Das Netzteil versorgt Ihren PC und somit alle anderen Hardware-Komponenten wie die CPU, das Mainboard oder die Grafikkarte mit Strom. Daher ist es wichtig, dass das Netzteil die Leistung bringt, die Sie benötigen und auch noch Leistungsreserven vorhanden sind. In den meisten Fällen reicht hier ein Netzteil mit einer Leistung zwischen 550 Watt und 850 Watt – in dieser Klasse finden Sie auch viele attraktivste Angebote! Um Sie vor dem Kauf zu beraten, stellen wir Ihnen in unserem Netzteil-Test nicht nur die besten von uns getesteten Modelle mit verschiedenen Leistungsangaben vor, wir erklären auch, worauf Sie achten müssen, um das passende Netzteil zu finden.

Die 21 besten Netzteile ab 750 Watt

Corsair AX1600i

Das Cosair AX1600i* wird mit einem Potpourri an Kabeln und Steckern ausgeliefert, die allesamt in einer leicht transportierbaren Falttasche untergebracht werden – ideal für Wettbewerbe. Neben zwei EPS-Steckern für CPU und Mainboard gibt es neun PCI-Express-, 16 SATA-, neun PATA- und zwei Floppy-Disk-Anschlüsse. Das als Single-Rail konzipierte Netzteil kann mittels USB-Kabel, Link-Software und weniger Klicks in ein Multi-Rail-Netzteil mit eigener OCP-Sicherung verwandelt werden. Neben allen nötigen Schutzschaltungen kann das Cosair AX1600i* im Single-Rail-Modus die gesamten 1,6 Kilowatt auf der 12-Volt-Schiene ausgeben. Dank der Gleichspannungswandler, einer aktiven Klemmschaltung, des LLC-Schwingkreises und der neuen modernen Galliumnitrid-Transistoren kann der Spannungswandler locker die verlangten Titanium-Wirkungsgrade erreichen. 

Der aktive Leistungskorrekturfaktor wurde deshalb extra für hohe Schaltgeschwindigkeiten optimiert, sodass bei fünf Prozent Last der Wert bereits bei 0,894 ist und unter Volllast auf 0,998 ansteigt. Auch in Sachen Lautheit hat Corsair seine Hausaufgaben gemacht, denn bis zu einer Last von 640 Watt läuft das Cosair AX1600i* passiv, erst dann wird aktiv mit einem 140-mm-Lüfter gekühlt. 

Das Cosair AX1600i* wird mit einem Potpourri an Kabeln und Steckern ausgeliefert, die allesamt in einer leicht transportierbaren Falttasche untergebracht werden – ideal für Wettbewerbe. Neben zwei EPS-Steckern für CPU und Mainboard gibt es neun PCI-Express-, 16 SATA-, neun PATA- und zwei Floppy-Disk-Anschlüsse. Das als Single-Rail konzipierte Netzteil kann mittels USB-Kabel, Link-Software und weniger Klicks in ein Multi-Rail-Netzteil mit eigener OCP-Sicherung verwandelt werden. Neben allen nötigen Schutzschaltungen kann das Cosair AX1600i* im Single-Rail-Modus die gesamten 1,6 Kilowatt auf der 12-Volt-Schiene ausgeben. Dank der Gleichspannungswandler, einer aktiven Klemmschaltung, des LLC-Schwingkreises und der neuen modernen Galliumnitrid-Transistoren kann der Spannungswandler locker die verlangten Titanium-Wirkungsgrade erreichen. 

Der aktive Leistungskorrekturfaktor wurde deshalb extra für hohe Schaltgeschwindigkeiten optimiert, sodass bei fünf Prozent Last der Wert bereits bei 0,894 ist und unter Volllast auf 0,998 ansteigt. Auch in Sachen Lautheit hat Corsair seine Hausaufgaben gemacht, denn bis zu einer Last von 640 Watt läuft das Cosair AX1600i* passiv, erst dann wird aktiv mit einem 140-mm-Lüfter gekühlt. 

Anfangs produziert der Rotor dann 0,3 Sone, bei 80 Prozent Last steigt die Geräuschkulisse auf 0,6 Sone und unter Volllast ist das Netzteil mit 2,8 Sone dann deutlich wahrnehmbar. Die Spannungsstabilität ist sehr strikt, so zeigt beispielsweise die 12-Volt-Schiene nur eine Abweichung von 0,22 Prozent und einen Drop von 0,05 Prozent. Auch in Crossload-Szenarien zeigt die 12-Volt-Leitung eine Abweichung von 0,53 Prozent und einen Abfall von 0,67 Prozent. Durch die hochwertigen Kondensatoren weist das Netzteil eine Stützzeit von 21,9 ms auf.

Seasonic Focus PX-850

Beim Seasonic Focus PX-850* handelt es sich mit Abmessungen von 140 × 150 × 86 mm um eines der kleinsten Netzteile unseres Vergleichstests der 850-Watt-Klasse. Außerdem kommt mit 120 mm einer der kleinsten Lüfter zum Einsatz, der das Seasonic Focus PX-850* dennoch zuverlässig und leise kühlt. Selbst bei einer Last von 50 Prozent liegt die Lüfter-Drehzahl bei niedrigen rund 460 U/min und erzeugt leise 0,1 Sone Lautheit. Auch bei 80 Prozent Last wird das Netzteil nicht lauter. Erst bei 100 Prozent Last und einer Lüfterdrehzahl von 817 U/min ist das Seasonic Focus PX-850* mit 0,4 Sone hörbar und ähnlich leise wie das Be Quiet Straight Power 11. Auszeichnen kann sich das Seasonic-Single-Rail-Netzteil auch bei der Spannungsregulation. 

Mit 33,3– mV ist die Restwelligkeit auf der 12-Volt-Schiene höher als bei allen Mitbewerbern. Sie ist jedoch deutlich niedriger als die empfohlenen 120 mV des Intel-Design-Guides. Das Housekeeping des Seasonic ist dank einer Stützzeit von 19 ms vollkommen in Ordnung. Ein besonders gutes Ergebnis erreicht das High-End-Netzteil bei niedrigen Lasten. Während bei 25 Watt das Corsair RM850x die Effizienz- Krone für sich beansprucht, übertrifft das Seasonic bei 90 Watt alle Mitbewerber. Wie alle Test-Geräte kommt auch das Seasonic Focus PX-850* als vollmodulares Netzteil mit zusätzlichem EPS-Stecker daher.

Beim Seasonic Focus PX-850* handelt es sich mit Abmessungen von 140 × 150 × 86 mm um eines der kleinsten Netzteile unseres Vergleichstests der 850-Watt-Klasse. Außerdem kommt mit 120 mm einer der kleinsten Lüfter zum Einsatz, der das Seasonic Focus PX-850* dennoch zuverlässig und leise kühlt. Selbst bei einer Last von 50 Prozent liegt die Lüfter-Drehzahl bei niedrigen rund 460 U/min und erzeugt leise 0,1 Sone Lautheit. Auch bei 80 Prozent Last wird das Netzteil nicht lauter. Erst bei 100 Prozent Last und einer Lüfterdrehzahl von 817 U/min ist das Seasonic Focus PX-850* mit 0,4 Sone hörbar und ähnlich leise wie das Be Quiet Straight Power 11. Auszeichnen kann sich das Seasonic-Single-Rail-Netzteil auch bei der Spannungsregulation. 

Mit 33,3– mV ist die Restwelligkeit auf der 12-Volt-Schiene höher als bei allen Mitbewerbern. Sie ist jedoch deutlich niedriger als die empfohlenen 120 mV des Intel-Design-Guides. Das Housekeeping des Seasonic ist dank einer Stützzeit von 19 ms vollkommen in Ordnung. Ein besonders gutes Ergebnis erreicht das High-End-Netzteil bei niedrigen Lasten. Während bei 25 Watt das Corsair RM850x die Effizienz- Krone für sich beansprucht, übertrifft das Seasonic bei 90 Watt alle Mitbewerber. Wie alle Test-Geräte kommt auch das Seasonic Focus PX-850* als vollmodulares Netzteil mit zusätzlichem EPS-Stecker daher.

Die 9 besten Netzteile bis 650 Watt

Seasonic Prime Fanless 600 W

Seasonic hat den leistungsfähigsten passiv gekühlten Spannungswandler auf den Markt gebracht: das Seasonic Prime Fanless* mit einer Nominalleistung von 600 Watt. Die Abmessungen des vollmodularen Netzteils sind etwas größer ausgefallen als im ATX-Standard definiert: So besitzt der passive Stromspender eine Breite von 15 cm, eine Tiefe von 17 cm und eine Höhe von 8,6 cm. Ausgestattet ist der Spannungswandler mit genug Kabeln für einen HTPC oder ein Gaming-System. Selbst für den Betrieb von mehreren GPUs liegen genug PCI-E-Anschlüsse bei. 

Für Datengräber, SSDs oder andere Laufwerke gibt es sechs SATA- und fünf PATA-Stecker. Das Netzteil ist im Single-Rail-Design konstruiert worden und kann die gesamte Leistung über die 12-Volt-Schiene ausgeben. Das passive Netzteil besitzt alle gängigen Schutzschaltungen. Auch die Hold-Up-Time kann des Seasonic Prime Fanless* sich sehen lassen: Ganze 39,7 (!) ms lang kann noch Strom nachgeliefert werden, das ist mehr als doppelt so lange, wie vom ATX- Standard gefordert, und die längste Stützzeit im Test.

Seasonic hat den leistungsfähigsten passiv gekühlten Spannungswandler auf den Markt gebracht: das Seasonic Prime Fanless* mit einer Nominalleistung von 600 Watt. Die Abmessungen des vollmodularen Netzteils sind etwas größer ausgefallen als im ATX-Standard definiert: So besitzt der passive Stromspender eine Breite von 15 cm, eine Tiefe von 17 cm und eine Höhe von 8,6 cm. Ausgestattet ist der Spannungswandler mit genug Kabeln für einen HTPC oder ein Gaming-System. Selbst für den Betrieb von mehreren GPUs liegen genug PCI-E-Anschlüsse bei. 

Für Datengräber, SSDs oder andere Laufwerke gibt es sechs SATA- und fünf PATA-Stecker. Das Netzteil ist im Single-Rail-Design konstruiert worden und kann die gesamte Leistung über die 12-Volt-Schiene ausgeben. Das passive Netzteil besitzt alle gängigen Schutzschaltungen. Auch die Hold-Up-Time kann des Seasonic Prime Fanless* sich sehen lassen: Ganze 39,7 (!) ms lang kann noch Strom nachgeliefert werden, das ist mehr als doppelt so lange, wie vom ATX- Standard gefordert, und die längste Stützzeit im Test.

Seasonic Focus PX-650

An der ehemals Focus+-Serie (mittlerweile einfach Focus) werkelt Seasonic immer wieder mal, wie bei der Lüftersteuerung des Seasonic Focus PX-650*. Das Single-Rail-Netzteil verfügte in unserem Test über alle gängigen Schutzschaltungen und bekommt ein ausgewogenes Kabelbukett mit zwei EPS- und vier PCI-E-Steckern spendiet. Der Spannungswandler kann per Knopfdruck semi-passiv betrieben werden, sodass bei geringen Lasten der 120 mm große hydrodynamische Lüfter ausbleibt. Erst bei 40 Prozent Last, sprich 260 Watt, springt dieser an und emittiert eine Lautheit von 0,4 Sone bei 330 Umdrehungen pro Minute.

Bis zur Halblast behält das Netzteil die Geräuschkulisse bei, erst bei 70 Prozent Last können bereits 1,0 Sone wahrgenommen werden. Dies steigert sich dann sukzessiv bis zu 1,6 Sone bei Volllast mit 854 U/ min. Die Spannungsregulation fällt ziemlich gut und strikt aus, besonders gut kommt das Seasonic Focus PX-650* mit der Spannungsabweichung klar, denn die Spannung weicht nur um 0,72 Prozent auf der 12-Volt-Schiene ab, der Spannungsabfall auf selbiger Leitung beträgt 0,47 Prozent. Beim Housekeeping wird die Stützzeit mit 14,5 ms nicht eingehalten, das PG-Signal ist dagegen aber in Ordnung. Die Restwelligkeit wird gut unterdrückt, auch wenn keine Spitzenwerte erreicht werden, ist das Ergebnis zufriedenstellend. Insgesamt ist das Seasonic Focus PX-650* ein faires, bezahlbares Platin-Angebot.

An der ehemals Focus+-Serie (mittlerweile einfach Focus) werkelt Seasonic immer wieder mal, wie bei der Lüftersteuerung des Seasonic Focus PX-650*. Das Single-Rail-Netzteil verfügte in unserem Test über alle gängigen Schutzschaltungen und bekommt ein ausgewogenes Kabelbukett mit zwei EPS- und vier PCI-E-Steckern spendiet. Der Spannungswandler kann per Knopfdruck semi-passiv betrieben werden, sodass bei geringen Lasten der 120 mm große hydrodynamische Lüfter ausbleibt. Erst bei 40 Prozent Last, sprich 260 Watt, springt dieser an und emittiert eine Lautheit von 0,4 Sone bei 330 Umdrehungen pro Minute.

Bis zur Halblast behält das Netzteil die Geräuschkulisse bei, erst bei 70 Prozent Last können bereits 1,0 Sone wahrgenommen werden. Dies steigert sich dann sukzessiv bis zu 1,6 Sone bei Volllast mit 854 U/ min. Die Spannungsregulation fällt ziemlich gut und strikt aus, besonders gut kommt das Seasonic Focus PX-650* mit der Spannungsabweichung klar, denn die Spannung weicht nur um 0,72 Prozent auf der 12-Volt-Schiene ab, der Spannungsabfall auf selbiger Leitung beträgt 0,47 Prozent. Beim Housekeeping wird die Stützzeit mit 14,5 ms nicht eingehalten, das PG-Signal ist dagegen aber in Ordnung. Die Restwelligkeit wird gut unterdrückt, auch wenn keine Spitzenwerte erreicht werden, ist das Ergebnis zufriedenstellend. Insgesamt ist das Seasonic Focus PX-650* ein faires, bezahlbares Platin-Angebot.

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PC-Netzteil: der große Ratgeber

Was darf mein Netzteil kosten – eine Faustregel​

Beim Netzteilpreis gelten ungefähr zehn Prozent des Gesamtpreises für den Rechner als angebracht. Dabei sollten Sie grundsätzlich – und insbesondere bei einem Gaming-PC oder einem Rechner, der viele Stunden am Stück intensiv genutzt wird – zu Netzteilen mit einer Gold-Zertifizierung (80-Plus-Initiative) greifen, da hier die Effizienz, die Länge der Garantiezeit und die Wertigkeit der Bauteile deutlich besser sind als bei Netzteilen mit Bronze- oder Silber-Zertifizierung.

Gold-Netzteile liegen im Regelfall preislich zwischen 60 und 115 Euro und sind damit bei spürbar höherer Qualität nur wenig teurer als Bronze und Silber. Hier zu sparen zahlt sich im Regelfall letztlich nicht aus – außer Sie streben einen Rechner an, der nur ab und an beziehungsweise über kurze Zeitfenster hinweg genutzt wird.

Wie viel Watt Leistung muss mein neues PC-Netzteil bringen? ​

Quelle: PC Games HardwareWer blindlings einfach das stärkste Netzteil kauft, handelt damit meist vorschnell, weil er mehr Geld als nötig für Leistung, die er nicht braucht, ausgibt. Zu wenig Leistung ist freilich auch nicht gut. Generell gilt als Richtwert, dass das Netzteil mit einer Auslastung von 45 bis 75 Prozent am effektivsten arbeitet. Das heißt, der Bedarf Ihres Rechners sollte sich innerhalb dieses Rahmens der Leistung des Netzteils bewegen. Wie hoch die Leistungsaufnahme Ihres Systems ist, können Sie den Herstellerangaben entnehmen. 

Manche Hersteller stellen online auch Watt-Rechner zu Verfügung, über welche Sie sich einen ungefähren Wert berechnen lassen können. Bedenken Sie beim Kauf des Netzteils auch, dass Sie diese PC-Komponente im Regelfall deutlich seltener austauschen als beispielsweise eine Grafikkarte oder Speicherkarten. 

Schlagen Sie daher auf den aktuellen Watt-Bedarf noch einen Puffer drauf, mit dem zukünftige Hardware-Neuanschaffungen ebenfalls abgedeckt sein werden.

Eine kleine Orientierungshilfe:

  • Für einen reinen Bürorechner oder maßgeblich als Multimediaplayer genutzten PC können Sie 200 bis 300 Watt veranschlagen.
  • Gaming-PCs mit günstigeren oder Mittelklasse-Grafikkarten liegen bei rund 400 bis 500 Watt.
  • Wer sich teurere und extrem leistungsstarke Komponenten holt, sollte seinen Rechner auf jeden Fall mit einem 600-Watt-Netzteil ausstatten.
  • Übertakter arbeiten mit bis zu 1.000 Watt.

Was bedeutet das 80-Plus-Zertifikat beim PC-Netzteil?

Netzteil: Schaubild zur Ersparnis nach 80-Plus-Label Quelle: PC Games HardwareDamit der Computer läuft, benötigt er eine Netzspannung von 12 Volt (Gleichspannung). Das heißt, dass das Netzteil die 230 Volt, die aus der Steckdose kommen, umwandeln muss. Bei dieser Umwandlung gehen einige der aus der Steckdose gezogenen Watt verloren, vor allem in Form von entstehender Wärme. Mit anderen Worten: Es wird Strom bezahlt, der letztlich nicht effektiv genutzt wird. Damit der Käufer weiß, wie hoch dieser Verlust ist, gibt es das sogenannte 80-Plus-Zertifikat.

Hat ein Netzteil ein einfaches 80-Plus-Zertifikat, arbeitet es mit einer Effizienz von 85 Prozent. Es gehen also 15 Prozent verloren. Darüber hinaus staffelt sich die Leistungsfähigkeit der Netzteile: Bronze (88 Prozent)Silber (90 Prozent)Gold (92 Prozent)Platinum (94 Prozent) und Titanium (96 Prozent). Das heißt: Benötigt Ihr System beispielsweise 400 Watt, wird das Netzteil bei einer Effizienz von 85 Prozent circa 480 Watt aus der Steckdose holen.

Der Unterschied der Effizienzklasse kann sich auch stark auf die jährliche Stromrechnung auswirken. Wer seinen PC täglich über acht Stunden und/oder auf voller Leistung nutzt, der spart mit einem Titanium-Netzteil bei einem Kilowattstunden-Preis von 30 Cent im Vergleich zu einem einfachen 80-Plus-Netzteil gut 55 Euro. Da rechnet sich der höhere Preis des PC-Netzteils schnell. Wer aber nur einen Bürorechner zu versorgen hat oder einen Mittelklasse-Gaming- oder Multimedia-PC sein Eigen nennt, für den lohnt sich ein Netzteil der höchsten Klasse nicht. Gold-Zertifizierung ist hier die beste Lösung. Wer den jährlich eingesparten Betrag ausrechnen kann oder will, für den gilt als Richtwert, dass sich das Netzteil über diesen nach gut zwei Jahren Nutzung amortisiert haben sollte.

Wichtige Komponente: der Netzteillüfter

Genau wie bei anderen Komponenten im Rechner müssen auch Netzteile gekühlt werden, um die entsprechende Leistung kontinuierlich erbringen zu können. Durch die Kühlung kann das PC-Netzteil auf der optimalen Betriebstemperatur gehalten werden, sodass die Lebensspanne des Netzteils erheblich verlängert wird. Neben der aktiven Kühlung mit Luft oder Wasser gibt es noch passiv beziehungsweise semipassiv gekühlte Netzteile.

Das günstigste sogenannte „Bearing“ ist das einfache Gleitlager, auch bekannt als sogenanntes Sleeve Bearing. Hier wird mit Ölen oder Fetten die Reibung in der Kühlung und damit auch die Geräuschemission klein gehalten. Die günstigste Variante ist letztlich aber auch die anfälligste, denn sie eignet sich nur für niedrige Betriebstemperaturen. Ist die Temperatur nämlich zu hoch, kann der verwendete Schmierstoff austrocknen und eine andere als vertikale Anbringung führt dazu, dass der Rotor schlechter in der Lage ist, die nötige Geschwindigkeit zu erreichen. Letzteres rührt daher, dass das Öl oder das Fett sich dann entsprechend der Schwerkraft verhält und sich einseitig ablagert.

PC-Netzteil: Corsair AX1600i Quelle: Corsair
Das Corsair AX1600i wird semipassiv gekühlt. Erst über 40 Prozent Auslastung bzw. 640 Watt schaltet sich der Lüfter ein.

Die preislich nächsthöhere Stufe nennt sich Ball Bearing. Hier wird die Rotation der Netzteil-Kühlung über Wälzlager und darin rollende Körper, im Regelfall Kugeln, bewerkstelligt. Das Gute an dieser Form der Kühlung ist, dass man sie in jeder Position montieren kann und sie zudem höhere Temperaturen aushält. Im Gegensatz zum Sleeve Bearing läuft das Ball Bearing auch bei höheren Rotationsgeschwindigkeiten relativ leise, ist dafür aber bei niedrigeren Geschwindigkeiten etwas lauter.

Sogenannte Fluid Dynamic Bearings (FDB) nutzen eine Vollschmierung mit Öl, in manchen Fällen auch mit Gas, um eine nahezu reibungsfreie Rotation zu erreichen. Diese Rotoren können dank der extrem geringen Reibung länger eingesetzt werden und sie erzeugen weniger Vibrationen als die oben vorgestellten Rotortypen.

Neben den aktiven Netzteil-Kühlungen mit verschiedenen Rotorenlagern gibt es auch semipassive beziehungsweise passive Kühlvarianten, mit denen die Netzteil-Temperaturen innerhalb der ATX-Spezifikation gehalten werden können. Bei passiven Kühlungen enthält das Netzteil äußerst hochwertige Bauteile mit Materialien, die garantieren, dass nicht zu viel Wärme produziert wird. 

Die entstehende Wärme wird außerdem über Kühlkörper aus wärmeleitendem Material abgeführt. Erfolgt die Kühlung semipassiv, bedeutet dies, dass eine Kombination aus besagter hochwertiger Technologie und einem Lüfter verwendet wird. In diesem Fall wird der Rotor erst aktiviert, wenn eine bestimmte Last- oder Temperaturgrenze erreicht wird.

Schaubild zur Hitzeentwicklung in einem PC-Netzteil PC Games Hardware

Lautstärke bei PC-Netzteilen – so wirkt sich die Kühlung aus

Wie die eben erfolgte Beschreibung der Kühlungsformen schon verrät: Je nach Art der Kühlung des Netzteils entsteht mehr oder weniger Lautstärke. Dabei sind die Sleeve-Baring-Rotoren die lauteste Version, die komplett passiv gekühlten Netzteile arbeiten am leisesten. Wer also darauf angewiesen ist, dass sein Rechner mucksmäuschenstill ist, der sollte zu einer passiven Kühlung greifen. Passiv gekühlte Netzteile produzieren auch weniger anderweitige elektrische Eigengeräusche, etwa das sogenannte Spulenfiepen. Was es damit auf sich hat, lesen Sie im nächsten Abschnitt.

Passiv gekühlte Netzteile sind aufgrund der besonders hochwertigen Bauteile auch die teuerste Variante. Eine gute preisliche Alternative sind hier die semipassiv gekühlten Produkte. Diese laufen bis circa 25 Prozent Auslastung ohne eine aktive, rotorenbasierte Kühlung. Damit lässt sich ein PC, der eher moderat belastet wird, beispielsweise bei normalem Arbeiten im Büro, sehr leise betreiben.

Bei Aktiv-Kühlungen sollte die Intensität der Lüftung einstellbar sein und frühestens bei 80 Prozent Auslastung hörbar werden. Ansonsten gilt der Merksatz: Je kleiner der Rotor ist, desto lauter ist er. Daher sollte beim Wunsch nach geringer Lautheit der Netzteil-Lüfter mindestens 120 Millimeter Durchmesser haben.  

PC-Netzteil: Seasonic Prime Fanless Quelle: PC Games Hardware
Das Seasonic Prime Fanless ist das stärkste passive Netzteil, das es aktuell gibt. Bei 600 Watt Leistung ist es nahezu lautlos.

Was ist Spulenfiepen?

„Spulenfiepen“, auch Coil Whining genannt, ist ein sehr hoher pfeifender Ton, der meist durch ein elektrisches Bauteil mit Spule hervorgerufen wird – daher auch der Name. Ursprung des Spulenfiepens ist die elektromagnetische Schwingung, welche letztlich eine hörbare Resonanz verursacht. Der Hauptgrund sind „Synchronisationsprobleme“ zwischen den verwendeten Komponenten, die letztlich dazu führen, dass die Spule vibriert. Das ist in hörbaren Frequenzen wahrnehmbar und lässt sich nur durch Abstimmung der Resonanzwerte der Baugruppen zueinander minimieren.

Vielen Herstellern von Netzteilen ist diese Problematik schon länger bewusst, sodass dementsprechend Maßnahmen ergriffen werden und wurden. Unter anderem werden Widerstandswerte in Feedbackschaltkreisen und das Kernmaterial der Spulen so lange angepasst, bis elektronische Geräusche auf ein Minimum reduziert sind. Um speziell Spulenfiepen von Grafikkarten zu unterbinden, wird zusätzlich darauf geachtet, die Taktfrequenzen des Netzteils so zu balancieren, dass eine Resonanz vermieden wird.

Das Innenleben eines PC-Netzteils in Nahaufnahme Quelle: PC Games Hardware
So sieht es im Netzteil aus. Der mit Kupferdraht umwickelte Kringel unten rechts ist die Drosselspule. Warnhinweis: Öffnen Sie Ihr Netzteil niemals selbst und wagen Sie keine Reparaturversuche. Ein kaputtes Netzteil sollte stets durch ein neues ersetzt werden.

Netzteil: Was bedeuten Single- und Multi-Rail?

Ob Sie sich ein Single- oder Multi-Rail-Netzteil kaufen, hängt maßgeblich davon ab, wie Sie Ihren PC nutzen. Für Übertakter sind Single-Rail-Netzteile die bessere Wahl, da hier die gesamte Leistung theoretisch auf der 12-Volt-Leitung zur Verfügung steht.

Aber was ist eine „Rail“ eigentlich? Die Experten von PC Games Hardware erklären: „In einem Multi-Rail-Netzteil werden die einzelnen Leiterbahnen durch einen Überstromschutz (OCP) separat überwacht. Sobald solch eine Rail beispielsweise 25 Ampere erreicht, schaltet sich das Netzteil dank der OCP-Schaltung ab und schützt dadurch die PC-Komponenten. In einem Single-Rail-Gerät wird dagegen nicht jede Leiterbahn separat überwacht, sondern die gesamten stromspendenden Leitungen als Einheit betrachtet. Hier ist der Wert zum Auslösen der OCP natürlich durch den vergrößerten Verbraucher höher als noch im Multi-Rail-Design. Es ist nichts Ungewöhnliches, dass der notwendige Wert so groß ist, dass Bauteile oder Kabel vorher versagen und gar verschmoren.“

Kommt es aber zu einem Kurzschluss im Rechner, kann es sein, dass der Kurzschlussschutz (SCP) nicht greift, da diese Schutzschaltung nur dann funktioniert, wenn der Widerstand niedrig genug ist. Daher löst der SCP nur bei direkten Kurzschlüssen aus – beispielsweise dann, wenn sich zwei Kabel berühren. Kommt es aber zu einem Kurzschluss auf einer Leiterplatte oder innerhalb eines Bauteils, ist der gemessene Widerstand meist zu groß, um die Schutzschaltung auszulösen, das Netzteil bleibt in Betrieb.

PC Games Hardware erklärt weiter: „Kommt es nun in einem Single-Rail-Netzteil zu einem Kurzschluss, steigt der Strom auf der 12-Volt-Leiterbahn und dem entsprechenden 12-Volt-Kabel enorm an, bis die Schwelle zum Auslösen des Überstromschutzes erreicht wurde. Wie bereits erwähnt, ist der Wert für alle Leiterbahnen in einem Single-Rail-Gerät so hoch, dass es bei leistungsstarken Einheiten auch zu einem Brand kommen kann. In einem Multi-Rail-Gerät liegt der Schwellenwert durch die Aufteilung in mehrere Schienen deutlich geringer, sodass die OCP weit vor der Belastungsgrenze des Kabels greift.“

Sie als Käufer können sich an folgenden Richtwert halten: Bis 550 Watt können Single-Rail-Netzteile problemlos verwendet werden. Darüber hinaus, spätestens aber ab 1.000 Watt Leistung, sollte aus Sicherheitsgründen besser auf ein Multi-Rail-Gerät gesetzt werden.

PC-Netzteil mit bunter RGB-Beleuchtung Quelle: Thermaltake
Auch bei Netzteilen findet man immer öfter Modelle, die über RGB-Beleuchtung verfügen.

Über welche Schutzschaltungen verfügen PC-Netzteile?

Entsprechend den ATX-Spezifikationen (Advanced Technology Extended), einer von Intel unter anderem für PC-Netzteile, PC-Gehäuse und PC-Mainboards ins Leben gerufene Normung, verfügen Netzteile mittlerweile über eine Vielzahl von Schutzmechanismen. Diese sollen in Bezug auf das Netzteil nicht nur dieses selbst vor Überspannungen oder anderweitigen Problemen schützen, sondern auch die im Rechner verbaute weitere Hardware. Folgende Schutzschaltungen gibt es
  • den Überspannungsschutz (OVP)
  • den Kurzschlussschutz (SCP)
  • den Unterspannungsschutz (UVP)
  • den Überhitzungsschutz (OTP)
  • den Überlastschutz (OPP)
  • den Überstromschutz (OCP).
Beim Überspannungsschutz beispielsweise schaltet das Netzteil ab, sobald ein bestimmter Wert überschritten wird. Aber Vorsicht: Die massive Überspannung, die ein Blitzschlag verursacht, überlebt der OVP nicht, wenn Ihr Haus nicht anderweitig gegen diese Naturgewalt geschützt ist. Bei Blitzschlaggefahr sollte der PC also generell vom Netz genommen werden. Der Überhitzungsschutz ist in den ATX-Richtlinien nicht vorgeschrieben. Achten Sie beim Kauf Ihres Netzteils nach Möglichkeit aber dennoch darauf, dass das Produkt über diesen verfügt. So gehen Sie sicher, dass sich das Netzteil, wenn beispielsweise die aktive Kühlung aus irgendeinem Grund ausgefallen ist, abschaltet, bevor es überhitzt. Einen weiteren ausführlichen Test und eine Kaufberatung finden Sie auch bei PC Games Hardware.

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