Sie überlegen sich den Kauf einer AMD-Grafikkarte? Wir stellen Ihnen in unserem Testbericht die vier besten Grafikkarten der Radeon RX 6950 XT Serie von AMD vor.

AMD Radeon RX 6950 XT: die 4 besten Modelle

*Temperatur/Leistungsaufnahme in Kena: Bridge of Spirits, Elden Ring (jeweils UHD, max. Details) und Cyberpunk 2077 gemesssen (WQHD, max. Details, RT-Ultra)

MSI Radeon RX 6950 XT Gaming X Trio (Testsieger)

Die mit circa 1,6 Kilogramm recht schwere Grafikkarte kommt in klassischem Design und mit MSI-typisch zahlreichem Zubehör, darunter ein Handbuch, ein umfangreicher Guide für das hauseigene Tweak-Tool MSI Afterburner und weiteren Goodies. Wer einen genaueren Blick auf die Karte wirft, fühlt sich in eine frühere Zeit zurückversetzt: Viele der seit Erscheinen der Nvidia-Ampere- und RDNA-2-Grafikkarten inzwischen zum Standard gewordenen Ideen der Hersteller, die immer größer werdende Abwärme von Grafikkarten in den Griff zu bekommen, vermisst man bei der Gaming X Trio. 

Dazu gehört beispielsweise ein Ausschnitt in der Backplate, welcher die Abwärme bei einem Axial-Design nicht nur zu den Seiten, sondern auch nach hinten (im Gehäuse verbaut: oben) befördert. MSI dagegen nutzt ein so langes PCB, dass der dritte, hintere Lüfter vollständig dagegen bläst. Das ist bemerkenswert, wenn man sich den Verbrauch der Karte unter Last ansieht: Mit bis zu 432 Watt in Ultra HD nähert sich die RX 6950 XT Gaming X Trio einer Geforce RTX 3090 Ti an. Den 2,5-Slot-Axial-Kühler scheint das jedoch kaum zu kümmern, denn im Mittel werden die Lüfter nur 1,5 Sone laut. Solche Werte erwartet man eigentlich in der Mittelklasse (im Bereich 200 Watt) und nicht bei Grafikkarten, die für über 400 Watt ausgelegt sind. 

Die mit circa 1,6 Kilogramm recht schwere Grafikkarte kommt in klassischem Design und mit MSI-typisch zahlreichem Zubehör, darunter ein Handbuch, ein umfangreicher Guide für das hauseigene Tweak-Tool MSI Afterburner und weiteren Goodies. Wer einen genaueren Blick auf die Karte wirft, fühlt sich in eine frühere Zeit zurückversetzt: Viele der seit Erscheinen der Nvidia-Ampere- und RDNA-2-Grafikkarten inzwischen zum Standard gewordenen Ideen der Hersteller, die immer größer werdende Abwärme von Grafikkarten in den Griff zu bekommen, vermisst man bei der Gaming X Trio. 

Dazu gehört beispielsweise ein Ausschnitt in der Backplate, welcher die Abwärme bei einem Axial-Design nicht nur zu den Seiten, sondern auch nach hinten (im Gehäuse verbaut: oben) befördert. MSI dagegen nutzt ein so langes PCB, dass der dritte, hintere Lüfter vollständig dagegen bläst. Das ist bemerkenswert, wenn man sich den Verbrauch der Karte unter Last ansieht: Mit bis zu 432 Watt in Ultra HD nähert sich die RX 6950 XT Gaming X Trio einer Geforce RTX 3090 Ti an. Den 2,5-Slot-Axial-Kühler scheint das jedoch kaum zu kümmern, denn im Mittel werden die Lüfter nur 1,5 Sone laut. Solche Werte erwartet man eigentlich in der Mittelklasse (im Bereich 200 Watt) und nicht bei Grafikkarten, die für über 400 Watt ausgelegt sind. 

Da ist die gute Platzierung in den Benchmarks nicht verwunderlich. Dank des potenten Kühlers hat MSI den Boost mit 2.454 MHz angegeben (Referenz: 2.310 MHz, Gaming X Trio RX 6900 XT: 2.340 MHz), was für ordentlich Mehrleistung sorgt. Wir konnten in Elden Ring gar dauerhafte 2.600 MHz Chip-Taktung ausmachen. Steigt die Last, sind es im Mittel immer noch rund 2.500 MHz, sogar in Raytracing-Spielen wie Cyberpunk 2077. Einen Abzug gibt es in der B-Note: Gegenüber allen anderen Karten im Testfeld besitzt die RX 6950 XT Gaming X Trio kein Dual-BIOS. Zudem ist der Verbrauch ziemlich hoch, gerade angesichts der geringen Mehrleistung von rund drei Prozent gegenüber der Gigabyte Gaming OC, welche dem Referenzdesign der RX 6950 XT von AMD ziemlich nahekommt. 

„Die MSI RX 6950 XT Gaming X Trio ist nicht nur die schnellste Karte im Testfeld, sondern auch die ruhigste. Ob Sie bereit sind, den rund 230 Euro hohen Aufpreis gegenüber der kaum langsameren RX 6900 XT Gaming X Trio zu zahlen, müssen Sie selbst entscheiden.“

Gigabyte RX 6950 XT Gaming OC

Die RX 6950 XT Gaming OC orientiert sich optisch und technisch an die anderen Gaming-Designs des Herstellers. Allerdings wurde der Kühler der RX 6950 XT gegenüber dem der 6900 XT deutlich verbessert: Es ist nicht nur viel mehr Kühlfläche nach hinten und oben vorhanden, auch die Lüfter sind von 80 auf 95 mm gewachsen, können also die gleiche Menge Luft bei weniger Lautstärke transportieren. Neu ist auch die große Vapor Chamber: Diese sitzt auf der GPU sowie dem Speicher und sorgt für eine rasche Wärmeabfuhr. Die Spannungswandler erhalten dagegen einen eigenen Aluminium-Kühlblock, welcher die Abwärme an die Kühlfinnen abgibt. An diesen Block ist auch die Dampfkammer angeschlossen. 

In der Backplate ist am Heck der Karte ein kleiner Ausschnitt, „Screen Cooling“ genannt. Damit kann die Abwärme besser nach hinten/oben befördert werden. All diese Bemühungen haben gelohnt: Ab Werk kommt die Gaming OC mit 289 Watt und einem Boost-Takt von 2.310 MHz. Das mündet bei Spielen in rund 2.500 MHz. Mit etwa 2,1 Sone bleibt die Karte unter Last relativ leise. Wir empfehlen jedoch das Silent-BIOS (Schalter an der Karte): Es ist nur minimal langsamer, mit 1,7 Sone im Schnitt aber hörbar leiser. Für den Testsieg reicht es nur aufgrund der relativ geringen Gaming-Leistung wegen des moderaten Powerbudgets nicht. 

„Die Gaming OC leistet sich insgesamt keine Schwächen und ist eine Empfehlung wert.“

Die RX 6950 XT Gaming OC orientiert sich optisch und technisch an die anderen Gaming-Designs des Herstellers. Allerdings wurde der Kühler der RX 6950 XT gegenüber dem der 6900 XT deutlich verbessert: Es ist nicht nur viel mehr Kühlfläche nach hinten und oben vorhanden, auch die Lüfter sind von 80 auf 95 mm gewachsen, können also die gleiche Menge Luft bei weniger Lautstärke transportieren. Neu ist auch die große Vapor Chamber: Diese sitzt auf der GPU sowie dem Speicher und sorgt für eine rasche Wärmeabfuhr. Die Spannungswandler erhalten dagegen einen eigenen Aluminium-Kühlblock, welcher die Abwärme an die Kühlfinnen abgibt. An diesen Block ist auch die Dampfkammer angeschlossen. 

In der Backplate ist am Heck der Karte ein kleiner Ausschnitt, „Screen Cooling“ genannt. Damit kann die Abwärme besser nach hinten/oben befördert werden. All diese Bemühungen haben gelohnt: Ab Werk kommt die Gaming OC mit 289 Watt und einem Boost-Takt von 2.310 MHz. Das mündet bei Spielen in rund 2.500 MHz. Mit etwa 2,1 Sone bleibt die Karte unter Last relativ leise. Wir empfehlen jedoch das Silent-BIOS (Schalter an der Karte): Es ist nur minimal langsamer, mit 1,7 Sone im Schnitt aber hörbar leiser. Für den Testsieg reicht es nur aufgrund der relativ geringen Gaming-Leistung wegen des moderaten Powerbudgets nicht. 

„Die Gaming OC leistet sich insgesamt keine Schwächen und ist eine Empfehlung wert.“

Sapphire RX 6950 XT Nitro+ Pure Gaming OC

Nitro+ Pure ist nicht einfach eine Namenserweiterung, die etwas mehr Takt bei der RX 6950 XT verspricht, wie es bei anderen Herstellern oft der Fall ist. Die Pure ist aufseiten des Kühlers eine Verbesserung von Sapphire, die auch auf die Designs von RX 6750 XT und 6650 XT erweitert wurde. 

Der größte Unterschied ist die Größe: Sapphire selbst gibt 3,5-Slot an, effektiv belegt die Karte damit aber vier Slots (die Non-Pure dagegen „nur“ 2,7 Slots, effektiv 3 Slots). Die Ausmaße hängen unter anderem mit der Kunststoff-Metall-Verkleidung zusammen, welche den gesamten Kühlblock umgibt. Das PCB misst nur 26 cm, während der Kühler um 6 cm hinausragt. Die Karte wächst damit auf 7,2 cm Dicke heran. Sie sollten das bei der Platzplanung beachten. 

Nitro+ Pure ist nicht einfach eine Namenserweiterung, die etwas mehr Takt bei der RX 6950 XT verspricht, wie es bei anderen Herstellern oft der Fall ist. Die Pure ist aufseiten des Kühlers eine Verbesserung von Sapphire, die auch auf die Designs von RX 6750 XT und 6650 XT erweitert wurde. 

Der größte Unterschied ist die Größe: Sapphire selbst gibt 3,5-Slot an, effektiv belegt die Karte damit aber vier Slots (die Non-Pure dagegen „nur“ 2,7 Slots, effektiv 3 Slots). Die Ausmaße hängen unter anderem mit der Kunststoff-Metall-Verkleidung zusammen, welche den gesamten Kühlblock umgibt. Das PCB misst nur 26 cm, während der Kühler um 6 cm hinausragt. Die Karte wächst damit auf 7,2 cm Dicke heran. Sie sollten das bei der Platzplanung beachten. 

Des Weiteren gibt Sapphire der RX 6950 XT Nitro+ Pure einen höheren Boost-Takt mit auf den Weg. Ab Werk wird die Karte mit Q-BIOS ausgeliefert (Schalter ganz rechts), was bereits „bis zu 2.368 MHz“ verspricht. Optional schalten Sie auf das OC-BIOS um, welches bis zu 2.435 MHz verspricht. In beiden Fällen werden Sie beim Spielen einen Takt von etwas über 2.500 MHz erreichen, was dank des großzügigen Powerlimits von 303 bis 325 Watt (Q/OC-BIOS) möglich wird. Da die Pure, wie die anderen Teilnehmer im Testfeld, mit Quiet-BIOS kaum langsamer, dafür aber viel leiser ist, empfehlen wir dieses Setting. Im Mittel haben wir zwischen 1,3 und 1,6 Sone gemessen. Das liegt auf dem Niveau des Testsiegers und ist erstaunlich leise. Wer möchte, gibt der Pure die Sporen und erhöht das Powerlimit auf 390 Watt. Dann erreichen Sie in Spielen knapp 2,7 GHz Chiptakt, sollten sich aber auf lautere Lüfter einstellen. 

„Insgesamt ist die Pure eine sehenswerte Weiterentwicklung des Nitro+-Designs mit Fokus auf höhere Taktraten und mehr Laufruhe. Falls Sie den Platz im Gehäuse haben, spricht nur wenig gegen Sapphires hübsche Grafikkarte.“

ASRock RX 6950 XT OC Formula

Zu Beginn der Messungen dieser Testreihe versprach die RX 6950 XT OC Formula den Testsieg. Die 3-Slot-Karte mit 100-mm-Lüftern im Metall-Neon-Look ist mit 1,8 Kilogramm nicht nur sehr schwer, sondern wirkt auch hochwertig verarbeitet. OC-Formula bedeutet bei ASRock zudem höchste Qualität, insbesondere für Übertaktung. Trotzdem reicht es nur für den 4. Platz.

Positiv hervorzuheben ist neben einem LED-Schalter (an/aus) das Dual-BIOS, denn die beiden Firmwares unterscheiden sich massiv voneinander und werden ihren Namen, Power und Quiet, gerecht. Ab Werk erreicht Sie die RX 6950 XT OC Formula mit aktivem P-BIOS. Das stellt satte 346 Watt für die GPU allein bereit. Unter Last haben wir knapp 400 Watt Gesamtverbrauch gemessen. Dabei werden die Lüfter mit bis zu 3,1 Sone deutlich hörbar. Hier beginnt der Ersteindruck zu bröckeln, die Konkurrenz in Form der MSI Gaming X Trio drückt mehr als 430 Watt Abwärme mit der Hälfte der Lautstärke weg. 

Zu Beginn der Messungen dieser Testreihe versprach die RX 6950 XT OC Formula den Testsieg. Die 3-Slot-Karte mit 100-mm-Lüftern im Metall-Neon-Look ist mit 1,8 Kilogramm nicht nur sehr schwer, sondern wirkt auch hochwertig verarbeitet. OC-Formula bedeutet bei ASRock zudem höchste Qualität, insbesondere für Übertaktung. Trotzdem reicht es nur für den 4. Platz.

Positiv hervorzuheben ist neben einem LED-Schalter (an/aus) das Dual-BIOS, denn die beiden Firmwares unterscheiden sich massiv voneinander und werden ihren Namen, Power und Quiet, gerecht. Ab Werk erreicht Sie die RX 6950 XT OC Formula mit aktivem P-BIOS. Das stellt satte 346 Watt für die GPU allein bereit. Unter Last haben wir knapp 400 Watt Gesamtverbrauch gemessen. Dabei werden die Lüfter mit bis zu 3,1 Sone deutlich hörbar. Hier beginnt der Ersteindruck zu bröckeln, die Konkurrenz in Form der MSI Gaming X Trio drückt mehr als 430 Watt Abwärme mit der Hälfte der Lautstärke weg. 

Auch in Sachen Leistung hatten wir angesichts des hohen Powerlimits mehr erwartet. Die Karte boostet zwar locker über 2.500 MHz, das reicht trotzdem aber nur für die Leistung der Sapphire Nitro+ Pure, die mit weniger Energie-Budget auskommen muss (aber ähnlich hoch taktet). Das Quiet-BIOS der OC Formula muss mit dem 284-Watt-Referenzwert für die GPU auskommen, was in immer noch relativ hohen 370 Watt mündet. Die Karte ist damit kaum langsamer, aber hörbar leiser, mit 2,5 Sone unter Volllast. Allerdings wird die Karte im Overclocking-Test ihrem Namen gerecht – wir haben stattliche 2.720 MHz erreicht. Leider ist die Grafikkarte dann auch sehr laut. 

„Die OC Formula macht nach außen hin vieles richtig, aber ist weder die schnellste Karte im Testfeld, noch überzeugt sie mit einem leisen Kühler. Es reicht daher nur für den 4. Platz.“

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AMD Radeon RX 6950 XT

Darauf müssen Sie beim Grafikkarten-Kauf achten:

Bevor Sie zu einer Radeon RX 6950 XT oder einer anderen Grafikkarte greifen, sollten Sie ein paar grundsätzliche Dinge beachten.

Wichtig ist zunächst: Ganz gleich, wie neu und leistungsstark die neue Grafikkarte ist – wenn die CPU alt und schwach ist, hilft einem das alles nichts. Eine Grafikkarte wie die RX 6950 XT, die sich von der Leistung her fast mit einer Nvidia Geforce RTX 3090 messen möchte, sollte mit einer neueren und einigermaßen flotten CPU kombiniert werden, sonst sendet der Prozessor die von der Grafikkarte benötigten Informationen zu langsam weiter, als dass die Grafikkarte ihr volles Potential entfalten könnte.

OC-BIOS, Silent-BIOS – je nachdem, auf welche weiteren Eigenschaften Sie Wert legen, sollten Sie auf diese Angabe achten. Das BIOS ist quasi die Firmware, das Grundprogramm, das alle wichtigen Funktionen der Grafikkarte steuert, darunter die Taktung in verschiedenen Einsatz-Momenten und die Lüftersteuerung. Sie wollen übertakten? Sie möchten einen möglichst leisen PC? Dann sollten Sie darauf achten, ob die Grafikkarte über ein OC- bzw- ein Silent-BIOS verfügt.

In unserer Tabelle finden Sie auch passende Sone-Angaben, also die Ergebnisse einer Lautheitsmessung. Unterhalb von 1 Sone ist etwas kaum hörbar, bis zu 2 Sone werden als angenehm empfunden. Darüber hinaus wird es laut, im Fall einer Grafikkarte ist das Surren der Lüfter deutlich hörbar.

Ebenfalls wichtig sind Länge und Breite der Grafikkarte. Messen Sie im Zweifelsfall vorher den zur Verfügung stehenden Platz in Ihrem PC-Gehäuse aus – und achten Sie auch darauf, dass ausreichend Steckplätze vorhanden/frei sind. Gerade in Mini-ATX-Gehäuse passen viele potente Grafikkarten nicht, weil sie schlichtweg zu groß sind.

Auch der angeschlossene Monitor ist ein Faktor, wenn die neue Grafikkarte für schönere, schärfere, schnellere Bilder – möglicherweise mit Raytracing – sorgen soll. Es hilft nämlich nichts, wenn der Monitor aus den Daten, die er von der Grafikkarte bekommt, nichts machen kann, weil die Bildrate des Bildschirms nur einen Bruchteil der Bilder abruft. Der Office-Monitor mit 60 Hz wird dabei sichtbar weniger aus den von der teuren Grafikkarte gelieferten Daten machen, als ein 240 Hz Gaming-Monitor.  

Fakten rund um die RX 6950 XT

Bei den seit Mai erhältlichen 50er-Varianten der Radeon RX 6000 handelt es sich um die beschleunigten Neuauflagen bestehender RDNA-2-Grafikkarten. Dabei widmet sich AMD ausschließlich Modellen mit „Full Fat“-GPUs, also dem Vollausbau der verwendeten Grafikchips. Angetrieben werden die 50er wie gehabt von den Grafikprozessoren Navi 21, Navi 22 und Navi 23.

Die neuen Varianten verfügen intern über eine Kennung mit „K“, also KXTX und KXT, deren Bedeutung AMD leider nicht verraten wollte. Grundsätzlich ist anzunehmen, dass es sich um besonders taktfreudige Exemplare handelt, denn das Leistungsplus der Neuauflagen basiert rein auf Takt, zusätzliche Rechenwerke existieren im Silizium nicht. Um das sicherzustellen, erhöht AMD das Energie-Budget: Die Radeon RX 6950 XT arbeitet als Referenzkarte mit 284 Watt GPU-Power, gut elf Prozent mehr als bei der Radeon RX 6900 XT.

Das ist den Herstellern von Custom-Designs nicht genug, sie geben ihren Grafikkarten teils massiv höhere Powerlimits mit auf den Weg. Das sorgt natürlich für eine höhere Abwärme durch Chip und Speicher, sodass der Ideenreichtum der Hersteller geweckt wurde – eine gute Grafikkarte ist schließlich nicht nur schnell, sondern sollte auch leise sein. In Anbetracht der hohen Powerlimits und Abwärme waren wir im Test überrascht, wie gut die Kühlung gelungen ist.

Der Stromverbrauch auf dem Windows-Desktop und mehreren Monitoren schwankt bei der Radeon RX 6950 XT enorm – je nachdem, wie hoch die Bildwiederholrate und Menge der angeschlossenen Displays ist. Wie zahlreiche Radeon-Generationen zuvor, arbeitet auch diese öfter mit vollem Speichertakt, als man sich das wünschen würde. Die Folge ist eine deutlich höhere Leistungsaufnahme. Ein Beispiel dafür ist Ultra HD mit 144 Hz (2160p144). Da schnellten die getesteten Modelle in diesem Fall konsequent auf die vierfache Leistungsaufnahme hoch. 2160p120 läuft hingegen noch mit dem niedrigsten Power-State, einige darunter liegende Bildwiederholraten jedoch wieder mit vollem Speichertakt.

Ebenfalls effizient wird ein Dual-Monitor-Gespann aus 2160p120 plus 1080p60 angetrieben. Läuft der zweite Bildschirm hingegen mit 120 Hz, ist wieder High-Power angesagt. Wir empfehlen daher jedem Radeon-Besitzer, verschiedene Refresh-Raten durchzuschalten und die Leistungsaufnahme mittels eines Tools (etwa GPU-Z oder Hwinfo) zu prüfen.

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