Bei einem guten Gaming-Headset geht es nicht einfach nur um krachigen Sound. Natürlich muss auch die Qualität des Mikrofons stimmen, damit Sie Ihre Freunde gut verstehen, wenn Sie zum Beispiel über PC oder Ihre PS4 mit ihnen spielen. Viele Modelle bieten darüber hinaus pfiffige Zusatzfunktionen wie Geräuschunterdrückung oder Positionsbestimmung. Letzteres hilft Ihnen dabei, zu erkennen, wo zum Beispiel ein Schuss herkommt oder aus welcher Richtung sich ein Gegner nähert. Natürlich sollte ein gelungenes Headset auch bei Musik und Filmen eine gute Figur machen.

Bei einem Headset spielt natürlich auch die Qualität des Mikrofons eine wichtige Rolle. Auf dem Bild: das Beyerdynamic MMX 300.

Unterschied zwischen Gaming-Kopfhörern und normalen Kopfhörern

Bei herkömmlichen Kopfhörern geht es im Allgemeinen mehr um eine ausgewogene Klangqualität, also eine gute Balance zwischen Höhen, Mitten und Tiefen. Hochwertige Kopfhörer sind in der Regel teurer als Gaming-Headsets. Außerdem verfügen sie über kein Bügelmikrofon, sodass Sie nicht mit Mitspielern sprechen können, es sei denn, Sie kaufen sich ein separates Mikrofon. Klassische Stereo-Kopfhörer sind also in erster Line für Menschen, die Ihr Hauptaugenmerk auf den Klang legen.

Wenn Sie ein leidenschaftlicher Spieler sind, ist die Wahl hingegen klar: Dann greifen Sie zu einem Gaming-Kopfhörer, denn die Geräte in dieser Kategorie verfügen bereits über ein eingebautes Mikrofon. Sie bekommen quasi eine All-in-one-Lösung, ohne dass Zusatzkosten anfallen. Und nicht nur das: Die besten Gaming-Kopfhörer bieten außerdem eine Klangqualität, bei der sogar Hi-Fi-Fans ins Schwärmen geraten.

Welches Headset ist das richtige für mich?

Lioncast zeigt mit seinem LX50, dass guter Sound nicht teuer sein muss.

Bevor wir Ihnen im Detail die beiden unterschiedlichen Headset-Typen vorstellen, möchten wir Ihnen zunächst einmal einige grundlegende Kauftipps geben. Fragen Sie sich, wie viel Ihnen ein guter Klang beim Spielen wirklich wert ist! Möglicherweise reicht Ihnen die Soundqualität eines Einsteiger-Headsets. In diesem Bereich werden Sie schon ab 20 Euro fündig! Ein High-End-Modell kann dagegen schon mal mit 300 Euro zu Buche schlagen.

Auch der Einsatzort spielt bei der Wahl des Headsets natürlich eine Rolle. Wenn Sie an einem PC spielen, der sich in Ihrer Nähe befindet (beispielsweise unter dem Schreibtisch), werden Sie mit einem kabelgebundenen Modell wahrscheinlich gut zurechtkommen. Anders sieht es natürlich aus, wenn Sie hauptsächlich mit Ihrer Konsole, etwa einer PS4 oder einer Xbox One, spielen möchten. Dann ist ein gutes Wireless-Headset viel praktischer und komfortabler. Sind Sie darüber hinaus ein ausgiebiger Nutzer von Teamspeak, sollten Sie auf ein hochwertiges Mikrofon achten, damit Sie immer klar und deutlich zu verstehen sind. Hierbei hilft ein Modell mit Geräuschunterdrückung, damit Ihre Mitspieler nur Sie und nicht auch noch die Geräusche in Ihrer Umgebung hören.

Gaming-Headset-Test: Die besten Gaming-Kopfhörer

Gaming-Headsets
badge test-winner best-price-performance
Bild
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Produktname Mobius * MMX 300 Premium* ROG Delta* GSP 550* Corsair HS70* Turtle Beach Elite Atlas * Lioncast LX50*
Hersteller Audeze Beyerdynamic ASUS Computer Sennheiser Corsair Turtle Beach Lioncast
Amazon-Kundenbewertung
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Anschlussart BT, USB (-A, -C) Klinke USB (-A, -C) USB (-A) 2,4-GHz-Funk Klinke Klinke
Bauart Geschlossen, ohrumschließend Geschlossen, ohrumschließend Geschlossen, ohrumschließend Offen, ohrumschließend Geschlossen, ohrumschließend Geschlossen, ohrumschließend Geschlossen, ohrumschließend
Gewicht 360 Gramm 280 Gramm 370 Gramm 370 Gramm 280 Gramm 360 Gramm 260 Gramm
Impedanz K. A. 32 Ohm 32 Ohm 28 Ohm 32 Ohm 32 Ohm 50 Ohm
Surround Ja, virtuell Nein Ja, virtuell Ja, virtuell Nein Nein Nein
Besonderheiten Headtracking, 1.000-mW-Verstärker Teile wechselbar, handgefertigt ESS 9218 DAC, zus. Polster, Software Kontrollen direkt am Gerät Anpassung für Brillenträge Anpassung für Brillenträger Kabelfernbedienung, extra Polster
Wertung
WERTUNG: 1,24
WERTUNG: 1,49
WERTUNG: 1,57
WERTUNG: 1,57
WERTUNG: 1,71
WERTUNG: 1,71
WERTUNG: 1,94
Pro
  • Fantastischer Sound
  • Headtracking, kabellos
  • Außerordentlich bequem
  • Fantastischer Sound
  • Toller Spiele-Sound
  • Eigent sich auch gut für Musik
  • Sehr guter, kräftiger Sound
  • Materialien und Verarbeitung
  • Funkverbindung; Komfort
  • Guter, sauberer Klang
  • Komfortabel, Preis/Leistung
  • Leicht und mobil
  • Erstaunlich gut verarbeitet
Contra
  • Hoher Preis
  • Keine
  • Relativ teuer
  • Hoher Preis
  • USB
  • Keine
  • Keine
  • Keine
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Welches Headset für welches System?

Denken Sie daran, dass nicht jedes Headset für alle Einsatzszenarios geeignet ist. So können Sie zum Beispiel einige Headsets nur in Verbindung mit einem PC nutzen, während andere sowohl mit dem Computer als auch mit der Sony-Spielkonsole PS4 genutzt werden können. Die recht günstigen  Logitech-Gaming-Headsets sind beispielsweise ausschließlich für den PC geeignet. Andere Modelle, zum Beispiel die Razer-Spiele-Headsets, funktionieren sowohl mit einem PC als auch mit einer PS4. Für die Konsole Xbox One gibt es abgesehen von Turtle Beach keine große Auswahl an Markengeräten (hier dominieren Xbox-One-Gaming-Kopfhörer von No-Name-Herstellern). Viele Headsets eignen sich übrigens auch für Smartphones oder Tablets und bieten so zum Beispiel ein echtes Kinogefühl bei Filmen. Wenn Sie hauptsächlich am PC spielen, dann gehört zu einem optimalen Klang natürlich auch ein einwandfreies optisches Erlebnis! Für Letzteres empfehlen wir Ihnen unsere Ratgeber zum Thema Monitore. 

Anschluss-Typen

Die Anschluss-Art ist ein wichtiger Faktor, den Sie bei Ihrer Kaufentscheidung berücksichtigen müssen. Für manche sind Wireless-Varianten reizvoller, andere wiederum bevorzugen kabelgebundene Headsets. Falls Sie sich für eine Kabelvariante entscheiden, sollten Sie darauf achten, dass die Kabellängen meist zwischen 1 und 3 Metern betragen, abhängig vom jeweiligen Modell. Falls Sie den Kopfhörer an der Rückseite Ihres Computers anschließen möchten, empfiehlt sich in jedem Fall ein längeres Kabel.

Wenn es um Bewegungsfreiheit geht, hat ein Wireless-Bluetooth-Headset in jedem Fall die Nase vorn. Aber was ist ein Wireless-Headset? Nun, damit kann es Ihnen nicht passieren, dass Sie zum Beispiel durch eine hektische Kopfbewegung das Kabel aus der Buchse reißen und es vielleicht sogar beschädigen. Für die Verbindung stecken Sie einfach den kleinen, mitgelieferten Bluetooth-Dongle in einen freien USB-Port und genießen die ultimative Bewegungsfreiheit, da die Signale einfach über die Luft per Funk übertragen werden (man kann in diesem Fall also auch von einem Funk-Headset sprechen). Eines sollten Sie allerdings bedenken: Erfahrungsgemäß sind kabellose Headsets teurer und schwerer als beispielsweise USB-Kopfhörer. Außerdem dürfen Sie nicht vergessen, dass in diesem Fall ein Akku zum Einsatz kommt, der stets geladen sein muss.

USB-Headset mit Raumklang oder klassisches Stereo-Headset?

Etliche Gaming-Headsets werben mit 3D-, 5.1- oder 7.1-Surround-Sound. In den meisten Fällen handelt es sich um normale Stereo-Headsets, die Software verwenden, um den Klang zu verändern, um einen räumlichen Eindruck zu erzeugen. Es gibt verschiedene Techniken, aber im Prinzip arbeiten sie alle mit psychoakustischen Tricks – es gibt keinen „echten“ Surround-Sound. Unser Gehirn empfängt daher bewusst gefälschte oder verzögerte Klänge und erzeugt aus ihnen einen mehr oder minder überzeugenden Surround-Klang. Leider führen solche Tricks oft zu unerwünschten Nebeneffekten wie starkem Nachhall oder einer weiteren Betonung der ohnehin schon störenden Klangeigenschaften eines Headsets. Zum Glück kann die Surround-Simulation auch abgeschaltet werden.

Ein Vorteil eines solchen Modells kann die in jedem Headset integrierte USB-Soundkarte sein: In Einzelfällen liefert diese sogar einen besseren Sound als die Soundkarte im PC oder in der Konsole. Außerdem bieten die externen Lösungen noch zusätzliche Funktionen und Einstellmöglichkeiten für das Headset. Diese können beispielsweise ein Equalizer, eine Beleuchtungsfunktion sowie Presets für die Surround-Simulation sein. USB-Gaming-Kopfhörer werden in vielen Fällen auch mit einer umfangreichen Kabelfernbedienung geliefert. Bei einigen Headsets kann die Soundkarte entfernt und das Gerät dann direkt an der Soundkarte über einen Klinkenstecker oder an einem Smartphone oder Tablet für den mobilen Einsatz betrieben werden. Wenn Sie also ein Headset kaufen, stellen Sie sicher, dass Sie wissen, wofür Sie es verwenden möchten – und ob Sie die USB-Soundkarte wirklich benötigen.

Es gibt allerdings auch herkömmliche Stereo-Headsets (also ohne Surround-Unterstützung), die eine eingebaute USB-Soundkarte besitzen. Auch in diesem Fall können Sie davon profitieren. Denn die USB-Variante liefert möglicherweise einen besseren Klang als die Onboard-Lösung auf Ihrem System. Ein Nachteil von minderwertigen USB-Soundkarten: Sie produzieren oftmals ein störendes Rauschen.

Klar im Vorteil sind PC-Besitzer mit einer dedizierten-Soundkarte. Denn direkt an diese angeschlossen klingt Ihr Headset mit Sicherheit besser, als wenn Sie es per USB verbinden. Hierbei muss die USB-Soundkarte allerdings abnehmbar sein. Wenn Sie sich über solche Dinge keine Gedanken machen möchten, dann greifen Sie am besten zu einem klassischen Stereo-Kopfhörer, den Sie per Klinkenanschluss mit der Soundkarte Ihres PCs verbinden. Dabei liegt der Vorteil klar auf der Hand: Es gibt kein USB-Gerät, das sich negativ auf die Klangqualität auswirken kann. Falls Sie sich dennoch eine Surround-Simulation wünschen, verwenden Sie dafür einfach die Soundkarte in Ihrem System, sofern diese virtuellen Mehrkanal-Sound unterstützt. Sollte das nicht der Fall sein, hilft Ihnen die kostenlose Software Razer Surround.

Früher befand sich die externe Soundkarte außerhalb des Kopfhörers, beispielsweise in Form eines Kästchens. Mittlerweile befindet sich der Soundchip in beinahe allen Modellen in der Hörmuschel. So auch beim Surround-Kopfhörer Asus ROG Delta.

Welches ist das beste Gaming-Headset: Offen oder geschlossen?

Wie sich Ihr Headset anfühlt und anhört, wird zum großen Teil von der Bauart bestimmt. Ein großzügig dimensioniertes Headset mit hohem Gewicht passt meist besser, wenn auch die Ohrpolster üppig ausfallen und sich das Gewicht gut verteilen kann. Auch ein kleineres, leichtes Headset kann mit aufliegen

Ohrumschließende Kopfhörer wie der Sennheiser GSP-500 tragen sich besonders angenehm.

den Polstern eine gute Sitzform bieten, übt aber oft unangenehmen Druck auf das Ohr aus. Daher empfiehlt sich besonders bei langen Sessions ein Modell im Over-Ear-Design. Da hierbei die Ohren komplett umschlossen werden, trägt sich diese Bauform besonders angenehm – übrigens erst recht als Brillenträger! Fairerweise muss man aber sagen, dass es auch bequeme Kopfhörer gibt, bei denen die Ohrpolster aufliegen. Bei dieser Bauart spricht man von On-Ear. Der beliebte DJ-Kopfhörer Sennheiser HD25 II gehört beispielsweise dazu.

Ein möglichst perfekter Sitz ist nicht nur für den Tragekomfort wichtig, sondern auch für die Klangqualität. Schlecht sitzende Headsets bilden insbesondere Bässe nicht optimal ab, da die tiefen Frequenzen nach außen gelenkt werden anstatt in die Gehörgänge. Auch der Mittenbereich leidet darunter.

Doch nicht nur die Passform hat Einfluss auf den Klang, sondern auch die Bauweise. Geschlossene Kopfhörer liefern in der Regel einen satteren Bass, während offene Kopfhörer in dieser Hinsicht etwas dünner aufgestellt sind und weniger Detailtreue bieten. Auf der anderen Seite warten offene Headsets mit einer besseren Raumabbildung auf, bei der das Klangbild viel offener und weitläufiger als bei geschlossenen Kopfhörern wirkt. Der Raumeindruck ist dadurch nicht nur glaubwürdiger, auch die Positionsbestimmung von Tönen funktioniert besser. Zudem bekommen die Ohren bei offenen Kopfhörern im Unterschied zu geschlossenen Systemen ein wenig Luft ab, was von vielen Menschen als angenehm empfunden wird – gerade bei langer Tragedauer.

Es gibt aber auch einen entscheidenden Nachteil bei offenen Designs: Sie sind nicht so gut (teilweise gar nicht) abgeschirmt wie geschlossene Varianten. Daher dringen verstärkt Klänge nach außen, aber auch nach innen. Das bedeutet, dass sich Menschen in Ihrer direkten Umgebung von dem, was aus dem Kopfhörer schallt, gestört fühlen könnten. Auch der Träger selbst muss sich mit ungewollten Klängen herumschlagen. Nämlich mit Außengeräuschen, die das offene System leider durchlässt (dabei kann es sich zum Beispiel um Lüftergeräusche von Ihrem Computer handeln).

Allerdings: Die von uns vermeintlichen Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Bauweisen sind nicht zwangsläufig als generell anzusehen. So gibt es auch offene Headsets, die durchaus mit einem tiefen Bass aufwarten, und geschlossene Hörer, die ein weites Klangbild bieten. Daher ist es schwierig, eine konkrete Empfehlung für eine bestimmte Bauart auszusprechen. Vielmehr geht es darum, in welchem Szenario Sie das Headset einsetzen und welche persönlichen Anforderungen Sie haben. Falls möglich, hören Sie Probe!

Was Sie über Frequenzen wissen sollten

Der Frequenzgang bezieht sich auf die verschiedenen Frequenzen, die Kopfhörer reproduzieren können, was letztendlich zu einem vollen Klang führt. Was das bedeutet, lässt sich am besten anhand von Musik erklären: Bassgitarren und Basstrommeln leben von tiefen Frequenzen, während Becken oder Glocken die hohen Frequenzen brauchen. Eine Akustikgitarre oder auch die menschliche Stimme sind im mittleren Frequenzbereich angesiedelt. Gleiches gilt dann natürlich auch für alle möglichen Arten von Geräuschen, die Ihnen in Spielen begegnen. Angefangen von wuchtigen Explosionen über Schüsse bis hin zu Motorengeräusche und Sprachausgabe (um nur einige zu nennen). All das benötigt ein möglichst breites Frequenzspektrum.

Der Frequenzbereich des menschlichen Gehörs liegt bei 20 Hz bis maximal 20 kHz. Tatsächlich können aber die meisten Erwachsenen kaum über 17 kHz hinaus hören. Die meisten Kopfhörer werben damit, dass sie über einen Frequenzbereich zwischen ebendiesen 20 Hz bis 20 kHz verfügen. Über die Klangqualität an sich sagt das freilich nichts aus, sondern lediglich dass die Hörer in der Lage sind, die Frequenzen abzubilden, die innerhalb des Wahrnehmungsbereiches des menschlichen Gehörs liegen. Entsprechend sind Sie auch gut beraten, wenn Sie Kopfhörer meiden, die einen Frequenzgang von weniger als 20 Hz bis 20 kHz angeben.

Noise-Cancelling: Schluss mit störenden Außengeräuschen

Bose AR Logo Quelle: Bose
Boses Noice-Cancelling-Technologie ist für seine sehr zuverlässige Arbeit bekannt.

Der Begriff Noise-Cancelling kommt aus dem Englischen und meint die aktive Rauschunterdrückung. Diese soll dafür sorgen soll, dass störende Geräusche von außen abgeschirmt werden. Diese Technologie ist in den letzten Jahren immer ausgefeilter geworden und funktioniert mittlerweile recht zuverlässig. Dabei kommt ein Mikrofon zum Einsatz, das aufnimmt, was um einen herum passiert, und dann eine Art Gegenversion dieses Geräusches abspielt, um es aufzuheben. Dadurch wird dieses Geräusch für das Ohr unhörbar. Es gibt allerdings keine Standards, die definieren, wie gut eine Rauschunterdrückung arbeitet. Am besten macht man hier selber den Test.

Erfahrungsgemäß bieten Sennheiser-Gaming-Kopfhörer eine sehr zuverlässige Rauschunterdrückung. Die aktive Rauschunterdrückung hat allerdings auch einen Nachteil: Sie wirkt sich ein klein wenig negativ auf die Audioqualität aus. So kommt es relativ häufig vor, dass man bei Kopfhörern mit eingeschaltetem Noise-Cancelling ein schwaches Hintergrundrauschen hört. Außerdem nimmt diese Technologie Einfluss auf den Frequenzgang, nämlich je nachdem welche Frequenzen von außen gefiltert werden müssen.

Es gibt allerdings noch eine Alternative zu Headsets mit aktivem Noise-Cancelling und das sind so genannte rauschisolierende Kopfhörer, auch bekannt als passiv rauschunterdrückende Kopfhörer. Diese Kopfhörer eliminieren auf physische Art und Weise alle Außengeräusche, indem sie mit ihren Polstern die Ohren sehr gut abdichten und außerdem schalldichte Materialien verwenden. Unterm Strich eliminieren diese Varianten Störgeräusche nicht so effektiv wie echte Noise-Cancelling-Headsets, sie können Außenlärm aber zumindest abmildern. Zudem bieten sie den Vorteil, dass es keine zusätzliche Elektronik gibt, die unerwünschte Auswirkungen auf die Klangqualität haben könnte.

Was aktuelle Headsets noch bieten

Gute Gaming-Headsets werden immer ausgefeilter und bieten immer mehr coole Funktionen. Fragen Sie sich, was Ihnen wichtig ist! Einige Modelle haben heutzutage die Bedienelemente wie die Lautstärkeregelung direkt an der Hörmuschel, andere wiederum besitzen eine Kabelfernbedienung. Die Bedienung direkt an der Hörmuschel kann bisweilen etwas fummelig ausfallen, dafür haben Sie aber kein zusätzliches Gerät, das am Kabel baumelt. Die Fernbedienung macht es hingegen möglich, dass Sie die Steuerelemente sehen. Achten Sie außerdem auf praktisches Zubehör wie beispielsweise Tragetaschen oder auswechselbare Hörmuscheln. Falls Sie zum kompletten Gaming-Vergnügen noch eine neue Tastatur benötigen, lesen Sie unseren umfassenden Tastatur-Ratgeber.

Was wir heutzutage auch immer häufiger sehen, sind Kopfhörer mit Unterstützung für digitale Assistenten wie Google Assistant oder Amazon Alexa. Der Bose QuietComfort 35 II hat die digitalen Assistenten bereits integriert, während andere einfach eine Taste anbieten, über die Sie mit Ihrem Assistenten über Ihr Telefon interagieren können.

Oftmals gehört bei einem Headset praktisches Zubehör wie eine Tragetasche zum Lieferumfang.
Ansicht der Kontrollen eines Headsets Quelle: PC Games Hardware
Bei vielen Headsets stehen Steuerelemente wie Lautstärkeregelung direkt an der Hörmuschel bereit.

Zusammenfassung: Darauf sollten Sie beim Kauf achten!

Wenn Sie ein Gaming-Headset kaufen möchten, achten Sie auf die Passform. Eventuell können Sie das Wunschmodell ja in einem Elektrofachmarkt ausprobieren. Ein guter, angenehmer Sitz ist gerade in dieser Kategorie von entscheidender Bedeutung. Schließlich kommt es beim Zocken durchaus mal vor, dass eine Session über mehrere Stunden geht, und da wäre ein zu straff sitzender Kopfhörer eher hinderlich. Zu lose sollte er allerdings auch nicht sitzen, da Sie so nicht den vollen Sound erleben.

Ob Sie sich für ein kabelgebundenes oder ein Wireless-Gaming-Headset entscheiden, hat etwas mit Ihren persönlichen Präferenzen zu tun. Nerven Sie Kabel generell und/oder ist Ihnen maximale Bewegungsfreiheit wichtig, dann ist ein Bluetooth-Gaming-Kopfhörer das Richtige für Sie – insbesondere wenn Sie Konsolenspieler sind und das System weit weg von Ihnen steht. Für PC-Spieler stellt ein Kabel meist kein Hindernis dar, achten Sie lediglich auf eine ausreichende Kabellänge. Wenn Sie in der Nähe einer belebten Straße wohnen und öfters bei offenem Fenster spielen, halten Sie nach einem Modell mit Noise-Cancelling-Funktion Ausschau.

Weitere ausfürliche technische Details und eine Kaufberatung finden Sie im Gaming-Headset-Test der PC Games Hardware.

 

Die besten Gaming-Headsets: Unsere Testsieger im Detail

Der Testsieger

Das Mobius glänzt nicht nur durch kabellose Freiheit, tollen Sound und hohen Komfort, sondern bietet auch echte Innovation.

0 Bewertungen*
(Amazon-Kundenbewertungen)
  • Fantastischer Sound
  • Headtracking, kabellos
  • Hoher Preis
Audeze geht in vielerlei Hinsicht anders vor als andere Hersteller. So auch bei dem mit 400 Euro teuer anmutenden Mobius, das statt regulären elektrodynamischen Treibern 100 mm große Magnetostaten nutzt. Diese werden von einem extrem potenten 1.000-mW-Verstärker befeuert und bieten einen sehr klaren, definierten und ausdrucksstarken Sound, der sich nicht vor ähnlich hoch bepreisten Hi-Fi-Kopfhörern verstecken muss. Die sehr gute Klangqualität relativiert zusammen mit der Anschlussvielfalt inklusive Bluetooth, USB-C und Klinke, komfortabler Bedienung, sehr ansprechenden Materialien sowie hohem Komfort den Preis schon weitestgehend, doch obendrauf schnürt Audeze für das Mobius ein technisches Paket, das reguläre Headsets alt aussehen lässt. Im Headset sind ein Gyroskop und ein Beschleunigungssensor verbaut, welche Kopfposition, -bewegung und -neigung 1.000 Mal pro Sekunde ermitteln.
Fazit: Der Audeze Mobius wirkt, als würde man im Zentrum einer potenten Surround-Anlage oder in einem kleinen Kinosaal sitzen.

Der Preis-Leistungs-Sieger

Es ist wirklich erstaunlich, welche Qualität Lioncast mit dem LX50 für gerade einmal knapp über 50 Euro zu liefern imstande ist.

655 Bewertungen*
(Amazon-Kundenbewertungen)
  • Leicht und mobil
  • Erstaunlich gut verarbeitet
  • Keine
Das rund 260 Gramm leichte Stereo-Headset ist für die Preisklasse ausgesprochen gut verarbeitet, die verwendeten Materialien wirken optisch wie haptisch hochwertig. Doch damit nicht genug, das LX50 ist außerdem bequem: Die angenehm üppige und mit Kunstleder überzogene Polsterung von Bügel und Hörern lässt das Headset auch nach mehreren Stunden bequem auf dem Kopf ruhen. Im Inneren der geschlossenen Hörmuscheln verbergen sich jeweils die 53-mm-Treiber, die dem Lioncast LX50 zu einem erfreulich guten und ausgewogenen Klang verhelfen. Der Sound des günstigen Headsets ist neutral abgestimmt, weder Bass noch Höhen wirken überbetont. Dabei ist das Klangbild verhältnismäßig detailreich.
Fazit: Wollen Sie nicht mehr als ein Taschengeld für ein Headset investieren, legen wir Ihnen das Lioncast LX50 ans Herz.
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