Der Arbeitsspeicher eines PCs setzt sich aus sogenannten RAM-Modulen zusammen. Diese Module werden auf dem Mainboard montiert, und zwar häufig in Paaren, also beispielsweise zwei 8-GiByte-Riegel für insgesamt 16 GiByte Arbeitsspeicher. RAM ist die Kurzversion von Random Access Memory und steht dafür, dass auf den gesamten Speicher mit nahezu identischer Geschwindigkeit zugegriffen werden kann.

Wie viel Arbeitsspeicher Sie brauchen, alles Wissenswerte rund um das RAM-Modul sowie Bestenlisten als Kaufempfehlung finden Sie in unserem großen RAM-Test.

Warum ist der Arbeitsspeicher so wichtig?

Die Aufgabe des Arbeitsspeichers ist es, Daten im laufenden Betrieb quasi zwischenzulagern. Viele der Daten, die zwischen dem Prozessor und den anderen Komponenten des PCs fließen, stehen hier zur Abholung durch die CPU oder die anderen Komponenten bereit. Schließlich müssen bei der Programmanwendung oder bei PC-Spielen viele Informationen bereits fertig berechnet oder aufgerufen sein, bevor der Anwender oder Spieler sie wahrnimmt oder aktiv abruft – man denke dabei etwa an den Aufbau der virtuellen Welt, in welcher der Spieler sich bewegt.

Passend dazu: Der große CPU-Vergleich – Welchen Prozessor brauche ich?

Der Arbeitsspeicher entlastet bei dieser Aufgabe den im Prozessor selbst angelegten extrem schnellen Zwischenspeicher (Cache) und ist dabei immer noch deutlich schneller, als es eine SSD oder Festplatte wäre. Damit ist auch klar: Der Arbeitsspeicher ist eine wichtige Komponente, wenn man will, dass bei der Nutzung des PCs alles reibungslos abläuft.

Arbeitsspeicher-Test: die besten RAM-Module mit 16 GiByte Kapazität

RAM-Module 16 GB
badge test-winner best-price-performance
Ranking
1. Platz
2. Platz
3. Platz
4. Platz
5. Platz
6. Platz
Produktname Corsair Vengeance LPX* G.Skill Trident Z (für AMD)* Corsair Vengeance RGB* G.Skill Trident Z RGB* Apacer Panther Rage RGB* Patriot Viper*
Hersteller Corsair GSkill Corsair G.Skill Apacer Patriot Memory
asin B075JK4FDJ B01N6PVEAW B075NVJNL3 B01MTDEYHU B07FCW9NPY B016A29PWA
gtin 0843591063197 4719692015174 0843591064040 0689341097032 4712389904232 0814914020555
Note 1,76 2,14 2,29 2,32 2,48 2,52
Amazon-Kundenbewertung
Speichertyp 2 × 8 GiByte DDR4-4500 2 × 8 GiByte DDR4-4000 2 × 8 GiByte DDR4-3600 2 × 8 GiByte DDR4-3200 2 × 8 GiByte DDR4-3200 2 × 8 GiByte DDR4-3200
Latenzen 19-19-19-39 19-21-21-41 18-19-19-39 14-14-14-34 16-18-18-38 16-18-18-36
Aufbau Single Rank Single Rank Single Rank Single Rank Single Rank Dual Rank
Höhe 3,5 cm 4,4 cm 5,0 cm 4,4 cm 4,5 cm 4,1 cm
Spannung 1,45 Volt 1,35 Volt 1,35 Volt 1,35 Volt 1,35 Volt 1,35 Volt
Vorteile
  • Extrem schnell, sehr gute Tuning-Eigenschaften
  • Lüfter dabei & niedrige Bauweise
  • Sehr schnell
  • Sehr gute Tuning-Eigenschaften
  • Schnell, gute Tuning-Eigenschaften
  • RGB-LED-Beleuchtung
  • Schnell, gute Tuning-Eigenschaften
  • RGB-LED-Beleuchtung
  • Gute Tuning-Eigenschaften
  • RGB-LED-Beleuchtung
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Sehr schnell (dank Dual-Rank-Aufbau)
  • Extrem gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Kühler zum Teil demontierbar
Nachteile
  • Sehr teuer
  • Teuer
  • Hohe Bauweise
  • Hohe Bauweise
  • Teuer
  • Hohe Bauweise
  • Keine
  • Keine
Angebote

Worauf muss ich beim Kauf von RAM-Modulen achten?

Unabhängig vom Speichertyp sollten Sie vor dem Kauf folgende Fragen klären, bei denen das Handbuch oder die Hersteller-Website oft weiterhelfen:

    • Wie viele (freie) Steckplätze befinden sich auf der Hauptplatine?
    • Handelt es sich um DDR3- oder DDR4-Steckplätze?
    • Überragt der CPU-Kühler die Steckplätze, sodass die Höhe der RAM-Module begrenzt wird?
    • Welche Speichermenge in GiByte ist maximal (insgesamt/pro Modul) zulässig?
    • Für welche Taktfrequenz sind CPU und Mainboard ausgelegt?
    • Gibt es sonstige Beschränkungen, etwa bezüglich des internen Aufbaus (Memory Ranks pro Modul)?
Ram-Module mit RGB-Beleuchtung Quelle: PC Games Hardware
Trend RGB-Beleuchtung: Wer ein PC-Gehäuse mit Glas-Seiten sein Eigen nennt, kann mit RGB-beleuchteten RAM-Modulen optische Highlights setzen.
  • Für Übertakter: Sind die Komponenten für Speicher-Overclocking geeignet?

Neben der Hardware begrenzt auch das Betriebssystem die sinnvolle RAM-Größe. Windows 7 Home Premium unterstützt zum Beispiel nur bis zu 16 GiByte, Windows 8 und 10 mindestens 128 GiByte (in der 64-Bit-Version). AMDs FX-Serie und Ryzen unterstützen ECC, in Desktop-PCs reicht allerdings „unbuffered“, „unregistered“ RAM ohne ECC aus. Hinter den Begriffen „fully buffered“, „registered“ und „ECC“ stecken Techniken, die typischerweise die Datenintegrität von Servern mit sehr großen Speichermengen sicherstellen.

Passend dazu: Das beste Mainboard für Ihren PC

Haben Sie freie Steckplätze und möchten Sie die RAM-Menge aufstocken, können Sie der Einfachheit halber den aktuell verbauten Speicher nachkaufen. Ist baugleicher Speicher nicht mehr (zu einem vernünftigen Preis) erhältlich, bietet sich der Griff zu Modulen mit ähnlichen Eigenschaften (Taktrate, Kapazität, Spannung, Timings, Ranks) an. Im Handbuch und auf der Support-Website des Mainboards finden Sie meist Listen kompatibler Speichermodule.

Weitere Tipps rund um die Frage, wie man den Arbeitsspeicher erweitern kann und was beim Einbau zu beachten ist, lesen Sie bei der PC Games Hardware.

RAM-Module werden auf der Hauptplatine auf den dafür ausgewiesenen Steckplätzen angebracht.

Was ist der Unterschied zwischen DDR3 und DDR4?

Generell steht DDR für Double Data Rate. Das wiederum bezieht sich auf die Art und Weise, wie die Daten übertragen werden, und heißt im Fall des Arbeitsspeichers vereinfacht ausgedrückt: DDR-Module übertragen doppelt so viele Daten pro Takt. Läuft ein Modul also mit einer Taktfrequenz von beispielsweise 1.200 MHz, bedeutet das bei DDR, dass effektiv so viele Daten übertragen werden, als würde der Arbeitsspeicher mit 2.400 MHz arbeiten. Man darf sich also nicht wundern, wenn das Modul unter „DDR4-2400“ läuft und Software wie beispielsweise CPU-Z eine RAM-Taktfrequenz von 1.200 MHz auswirft.

DDR3-RAM ist seit gut zehn Jahren im Handel und dementsprechend weit verbreitet. Seit 2014 ist die aktuelle Ausbaustufe DDR4 erhältlich, die eine Reihe von Verbesserungen bietet – PC-Spieler dürfen sich hier über höhere Übertragungsraten und Kapazitäten freuen, durch welche ihre Spiele flüssiger laufen. Es gilt zu beachten, dass DDR3 und DDR4 nicht miteinander kompatibel sind, entsprechend muss beim Kauf darauf geachtet werden, dass die RAM-Module mit den Steckplätzen auf dem Motherboard kompatibel sind.

Interessante Fakten zur Entwicklung der Double Data Rate von den Anfängen bis heute lesen Sie bei der PC Games Hardware.

RAM-Test: die besten von uns getesteten RAM-Module ab 32 GiByte

RAM-Module ab 32 GB
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Ranking
1. Platz
2. Platz
3. Platz
4. Platz
5. Platz
6. Platz
7. Platz
8. Platz
Produktname Corsair Dominator Platinum RGB* Corsair Vengeance RGB PRO* G.Skill Trident Z Royal* G. Skill Trident Z RGB* Corsair Vengeance RGB PRO* Corsair Dominator Platinum RGB * Ballistix Elite* HyperX Predator*
Hersteller Corsair Corsair G.Skill G.Skill Corsair Corsair Ballistix HyperX
asin B07S1YL7NM B07L4FZS68 B07L75JVXL B01MSBS0UT B07D1TT84Z B07N3H9MYS B07NPFPFZP B07GN5HBPQ
gtin 0840006610526 0840006606192 4713294221971 0848354024989 0843591076975 0840006607403 0649528789600 0740617283822
Note
WERTUNG: 1,94
WERTUNG: 2,04
WERTUNG: 2,13
WERTUNG: 2,14
WERTUNG: 2,19
WERTUNG: 2,21
WERTUNG: 2,32
WERTUNG: 2,34
Amazon-Kundenbewertung
Speichertyp 2 × 16 GiByte DDR4-4000 4 × 8 GiByte DDR4-3733 4 × 8 GiByte DDR4-3200 4 × 8 GiByte DDR4-3200 4 × 8 GiByte DDR4-3600 4 × 8 GiByte DDR4-3600 4 × 8 GiByte DDR4-3600 4 × 16 GiByte DDR4-3600
Latenzen 19-23-23-45 17-19-19-39 14-14-14-34 14-14-14-34 18-19-19-39 16-18-18-36 16-18-18-38 17-19-19-39
Aufbau Dual Rank Single Rank Single Rank Single Rank Single Rank Single Rank Single Rank Dual Rank
Höhe 5,6 cm 5,2 cm 4,4 cm 4,4 cm 5,2 cm 5,6 cm 4,1 cm 4,3 cm
Spannung 1,35 Volt 1,35 Volt 1,35 Volt 1,35 Volt 1,35 Volt 1,35 Volt 1,35 Volt 1,35 Volt
Vorteile
  • DDR4-4000 garantiert, sehr schnell
  • RGB-LEDs
  • Beste Kühlung
  • DDR4-3733 garantiert
  • Sehr schnell
  • RGB-LEDs
  • Tolle Tuning-Eigenschaften
  • Gute Grundleistung
  • Hohe Kapazität
  • OC-Reserven
  • Schnell
  • DDR4-3866 bei 1,35 Volt stabil
  • RGB-LEDs
  • günstiger als Testsieger
  • Schnell, gute Tuning-Eigenschaften
  • RGB-LED-Beleuchtung
  • Konfigurierbare RGB-LEDs
  • Gute Leistung
  • Gute Tuning-Eigenschaften
  • DDR4-3600 garantiert
  • schnell
  • DDR4-3866 bei 1,35 Volt stabil
  • DDR4-3600 garantiert
  • Sehr hohe Kapazität
  • Schnell
Nachteile
  • Keine
  • Keine
  • Teuer
  • Keine
  • Hohe Bauweise
  • Hoher Preis pro GiByte
  • Keine
  • x
Angebote

Wie viel Arbeitsspeicher brauche ich?

Die wichtigste Eigenschaft von RAM ist die Kapazität, denn sie hat den größten Einfluss auf die Leistung des gesamten Systems. Bei einer zu kleinen Speichermenge müssen häufig Inhalte von der SSD oder HDD angefragt werden, da der Arbeitsspeicher voll ausgelastet ist und nicht alle benötigten Daten vorrätig halten kann. Da diese Speichermedien hinsichtlich der Transferrate und Zugriffszeit deutlich langsamer als RAM sind, bekommen Sie diese Wartezeiten bei der Nutzung des PCs zu spüren. Bei einfachen Aufgaben wie Internet-Surfen ist das noch zu verschmerzen, bei PC-Spielen ist aber schnell die Grenze des Erträglichen erreicht.

RAM-Test: 16 GiByte Arbeitsspeicher für PC-Spiele reichen aus

Zu viel Speicher gibt es nicht. Allerdings können Sie eine höhere Systemleistung erzielen, wenn Sie Ihr Geld nicht einfach in möglichst viel Arbeitsspeicher, sondern in die tatsächlich benötigte Kapazität und RAM-Module mit besseren Leistungswerten (Takt/Timings) stecken.

PC Games Hardware hat zuletzt in den Titeln Assassin’s Creed Odyssey, Kingdom Come: Deliverance und Quake Champions (inklusive Grafikmods) in einigen Messreihen untersucht, welche Leistungsunterschiede sich durch den Einsatz von 4, 8, 16 und 32 GiByte RAM ergeben.

Es stellte sich heraus: 4 GiByte sind unzureichend, selbst für Low-Budget-PCs. Mit 8 GiByte waren alle Titel spielbar, Spieler müssen aber mit Einschränkungen rechnen: Im Direktvergleich mit 16 GiByte treten mit der halben Speicherkapazität in manchen Spielen mehr Mikroruckler auf. Die Frametimes steigen in diesen Fällen auf 20 bis 25 ms, während die Frametimes mit 16 GiByte bei maximal 15 ms Verzögerung liegen. Da die größeren Schwankungen mit 8 GiByte den Spielfluss stören, schließen wir uns der immer häufiger von Entwicklern ausgegebenen Empfehlung an: Mit 16 GiByte sind Sie in aktuellen Spielen gut aufgestellt. In Einzelfällen wie Ark Park liegt bereits die minimale Systemanforderung bei 16 GiByte.

Quelle: PC Games Hardware
Kapazität und Leistung (GHz) der RAM-Module können je nach Prozessor mehr oder weniger Einfluss auf die Bildrate und damit die Spielqualität haben.

Arbeitsspeicher: Lohnen sich 32 GiByte oder mehr?

32 GiByte bringen für das Spielen am PC im Direktvergleich mit 16 GiByte bisher wenig Vorteile, auch mit dieser Speichermenge können gelegentlich minimale Ruckler auftreten. Das liegt oft aber nicht an Speichermangel, sondern an Eigenheiten der Engine. Gerade Open-World-Titel legen selbst mit viel RAM immer mal wieder eine kurze Nachladepause ein. 32 GiByte sind für Spieler interessant, die ein größeres Budget haben, für alle Fälle gewappnet sein oder gerne Multitasking betreiben möchten. Falls Ihnen das Preis-Leistungs- Verhältnis sehr wichtig ist, lohnt sich diese RAM-Menge noch nicht. Angesichts der gefallenen Preise sind 32 GiByte für Aufrüster mit mittel- bis langfristigem Horizont dennoch empfehlenswert. Schon mit der nächsten Konsolengeneration könnte der RAM-Bedarf von Spielen wieder deutlich steigen.

Falls Sie intensiven Gebrauch von Bildbearbeitung, virtuellen Maschinen und/oder RAM-Disks machen, benötigen Sie womöglich mehr als 16 oder 32 GB Speicher. In diesem Fall können Ihnen Herstellerempfehlungen, die Erfahrungen anderer Nutzer und eigene Beobachtungen weiterhelfen. Photoshop reserviert sich etwa standardmäßig 70 Prozent des zur Verfügung stehenden Arbeitsspeichers und gibt einen Effizienzwert aus, der im Idealfall bei 100 % liegt. Niedrigere Werte weisen auf eine Auslagerung auf die SSD/HDD hin, mehr RAM könnte helfen.

Quelle: G.Skill
Wer 32 GiByte oder mehr RAM einbauen möchte, sollte darauf achten, dass er ausreichend Steckplätze, beispielsweise für 4 x 8 GiByte, hat.

Wie viele Module kann/muss ich nutzen?

Im Regelfall findet man RAM-Module im Doppel- oder Vierer-Pack, ab und an auch einzeln oder im Dreier-Pack. Diese Packs nennen sich Kit, die Verwendung mehrerer Module gleichzeitig wird als Mehrkanalbetrieb bezeichnet. Es stellt sich also die Frage:

Was bringt mir der Mehrkanalbetrieb? Muss ich ein Kit verwenden?

Indem der RAM-Controller zwei, drei oder vier Module gleichzeitig anspricht, lässt sich die Daten-Transferrate deutlich erhöhen. Welche Art des Mehrkanalbetriebs Sie nutzen können, hängt von der verwendeten Hauptplatine ab:

  • Single Channel ist der Basisbetrieb bei der Verwendung lediglich eines Moduls.
  • Dual Channel ist die am häufigsten genutzte Beschleunigungstechnik, die durchgehend in der Mittelklasse zum Einsatz kommt. Vom Parallelbetrieb zweier Kanäle mit mindestens zwei Riegeln profitieren unter anderem die Besitzer von Mainboards mit den Sockeln AM3(+), AM4, FM1, FM2(+), 1150, 1151, 1155 und 1156.
  • Triple Channel debütierte 2008 mit den ersten Core-i7-Prozessoren für den Sockel 1366. Für diese Technik werden mindestens drei Module benötigt.
  • Quad Channel, also die gleichzeitige Nutzung von vier Kanälen mit mindestens vier Modulen, steht für die Intel-Sockel 2011(-v3), 2066 und AMDs Threadripper-Sockel TR4 zur Verfügung.

Alle Plattformen unterstützen auch einfachere Mehrkanalverfahren. Auf einem Sockel-2066-PC können Sie also beispielsweise auch Dual und Triple Channel nutzen. Die Fähigkeit zum Mehrkanalbetrieb ist eine Eigenschaft des in den Prozessor integrierten Speichercontrollers. Im Handel angebotene Dual-, Triple- oder Quad-Channel-Kits sind vom Hersteller für den Mehrkanalbetrieb zusammengestellte, baugleiche Riegel. Diese Produkte sind empfehlenswert, aber kein Muss, um die Vorteile des Mehrkanalverfahrens nutzen zu können.

Weitere Tests und intensivierte technische Details finden Sie außerdem in der RAM-Kaufberatung der PC Games Hardware.

Warum Arbeitsspeicher mit gleicher Kapazität?

Jeder RAM-Slot auf dem Mainboard ist einem Kanal zugeordnet. Für den optimalen Betrieb muss die in allen Kanälen zur Verfügung stehende Speichermenge identisch sein. Für Dual Channel besteht also die einfachste Methode darin, zwei Module mit identischer Kapazität in die richtigen Slots zu stecken. Bei einer Hauptplatine mit vier Steckplätzen sind das oft der am weitesten vom Prozessor entfernte sowie der ihm zweitnächste Steckplatz. Üblicherweise gehören die beiden inneren Steckplätze zu einem Kanal, die beiden äußeren Einbaumöglichkeiten zum anderen Kanal. Ziehen Sie bei Zweifeln das Handbuch Ihres Mainboards hinzu.

Auch mit drei Modulen funktioniert Dual Channel, solange Sie zwei Module mit der halben Kapazität des größeren Moduls haben. Dann stecken Sie beispielsweise 1 × 8 GB in einen Steckplatz von Kanal A und 2 × 4 GB in zwei Steckplätze von Kanal B. Bei vier Modulen können Sie nach dem gleichen Prinzip vorgehen. Falls es nicht möglich sein sollte, alle Kanäle mit der gleichen Kapazität zu bestücken, dann sollten Sie die Module so auf die Steckplätze verteilen, dass Sie der Idealverteilung möglichst nahekommen. Dieses Prinzip gilt auch für Triple und Quad Channel, nur müssen Sie bei vielen unterschiedlichen Sticks mitunter mehr kopfrechnen, um die beste Belegung herauszufinden.

Quelle: PC Games Hardware
RAM-Module finden sich häufig als sogenanntes Kit: 2 Module von gleicher Kapazität.

Die Vorteile des Mehrkanalbetriebs

Im Alltag bringt Mehrkanalbetrieb den größten Nutzen, wenn mehrere Programme gleichzeitig auf den Arbeitsspeicher zugreifen. Wenn Sie beispielsweise einige Gigabyte Daten komprimieren und in der Zwischenzeit nicht warten, sondern etwas spielen möchten, verhelfen mehr Speicherkanäle sowohl zu höheren Bildraten als auch einer kürzeren Kompressionszeit. In Spielen profitieren Sie ohne Hintergrundlast aber auch dann, wenn nicht die Grafikkarte bremst.

Der Mehrkanalbetrieb erhöht den Speicherdurchsatz deutlich und ist praktisch kostenlos, da sich Einzelmodule und Kits mit der gleichen Gesamtkapazität preislich kaum unterscheiden. Sehr hohe Speichermengen lassen sich sogar erst mit mehreren Modulen erreichen. Greifen Sie bei einem Neukauf am besten gleich zu einem Dual-/Quad-Channel-Kit mit zwei/vier identischen Sticks. Wenn Sie Module ersetzen oder die RAM-Menge aufstocken möchten, dann berücksichtigen Sie das Thema Mehrkanalbetrieb vor dem Kauf.

Die besten RAM-Module: unsere Testsieger im Detail

Der Testsieger

Die schwarzen und mit 3,5 cm Bauhöhe im gewohnt kompakten Vengeance-LPX-Design gehaltenen Riegel geben sich optisch unauffällig, zählen aber zur Speerspitze der aktuellen DDR4-Technik.

19 Bewertungen*
(Amazon-Kundenbewertungen)
  • Extrem schnell, sehr gute Tuning-Eigenschaften
  • Lüfter dabei & niedrige Bauweise
  • Sehr teuer
Corsair garantiert bei 1,45 Volt und den Timings 19-19-19-39 einen stabilen Betrieb bei DDR4-4500. Für diese Taktfrequenz haben bisher neben Corsair lediglich G.Skill und Teamgroup RAM-Kits spezifiziert. Zielgruppe sind primär (Extrem-)Übertakter, welche die selektierten Samsung-Chips zu schätzen wissen und über eine geeignete Plattform verfügen, um in eine solche Taktregion vorzustoßen. Die beste Voraussetzung dafür bieten wohl aktuell die K-CPUs der Coffee-Lake-Serie und ein Z370-Mainboard. Auch mit Kaby Lake (X) dürften sich die Sticks recht gut ausreizen lassen. Stimmen die Rahmenbedingungen, dann entfesselt das Corsair-Kit sein volles Potenzial und erzielt Bestwerte in Aida64 und Kingdom Come: Deliverance. Doch diese Top-Leistung kostet: Für 390 Euro erhalten Sie bereits gute DDR4-Kits mit 32 GiByte. Falls Sie vor allem auf das Preis-Leistungs-Verhältnis achten, dann ist Corsairs DDR4-4500-Duo also trotz seiner Geschwindigkeit nicht empfehlenswert.
Fazit: Überlegener Testsieger dank hoher Geschwindigkeit und bester Performance in Spielen

Der Preis-Leistungs-Sieger

Patriot setzt im Gegensatz zu vielen von uns getesteten Herstellern auf einen Dual-Rank-Aufbau, wie er bei 16-GiByte-Sticks üblich, in der 8-GiByte-Klasse mittlerweile aber seltener geworden ist.

6 Bewertungen*
(Amazon-Kundenbewertungen)
  • Sehr schnell (dank Dual-Rank-Aufbau)
  • Extrem gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Kühler zum Teil demontierbar
  • Keine
Der von der Viper-Serie bekannte Heatspreader ermöglicht die Demontage des roten Aufsatzes. Nach dem Lösen zweier Schrauben sinkt die Modulhöhe von 4,1 auf 3,4 cm, was bei beengten Verhältnissen helfen kann, aber natürlich ein wenig Kühlleistung kostet. Der Dual-Rank-Aufbau begrenzt zwar die Tuning-Reserven etwas, hat aber auch Vorteile: Mit zwei Ranks pro Kanal lassen sich die Speichermodule dank Rank Interleaving durch den RAM-Controller effizienter nutzen, die Leistung ist also höher als mit zwei Single-Rank-Sticks, die bei ähnlichen Einstellungen hinsichtlich Takt und Timings betrieben werden. Im Extremfall reicht das sogar, um High-End-Kits zu überholen: In 7-Zip erzielen wir mit den Viper-Sticks die kürzeste Zeit zum Komprimieren und Verschlüsseln von rund 3 GB Daten, sogar Corsairs DDR4-4500-Boliden kommen in diesem Test nicht ganz mit. Das ist besonders deshalb toll, weil das Patriot-Kit für durchweg niedrige Preise im Handel erhältlich ist. Eine Chipgarantie gibt der Hersteller zwar nicht, aber es handelt sich aktuell um das günstigste 16-GiByte-Kit mit einer garantierten Taktfrequenz von mindestens DDR4-3200.
Fazit: Herausragendes Preis-Leistungs-Verhältnis für hohe Geschwindigkeit und flexible Modulhöhe
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