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Asus ROG Raikiri Pro im Test

Der Asus Raikiri Pro ist ein am PC schnurlos (2,4 GHz/Bluetooth 5.0) und an der Xbox Series X/S per Kabel nutzbares Gamepad. Mit Extraausstattung wie einem Mini-Bildschirm oder vier Tasten auf der Rückseite will der Asus Raikiri Pro den Gamer für sich gewinnen und die Konkurrenten Microsoft Xbox Elite Wireless Controller und SCUF Instinct Pro hinter sich lassen. Ob das gelingt, klären wir in unserem ausführlichen Test.          

Der Asus ROG Raikiri vor weißem Hintergrund mit der Frontalansicht in der Mitte, der Rückansicht links und der seitlichen Frontalansicht rechts.
Quelle:Asus

Will ein Hersteller ein Gamepad für den PC und die Xbox Series X/S erfolgreich auf den Markt bringen, muss das neue Modell über mehr als die Controller-Standardausstattung verfügen. Bei Gamern gefragt sind Trigger-Sperren, per App oder Software programmierbare Extratasten, eine RGB-Beleuchtung, Profilspeicher mit Abruf und Wechsel per Taste oder austauschbare Bedienelemente. Auf diese modularen Elemente verzichtet Asus beim Asus Raikiri Pro, den man im Rahmen der CES 2023 vorgestellt hat und der jetzt zusammen mit dem weniger umfangreich ausgestatteten Kabelmodell Asus ROG Raikiri seit Kurzem im Handel ist.

Quelle: Asus

Dafür spendiert man dem doppelt drahtlosen (2,4 GHz/Bluetooth 5.0) Asus Raikiri Pro einen ESS DAC (Digital-To-Analog-Converter) und ein 128 mal 40 Pixel großes Display. Gerade mit dem Mini-Bildschirm und den 4 für Befehle im Spiel oder für die On-the-fly-Änderung der Joystick-Empfindlichkeit programmierbaren Extratasten auf der Unterseite will man den modularen Konkurrenten Microsoft Xbox Elite Series 2 und Scuf Instinct Pro Kampf ansagen. Gelingt das dem neuen Gamepad aus dem Hause Asus? Sind Extras wie eine RGB-Beleuchtung und ein 1,3 Zoll großer OLED nützlich oder nur nette Gimmicks? Diese Fragen beantworten wir Ihnen unter anderem in unserem ausführlichen Test.

Ausstattung, Verbindungsmöglichkeiten und Armoury-Crate-Software im Detail

Unsere Wertung

Asus ROG Raikiri Pro

Vorteile
  • Reaktion der Trigger und der Sticks (Optionen in der Software)
  • Sehr viele Einstellmöglichkeit per Armoury-Crate-Software
  • 3 Verbindungsmodi (2,4 GHz/Bluetooth und Kabel), Akku
Nachteile
  • An der Xbox nur mir Kabel nutzbar, keine Modularen Elemente
Weitere Händler

Ausstattung:    

  • Größe (B × T × H): 155,0 × 103,0 × 64,0 mm
  • Gewicht ohne Kabel und Extraknöpfe/leicht kopflastig: 330 g/nein
  • Standardelemente: 2 Thumbsticks/Trigger/Bumper, D-Pad, 4 Aktions- und 4 Funktionstasten (Oben), 7 Extratasten (Pairing-Knopf/2 Bedientasten für das Display/4 Extratasten M1 bis M4 auf der Unterseite)
  • Drahtloser Betrieb möglich/Batterien erforderlich? Ja, per 2,4 GHz oder Bluetooth 5.0/nein, interner Akku
  • Baugleiches Model ohne oder mit Kabel erhältlich? Nein (kabellos ab Werk, Betrieb mit USB-C-auf-USB-A-Ladekabel möglich), Kabelmodell mit weniger Ausstattung verfügbar
  • Ausstattung für bessere Haptik/Ergonomie: Raue Struktur auf der Unterseite der Griffhörner, gummierte Daumenauflage Thumbsticks, Riffelung an den Tasten M1 bis M4
  • Profilspeicher/Profilwahl: Speicher für 4 Profile (Speicherung per Armoury Crate)/Profilwahl mit den Display-Bedientasten
  • Modulare Elemente: Schiebeschalter für den Wechsel zwischen Vollbereichsmodus (vollständiger Trigger-Weg) und Kurzmodus (kurzer Trigger-Weg) – Step-Trigger-Technik
  • Alternativ belegbare Tasten (Mapping): 4 frei belegbare Extratasten (Unterseite, Knopf M1 bis M4)
  • Art der Tastenumbelegung: Mapping der Tasten M1 bis M4 nur mit der Armoury-Crate-Software, Mapping der Standardtasten nicht möglich
  • Federweg Triggers verstellbar? Ja, zweistufig per Schiebeschalter (Unterseite) und stufenlos per Armoury Crate
  • Besonderheiten Hardware/Software: Asus Armory Crate Software App mit den Optionen Geräteinfo, Einstellungen (Untermenü: Auslösetaste, Joystick, Tastenzuweisung, Vibration), Beleuchtung, Energie, Firmwareaktualisierung, OLED
  • Weitere Ausstattung: OLED-Display (1,3 Zoll, Auflösung: 128 × 40, 2 Grauabstufungen, Speicher für 4 Profile (Armoury Crate), abnehmbares USB-C-auf-USB-A-Kabel mit 3,0 m Länge (Verbindungsmodus, Laden Akku), Audioanschluss (3,5 mm Klinke mit Stummschalttaste), eingebauter ESS DAC
Quelle: Asus
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Asus ROG Raikiri Pro: drei Anschlussmöglichkeiten mit unterschiedlichen Features

Der Asus ROG Raikiri Pro kontaktiert den PC auf drei verschiedene Arten, Asus spricht von einer Tri-Mode-Konnektivität​. Die beiden kabellosen Verbindungen erfolgen über den 2,4-GHz-Nano-Empfänger, der in einem Fach auf der Unterseite verstaut werden kann und die Bluetooth-5.0-Verbindung. Dazu kommt der Anschluss mit dem 3 m langen USB-C-auf-USB-A-Kabel, bei der gleichzeitig der Akku (Laufzeit bis zu 48 Stunden ohne Beleuchtung und Vibration) geladen wird. Letztere Verbindungsart ist übrigens auch zwingend erforderlich, wenn Sie den Asus ROG Raikiri an der Xbox Series X/S in Betrieb nehmen möchten.

Die Tatsache, dass Sie den Controller nicht schnurlos an der Konsole einsetzen können, ist ein Nachteil, der bei der direkten Konkurrenz nicht vorhanden ist. Dazu muss das Gamepad auch ans Kabel, wenn Sie Einstellungen mit der Armoury-Crate-Software, beispielsweise das Ändern der Beleuchtung oder den 4 speicherbaren Profile vornehmen wollten (siehe nächster Abschnitt). Im Gegenzug sind im drahtlosen Modus nicht alle Features verfügbar. Wie in der Tabelle unten zu sehen ist, müssen Sie bei der 2,4-GHz-Verbindung beispielsweise auf das Impuls-Trigger-Feature verzichten.

FeatureXbox KabelPC KabelPC 2,4 GHzPC Bluetooth 5.0
Haptisches Feedback
Impuls Trigger
RGB-Beleuchtung
Audio
Aura Sync RGB
Armoury-Crate-Software

Asus ROG Raikiri Pro: Schalt- und Speicherzentrale Armoury-Create-Software

Der Asus ROG Raikiri Pro verfügt zwar über keine modularen Elemente. Dafür steht mit der, auch bei der Konfiguration weiterer Asus-Peripheriegeräte wie Gaming-Mäuse, Gaming-Tastaturen oder Gaming-Headsets einsetzbaren, Armoury-Crate-Software eine nützliche und gut bedienbare Hilfe bereit, um das Gamepad anzupassen. Nachdem Sie Armoury Crate auf der Asus Webseite heruntergeladen und installiert haben, können Sie Ihre ganz persönlichen Einstellungen vornehmen und diese in einem der 4 wählbaren Profile speichern. Wenn Sie gespeicherten Profile, respektive die gespeicherten Einstellungen anschließend mit Synchronisierungsfunktion (Option: „Alle Profile synchronisieren“ beim Profil-Menü) in den Onboard-Speicher übertragen, stehen diese dann auch an der Konsole zur Verfügung. Um mit der Software Einstellungen durchzuführen oder Profile zu speichern, muss der Asus ROG Raikiri Pro allerdings per Kabel mit dem PC verbunden sein.

Die vielen Einstellmöglichkeiten sind ein großes Plus der Asus-Software. Gerade beim Umfang bietet Armoury Crate mehr als Microsofts Xbox Zubehör App oder Thrustmasters ThrustmapperX App. Unter „Geräteinfo“ liefert Ihnen Armoury Crate zunächst eine ausführliche Übersicht über alle aktuell mit dem gewählten Profil festgelegten Einstellungen. Wollen Sie letztere ändern, finden Sie unter dem Reiter „Einstellungen“ 4 weitere wichtige Optionen. Unter „Auslösetaste“ legen Sie den Weg der beiden Trigger fest, indem Sie die Werte für „Start“ und „Ende“ in Prozent definieren und falls gewollt, von dem einen Abzug auf den anderen spiegeln.

Unter „Joystick“ stellen Sie die Reaktionskurve der beiden Thumbsticks ein, bestimmen den „Toten Winkel“ sowie den „Äußeren Schwellenwert“ und können die X- und Y-Achsen beider Sticks invertieren. Mit „Tastenzuweisung“ belegen Sie den Extratasten M1 bis M4 neu oder legen fest, dass Sie mit den Knöpfen die Empfindlichkeit der Joysticks verändern können. Wenn Sie ein Fan eines hohen haptischen Feedbacks beim Spielen sind, können Sie unter „Vibration“ die Vibrationsstärke für das linke und rechte Griffhorn (Unterseite) und den linken und rechten Trigger (Oberseite) getrennt erhöhen.

Ein besonderes Extra des Asus ROG Raikiri Pro ist seine aus einer langen und einer kurzen LED-Leiste bestehende RGB-Beleuchtung. Für die stehen unter dem Punkt „Beleuchtung“ 7 Effekte und Optionen wie Geschwindigkeit und Richtung sowie ein individueller Modus per Aura Creator (Option „Erweiterte Effekte„) bereit. Unter dem Eintrag „Energie“ finden Sie Energiesparoptionen bei kabelloser Nutzung. Es wird Ihnen der Batteriestatus in Prozent angezeigt und Sie können die Batterie-Benachrichtigungen verwalten. Vor dem ersten Einsatz des Controllers raten wir Ihnen, die Firmware auf den aktuellsten Stand zu bringen. Wählen Sie dazu „Firmwareaktualisierung“ und „Nach Updates suchen„. Das zweite spezielle Extra des ROG Raikiri Pro ist sein Display, auf dem Sie unter anderem auch Animationen und Text darstellen lassen können. Unter „OLED“ wählen Sie aus, ob eine von 3 vorgefertigten Asus-ROG-Animationen oder Ihr eigener Laufbandtext, den Sie hier eingeben können, auf den Controller hochgeladen und angezeigt wird.

Asus ROG Raikiri Pro: ist das Display mehr als ein Gimmick?

Das 128 × 40 Pixel große OLED-Display ist sicherlich ein Ausstattungs-Highlight des Asus ROG Raikiri Pro. Auf dem 1,3 Zoll großen Mini-Bildschirm werden die Profile, der aktuelle Status, das System (PC/Xbox) und Animationen oder selbst gestalteter Laufbandtext angezeigt. Mithilfe von zwei Tasten, die zu träge reagieren, navigieren Sie durch die auf dem Bildschirm angezeigten Menüs. Sie rufen eins der vier gespeicherten Profile auf, wählen eins der vier möglich ROG-Wallpaper und lassen sich den Status (gewähltes Profil, Ladestand, Verbindungsart) oder das gewählte System (PC/Xbox) anzeigen. Des Weiteren regeln Sie die Helligkeit des Bildschirms und legen fest, ob sich der Bildschirm nach 15/30 Sekunden oder nach 1/2/5 Minuten automatisch abschaltet.

Quelle: Asus

Die Tatsache, dass der Mini-Bildschirm Wallpaper, den Laufbandtext, System- oder Statusinformationen nur maximal 5 Minuten anzeigt, ist ein Manko, das sich auch auf seinen Nutzen auswirkt. Natürlich kostet der Betrieb des OLED-Displays eine gewisse Menge an Strom. Wenn der Asus ROG Raikiri Pro allerdings im Kabelmodus zum Einsatz kommt, sollte der Bildschirm dauerhaft aktiv sein – mit der Option ihn auszuschalten natürlich. Dazu kommt, dass wir nur anfänglich noch oft auf den Bildschirm schauten, ihn später aber nur noch kurz einschalteten, um zu überprüfen, welches Profil gerade aktiv ist oder um ein anderes zu wählen. Bei der Profilwahl und dem Profilwechsel eine Bildschirmanzeige zu haben ist nett, vier farbige LEDs hätten aber auch gereicht. Insgesamt fällt der praktische Nutzen und der Mehrwert des Displays eher gering aus und es ist ein vorwiegend ein optisches Extra.

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Deutlich nützlicher dagegen sind die auf der Unterseite angebrachten Extratasten M1 bis M4. Die können nicht nur mit jeder anderen Taste, beispielsweise den Bumpern oder den Aktionstasten belegt werden. Mithilfe der Armoury-Crate-Software lassen sich diese auch dafür nutzen, die Empfindlichkeit der beiden Joysticks festzulegen. Für sehr genaue Feineinstellungen könne Sie zusätzlich aus 5 Joystickempfindlichkeitsprofilen wählen. Zur Auswahl stehen: Schnell, Linear, Behutsam sowie Benutzerdefiniert 1 und Benutzerdefiniert 2. Das ist sehr hilfreich, denn so können Sie die Reaktion und Empfindlichkeit der beiden Thumbsticks verändern, ohne dass Sie mitten im Spiel Armoury Crate aufrufen müssen.

Ergonomisch und griffig, obwohl kleiner als das Original!

Quelle: Asus

Die Form und das Design des Asus ROG Raikiri Pro lehnt sich stark an Microsofts Xbox (Elite) Wireless Controller an. Bei den Maßen und dem Gewicht geht Asus allerdings eigene Wege. Einerseits wiegt der Asus ROG Raikiri Pro nur 255 Gramm und die Griffhörner verfügen über weniger Volumen und sind nicht so prägnant ausgebildet wie beim Microsoft Xbox Elite Series 2. Andererseits fällt der obere Bereich und somit der Abstand zwischen den beiden Bumpern, Triggern sowie den Aktionstasten und dem linken Thumbstick kleiner aus, als bei Microsofts Handschmeichler. Das wirkt sich nur leicht auf die Handlichkeit des Gamepads aus, beeinflusst aber die Erreichbarkeit bestimmter Tasten bei großen Gamer-Händen mit langen Fingern.

Generell liegt das Gamepad sehr gut und bequem in der Hand und Sie können alle Aktionstasten, die Trigger, die Bumper und die Thumbsticks sehr gut und schnell erreichen. Das gilt für alle Handgrößen und Fingerlängen, selbst Gamer mit sehr langen Zeige- und Mittelfingern müssen diese zum Betätigen der Trigger und Bumper nur etwas krümmen. Anders sieht es da mit der Erreichbarkeit der Tasten M1 bis M4 auf der Rückseite aus. Die sind durch ihre Riffelung zwar haptisch auffällig, sodass Sie mit Ihren Fingern spüren, wo sich die vier zusätzlichen Knöpfe befinden. Intuitiv erreichen und bedienen lassen sich diese jedoch nicht.

Während das Erreichen der oberen Knöpfe (M1/M2) auch mit langen Mittelfingern ordentlich gelingt, ist das Auslösen der unteren beiden Extratasten mit den dafür vorgesehenen Ringfingern nur schwer möglich. Einerseits positioniert Asus das Tastenpärchen mit zu großem Abstand vom Griffhorn, das erschwert dessen Bedienung – unabhängig von Handgröße und Fingerlänge. Andererseits haben Spieler mit langen Fingern Probleme diese neben den Extratasten zu platzieren, wenn man diese nicht benutzen möchte. Dazu kommt, dass der Druckpunkt der 4 Mapping-Tasten zu schwammig ist. Beim Auslösen der unteren Sondertasten per Ringfinger leidet auch die Griffigkeit. Die mit einer Anti-Rutsch-Struktur bezogenen Seitenteile der Griffhörner befinden sich dann nicht mehr exakt an der Position in der Handinnenfläche, die für einen ergonomischen Griff optimale wäre. Das fühlt sich ungewohnt an.

Trotz dieser berechtigten Kritikpunkte bewerten wir die Ergonomie des Asus ROG Raikiri Pro mit gut plus. Diese Note vergeben wir auch für die Griffigkeit, die Haptik und Handlichkeit. In diesen Disziplinen behält unsere Referenz, der Microsoft Xbox Elite Series 2 Wireless-Controller, die Nase vorn. Bei den Tastendruckpunkten dagegen kann Asus’ Gamepad mit Microsofts Xbox Elite Series 2 mithalten. Die Aktionstasten und Menütasten verfügen über einen knackigen, direkten Druckpunkt und die Mikroschalter für die Bumper und das Steuerkreuz lösen sogar noch etwas direkter und leiser aus als beim Xbox Elite Series 2. Letzteres gilt jedoch nicht für die Mapping-Tasten M1 bis M4, deren Druckpunkt zu schwammig ist.

Asus ROG Raikiri Pro in der Praxis: keine Modifikation möglich

Bei der Bewertung der Leistung, also beim Praxistests mit Forza Horizon 5 und Cyberpunk 2077 zeigt der Asus ROG Raikiri Pro, was er kann. Da das D-Pad mit Mikroschaltern ausgestattet ist, löst es sehr schnell und direkt aus. Zusammen mit der Hybridform sorgt das dafür, dass Sie, wie übrigens auch mit den Konkurrenten von Microsofts und SCUF, auf Spielereignisse besonders zügig und schnell reagieren können. Letzteres gelingt Ihnen auch mit den Thumbsticks, egal, ob Sie eine Pixelkarosse lenken, oder einen Shooter wie Cyberpunk 2077 spielen.

Die Trigger reagieren ähnlich direkt und verzögerungsfrei. Ein gefühlvolles Gas geben und dosiertes Bremsen bei Forza 5 Horizon ist genauso möglich wie schnelle Schüsse und Aktionen wie das Granaten werfen bei Cyberpunk 2077. Gerade Shooter Spieler werden die Trigger-Sperren lieben, da sie damit den Weg des Waffenabzugs spürbar verkürzen und mit dem linken Abzug verbunden Aktionen besonders schnell ausführen. Dazu kommt die mächtige Armoury-Crate-Software, mit der Sie die Trigger und die Thumbsticks sehr genau an Ihre Vorlieben bezüglich der Deadzones, Empfindlichkeit und der Reaktionswege anpassen können.

Ist Ihnen der Weg der Abzüge mit Triggersperre (50% Reduktion) noch zu lang, können Sie diesen mit der Software weiter verkürzen. Reagieren bei Ihnen die Thumbsticks zu träge, ändern Sie die Einstellungen in Armoury Crate. Was allerdings nicht geht, und das haben der Microsoft Xbox Elite Series 2 und SCUF Instinct Pro dem Asus Raikiri Pro voraus, ist die Hardware zu modifizieren. Während beim ROG Raikiri Pro Feintuning nur per Software durchführbar ist, gehören zur Ausstattung der beiden 5-Sterne-Gamepads verschiedene Aufsätze für die Thumbsticks. Dazu können Sie den Widerstand beider Sticks verstellen. Gerade letzteres Feature hätte uns beim Test des Asus ROG Raikiri Pro gut geholfen, denn uns fällt der Widerstand der Mini-Sticks zu gering aus. Am Gegendruck der beiden Trigger haben wir dagegen nichts auszusetzen.

Asus ROG Raikiri Pro im Test: Fazit

Der Asus ROG Raikiri Pro, der leider nur am PC drahtlos genutzt werden kann, überzeugt mit einer gut bis sehr guten Ausstattung. Zu der gehören einerseits funktionale Features wie die Triggersperre, die auch mit Thumbstick-Einstellungen belegbaren Mapping-Tasten M1 bis M4, der Profilspeicher und Armoury-Crate-Software, mit der sie eine Fülle von Einstellungen vornehmen können. Andererseits bietet das Gamepad mit der RGB-Beleuchtung und dem kleinen OLED-Display optionale Extras, die eher Gimmick-Charakter haben und wie im Falle des Bildschirms schnell nur noch für die eine Option wie die Profilwahl genutzt werden.

Hier verschenkt Asus einiges an Potenzial, denn gerade den Mini-Bildschirm hätte man für weitere Einstellungen nutzen können. Was zusätzlich fehlt, ist die Möglichkeit, die Hardware zu modifizieren, und beispielsweise die Thumbstick-Aufsätze zu wechseln. Hier haben der Microsoft Xbox Elite Series 2 und der SCUF Instinct Pro die Nase vorn und erzielen daher auch eine 5-Sterne-Wertung. Bei der Ergonomie, der Haptik, der Verarbeitung, den Druckpunkten sowie der Reaktion der Thumbsticks, der Trigger und des Steuerkreuzes zieht der Asus ROG Raikiri Pro mit den beiden Konkurrenten gleich. Dazu liegt auch das Asus Gamepad sehr gut in der Hand und unabhängig von der Handgröße stimmt hier die Ergonomie. Die unglückliche Platzierung der Extratasten auf der Unterseite und deren schwammiger Druckpunkt bleiben hier unsere einzigen Kritikpunkte. Insgesamt ist der Asus ROG Raikiri Pro ein gut bis sehr gutes, aber längst nicht perfektes Gamepad.

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