Die beste Wasserkühlung 2020 - unsere Testsieger

Modulare Wasserkühlungen
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Ranking
1. Platz
2. Platz
3. Platz
Produktname Alphacool Eissturm Hurricane Copper 45* XSPC RayStorm Pro, D5 Photon, RX240* Thermaltake Pacific RL240*
Hersteller Alphacool XSPC Thermaltake
asin B07BDK7GLJ B07HY89NDH B00TSC1CZI
gtin 4250197113434 5060596650442 4717964400444
Note
WERTUNG: 1,31
WERTUNG: 1,81
WERTUNG: 1,85
Amazon-Kundenbewertung
Radiator (B × H × D) 290 × 123 × 70 mm 286 × 130 × 82 mm 285 × 129 × 90 mm
CPU-Temp. 1,0 Sone 46,2 °C (1.280 U/min) 45,8 °C (1.080 U/min) 46,9/28,6 °C (1.080 U/min)
CPU-Temp. (100/75/50 %) 44,4/46,4/50,3 °C 43,7/44,9/48,5 °C 45,6/48,1/53,9 °C
Lautheit 2,2/0,8/0,1/0,1 Sone 3,0/1,3/0,2/0,4 Sone 1,6/0,7/0,1 Sone
Vorteile
  • Laufruhige Lüfter
  • Silent-optimierter Radiator
  • Hochwertige Haptik & Optik
  • Laufruhige Pumpe
  • Gute Lüfterabstimmung
Nachteile
  • Pumpe nicht regelbar
  • Keine Entkopplung
  • Teuer
  • Alu-Radiator
  • Teuer
Angebote

CPU-Kühlung: Luft oder Wasser?

Quelle: PC Games Hardware
Modulare Wasserkühlungen werden aus mehreren Einzelteilen vom Nutzer selbst zusammengesetzt – dadurch sind sie sehr flexibel und können nicht nur die CPU kühlen.

Während Grafikkarten und Netzteile standardmäßig mit verbauter Kühlung geliefert werden und Festplatten meist mittels der Gehäuselüfter gekühlt werden, obliegt es bei der CPU dem Nutzer, sich für eine Kühl-Methode zu entscheiden und diese auch selbst zu montieren.

Welcher Prozessor der richtige für Sie ist, erfahren Sie in unserem CPU-Vergleich.

Es gibt drei bewährte Varianten, den Prozessor auch im größten Eifer des Gefechts auf einer angemessenen Betriebstemperatur zu halten:

  • Luftbasierte CPU-Kühler (Tower oder Top-Blow)
  • Vorgefüllte Kompaktwasserkühlungen
  • Modulare Wasserkühlungen

Der luftbasierte CPU-Kühler ist die am weitesten verbreitete und meist günstigste Variante. Hier wird der komplette Kühler auf dem Prozessor montiert, die Hitze wird über die sogenannten Heat-Pipes auf eine Vielzahl von Lamellen verteilt und diese werden mittels einem oder mehreren Lüftern abgekühlt. 

Kompaktwasserkühlungen sind sozusagen Level 2 der CPU-Kühlungs-Kunst. Der Name „Kompakt“ hat hierbei nichts damit zu tun, dass sie wenig Platz brauchen, sondern rührt daher, dass hier bereits alle für die Wasserkühlung nötigen Teile zu einer Einheit verbaut und mit Kühlflüssigkeit befüllt sind. Wer sich eine Kompaktwasserkühlung kauft, kann diese ohne große Umstände montieren – den Kühlkörper auf dem Prozessor, die Einheit aus Radiator (Lamellen), Lüfter und Pumpe an geeigneter Stelle innerhalb des Gehäuses. Sowohl luftbasierte CPU-Kühler als auch Kompaktwasserkühlungen eignen sich auch für Anfänger im PC-Bastler-Bereich. 

Sie wollen lieber eine Kompaktwasserkühlung? Auch hierfür haben wir den passenden Test und Ratgeber „Kompaktwasserkühlung 2020“!

Level 3 – die Königsklasse und eher was für fortgeschrittene Schrauber – sind die modularen Wasserkühlungen. Diese kann man sich aus den gewünschten Einzelteilen zusammenkaufen oder als Set erwerben. Hier gibt es viel zu tun, die Wasserkühlung muss zusammengesetzt, befüllt, entlüftet, gegebenenfalls entkoppelt und montiert werden. Dafür sind der Fantasie hier nur wenige Grenzen gesetzt. Was es mit alledem auf sich hat, erfahren Sie in den folgenden Abschnitten.

Quelle: PC Games Hardware
Die modulare Wasserkühlung benötigt eine gewisse Grundausstattung, wie sie in Komplett-Sets zu finden ist. Darüber hinaus können versiertere PC-Bastler natürlich weitere Komponenten hinzufügen.

Welche Bestandteile hat die modulare Wasserkühlung?

Wie bereits erwähnt, wird die modulare Wasserkühlung aus einer Vielzahl von Einzelteilen zusammengesetzt. Je nachdem, wie viele Komponenten des PCs gekühlt werden sollen und ob die Schläuche auf möglichst kurzen Wegen oder kunstvoll innerhalb des Gehäuses verlegt werden, kann die Menge der Bauteile variieren. Damit die Wasserkühlung aber überhaupt ihren Zweck erfüllt, muss eine Grundausstattung an Komponenten vorliegen – und diese wollen wir hier vorstellen:

  • Die Pumpe sorgt dafür, dass die Kühlflüssigkeit durch das Kühlsystem bewegt wird.
  • Der Kühlkörper wird auf der zu kühlenden Hardware-Komponente montiert.
  • Die Kühlflüssigkeit nimmt die Hitze der CPU auf und transportiert sie zu Radiator und Lüfter, um sie dort abzugeben.
  • Die Schläuche führen die Kühlflüssigkeit zum Kühlkörper hin und von diesem wieder weg.
  • Über Radiator (Metall-Lamellen) und Lüfter wird die erhitzte Flüssigkeit wieder abgekühlt.
  • Der Ausgleichsbehälter stellt eine komfortable Einfüllöffnung bereit und ermöglicht etwaigen Luftbläschen im Kreislauf zu entweichen.

Daneben gibt es natürlich einige Schrauben, Stromkabel für Pumpe und Lüfter und andere Kleinteile, die nötig sind, um die Wasserkühlung zu montieren.

Wie funktioniert eine Wasserkühlung?

Die Aufgaben der einzelnen Bauteile verraten schon weitestgehend, wie die modulare Wakü arbeitet. Der Kühlkörper, der beispielsweise auf dem Prozessor sitzt (oder aber auf der GPU, den RAM-Modulen, der Festplatte oder dem Netzteil), führt die dort entstehende Hitze ab. Das wird im Regelfall mittels einer Kupferplatte, die auf der zu kühlenden Komponente liegt, bewerkstelligt. 

Durch diesen Kühlkörper fließt die Kühlflüssigkeit in einem stetigen Kreislauf und nimmt die Wärme quasi mit. Wasser leitet Temperaturen übrigens besser als Luft – einer der Gründe, warum Wasserkühlungen für beste Temperatur-Ergebnisse sorgen. Die nächste Station der Kühlflüssigkeit sind der Radiator und die Lüfter. Die Wärme, welche die Flüssigkeit mit sich bringt verteilt sich zwischen den Metall-Lamellen des Radiators und wird von den Lüftern (meist sind es mindestens zwei), abgesaugt und aus dem PC-Gehäuse hinausgeblasen.

Vorteile und Nachteile der modularen Wasserkühlung

Vorteile: Beste Kühlung und hohe Flexibilität

Quelle: PC Games Hardware
Mehr Radiator-Fläche gefällig? Mit einer Wasserkühlung kein Problem, mit dem passenden technischen Know-How können die Radiatoren und Lüfter auch außen am Gehäuse montiert werden.

Modulare Wasserkühlungen sind in Sachen Kühlung klar im Vorteil. Nicht nur, dass Wasser die Wärme besser abtransportiert, als Luft. Auch die Möglichkeit, einen oder mehrere möglichst große Radiatoren zu wählen, sorgt für bessere Temperaturen. Warum das so ist? Je größer die Oberfläche des Radiators ist, desto mehr und besser kann die mit der Kühlflüssigkeit herangeschaffte Hitze an die Umgebungsluft abgegeben und von den Lüftern fortgeblasen werden. Natürlich ist man bei der Wahl der Radiator-Größe an die Platzverhältnisse im PC-Gehäuse gebunden.

Werden mehrere Hardware-Komponenten mittels Wasserkühlung versorgt, wirkt sich das auf das allgemeine Klima im Case positiv aus.

Das führt uns zum zweiten Vorteil der modularen Wasserkühlungen: Sie sind flexibel. Wer das technische Know-how mitbringt, der kann neben dem Prozessor weitere Hardware in den Kühlkreislauf einbinden und so für optimale Temperaturen im gesamten PC sorgen. Auch ist man nicht daran gebunden, den Radiator und die Lüfter zwingend im Gehäuse unterzubringen. Manch einer bringt großflächige Radiatoren nebst Lüftern an der Außenseite an und schafft so mehr Platz, mehr Oberfläche und beste Kühlung.

Die Flexibilität bringt aber auch optische Vorteile. Mit einer modularen Wasserkühlung lässt sich einiges anstellen: Schläuche lassen sich in Form bringen, Kühlflüssigkeiten können farbige Akzente setzen, die sich durch das Gehäuse schlängeln.

Quelle: Bitspower
Der Kühlkörper ist dank RGB-Beleuchtung ein Hingucker und wegen kleiner Ausmaße einfach auf der CPU zu montieren. Beste Kühlung gibt es obendrein - das macht die modulare Wasserkühlung zur Königsklasse der Komponenten-Kühlung.

Nachteile: Kosten und Aufwand

Die Tatsache, dass eine modulare Wasserkühlung aus einer Vielzahl von Einzelteilen besteht, lässt es erahnen, dass man hier einiges an Zeit und Liebe aufwenden muss, um das gewünschte funktionierende Ergebnis zu erreichen. Die Wakü muss zusammengesetzt, befüllt, auf Dichtigkeit geprüft und entlüftet werden. Manch einer setzt dann noch darauf, die Pumpe und/oder den Radiator zu entkoppeln, um die Lautstärke zu minimieren. Natürlich sind hierfür auch keine Grundkenntnisse in Raketenwissenschaften nötig, ein gewisses Maß an handwerklichem Geschick und Geduld sind aber dennoch vonnöten.

Beste Kühlung und hohe Flexibilität haben zudem ihren Preis – wer eine gute modulare Wasserkühlung wenigstens für seinen Prozessor möchte, der sollte keine Preise unter 200 Euro erwarten – im Vergleich dazu gibt es gute Kompaktwasserkühlungen für gut 100 Euro, teilweise sogar weniger, gute luftbasierte CPU-Kühler gibt es schon ab 50 Euro.

Wasserkühlung entkoppeln für noch weniger Lautheit?

Quelle: PC Games Hardware
Hier sieht man das sogenannte „Shoggy Sandwich“, das unter die Pumpe gesetzt wurde, um Vibrationen abzufangen.

Im Zusammenhang mit Wasserkühlungen wird auch oft davon gesprochen, dass die Pumpe oder der Radiator entkoppelt werden. Unter Entkopplung versteht man das Vermeiden von Berührungspunkten zwischen besagten Teilen der Wasserkühlung und dem Metall des PC-Gehäuses. Warum die Wasserkühlung entkoppeln?

Sowohl die Pumpe als auch der Radiator, auf welchem die Lüfter sitzen, arbeiten intensiv und erzeugen dadurch Vibrationen. Diese Vibrationen übertragen sich auf das Metall des Cases und erzeugen so Geräusche, die je nach Empfindlichkeit des PC-Nutzers, störend wirken können. Je mehr Leistung die Wasserkühlung erbringen muss, desto stärker wird die Geräuschkulisse durch Lüfter und Pumpe – an den Sone-Werten in unserer Bestenliste kann man deutlich sehen, dass die zunächst sehr leisen Wasserkühlungen ab 75 Prozent Auslastung dann doch 1 Sone und bei 100 Prozent sogar 2, teilweise 3, Sone übersteigen und damit deutlich hörbar sind. Für jemanden, der seinen PC kaum fordert, ist das selten ein Problem. Wer aber die gesamte Hardware gerne an ihre Grenzen treibt (Stichwort Übertakten!), bei dem kann der PC ordentlich ins Schwitzen kommen – und entsprechend hart müssen Lüfter und Kühlungen arbeiten.

Die beliebteste Methode, die Pumpe zu entkoppeln, ist das „Shoggy Sandwich“. Hier liegt ein Schaumgummi-Quader zwischen zwei Moosgummi-Platten. Das Ganze kommt unter die Pumpe und nimmt so die Vibrationen fast vollständig auf – auf diese Weise wird die Wasserkühlung nahezu unhörbar.

Wie baue ich eine modulare Wasserkühlung ein?

Wer sich vorab ein Bild davon machen will, wie der Einbau einer modularen Wasserkühlung von Statten geht, der kann sich im Video der PC Games Hardware informieren:

Kühlflüssigkeit und Schläuche als Highlights der Wasserkühlung

Quelle: PC Games Hardware
Die Wasserkühlung kann ein echter Hingucker im Gehäuse sein. Kühlflüssigkeit gibt es in viele Farben.
Wer sich die kunstvollen Konstruktionen von „Case-Moddern“ mal angesehen hat, der weiß, dass modulare Wasserkühlungen ein enormes optisches Potenzial haben. Sowohl die Kühlflüssigkeit als auch die Schläuche können in unterschiedlichen Farben gekauft werden – meist wird zu durchsichtigen Schläuchen und colorierter Flüssigkeit gegriffen. Hier gibt es wenig, was es nicht gibt. Grün, Rot, Pink, Schwarz, Blau, ja sogar UV-aktive Farben, die dann leuchten, sind erhältlich. Die Schläuche müssen nicht immer weich und biegsam sein, es sind auch festere, röhrenartige Verbindungsteile möglich. Auf diese Weise lassen sich mit einer guten Portion Geschick Formen und Muster legen – sogar herzförmig verlaufende Wakü-Schläuche wurden schon gesichtet. Auch gibt es die Leitungen in verschiedenen Stärken – empfehlenswert sind die Formate 11/8 oder 16/10 (für eine „bulligere“ Optik).

Die besten modularen Wasserkühlungen: Unser Testsieger im Detail

Die Alphacool Eissturm Hurricane Copper 45 überzeugt durch Funktionalität und vergleichsweise niedrigen Preis.

4 Bewertungen*
(Amazon-Kundenbewertungen)
  • Laufruhige Lüfter
  • Silent-optimierter Radiator
  • Pumpe nicht regelbar
Die Eissturm Hurricane Copper 45 wird mit einer sehr laufleisen und bereits gedrosselten Pumpe geliefert - die aber leider darüber hinaus nicht regelbar ist. Optisch ist diese modulare Wasserkühlung eher funktional als schick - aber immerhin ist das Logo auf dem Kühler blau beleuchtet. Im Set enthalten ist auch eine Schnelltrennkupplung mit zwei zusätzlichen Anschlüssen, damit das Set um weitere Leitungen ohne Kühlflüssigkeits-Kleckerei erweitert werden kann. In der Summe macht das Gesamtpaket aus Leistung, Lautheit und dem sehr niedrigen Preis die Eissturm Hurricane zu unserem Testsieger.
Fazit: Leise, gute Leistung und niedriger Preis - hier stimmt das Gesamtpaket.
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