Option ist die Hardware-Lösung in Form eines Steuergerätes. Ein solches verbindet man mit den Lüftern und dem Netzteil des PCs und montiert es in einem der Schächte, die für CD-Laufwerke vorgesehen sind. Auf diese Weise kann man die Drehzahl der Ventilatoren manuell regulieren. Es gibt aber auch Steuerungen, welche die Regulierung automatisch übernehmen.

120 mm oder 140 mm – welchen Unterschied macht die Größe?

Quelle: PC Games Hardware
Die Hardware aus dem Hause Noctua erkennt man an ihrer eigenwilligen braunen Farbgebung. Noctuas NF-A12x25 mit seinem 0,5 mm winzigen Abstand zwischen Rahmen und Flügelblättern gehört zu den leisesten und dabei leistungsstärksten Lüftern.

Generell haben 140-mm-Lüfter dank der größeren Fläche der Rotorblätter die Nase vorn, denn sie können mehr Luft bewegen. Jedoch darf man die Power hinter extrem guten 120-mm-Lüftern wie dem Noctua NF-A12x25 nicht unterschätzen. Besagter PC-Lüfter hat in unseren Tests auch 14-mm-Lüfter geschlagen. 

In der Summe lässt sich sagen: Grundsätzlich ist ein größerer Ventilator auch leistungsfähiger, es kommt aber immer auch auf die Qualität des Lüfters an. Man sollte im PC keine kleineren Lüfter als vorgesehen einbauen, aber auch keine zu großen PC-Lüfter, wo für diese schlichtweg der Platz fehlt.

Machen LEDs den Lüfter kleiner und dadurch schlechter?

Wie bei allen PC-Komponenten liegen auch bei Lüftern LEDs immer mehr im Trend. Insbesondere die Lüfter an der Front machen sich beleuchtet optisch richtig gut.

Ob die Beleuchtung Einfluss auf die Qualität der Kühlung hat, kommt tatsächlich auf die Position der LEDs an. Sitzen diese in einem Ring entlang der Rahmeninnenseite, müssen die Rotorblätter dafür kürzer gestaltet werden. Auf diese Weise geht Fläche und damit auch Kühlleistung verloren. Zieren die LEDs die Rahmenecken oder die Lüfternabe, dann bleibt die Leistung ungetrübt. Man muss dabei aber freilich bedenken, dass die Beleuchtung auch ihren Preis hat, gute Lüfter mit LEDs also mehr kosten.

Die besten von uns getesteten PC-Lüfter: 140 mm

PC-Lüfter 140 mm
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Ranking
1. Platz
2. Platz
3. Platz
4. Platz
5. Platz
6. Platz
7. Platz
8. Platz
9. Platz
10. Platz
11. Platz
12. Platz
13. Platz
14. Platz
15. Platz
Produktname Noiseblocker eLoop® B14-PS* Noctua NF-A14 FLX* Thermaltake Riing 14 LED RGB* SilverStone SST-FQ141* Noiseblocker BlackSilent Pro PK2* PHANTEKS PH-F140SP 140mm* Fractal Design Venturi HP-14 PWM* Be Quiet BL067* Nanoxia 200300277 CoolForce 140* Enermax T.B. Silence PWM* Enermax T.B. Silence ADV* Corsair ML140 Pro LED * Noctua NF-A14 iPPC-2000 PWM* be quiet! BL047 Pure Wings* Arctic BioniX F140-140 mm*
Hersteller Noiseblocker Noctua Thermaltake SilverStone Technology Noiseblocker Phanteks Fractal Design be quiet! Nanoxia Enermax Enermax Corsair Noctua be quiet! ARCTIC
asin B0149M97NU B00AA875NC B017NS6VT0 B00O3J3BFK B00839WPRG B00E9NZV4Y B00W1KXY28 B01JMEMAE8 B01BSYE32C B008KXIZ06 B07DQ8BKTD B01G5I6MSE B00KESSUDW B00ECWKE3A B075CY8GG2
gtin 4250051906509 4716123314813 4016139094656 4710007221525 4250051906295 0886523000426 7350041083368 4260052184271 4260285292774 4713157731760 4713157723338 0843591072168 4716123315438 0804067184532 4895213700214
Note
WERTUNG: 2,01
WERTUNG: 2,21
WERTUNG: 2,25
WERTUNG: 2,36
WERTUNG: 2,37
WERTUNG: 2,41
WERTUNG: 2,42
WERTUNG: 2,45
WERTUNG: 2,45
WERTUNG: 2,48
WERTUNG: 2,48
WERTUNG: 2,62
WERTUNG: 2,78
WERTUNG: 2,89
WERTUNG: 3,02
Amazon-Kundenbewertung
Anschluss/Kabellänge 4-Pin PWM/75 cm 3-Pin/53 cm 4-Pin PWM/45 cm 4-Pin PWM/29 cm 3-Pin/75 cm 3-Pin/92 cm 4-Pin PWM/50 cm 4-Pin PWM/50 cm 3-Pin/43 cm 4-Pin PWM/49 cm 4-Pin PWM/50 cm 4-Pin PWM/59 cm 4-Pin PWM/40 cm 3-Pin/45 cm 4-Pin PWM/39 cm
Regelung 2 Spannungs-Adapter 2-stufig Spannungs-Adapter Vorwiderstand
Drehzahl 100% 1.200 U/min 1.200 U/min 1.400 U/min 1.000 U/min 1.200 U/min 1.200 U/min 1.500 U/min 1.000 U/min 1.100 U/min 1.200 U/min 1.200 U/min 2.000 U/min 2.000 U/min 1.000 U/min 1.800 U/min
Kühlleistung* 8,8/11,0/15,2 Kelvin 9,5/12,0/16,9 Kelvin 9,1/11,3/16,9 Kelvin 10,3/12,9/17,6 Kelvin 10,2/12,8/18,1 Kelvin 8,9/11,5/16,2 Kelvin 9,6/11,7/18,2 Kelvin 11,7/14,7/20,4 Kelvin 12,2/14,6/20,3 Kelvin 9,2/11,8/16,0 Kelvin 9,5/12,6/17,9 Kelvin 6,2/7,3/10,6 Kelvin 6,9/8,1/11,8 Kelvin 11,8/15,6/21,1 Kelvin 6,6/8,2/11,5 Kelvin
Lautheit* 1,1/0,2/0,1 Sone 0,9/0,2/0,1 Sone 1,4/0,6/0,1 Sone 0,9/0,2/0,1 Sone 1,1/0,3/0,1 Sone 1,4/0,4/0,1 Sone 1,4/0,5/0,1 Sone 0,3/0,1/0,1 Sone 0,3/0,1/0,1 Sone 1,6/0,6/0,2 Sone 1,1/0,3/0,1 Sone 4,2/1,7/0,4 Sone 4,0/1,6/0,4 Sone 0,5/0,1/0,1 Sone 4,7/2,1/0,4 Sone
Vorteile
  • Gute Leistung
  • Sehr leise
  • Lautloses Lager
  • Leise
  • Umfangreiche Ausstattung
  • Extravagante Beleuchtung
  • Beiliegende Steuerung
  • Leise
  • Günstig
  • Leise
  • Flexibles Kabelsystem
  • Lager immer leiser als Lüfter
  • Leistung bei niedrigen Drehzahlen gut
  • Intelligente Entkopplung
  • Niedrige Anlaufdrehzahl
  • Sehr leise
  • Leistung pro Lautheit gut
  • Sehr leise
  • Günstig
  • Weiter Regelbereich
  • Gute Maximalleistung
  • Gute Maximalleistung
  • Akzeptable Lautheit
  • Runtergeregelt akzeptable Effizienz
  • Sehr hohe Leistung
  • Hohe Maximalleistung
  • Sehr leise
  • Sehr leises Lager
  • Extrem weiter PWM-Regelbereich
Nachteile
  • Etwas dicker als Standard-Lüfter
  • Keine
  • Leistung pro Lautheit nur Mittelmaß
  • Begrenzte Maximalleistung
  • Leistung pro Lautheit nur Mittelmaß
  • Brummige Klangcharakteristik
  • Leistung pro Lautheit nur Mittelmaß
  • PWM-Implementation problematisch
  • Niedrige Maximalleistung
  • Luft- & Lager-Nebengeräusche
  • Deutliche Nebengeräusche
  • Hohe Lautheit
  • Hohe Lautheit
  • Nebengeräusche bei niedriger Drehzahl
  • Begrenzte Leistung
  • Sehr laute Abstimmung
  • Etwas dicker als andere Lüfter
Angebote

* Auf Alphacool-Nexxxos-XT45-120/-140-mm-Radiator, Differenztemperatur Wasser/Luft, Wärmequelle: Xeon E5-2687W (150 W TDP)

Wie viele PC-Lüfter sind sinnvoll – Wissenswertes rund um Luftstrom und Co.

Mittlerweile ist es üblich, bei PC-Gehäusen auf eine aktive Kühlung durch Lüfter zu setzen. In der Regel sind selbst günstige Cases standardmäßig mit einem oder mehreren PC-Lüftern bestückt. Oft ist aber nicht klar, ob diese Belüftung ausreicht oder ob eine Aufrüstung vonnöten ist. Im Folgenden erklären wir, was es mit dem Luftstrom auf sich hat, wie viele Lüfter man installieren sollte und welche Lüfteranordnung sinnvoll ist.

Konstanter Luftstrom ist wichtig

Die wichtigste Prämisse ist das Aufrechterhalten des Luftstroms. Hierbei sollte immer darauf geachtet werden, dass sämtliche im Gehäuse befindlichen Ventilatoren die Luft möglichst in dieselbe Richtung bewegen und sie nicht gegeneinander arbeiten. Bei den meisten aktuellen PC-Cases bietet sich dazu eine ganze einfache Konstellation bezüglich der PC-Lüfter an: Einer saugt an der Front die kühle Luft in das Gehäuse hinein, der zweite bläst sie direkt hinter dem Prozessor wieder nach draußen. Oft stellen sich PC-Käufer die Frage, ob es nicht noch andere sinnvolle Aufteilungen der Lüfter gibt oder ob man gar ganz auf die Ventilatoren am Gehäuse verzichten kann. Diese Fragen klären wir in den nächsten Abschnitten.

Brauche ich wirklich Gehäuse-Lüfter?

Kommen bei einem PC keine Lüfter am Gehäuse zum Einsatz, sorgen alleine die Ventilatoren an CPU-Kühler und Grafikkarte für Frischluftzufuhr. Da aber in einem Gehäuse ohne Lüfter deutlich weniger Luft von außen nach innen dringt und die warme Luft deshalb viel länger im Case verbleibt, ist auch die von den genannten Komponenten zur Kühlung genutzte Luft erheblich wärmer. Wird warme Luft zum Kühlen verwendet, ist das logischerweise auf Dauer nicht besonders effektiv. In verschiedenen Tests von PC Games Hardware stiegen die Temperaturen durch das Weglassen sämtlicher Lüfter stark an. Zwar waren die Werte noch nicht so hoch, dass die Hardware gefährdet gewesen wäre, jedoch kamen hier sehr luftdurchlässig gestaltete PC-Gehäuse zum Einsatz. In weniger luftdurchlässigen Cases oder solchen, in denen die Hardware sich auf engem Raum drängt (also beispielsweise Mini-Gehäuse), kann die Temperatur aber durchaus so sehr ansteigen, dass eine ausreichende Kühlung nicht mehr gegeben ist. Daher raten wir dringend dazu, Ihren Computer stets mit mindestens einem Lüfter auszustatten.

PC-Lüfter: Das ist die beste Aufteilung

Mit zwei Lüftern ist Ihr Computer im Regelfall auf der sicheren Seite. Doch darüber, wie man diese Lüfter am besten verteilt, scheiden sich oft die Geister. PC Games Hardware hat verschiedene Testreihen durchgeführt, um herauszufinden, wo Sie die Ventilatoren am effektivsten platzieren und ob Sie mit oder ohne Drosselung besser fahren.

Quelle: PC Games Hardware

Die Standard-Lüfter-Positionierung mit Drehzahl-Drosselung

Das erste Setup, das von der PC Games Hardware getestet wurde, ist quasi der Standard in fast allen Fertig-PCs und auch sonst das beliebteste Modell. Hierbei kommen zwei PC-Lüfter zum Einsatz, die per 7-Volt-Adapter gedrosselt werden, das heißt, dass sie eine geringere Umdrehungszahl erreichen, als sie ungedrosselt theoretisch könnten. Der eine wird an der Case-Front vor der Festplatte montiert, wo er kühle Luft ansaugt. 

Der zweite bläst hinter dem CPU-Kühler die erhitzte Luft wieder aus dem Gehäuse. Dieses Setup bringt sofort einen großen Vorteil, der der Kühlung jeder Komponente im Computer zugutekommt. Die Festplatte, die auf diese Weise direkt im Luftstrom des vorderen Lüfters liegt, profitiert davon ganz besonders, denn ihre Temperatur sinkt im Vergleich zu einem unbelüfteten Gehäuse um 13 Grad. Der Prozessor ist in diesem Test immerhin um 8,5 Grad kühler. Weniger stark ist die Auswirkung auf die Grafikkarte, die einen Temperatur-Rückgang von 6 Grad meldet – Ähnliches gilt für die Spannungswandler. 

Die oben aus dem Gehäuse strömende Luft ist um 12 Grad kühler, während die Temperatur am Case-Boden nahezu gleich bleibt. Im Ergebnis zeigt dieser Test nicht nur, dass sich eine Belüftung des Gehäuses generell lohnt, sondern auch dass dieses simple Setup auf jeden Fall den gewünschten Effekt der Kühlung hat.

Zwei PC-Lüfter, keine Drosselung: Kaum kühler, aber deutlich lauter

Im zweiten Test wurde der 7-Volt-Adapter weggelassen. Das heißt, die hier genauso wie im oben genannten Setup positionierten Lüfter konnten ungehemmt auf voller Leistung rotieren. Entsprechend ist hier der Lärmpegel deutlich lauter als im gedrosselten Setup. Nun möchte man meinen, dass sich bei derart ungezügelter Power der Innenraum des Gehäuses nach dem Motto „Viel hilft viel“ in einen Eisschrank verwandelt – das passiert aber nicht. 

Erstaunlicherweise ist der Temperatur-Unterschied im Vergleich zur leisen Variante nur marginal, die Grafikkarte ist gerade mal 3 Grad kühler, Ähnliches gilt für die Spannungswandler und die Festplatte. Die CPU erreicht denselben Wert wie im Standard-Setup. Das Fazit lautet: Kaum mehr Kühlung bei deutlich höherer Lautheit – den 7-Volt-Adapter wegzulassen lohnt sich nicht und kann von uns auch nicht empfohlen werden.

Je mehr Lüfter, desto besser?

Viele Gehäuse, insbesondere Midi- und Big-Formate, bieten Platz für mehr als zwei Lüfter. Dementsprechend hat PC Games Hardware auch ein Setting mit vier Ventilatoren getestet. Neben den üblichen beiden PC-Lüftern an der Front und hinter der CPU wurden zu diesem Zweck ein dritter über dem Prozessor und ein vierter am Gehäuseboden montiert. Der Ventilator über der CPU bläst Luft aus dem Case, der am Boden saugt sie hinein. 

Die Erwartung, dass bei so vielen Lüftern die Temperatur im PC-Gehäuse deutlich sinken würde, konnte aber tatsächlich nicht erfüllt werden – ganz im Gegenteil, die Temperatur lag teilweise sogar höher. Es wird davon ausgegangen, dass dieses unlogisch erscheinende Ergebnis dadurch entstand, dass der Boden-Ventilator den Luftstrom des Front-Lüfters verwirbelte und dadurch ab- und von CPU und Grafikkarte weglenkte.

Quelle: PC Games Hardware
Die Temperatur der jeweiligen Hardware nach Lüfter-Aufteilung. Bei "In das Gehäuse" bliesen alle Lüfter nach innen.

Dieser Versuch zeigt ganz klar, dass es nicht darauf ankommt, möglichst viele Lüfter im Computer zu installieren, sondern dass diese so positioniert werden, dass ein optimaler Luftstrom entsteht, bei welchem sich die einzelnen Ströme nicht in die Quere kommen.

Funktioniert der Kamineffekt bei PC-Lüftern?

Neben den oben genannten Standard-Ausrichtungen kursieren natürlich auch exotischere Positionierungen, darunter eine, die den Kamineffekt nutzen möchte. Eine Anordnung der Lüfter im Gehäuse gemäß dem Kamineffekt zielt darauf ab, dass der erzeugte Luftstrom die natürliche Bewegungsrichtung der warmen Luft nach oben hin unterstützt. Dazu werden alle Lüfter so ausgerichtet, dass sie von unten nach oben blasen. Das Problem bei dieser Theorie ist aber, dass selbst ein PC-Case der Klasse „Big“ zu klein ist, als dass ein ernsthafter Kamineffekt entstehen könnte. 

Der Temperaturtest ergab, dass sich im Vergleich zur Standard-Ausrichtung nichts ändert – lediglich die Spannungswandler im Bereich des CPU-Sockels bleiben deutlich kühler. Dafür schwitzt die Festplatte, die nun nicht mehr von der Kühlung durch einen Front-Ventilator profitiert.

Passend dazu: Der große CPU-Vergleich: Welchen Prozessor brauche ich?  

PC-Lüfter einbauen – Video mit Anleitung

Extra leise: Spezielle Technik bei Noctua und Noiseblocker

Quelle: PC Games Hardware
Die schlaufenförmigen Rotoren der PC-Lüfter der Noiseblocker-Eloop-Serie sorgen für eine sehr geräuscharme Belüftung.
Die Notwendigkeit, die Gehäuselüfter so einzustellen, dass der Lärmpegel einem selbst und gegebenenfalls anderen Menschen um einen herum nicht den letzten Nerv raubt, nimmt freilich dank zunehmend besserer Technik immer mehr ab. Besonders zwei Hersteller haben hier die Nase vorn und haben Lüfter für Computer entwickelt, die von Haus aus kaum hörbar sind: Noctua und Noiseblocker. Noctua, dessen Produkte für die sehr eigenwillige braune Farbe bekannt sind, setzt beim NF-A12x25 PWM auf speziell geformte Rotorblätter, die sich in gerade mal einem halben Millimeter Abstand zum Lüfterrahmen bewegen. Noiseblocker hat in seiner Eloop-Serie sogenannte bionische Schlaufenrotoren verbaut, die durch ihre besondere Schlaufenform extrem leise laufen. An diesen Beispielen sieht man, dass auch bei „einfachen“ Ventilatoren noch Innovationen möglich sind und man regelmäßig neue Techniken präsentiert bekommt.

Die besten PC-Lüfter: Unsere Testsieger im Detail

Der Testsieger, 120 mm

Der Noctua NF-A12x25 ist unser Spitzenreiter in allen Kategorien, sowohl unter den Neuzugängen als auch in der Gesamtwertung.

70 Bewertungen*
(Amazon-Kundenbewertungen)
  • Sehr hohe Kühlleistung
  • Sehr leise
  • Lautloses Lager
  • Teuer
Noctuas NF-A12x25 ist der beste jemals von PC Games Hardware getestete 120-mm-Lüfter. Er wird sogar einigen 140-mm-Lüftern gefährlich und macht den größten Sprung in der Lüftertechnik, den wir seit Langem erlebt haben. Dies gilt für den gesamten, insbesondere bei analoger Regelung extrem weiten Drehzahlbereich. Je höher die Drehzahl, desto deutlicher zieht der NF-A12x25 den bisherigen Aerodynamik-Referenzen Silent Wings 3 und Eloop davon, erreicht bessere Temperaturen und ist dabei extrem leise. Nach Noctuas NF-F12 und NF-A14 ist der NF-A12x25 der dritte Lüfter überhaupt, bei dem gar keine Nebengeräusche festgestellt werden konnten. Obendrein kommt er mit umfangreichem Zubehör. Der Nachteil ist, dass der NF-A12x25 auch beim Preis gut vorlegt und für einen PC-Lüfter recht kostspielig ist.
Fazit: Leise und leistungsstark – der Noctua NF-A12x25 ist der absolute Spitzenreiter unter den PC-Lüftern.

Der Preis-Leistungs-Sieger, 120 mm

Das wichtigste Merkmal der Eloop-Serie ist das schlaufenförmige Design der Rotorblätter, dank dessen der PC-Lüfter leise und dabei leistungsstark für Kühlung sorgt.

47 Bewertungen*
(Amazon-Kundenbewertungen)
  • Hohe Kühlleistung
  • Sehr leise
  • Saugseitige Hindernisse problematisch
Das bionische Rotordesign ist das ganz Besondere an diesem Lüfter. Eloop-typisch schlägt die Spitze eines Lüfterblattes einen Bogen zum nachfolgenden. Was zunächst nach Materialverschwendung aussieht, ist ein von Vogelflügeln inspiriertes Design, das laute Luftverwirbelungen an den Blattenden verhindert – weil es gar keine Enden mehr gibt. Dank dieser Technik gelingt es dem Eloop B12-PS über sein gesamtes Leistungsspektrum hinweg, etwas leiser zu bleiben als der Großteil der Konkurrenz bei vergleichbarer Kühlleistung. Umgekehrt kann er bei gleicher Lautheit schlicht mehr Luft bewegen und damit besser kühlen, zumindest solange ihm kein Hindernis in den Weg kommt. Vorverwirbelungen in der anströmenden Luft stören das hochoptimierte Eloop-Design dagegen und sorgen für eine auffälligere Geräuschcharakteristik. Zum Glück steigt diese Empfindlichkeit genauso mit der Lüfterdrehzahl wie die Lüfterlautheit allgemein: Während bei voller Leistung selbst ein dünner Staubfilter zwei Zentimeter vor dem Lüfter zu hörbaren Unterschieden und eine restriktive, aus Bohrlöchern gebildete Lüfteröffnung sogar zu einer objektiv höheren Lautheit führen, reichen bei halbierter Drehzahl bereits fünf Millimeter Abstand zum eigentlichen Hindernis, um Probleme zu vermeiden. Unbedenklich ist dagegen die blasende Montage auf Kühlern oder bei der Gehäuseentlüftung.
Fazit: Laufleise und leistungsstark dank von der Natur inspirierter Lüfterblätter und dabei günstig im Preis.

Der Testsieger, 140 mm

Seit vier Jahren schon hält sich der große Bruder des B12-PS auf den besten Plätzen der PCGH-Wertungen für 140-mm-Lüfter.

19 Bewertungen*
(Amazon-Kundenbewertungen)
  • Gute Leistung
  • Sehr leise
  • Etwas dicker als Standard-Lüfter
Auch der Eloop B14-PS ist mit Noiseblockers bionischen schlaufenförmigen Ventilatorenblättern ausgestattet. Der 140-mm-Lüfter ist dadurch sehr leise – wenngleich ein winziges bisschen lauter als sein 120-mm-Kollege. Gleichzeitig ist die Kühlleistung sehr gut und auch besser als beim B12-PS. Die bei B12-PS erklärte Empfindlichkeit in Bezug auf Probleme mit Hindernissen im Luft-Ansaugbereich ist bei diesem Modell nicht mehr gegeben. Zwar reagieren auch die 140-mm-Modelle auf vorverbildete Luft mit gesteigerten Geräuschemissionen, das Luftrauschen am Hindernis selbst ist aber wesentlich stärker. Zusätzliche Brummgeräusche wurden nur in Einzelfällen bei unmittelbar aufliegenden Strukturen beobachtet; bereits die Lüftervorkammer eines Radiators oder die Halterung vieler Gehäuse-Staubfilter sorgt für ausreichend Abstand, um die Geräuschcharakteristik unbeeinflusst zu lassen.
Fazit: Seit Jahren der beste 140-mm-Lüfter – hier kann man nichts falsch machen!
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