Die besten Computerspiele für Kinder: Tipps aus der Redaktion

Details zu den Spielen finden Sie im nächsten Abschnitt. Die Tabelle enthält auch verschiedene Versionen und Bundles.

Unsere Spieletipps für Kinder im Detail:

Der Computerspiele-Markt ist voll mit Games, die für Kinder geeignet sind – oder das zumindest vorgeben. Deshalb haben wir sieben Tipps herausgesucht, die einen Einstieg verschaffen sollten. Kombiniert mit den Tipps weiter unten, sollte die Suche nach dem nächsten Spiel kein großes Problem mehr sein.

Super Mario Party (Nintendo Switch)

Super Mario kennt man vor allem aus den Jump ´n´Run Spielen, die seinen Namen tragen. Sie sind familienfreundlich, aufgrund der Anforderungen an Reflexe und Hand-Auge-Koordination aber für kleine Kinder vielleicht noch etwas schwer. Perfekt für sie ist dagegen „Super Mario Party“, eine Mischung aus Brettspiel und Minispielen. Auf der Jagd nach Sternen bewegen bis zu vier Spieler ihre Figuren über Spielbretter, die den Welten aus „Super Mario“ entlehnt sind und testen ihre Fähigkeiten in 80 kurzen und abwechslungsreichen Spielen.

Osmo Kits (iPad / Fire Tabet)

Preisgekrönt sind die Lernspiele der Firma Osmo, die Kindern nicht nur Spaß machen, sondern auch einiges beibringen sollen: zum Beispiel Mathematik, Kreativität und die Fähigkeit zu Programmieren. Der Aufbau ist dabei immer ähnlich. Ein Teil des Spiels besteht aus Steinen oder anderen real existierenden Spielmaterialien, der andere befindet sich im Tablet. Je nach Set werden andere Fähigkeiten gefördert. Die unterschiedlichen Sets richten sich an Kinder zwischen 5 und 10 Jahren und kosten in der Regel zwischen 40 und 80 Euro.

Pokémon (alle Systeme)

Seit 25 Jahren begeistern die niedlichen Pokémon mittlerweile Kinder und Erwachsene. Entsprechend viele unterschiedliche Spiele gibt es, in denen der Spieler Pokémon trainieren kann, mit ihnen die Welt erkunden (Pokémon Schwert und Schild), Fotos machen (New Pokémon Snap) oder andere Dinge. Bis vor Kurzem war allein schon der Name Pokémon eine Garantie für kinderfreundliches Spielvergnügen, inzwischen hat Hersteller Nintendo bei einigen Titeln aber In-Game-Käufe eingeführt, die durchaus ins Geld gehen können, etwa beim Titel „Pokémon Unite“. Hier sollten Eltern auf jeden Fall ein Auge darauf haben.

Quelle: Osmo

Nintendo Labo (Nintendo Switch)

Labo ist kein reines Spiel, sondern eine Mischung aus Spiel und Bastelsystem. In jedem Set ist eine Softwarekarte enthalten und spezielle Pappe, aus der sich nach Anleitung verschiedene Dinge bauen lassen, etwa Motorräder, Angelruten oder sogar ein kleines Klavier. Zusammen mit dem Nintendo-Controller kann man diese Gegenstände dann in kleinen Spielen einsetzen. Neben dem Basis-Set gibt es inzwischen auch einige Ergänzungssets, in denen man neue Gegenstände zusammenbauen kann. Einziger Wermutstropfen: Man kann wirklich nur die Dinge zusammenbauen, die in der jeweiligen Anleitung vorgegeben sind.

Sackboy: A big Adventure (Playstation 4 / Playstation 5)

Nintendo hat Super Mario und Sony hat Sackboy. Das niedliche Maskottchen der Playstation-Konsolen ist durch „Little Big Planet“ bekannt geworden: Eine bezaubernde Spielereihe, die nicht nur Plattformgeschicklichkeit testet, sondern es auch möglich macht, eigene Level zu kreieren. Darauf muss der Spieler in „Sackboy: A big Adventure“ verzichten. Dafür gibt es viele niedliche Welten, durch die sich der Spieler hüpfen und rätseln muss, allein, aber auch mit bis zu vier Freunden. Sehr schön: Den Coop-Modus kann man nicht nur online Spielen, sondern auch daheim auf der Couch.

Just Dance (Alle Systeme)

So spannend das Spielen vor dem Computer sein mag, besonders aktiv ist man bei dem Hobby nicht. Spiele wie Just Dance ändern das. Ausgerüstet mit einem speziellen Controller oder dem mit einer App ausgerüsteten Handy lädt „Just Dance“ ein, zu aktuellen Hits Choreografien nachzutanzen, die auf dem Bildschirm erscheinen. Das Ganze kann man allein oder zu mehrt machen, für Kinder gibt es einen speziellen Kids-Modus. Die Variante fürs Handy heißt „Just Dance now“. Bei jedem Spiel lassen sich für Extrakosten neue Songs herunterladen. Vorsicht bei „Just Dance now“: Hier ist nur ein Tanz pro Tag gratis.

Minecraft (Alle Systeme)

Ein echter Spieleklassiker ist „Minecraft“. Seit mehr als zehn Jahren ermöglicht das Spiel, eigene Welten zu kreieren und darin herumzulaufen. Die Grafik, die aus quadratischen Blöcken besteht, ist bewusst einfach gehalten und erinnert nicht nur zufällig an Lego-Steine. Genügend Zeit und Kreativität vorausgesetzt, lassen sich in Minecraft atemberaubende Werke erschaffen. Alternativ kann man auch einfach so auf Ressourcenjagd gehen, sich eine Hütte bauen und die Spielewelt entdecken. „Minecraft“ verfügt über eine große Community, in der leider nicht alles kindgerecht zugeht. Deshalb sollten die Eltern darauf ein Auge haben.

Overcooked! All you can eat (PC und gängige Konsolen)

In einer Küche geht es oft hektisch zu, aber so chaotisch wie in Overcooked? Im Spiel übernehmen bis zu vier Spieler die Rolle von Köchen, die möglichst schnell ihre Bestellungen abarbeiten müssen. Das funktioniert nur, wenn sie einander helfen. Doch das ist gar nicht so einfach, denn die Küche ist mit verschiedenen Hindernissen gefüllt, die Lebensmittel in jedem Level wo anders versteckt und die Gäste im Restaurant immer hungrig. Für den Fall, dass das Zusammenspielen langweilig wird, gibt es außerdem einen Modus, in dem zwei Koch-Teams gegeneinander antreten können.

Abzu (PC, PS4)

Vollkommen gewaltfrei ist das Unterwasserabenteuer „Abzu“. Die Entwickler haben schon das vielfach ausgezeichnete Spiel „Journey“ herausgebracht und bleiben auch in „Abzu“ ihren Ansprüchen treu. Der Spieler steuert begleitet von klassischer Musik einen Taucher durch eine bunte Unterwasserwelt und muss dort einige leichte Rätsel lösen. Außerdem kann er mit den Meeresbewohnern interagieren. Ein buntes und wunderschönes Spiel, das vor allem eines ist: entspannend.

Computerspiele Kinder: Screenshot aus dem SPiel Abzu, welches friedliche Rochen zeigt Quelle: 505 Games
In Abzu taucht der Spieler in eine schöne und friedliche Unterwasserwelt ab.

Computerspiele für Kinder: Ja oder nein?

Grundsätzlich ist dabei die Frage zu klären, ob und ab wann ein Kind überhaupt Zugriff auf Computerspiele haben sollte. Hier schlagen Wissenschaftler folgenden Zeitstrang vor:

  • Ist das Kind unter fünf Jahre alt, sollte die Zeit vor Fernseher und Bildschirm auf maximal eine halbe Stunde täglich beschränkt werden. Spielen ist außerdem nur unter der Aufsicht der Eltern erlaubt, weil die Gefahr der Reizüberflutung besteht. Es gibt auch Meinungen, nachdem Kinder unter fünf Jahren generell keine Spiele vor dem Computer spielen sollten, vielleicht ausgenommen Lernspiele.
  • Im Alter von 7 bis 10 Jahren kann die tägliche Spielzeit auf 45 Minuten erhöht werden.
  • Ist das Kind 11 bis 13 Jahre alt, kann es eine Stunde vor dem Computer spielen
  • Ab 14 Jahren müssen keine strengen Regeln mehr gelten. Allerdings sollten die Eltern darauf achten, dass das Zocken in einem guten Verhältnis zu allen anderen Aktivitäten steht.

Diese Alterseinteilungen sind aber tatsächlich nichts anderes als Empfehlungen. Unabhängig vom Alter sei viel wichtiger, auf den Entwicklungsstand des Kindes und seine Interessen und Neugier zu achten, so die Experten.

Über einen eigenen PC oder eine eigene Konsole sollten die Eltern erst nachdenken, wenn das Kind 10 Jahre oder älter ist.

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PC, Konsole, Mobile: Das zeichnet die unterschiedlichen Plattformen aus

Computerspiele gibt es mittlerweile auf vielen Plattformen. Neben dem PC und verschiedenen Konsolen, sind auch Tablets und Smartphones beliebte Geräte zum Zocken geworden. Gerade bei jungen Spielern sind Smartphones wesentlich beliebter als etwa der PC. Bei Vor- und Grundschulkindern wird das Angebot meist noch durch spezielle Spielerechner, Konsolen oder Spieletablets ergänzt, die ein begrenztes und auf das jeweilige Alter abgestimmtes Angebot an Spielen und Software vorinstalliert haben.

Computer: Für viele Eltern wohl das erste Gerät, das in den Sinn kommt, wenn man an Computerspiele denkt. Viele Studien belegen aber, dass der Computer als Spielegerät bei Kindern gar nicht so beliebt ist, wie etwa Konsolen oder Smartphones. Sein großer Vorteil: Sein Aufbau und seine Einstellungsmöglichkeiten erlauben eine große Kontrolle über Spielezeiten, Inhalte und Programme. Außerdem kann er zur Arbeit in der Schule verwendet werden. Bei der Frage, PC oder Laptop geben Experten zu bedenken, dass ein PC mit festem Platz leichter einzusehen ist und die Kontrollmöglichkeiten erhöht.

Konsolen: Drei große Hersteller teilen sich den Konsolenmarkt: Sony, Microsoft und Nintendo Obwohl auch die Playstation- und die Xbox-Konsolen Spiele für Kinder haben, gilt die Nintendo Switch als familienfreundlichste Konsole. Das liegt auch an dem Image, das sich

Computerspiele Kinder: Zwei Kinder, welche mit der Nintendo Switch spielen Quelle: Nintendo

die Firma Nintendo gegeben hat. Erst seit ein paar Jahren lässt sie auch bewusst mehr Spiele für Erwachsene auf ihren Konsolen zu. Das hat dazu geführt, dass inzwischen nicht mehr jedes Switch-Spiel automatisch kinderfreundlich ist. Wie bei anderen Konsolen sollten Eltern auch hier auf die Alterskennzeichnung der Spiele achten. Sony und Microsoft richten ihre Produkte eher für ältere Spieler aus. Allerdings gibt es auch hier eine immer größer werdende Auswahl an Kinder- und Familienfreundlichen Spielen. 

Mobile Geräte: Immer zeigen Umfragen, dass Smartphones und Tablets bei Kindern und Jugendlichen die beliebtesten Spieleplattformen sind. Von ihrer Leistung her können sie mit PCs und Konsolen durchaus mithalten, außerdem sind sie transportabel und spielen auch sonst im Alltag der Kinder eine große Rolle. Spiele aus den Appstores sind in der Regel kostenlos oder sehr billig.  Leider verstecken sich die eigentlichen Kosten im Spiel selbst, etwa durch Zusatzinhalte oder Glücksspielmechaniken, die bares Geld kosten. Kontrollmöglichkeiten über Jugendschutzeinstellungen o. ä. bieten aber auch sie, auch, wenn sie oft nicht so groß sind wie bei Geräten mit festem Platz.

Generell gilt: Auch, wenn keine Spieleplattform mehr ohne Jugendschutzeinstellungen angeboten wird, hilft es – nicht nur bei Smartphones – auch unabhängig von allen Jugendschutzeinstellungen gemeinsame Regeln aufzustellen.

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Zeit und Zugriff kontrollieren

Das Bild vom ganz im Computerspiel versunkenen Kind, das darüber die Zeit vergisst, ist bekannt. An den Eltern liegt es deshalb meistens, für entsprechende Beschränkungen zu sorgen.

  • Damit die Kinder gar nicht oder nur schwer an für sie ungeeignete Inhalte kommen, lohnt es sich, sich mit den Jugendschutzeinstellungen der jeweiligen Plattform zu beschäftigen.
  • Spannende Computerspiele lassen die Stunden wie im Flug vergehen, deshalb ist es eine gute Idee, Bildschirmzeiten auszumachen. Hier geht es aber nicht nur darum, eine bestimmte Zeitspanne festzusetzen, sondern auch, Benimmregeln einzuhalten, etwa: „Beim Essen/im Bett hat das Smartphone nichts zu suchen.“
  • Technische Hilfsmittel zur Zeitkontrolle können und sollen zumindest am Anfang eingesetzt werden, wichtig ist aber auch, dass Kinder ein Bewusstsein dafür entwickeln, wie sie Medien konsumieren. Gefördert wird das durch den gemeinsamen Austausch und Absprachen

Oft ist die reine Zeit, die ein Kind vor dem Bildschirm spielt, aber nicht das wichtigste Kriterium. Viel wichtiger sind die Inhalte, die konsumiert werden. Hier liegt es an den Eltern, passende Computerspiele auszuwählen.

Auf das passende Siegel achten

Ein erster Schritt zu sehen, wie geeignet ein Spiel für Kinder ist, ist die USK-Auszeichnung. Sie wird von der Unterhaltungs Selbstkontrolle ausgegeben und ist eine freiwillige Auszeichnung. Hier wird zwischen fünf Altersstufen (Ab 0, 6, 12, 16 oder 18 Jahren) unterschieden, die einen guten ersten Hinweis geben, für wen ein Spiel geeignet ist. Wie die USK aufgebaut ist und wie sie ihre Computerspiele prüft, erfährt man auf der Homepage www.usk.de. Grob gesagt bezieht sich die USK-Freigabe maßgeblich darauf, ob die Inhalte des Spiels das Kind seelisch negativ beeinflussen können.  Ein Computerspiel mit der Freigabe 0 Jahre kann selbstverständlich nicht von einem Baby bedient werden (sollte es auch nicht), es beinhaltet aber keinerlei Szenen oder Dinge, die einem Kleinkind in irgendeiner Weise Angst machen oder es verstören könnten.

Neben dem USK-Siegel gibt es auch noch die international gültige PEGI-Auszeichnung. Sie gibt nicht nur eine Altersempfehlung, sondern warnt auch vor gewaltverherrlichenden oder obszönen Inhalten. Die Prüfkataloge bei USK und PEGI sind unterschiedlich, weshalb auf beiden Siegeln nicht immer die gleiche Altersempfehlung ist.

Aber Vorsicht: USK-Siegel und PEGI werden nicht für Online-Computerspiele verliehen.

Einen weiteren Wegweiser durch den Dschungel an Computerspielen sollen Eltern diverse Gütesiegel und Preise geben, die in der Regel von Experten und Usern verliehen werden. Allerdings werden Projekte wie das „Pädi-Gütesiegel“ und die „Giga-Maus“ nicht mehr aktiv betrieben. Zu den Preisen und Gütesiegeln, die es auch 2021 noch gibt, gehören:

TOMMI (Deutscher Kindersoftwarepreis): Bei diesem Preis prämiert einmal im Jahr eine Kinderjury die besten Games für Kinder. Es steht unter der Schirmherrschaft des Bundesfamilienministeriums. Partner sind unter anderem der Deutsche Bibliotheksverband e.V. (dbv), Deutschlandfunk Kultur, Familie & Co, die Frankfurter Buchmesse, Google und jugendschutz.net. 

Der Deutsche Computerspielpreis: Dieser Preis wird seit 2009 verliehen. Eine Jury zeichnet jedes Jahr die besten Games in unterschiedlichen Kategorien aus, unter anderem auch das beste Kinderspiel und das beste Jugendspiel. Herausgegeben wird der Preis von game – Verband der deutschen Gamesbranche und dem Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur.

Computerspiele Kinder USK Siegel Quelle: Microsoft
Das Spiel Just Dance hat von der USK die Altersfreigabe ab 0 Jahre bekommen. Das heißt schlichtweg, dass dieses Spiel völlig frei von Gewalt oder furchteinflößenden Momenten ist. Eine Altersfreigabe von 0 Jahren bedeutet freilich nicht, dass ein Kleinstkind dieses Spiel bereits verstehen oder bedienen kann.

Weitere Tipps, wie man ein kindgerechtes Spiel erkennt:

Die Plattform jugendschutz.net bietet Eltern noch ein paar weitere Hinweise, die ein gutes Spiel für Kinder ausmachen. Computerspiele, die für Kinder geeignet sein sollen:

  • sind altersentsprechend und ohne ängstigende Inhalte
  • sind leicht zu bedienen
  • sind für Kinder ansprechend gestaltet
  • haben einen Lerneffekt
  • fragen nur die nötigsten Daten ab
  • verlangen keine oder nur wenige Berechtigungen
  • verzichten im Idealfall auf Werbung und In-App-Käufe

Besonders letzter Punkt ist wichtig, wenn man versteckte Kostenfallen vermeiden möchte. Denn viele Comuterspiele, die zunächst vorgeben, gratis zu sein, sind es nicht.

Versteckte Kosten bei Gratis-Spielen

Bei Smartphone- und Onlinespielen geht so gut wie nichts mehr ohne sie: Micropayments. Diese auf den ersten Blick harmlosen Beträge, die man für Gegenstände oder andere Dinge zahlen muss, sorgen dafür, dass sich auch vermeintlich kostenlose Spiele für den Entwickler lohnen. So entpuppen sich auch viele Spiele, die mit „Free to Play“, also kostenlosem Spiel, werben, schnell als Kostenfallen. Selten ist dabei sofort offensichtlich, wie viel Geld ein zusätzlicher Inhalt kostet, da die Währung, mit dem dieser gekauft wird, keine reale Entsprechung hat und der Spieler zuerst echtes Geld in sie umtauschen muss. Kinder, die die oft verschlungenen und bewusst komplizierten Arten, im Spiel Geld auszugeben, schlechter durchschauen als Erwachsene, sind hier besonders gefährdet. 

Noch schlimmer, einige Spiele geben gegen Barzahlung nur die Möglichkeit, bestimmte Inhalte in einer virtuellen Lotterie zu gewinnen. Kritiker und Experten sehen diese „Loot Boxen“ oder „Zufallsmechaniken“ als möglichen Einstieg in eine Glücksspielsucht. Darauf hat 2021 auch der Gesetzgeber reagiert und „Loot Boxen“ in der Novelle des Jugendschutzgesetzes als so genanntes „Interaktionsrisiko“ definiert. Auf diese Risiken soll die USK bei der Altersfreigabe eines Spiels hinweisen. Wie genau diese Hinweise aussehen sollen, wird aber aktuell noch erarbeitet Bevor das Kind also losspielt, lohnt es deshalb immer, den Titel selbst auszuprobieren und zu überprüfen, welche Kostenfallen versteckt sind. Eine Onlinerecherche zum Titel zeigt ebenfalls schnell, wie ernst es die Entwickler mit dem Begriff „Gratis“ nehmen.

Das Grundrezept - selber ausprobieren und spielen

Deshalb gilt der Tipp, potenzielle Spiele für die Kinder selbst auszuprobieren und sich mit ihnen zu beschäftigen nicht nur für Gratisspiele und Onlinespiele, sondern für alle Spiele und Plattformen. Neben einem unabhängigen eigenen Eindruck, hat man so auch gleich ein neues Gesprächsthema mit den Kindern und versteht die Faszination, die bestimmte Computerspiele ausüben, vielleicht besser. Außerdem freut sich jedes Kind, wenn die Eltern Interesse an seinen Hobbies zeigen. Das fördert wiederum sein Vertrauen.

Weitere Infos:

Wer einen tieferen Einblick in das Thema haben möchte und weitere Informationen sucht, wird unter anderem auf folgenden Seiten fündig: