Das Angebot an Grafikkarten mit Geforce- oder Radeon-GPU ist im Jahr 2020 groß und unübersichtlich. Die Preisspanne reicht von unter 200 bis weit über 1.000 Euro. Hersteller wie Asus, MSI, KFA2 oder Gigabyte versuchen dabei den Spagat zwischen maximaler Leistung und erträglicher Geräuschentwicklung zu schaffen. Dass sich hier die Spreu vom Weizen trennt, zeigen die Benchmark-Ergebnisse und Lautstärke-Messungen, die wir Ihnen in unserem Grafikkarten-Vergleich an die Hand geben. 

Dieser Ratgeber versorgt Sie mit allen Informationen, die Sie für die Auswahl der passenden Grafikkarte benötigen, und liefert wertvolle Tipps für die Kaufentscheidung. Dazu finden Sie detaillierte Ranglisten mit Grafikkarten-Vergleich der besten Nvidia-Grafikkarten des Jahres 2020. 

Grafikkarten-Vergleich: Beste Grafikkarten mit Nvidia-GPU bis 1.000 Euro

Grafikkarten Nvidia-GPU unter 1.000 Euro
badge test-winner
Ranking
1. Platz
2. Platz
3. Platz
4. Platz
5. Platz
6. Platz
7. Platz
8. Platz
9. Platz
10. Platz
Produktname MSI GeForce RTX 2080 Duke* ASUS GeForce RTX 2080 Dual OC Gaming* Zotac Gaming GeForce RTX 2080 AMP* Palit GeForce RTX 2080 Gaming Pro OC* MSI GeForce RTX 2070 Super Gaming X 8G * Gainward GeForce RTX 2070 Super Phantom* Palit GeForce RTX 2070 Super Jetstream * ASUS ROG Strix Nvidia GeForce RTX 2070S Advanced 8G* ZOTAC GAMING GeForce RTX 2070 Super AMP Extreme * PNY GeForce RTX 2070 SUPER XLR8 OC*
Hersteller MSI ASUS Computer Zotac Palit MSI Gainward Palit ASUS Computer Zotac PNY
asin B07GQTRMJX B07GQ52PNH B07GR2NPM1 B07GZFW8BN B07XSGWYBP B07V1NN7H4 B07TY5M5RW B07TW9XFH8 B07TVCZF6W B07TXWLG34
gtin 4719072596873 4718017135818 4895173617041 4710636270000 4719072664121 4710562241006 4710562240993 4718017421195 4895173618918 0751492630458
Note
WERTUNG: 1,92
WERTUNG: 1,95
WERTUNG: 1,98
WERTUNG: 1,99
WERTUNG: 2,00
WERTUNG: 2,02
WERTUNG: 2,03
WERTUNG: 2,06
WERTUNG: 2,06
WERTUNG: 2,09
Amazon-Kundenbewertung
Grafikspeicher 8.192 MiB 8.192 MiB 8.192 MiB 8.192 MiB 8.192 MiB 8.192 MiB 8.192 MiB 8.192 MiB 8.192 MiB 8.192 MiB
3D-Taktung (GPU-Boost/RAM eff.) 1.860+/7.000 MHz 1.785+/7.000 MHz 1.830+/7.000 MHz 1.815+/7.000 MHz 1.890+/7.001 MHz 1.875+/7.001 MHz 1.875+/7.001 MHz 1.875+/7.001 MHz 1.905+/7.001 MHz 1.875+/7.001 MHz
Verbrauch (2D/3D/Ernstfall) 12/257/263 Watt 11/225/226 Watt 12/229/235 Watt 11/234/238 Watt 13/214/219 Watt 16/212/216 Watt 15/216/219 Watt 14/194/198 Watt 15/221/226 Watt 12/222/228 Watt
Länge/(Slot-)Breite 31,4/3,8 cm 26,8/5,3 cm 30,9/4,7 cm 29,4/3,5 cm 29,7/4,9 cm 29,3/5,1 cm 29,2/5,3 cm 30,0/4,8 cm 30,9/4,7 cm 30,6/3,5 cm
Benötigte Stromstecker 1x 8-/1x 6-Pol 1x 8-/1x 6-Pol 1x 8-/1x 6-Pol 1x 8-/1x 6-Pol 1× 8-/1× 6-Pol 2× 8-Pol 2× 8-Pol 2× 8-Pol 1× 8-/1× 6-Pol 1× 8-/1× 6-Pol
Lautheit (2D/3D/Ernstfall) 0,0/1,8/1,9 Sone 0,0/1,5/1,6 Sone 0,4/2,2/2,2 Sone 0,1/2,5/2,5 Sone 0,0/1,0/1,1 Sone 0,1/1,2/1,2 Sone 0,2/1,2/1,2 Sone 0,3/1,8/1,9 Sone 0,5/1,0/1,1 Sone 0,1/2,2/2,2 Sone
Vorteile
  • Gutes Gesamtpaket
  • Relativ leise
  • Starker und leiser Kühler
  • 5 Jahre Herstellergarantie
  • Guter Boost
  • Vergleichsweise günstig
  • Lautlos im Leerlauf
  • Sehr leise unter Last
  • Leise & Kühl
  • Hohes Max-Powerlimit
  • Tolle Haptik
  • Leise und kühl
  • Hohes Leistungslimit
  • Viele Video-Ausgänge
  • Dual-BIOS
  • Hohes Max-Powerlimit
  • Knapp schnellste RTX 2070S
  • Hohe Effizienz
  • Schnellste Dual-Slot-Karte
Nachteile
  • Sehr lang: Vorher Gehäuse ausmessen
  • Vergleichsweise niedriger Boost
  • Relativ laut
  • Relativ lang: Gehäuse vorher ausmessen!
  • Unter Last ziemlich laut
  • Relativ teuer
  • Nicht lautlos im Leerlauf (mit OC-BIOS)
  • Nicht lautlos im Leerlauf
  • Relativ teuer
  • Sehr lang
  • Lautheit im Leerlauf
  • Benötigt viel Platz
  • Leistungslimit lässt sich nicht erhöhen
  • Lange Karte
Angebote

Grafikkarten-Vergleich: Nvidia vs. AMD

Aktuell teilen sich zwei Hersteller den Grafikprozessoren-Markt untereinander auf: Nvidia und AMD. Nvidias neueste Modellriege hört auf den Namen Geforce Super, AMDs jüngste Linie trägt die Bezeichnung Radeon RX 5700. Der Grafikprozessor (kurz: GPU) fungiert wie der Motor in einem Auto. Er sorgt für den Antrieb, muss aber gekühlt werden, um gerade im hohen Leistungsbereich nicht zu überhitzen. Für die Kühlung der GPU sind Grafikkarten-Hersteller wie Asus, Zotac oder Palit zuständig, die hierfür ausgeklügelte Kühlsysteme entwickeln.

Da Nvidia-GPUs wie die Geforce RTX 2070 Super oder Geforce RTX 2080 TI einen geringeren Stromverbrauch aufweisen als vergleichbare GPUs von AMD, sind der Kühlungsbedarf und folglich auch die Lautstärkeentwicklung der Lüftereinheit deutlich geringer. Das Gesamtpaket aus Leistung und Lautheit ist bei Nvidia aktuell ungeschlagen, wie unser umfassender Grafikkarten-Vergleich ergeben hat.

Grafikkarten-Vergleich: Nvidia-GPU im Vorteil

Geringer Stromverbrauch & niedrige Lautstärke

Eine Grafikkarte in ihre vier Ebenen zerlegt: die Rückplatte, genannt Backplate, die Platine, auf welcher der Grafikprozessor sitzt, die Kühleinheit und die Lüfter Quelle: PC Games Hardware
Die vier Ebenen der Grafikkarte: Backplate, Platine, Kühleinheit, Lüfter. Die GPU ist das türkise Viereck auf der Platine.

Einen der größten Vorteile der GPUs von Nvidia haben wir gerade angesprochen: den vergleichsweise niedrigen Stromverbrauch. Dadurch erzeugt der Grafikprozessor selbst unter Volllast keine höllische Hitze. Die über der GPU platzierte Kühleinheit kann die Temperatur soweit senken, dass die Restwärme das Lüftersystem nicht übermäßig ins Schwitzen bringt. Die Lautstärke bleibt damit im erträglichen Rahmen, ohne den Sound eines Red Dead Redemption 2 oder Star Wars Jedi: Fallen Order durch ohrenbetäubendes Getöse zu übertönen.

Eine perfekt funktionierende Kühleinheit bedarf jedoch einiger Entwicklungskunst, das Zusammenspiel aus Kühlkörpern, Heatpipes, Wärmeleitpads und Lüftern will wohl durchdacht sein. Wer seine GPU effizient kühlt, kann sich erlauben den Grafikprozessor zu übertakten. An Leistung kann man schließlich nie genug haben, gerade wenn man eine Grafikkarte sucht, die auch noch in Jahren die Anforderungen neuester Spiele erfüllen soll.

Beste Leistung bei Nvidias Geforce Grafikkarten

Wie unser Grafikkarten-Vergleich zeigt, hat AMD aktuell keinen Grafikchip auf dem Markt, der mit Nvidias Geforce RTX 2080 Ti mithalten kann, geschweige denn mit dem Referenz-Grafikprozessor Geforce Titan RTX. Letztere GPU stellt leistungsmäßig ohnehin alles in den Schatten, ist mit einem Preis weit jenseits der 2.000-Euro-Marke aber für den professionellen Einsatz gedacht. 

Da Spielehersteller stets bestrebt sind, grafische Fortschritte zu präsentieren, steht man als Spieler irgendwann vor der Frage, in welchen Bereichen man bereit ist, optische Abstriche in Kauf zu nehmen. Schraubt man die Grafikqualität herunter, etwa bei Detailgrad oder Licht-/Schatteneffekten? Verringert man die Auflösung? Gewöhnt man sich an eine niedrigere Bildwiederholrate? Damit man sich diese Fragen nicht nach kurzer Zeit schon wieder stellen muss, sollte die neue Grafikkarte genügend Leistungsreserven bieten.

Nicht nur Nvidias Referenz-GPU Titan RTX hat im Vergleich zu den Radeon-GPUs von AMD klar die Nase vorn, auch weitere Serien wie die RTX 2080 Ti, 2080 Super oder 2070 Super sind den Radeon-Grafikkarten derezeit überlegen.

Raytracing-Rendering in Echtzeit mit der Geforce RTX-Generation

Raytracing (deutsch: Strahlenverfolgung) wird schon seit Längerem im Bereich CGI (Computer Generated Imagery) angewandt. Die Technik sorgt für nahezu fotorealistische Effekte und Bilder in Filmen oder Serien, in Bezug auf Spiegelungen, Lichtfall, Schatten und der Veränderung der Farben je nach Lichtfall oder -qualität.

In Spielen konnte man Raytracing-Effekte in der Vergangenheit auch schon erleben, jedoch nur in vorberechneten Zwischensequenzen, da für Raytracing (von diesem Wort kommt auch das „R“ in Nvidias RTX) eine enorme Rechenleistung notwendig ist. Alle Geforce-Grafikkarten aus unserem Grafikkarten-Vergleich sind allerdings leistungsfähig genug, um Raytracing-Effekte in Echtzeit zu berechnen. Dadurch wirken Spielwelten in Titeln wie Battlefield 5, Control oder Call of Duty: Modern Warfare deutlich imposanter und realistischer als früher. AMD springt auf den Raytracing-Zug erst im Laufe des Jahres 2020 auf, unter anderem in der nächsten Playstation-Generation.

Passend dazu: Die besten PS4-Spiele im Test

Grafikkarten-Vergleich Quelle: PC Games Hardware
RTX-Schatten aus
Quelle: PC Games Harware
RTX-Schatten an

Call of Duty: Modern Warfare (siehe Vergleichsbilder oben) ist noch eines der wenigen Spiele, bei denen die Raytracing-Effekte ohne großen Leistungshunger und somit fast immer nutzbar sind. In diesem Fall handelt es sich um realistischere Schatten.

DLSS mit Nvidia-GPU: Kantenglättung mit KI-Unterstützung

Anti-Aliasing (deutsch: Kantenglättung) ist aus modernen Spielen nicht mehr wegzudenken. Es gibt verschiedene Anti-Aliasing-Modi, die der Grafikkarte teilweise eine enorme Leistung abverlangen und die Bildwiederholrate signifikant drücken können.

Nvidia hat mit seiner DLSS-Technik (Deep Learning Super Sampling) die Kantenglättung weiterentwickelt. Durch DLSS sinkt der Arbeitsaufwand der Grafikkarte deutlich, bei gleichem oder sogar besserem Kantenglättungs-Ergebnis. Teilweise wird durch DLSS eine doppelt so hohe Bildwiederholrate erreicht wie ohne die Nvidia-Technik.

DLSS greift auf Ergebnisse aus dem Deep-Learning-Netzwerk von Nvidia zurück, das in der hauseigenen Cloud von einem Supercomputer trainiert wird. Es genügt das Netzwerk auf einige Spiele zu trainieren, um den Algorithmus auch auf andere Titel anwenden zu können. Unterstützt werden von DLSS aktuell unter anderem Anthem, Final Fantasy 15, Battlefield 5, Metro Exodus oder Call of Duty: Modern Warfare.

Die Vorteile von Nvidia-GPUs im Überblick

  • Höchste Leistung
  • Niedriger Stromverbrauch
  • Erträgliche Lautstärke – auch unter Volllast
  • Raytracing-Berechnung in Echtzeit
  • KI-unterstützte Kantenglättung durch DLSS

Grafikkarten-Vergleich: Beste Grafikkarten mit Nvidia-GPU über 1.000 Euro

Grafikkarten Nvidia-GPU über 1.000 Euro
badge test-winner
Ranking
1. Platz
2. Platz
3. Platz
4. Platz
5. Platz
Produktname MSI GeForce RTX 2080 Ti Gaming X Trio* KFA2 GeForce RTX 2080 Ti Hall of Fame* ASUS ROG STRIX RTX 2080TI O11G* Gigabyte GeForce RTX 2080 Ti Gaming OC 11G* Zotac Gaming GeForce RTX 2080 Ti AMP*
Hersteller MSI KFA2 ASUS Computer Gigabyte Zotac
Note
WERTUNG: 1,49
WERTUNG: 1,53
WERTUNG: 1,55
WERTUNG: 1,59
WERTUNG: 1,61
asin B07GQYQ2YW B07MFQZTPD B07HY6QWXN B07GQY4HS1 B07GR4SL23
gtin 4719072596965 4895147132785 0192876136539 4719331303563 4895173617058
Amazon-Kundenbewertung
Grafikspeicher 11.264 MiB 11.264 MiB 11.264 MiB 11.264 MiB 11.264 MiB
3D-Taktung (GPU-Boost/RAM eff.) 1.800+/7.000 MHz 1.725+/7.000 MHz 1.740+/7.000 MHz 1.710+/7.000 MHz 1.710+/7.000 MHz
Verbrauch (2D/3D/Ernstfall) 15/321/326 Watt 20/281/285 Watt 15/274/277 Watt 13/267/269 Watt 15/272/274 Watt
Länge/(Slot-)Breite 32,7/4,9 cm 31,5/4,7 cm 30,5/5,0 cm 28,7/4,4 cm 30,9/4,5 cm
Benötigte Stromstecker 2x 8-Pol/1x 6-Pol 3x 8-Pol 2x 8-Pol 2x 8-Pol 2x 8-Pol
Lautheit (2D/3D/Ernstfall) 0,0/1,6/1,6 Sone 0,0/2,0/2,1 Sone 0,4/1,9/2,0 Sone 0,0/1,8/1,8 Sone 0,8/3,0/3,1 Sone
Vorteile
  • Die derzeit mächtigste RTX 2080 Ti
  • Mit 11 GB eine Investition in die Zukunft
  • Geringe Lautheit
  • Optisch sehr ansprechend
  • Mit 11 GB eine Investition in die Zukunft
  • Dual-BIOS
  • 2 HDMI-Anschlüsse
  • Mit 11 GB eine Investition in die Zukunft
  • Gute Energie-Effizienz
  • Gute Kühlung bei angenehmer Lautstärke
  • Mit 11 GB eine Investition in die Zukunft
  • Garantieoption auf 5 Jahre
  • Mit 11 GB eine Investition in die Zukunft
Nachteile
  • Hoher Verbrauch
  • 3 Stromstecker notwendig
  • Relativ lang: Gehäuse vorher ausmessen!
  • Extrem teuer
  • Vergleichsweise schwacher Boost
  • Relativ lang: Gehäuse vorher ausmessen!
  • Mit P-BIOS auch im Leerlauf laut
  • Relativ lang: Gehäuse vorher ausmessen!
  • Vergleichsweise schwacher Boost
  • Sehr laut unter Last und auch im Leerlauf hörbar
  • Relativ lang: Gehäuse vorher ausmessen
Angebote

Die GPU ist das Herz der Grafikkarte

Der Grafikprozessor ist für die Echtzeitberechnung der Grafik eines Spiels zuständig. Die Information, was gerade berechnet werden soll, erhält die GPU vom Hauptprozessor. Dieser teilt dem Grafikprozessor zum Beispiel den Aufbau und die Abläufe der Spielwelt mit oder in welche Richtung der Spieler gerade blickt. Die Infodaten verarbeitet die GPU, berechnet daraus ein Bild und gibt es an den Monitor weiter.

Das Verarbeiten der CPU-Daten und das Berechnen des Bildes muss innerhalb von Millisekunden geschehen, damit die GPU dem Spieler eine flüssige Grafik präsentieren kann – im besten Falle 60 Bilder pro Sekunde oder mehr.

Brauche ich eine neue Grafikkarte?

Nicht immer ist die Grafikkarte schuld an einer Ruckel-Optik. Wenn die CPU die Leveldaten zu langsam an die GPU schaufelt, kann der Grafikprozessor noch so schnell arbeiten, die Bildwiederholrate wird sinken und möglicherweise deutlich unter die Marke von 60 Bildern pro Sekunde (englisch: Frames per Second) fallen – Framerates unterhalb von 60 Fps werden von vielen Spielern als störend empfunden, gerade in Titeln mit schnellen Bewegungen.

Ist meine CPU zu langsam?

Es gibt eine simple Möglichkeit, um herauszufinden, ob Ihre CPU die Grafikkarte ausbremst: Sie benötigen zunächst ein Spiel mit Anzeige der Bildwiederholrate. Haben Sie keines, können Sie hierfür passende Gratis-Software nutzen, wie Fraps, MSI Afterburner oder OCAT.

Beispiel: Sie erreichen in Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) eine Framerate von 30 bis 40 Fps. Schrauben Sie nun die Auflösung herunter (zum Beispiel auf 1.280 x 720 Pixel) und spielen Sie denselben Abschnitt erneut. Wird nun eine merklich höhere Framerate erreicht, etwa 50 oder 60 Fps, dann zeigt dies, dass die Grafikkarte zu schwach ist. Ändert sich die Framerate kaum oder gar nicht, dann kann die CPU die Infodaten nicht schnell genug an die GPU schicken. In diesem Falle sollten Sie über einen neuen Hauptprozessor nachdenken.

Wie viel Grafikspeicher brauche ich?

Benötigt ein Spiel mehr Grafikspeicher als aus der Grafikkarte verfügbar, werden Daten auf den langsameren Arbeitsspeicher ausgelagert. Dies führt oft zu merklich geringerer Framerate oder gar zu heftigen Grafikrucklern. Deshalb sollten ambitionierte Gamer bei der Anschaffung einer Grafikkarte heutzutage mindestens 8 GB Grafikspeicher wählen, wenn sie grafisch anspruchsvolle Titel wie Red Dead Redemption 2 oder Call of Duty: Modern Warfare auf höchster Qualitätsstufe spielen möchte.

Wer für die nächsten Jahre gewappnet sein möchte und über ein Budget von mehr als 1.000 Euro verfügt, findet in unserem Grafikkarten-Vergleich auch Grafikkarten mit 11 GB Speicher. Damit hat man in absehbarer Zukunft keine größeren Abstriche bei der Grafik zu befürchten.

Weitere Grafikkarten-Infos, unter anderem die Unterschiede zwischen Dual- und OC-BIOS, lesen Sie in unserem Grafikkarten-Vergleich „Grafikkarten-Test: Die besten GPUs von Nvidia und AMD“.

Welche 3D-Taktung ist nötig?

Beim Zusammenspiel aus CPU und Grafikkarte spielt auch die 3D-Taktung der GPU eine große Rolle. Die beste CPU oder der größte Grafikspeicher bringen nichts, wenn der Grafikprozessor nicht schnell genug arbeitet.

In unserem Grafikkarten-Vergleich finden Sie Infos zu GPU-Boost und RAM-Takt. Die 3D-Taktung gibt an, wie viele Schaltvorgänge die GPU beziehungsweise der Grafikspeicher pro Sekunde durchführen. Je höher die Taktfrequenz, desto schneller kann die Grafikkarte die von der CPU erhaltenen Befehle verarbeiten. Dem PC-Spieler werden dadurch Bilder schneller und in besserer Qualität ausgegeben, was für ein flüssigeres und grafisch detailreicheres Spielerlebnis sorgt.  

Die reinen Zahlen sprechen jedoch nur die halbe Wahrheit. Es kommt im Wesentlichen auch darauf an, wie gut die Umsetzung der Taktraten zwischen Grafikprozessor und Grafikspeicher erfolgt. Landet eine der von uns getesteten Modelle in der Grafikkarten-Vergleichsliste vorne, zeigt dies, dass sie in allen Disziplinen gut abgeschnitten hat.

Stromstecker und Länge – nicht jede Grafikkarte passt

Die Konstruktion von Kühl- und Lüftereinheit ist eine Wissenschaft für sich, jeder Hersteller kocht hier sein eigenes Süppchen. Teilweise sitzen drei Lüfter nebeneinander, was sich natürlich auf die Länge einer Grafikkarte auswirkt. Damit eine Grafikkarte auch wirklich genug Platz in Ihrem PC-Gehäuse findet, sollten Sie einen Blick auf die Größenangaben in unseren Grafikkarten-Ranglisten werfen. Legen Sie im Zweifelsfalle ein Maßband an, um auf Nummer sicher zu gehen.

Außerdem gibt es Unterschiede bei den Stromanschlüssen: Manche Karte lässt sich sowohl von einem 6-poligen als auch von einem 8-poligen Stecker mit Strom versorgen. Andere Karten widerum benötigen gleich zwei 8-polige Anschlüsse. Auch hierfür finden Sie die Angaben in den Ranglisten unseres Grafikkarten-Vergleichs

G-Sync: Ruckelfreie Darstellung

Das von Nvidia entwickelte G-Sync ist eine Technologie, durch die Spiele ohne erkennbare Ruckler oder Verzögerungen auf dem Monitor dargestellt werden. Im Gegensatz zum lange Jahre verwendeten V-Sync, bei dem die Grafikkarte mit dem Bildaufbau wartet, bis der Bildwiederholzyklus des Monitors abgeschlossen ist, synchronisiert G-Sync die Bildausgabe des Monitors mit der der Ausgabe der Grafikkarte. Dadurch wird das Ruckeln verhindert, das bei V-Sync sogar für Kopfschmerzen sorgen kann. Außerdem wird die Verzögerungszeit nahezu komplett eliminiert.

Um G-Sync nutzen zu können, benötigen Sie einen kompatiblen Monitor. AMD hat eine vergleichbare Technik, sie nennt sich Freesync. Achten Sie also beim Monitorkauf auf entsprechende Angaben.

Passend dazu: Bester Gaming-Monitor – der passende Bildschirm für das Spielen am PC

Der Testsieger über 1.000 Euro

Die Geforce RTX 2080 TI verbindet eine hohe Leistung mit einem beruhigenden Speicherbudget - die MSI-Grafikkarte ist aber kein Schnäppchen.

17 Bewertungen*
(Amazon-Kundenbewertungen)
  • Die derzeit mächtigste RTX 2080 Ti
  • Mit 11 GB eine Investition in die Zukunft
  • Hoher Verbrauch
  • 3 Stromstecker notwendig
  • Relativ lang: Gehäuse vorher ausmessen!
Leistungsmäßig ist die MSI GeForce RTX 2080 Ti Gaming X Trio sowohl der AMD- als auch der Nvidia-Konkurrenz überlegen, vor allem beim GPU-Boost kommt keine andere Geforce an sie heran. Umso beachtlicher ist es, dass die RTX 2080 Ti trotz der enormen Leistung verhältnismäßig leise arbeitet. Unter Volllast liegt die Lautheit lediglich bei 1,6 Sone – ein herausragender Wert! Größenmäßig wirkt die Power-Grafikkarte allerdings wie der SUV unter den Grafikkarten und nimmt mit einer Länge von 32,7 und einer Breite von 4,9 Zentimetern viel Platz im PC-Gehäuse ein. Prüfen Sie also besser das Platzbudget Ihres Towers. Mit 11 GB Speicher ist die MSI-Grafikkarte bestens auch für Spiele der nächsten Generation gerüstet, was man bei einem Preis oberhalb der 1.000-Euro-Marke allerdings erwarten darf.
Fazit: Leistungsstark und zukunftssicher, allerdings nicht gerade billig.

Der Testsieger unter 1.000 Euro

Die RTX 2080 Duke kann in unserem Vergleichs-Test vollends überzeugen.

3 Bewertungen*
(Amazon-Kundenbewertungen)
  • Gutes Gesamtpaket
  • Relativ leise
  • Sehr lang: Vorher Gehäuse ausmessen
Der Grafikkarten-„Herzog“ schaut aus wie eine sehr lange Dual-Slot-Karte, geht allerdings etwas darüber hinaus und belegt somit effektiv drei Slots. Wer entsprechend viel Platz in seinem Gehäuse hat, wird durch eine herausragende Leistung belohnt. Der GPU-Boost ist mit 1.860 sehr hoch, was die MSI Geforce RTX 2080 Duke überdies zu einer zukunftssicheren Grafikkarte macht. Mit 8 GB liegt der Grafikspeicher im für die Preisklasse üblichen Bereich. Allerdings arbeitet die MSI-Karte überdurchschnittlich leise, wodurch sie sich von Konkurrenz-Grafikkarten abhebt. Absolut erträgliche 1,9 Sone erreichte die RTX 2080 Duke in unseren Lautstärketests – ein hervorragendes Ergebnis!
Fazit: MSI liefert mit der RTX 2080 Duke ein prima Gesamtpaket aus hoher Leistung und geringer Lautstärke.
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