Wer sich für das Spielen am PC ausrüsten möchte, der mag sich fragen: Brauche ich eine spezielle Gaming-Tastatur oder reicht das 08/15-Keyboard? Was macht eine Tastatur für Zocker überhaupt aus? 

Ob man eine Gaming-Tastatur braucht, hängt stark davon ab, was und in welcher Intensität man spielt. Wer beispielsweise vor allem Aufbau-Strategie-Spiele oder Point&Click-Adventures, die hauptsächlich mit der Maus gesteuert werden, spielt, für den reicht eine normale Tastatur vollkommen.

Quelle: Thermaltake
Mechanische Gaming-Tastaturen verbessern das Spielerlebnis und sehen dabei auch noch gut aus.

Wer aber schnelle Shooter, RPGs oder MMORPGs spielt, wird den Unterschied zwischen einer Gaming-Tastatur und einer Standard-Schreibtastatur schnell bemerken: Gaming-Keyboards reagieren schneller auf Tastendruck, haben umprogrammierbare Tasten und Makro-Tasten und lassen sich per RGB-Beleuchtung so einstellen, dass man alle wichtigen Schalter sofort im Blick hat. Das alles führt dazu, dass man im Spiel deutlich schneller und sicherer agiert – das erhöht den Erfolg im Spiel und auch den Spaß.

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Wer eine Gaming-Tastatur kaufen will, sollte nach Möglichkeit zu einer mechanischen Tastatur greifen und sich anhand unserer nachfolgenden Beschreibungen überlegen, welche Tastenschalter und Design-Punkte das Spielen für ihn am komfortabelsten gestalten. In unserer Tastaturen-Rangliste finden Sie die aktuell besten Gaming-Tastaturen gelistet.

Mechanische Tastatur versus Rubberdome-Tastatur: Was ist der Unterschied?

Rubberdome-Tasten haben den längeren Auslöseweg

Das hauptsächliche Unterscheidungsmerkmal zwischen einem mechanischen Keyboard und einer Rubberdome-Tastatur ist die Tastenmechanik. Eine Gummidom-Taste muss zum Auslösen komplett heruntergedrückt werden. Das rührt aus dem Aufbau einer Rubberdome-Taste: Unter der Tastenkappe liegt die Gummikuppel (der „Rubberdome“). Diese Gummikuppel muss bis zum Anschlag heruntergedrückt werden, damit sie auf die unterhalb des Rubberdomes liegenden Membranschichten und die auf diesen laufenden Leiterbahnen und Kontakte drückt und somit die Taste auslöst.

Das kostet den Schreiber oder Spieler letztendlich Kraft, die er rein dafür einsetzt, um ein solides Stück Plastik herunterzudrücken – letzten Endes wird dabei relativ viel Energie verschwendet. In mechanischen Tastenschaltern hingegen sind eine metallene Feder und der jeweilige Switch (das ist beispielsweise beim Cherry MX Blue das blaue Teilchen) verbaut. Durch die spezielle Mechanik lösen diese Tastenschalter schon aus, bevor die Taste komplett durchgedrückt ist. Das ist ergonomischer und spart körperliche Energie. Außerdem ist die allgemeine Meinung, dass mechanische Tastenschalter eine sehr hohe Lebensdauer besitzen.

Genauere Werte und individuelleres Tippgefühl bei mechanischen Tastaturen

Quelle: Golem.de
Bei einer Rubberdome-Taste liegt unterhalb der Tastenkappe die Gummikuppel (Rubberdome), welche auf die darunter liegenden Membranschichten drückt. Auf den Membranschichten wiederum liegen die Leiterbahnen und Kontakte.

Ein weiterer Vorteil mechanischer Tastenschalter ist, dass der zum Auslösen der Taste notwendige Druck tatsächlich in Messeinheiten wie Gramm oder Zenti-Newton gemessen und angegeben werden kann. Außerdem kann auch der exakte Auslöseweg in Millimetern ausgegeben werden. Das ermöglicht dem Käufer, dass er eine sehr individuelle, an die persönlichen Bedürfnisse angepasste Auswahl treffen kann. Denn natürlich ist nicht immer der leichteste und schnellste Auslöseweg auch der beste – je nach der in den Fingern und Händen steckenden Kraft des Nutzers wird ein leichterer oder etwas schwererer Anschlagsweg als angenehmer empfunden.

Jeder der aktuell verbauten Tastenschalter hat dabei seine ganz eigenen Eigenschaften. Im Gegensatz zu Rubberdome-Tasten, bei welchen sich das Anschlagsverhalten nach längerem Gebrauch ändern und schwerer oder ungenauer werden kann, bleibt dieses bei mechanischen Tastaturen konstant erhalten. Auf diese Weise kann der Nutzer seine Feinmotorik auf die Tastatur einstellen und hat diese dann optimal im Gefühl.

Technische Vorteile durch NKRO – N-Key Rollover

Ein weiterer technischer Vorteil mechanischer Keyboards, der auch oft von den Herstellern beworben wird, ist die Möglichkeit des sogenannten N-Key Rollover (NKRO). NKRO bedeutet, dass theoretisch alle Tasten gleichzeitig gedrückt werden können, ohne dass dies zu Key-Blocking führt. Von Key-Blocking spricht man dann, wenn die Tastatur kurzzeitig gar keinen Tastendruck mehr erkennt, weil zu vieles gleichzeitig betätigt wird. Damit NKRO möglich ist, muss die Tastatur meist an den PS/2-Port angeschlossen werden. Einige Modelle wie das Nopoo Choc Mini, die Duckys-Keyboards der Shine-Serie oder die Qpad MK-85 können es sogar über USB-Anschluss. Bei Letzteren ist das dann aber meist kein uneingeschränktes NKRO, sondern ein sogenanntes 6KRO. Das bedeutet, dass nur sechs reguläre oder vier modifizierende Tasten („Alt“, „Shift“, „Strg“, Windows- oder Fn-Tasten) gleichzeitig gedrückt werden können.

Gaming-Tastatur-Test: Die besten mechanischen Gaming-Tastaturen

Gaming-Tastaturen (mechanisch)
badge test-winner best-price-performance
Ranking
1. Platz
2. Platz
3. Platz
4. Platz
5. Platz
6. Platz
7. Platz
8. Platz
9. Platz
10. Platz
11. Platz
Produktname Cooler Master MK850* Razer BlackWidow Elite * Ducky Shine 7 PBT G* Razer Huntsman Elite * Cooler Master MasterKeys MK750* Roccat Vulcan 121* Thermaltake Level 20 RGB Black Aluminium* Corsair K95 RGB Platinum* Corsair K70 RGB MK.2 Low Profile Rapidfire* Patriot Viper Gaming V770* Asus Cerberus Mech RGB *
Hersteller Cooler Master Razer Ducky Razer Cooler Master Roccat Thermaltake Corsair Corsair Patriot Memory ASUS Computer
asin B07N4B53PQ B07FS25HBG B07RJ13HFW B07CZ5H69N B07921FJV3 B07Q2WGKXP B07P8WB2HK B01N4GG8P7 B07HX65JHB B077TC361Q B0711TJKZ5
gtin 0884102039065 8886419344001 4713319666121 8886419342861 4719512062869 4250288167759 0841163004944 0843591086073 0843591017213 0814914023761 4712900710366
Note
WERTUNG: 1,24
WERTUNG: 1,28
WERTUNG: 1,30
WERTUNG: 1,30
WERTUNG: 1,34
WERTUNG: 1,35
WERTUNG: 1,35
WERTUNG: 1,36
WERTUNG: 1,38
WERTUNG: 1,41
WERTUNG: 1,49
Amazon-Kundenbewertung
Beleuchtung RGB-Einzeltastenbel. RGB-Einzeltastenbel. RGB-Einzeltastenbel. RGB-Einzeltastenbel. RGB-Einzeltastenbel. RGB-Einzeltastenbel. RGB-Einzeltastenbel. RGB-Einzeltastenbel. RGB-Einzeltastenbel. RGB-Einzeltastenbel. RGB-Einzeltastenbel.
Anschlüsse 2 × USB 3.0 1 × USB 2.0, Audio Keine Keine Keine Keine 1 × USB 2.0, Audio 1 x USB 2.0 1 x USB 2.0 1 x USB 2.0, Audio Keine
Schalter (getestet) Cherry MX RGB Red Razer Green (RGB) Ch. MX RGB Brown Razer Opto-Mechan. Ch. MX RGB Brown Roccat Titan/TTC RGB MX Speed Silver RGB Ch. MX Speed RGB Ch. MX RGB Brown Kailh RGB Red Kailh RGB Red
Schalter (verfügbar) Cherry MX RGB Red Razer Yellow/Brown Ch. MX RGB Red/Black Razer Opto-Mechan. Ch. MX RGB Red/Blue TTC RGB Brown MX Speed Silver RGB Ch. MX Speed RGB MX RGB Brown/Red Kailh RGB Red Kailh RGB Red
Makro/Speicher Ja/ja (512 kB) Ja/ja (k. A.) Ja/ja (k. A.) Ja/ja (5 Profile) Ja/ja (k. A.) Ja/ja (512 kB) Ja/ja (k. A.) Ja/ja (8 MByte) Ja/ja (8 MByte) Ja/ja (8 MByte) Ja/ja (5 Profile)
Vorteil
  • Beste Ausstattung im Test (RGB-Effekte)
  • Optimale Ergonomie sowie Aimpad-Technologie
  • Sehr gute Ergonomie
  • Hypershift Tastenverdopplung
  • Razer-Taster für Spieler/Vielschreiber
  • Effekte und Customize-Modi per Taste
  • Makros
  • Profilverwaltung ohne Software
  • Sehr gute Ergonomie (gepolsterte Handballenablage)
  • Qualität und Tippgefühl der Tastenschalter
  • Multimediaknöpfe/ Multifunktionsrad
  • Effekte, Makros und Profile ohne Software
  • Eigenschaften der Schalter
  • Sehr gute Ergonomie (Handballenablage)
  • Einfache Beleuchtungs- programmierung
  • Gutes Tippgefühl dank TTC-Brown-RGB-Schalter
  • Für Spieler optimal: MX Speed RGB
  • Sehr gute Ausstattung, u. a. Beleuchtung
  • Ausstattung inkl. Beleuchtungseffekte
  • Eigenschaften Cherry MX Speed RGB
  • Ergonomie (gummierte Handballenablage)
  • Keine Doppelbelegung/F-Tasten für Makros
  • Umfangreiche Beleuchtung
  • Ergonomie/Tippgefühl der MX RGB Brown
  • Beleuchtungs- programmierung per Taste
  • Ausstattung (Multimedia-/ Makrotasten)
  • Einfach programmierbare RGB-Beleuchtung
  • Makro-Direkaufzeichnung/ viele Effekte
Nachteile
  • Keine
  • Keine
  • Keine
  • Keine
  • Keine
  • Keine
  • Keine
  • Keine
  • Keine
  • Handballenablage etwas zu schmal
  • Nicht ganz optimale Ergonomie
  • Schwierige Makroerstellung
Angebote

Cherry MX und CO. – worin sich mechanische Tastenschalter unterscheiden können

Quelle: PC Games Hardware
Der Cherry MX RED beispielsweise ist ein linearer Switch ohne Klick-Geräusch.

In den Produktbeschreibungen der Tastatur findet sich immer auch die Angabe, welche Tastenschalter verbaut sind. Je nach genutzter Technik sind die Auslösewege länger oder kürzer, klickt die Taste oder ist sie leise. Häufig findet man bei den Tastenschaltern, auch Switches genannt, die Angabe „taktil“ oder „linear“, bisweilen auch „clicky“. Das bedeutet die Einteilung:

  • Lineare Tasten: Weicher Tastendruck und kein hör- oder spürbares Feedback beim Erreichen des sogenannten Betätigungspunktes, also jenem Punkt, an dem die Tastatur den Tastendruck registriert
  • Taktile Tasten: Spürbarer Widerstand und deutlich spürbarer Betätigungspunkt, verbunden mit einem gut hörbaren Klick-Geräusch
  • Clicky Tasten: Weicher Tastendruck und leises Klick-Geräusch, quasi ein Mix aus taktil und linear
Quelle: PC Games Hardware
Der Cherry MX BLUE ist ein taktiler Tastenschalter mit akustischem Feedback.

Die größte und bekannteste Gruppe mechanischer Tastenschalter bilden Cherrys MX-Modelle. Diese unterscheiden sich bezüglich des Aktivierungsdruckes sowie ihrer Haptik, da sie teils linear und teils taktil sind. Während lineare Schalter (Farbcodierung: Rot und Schwarz) auf eine Rückmeldung bei Erreichen des Aktivierungspunktes nach 2 Millimetern Druckweg verzichten (der Anschlagweg beträgt bei allen Cherry-MX-Schaltern 4 Millimeter), geben die braunen, transparenten und blauen Cherrys ein spürbares Feedback – Cherry-MX-Blue-Schalter machen sich zusätzlich durch ein Klick-Geräusch bemerkbar.

Die Tastenschalter vom Hersteller Kailh sind im Grunde Nachbauten der Cherry-MX-Switches. Kailh unterscheidet seine Tasten in drei Familien:

  • Standard: Nachbauten der Cherry-MX-Modelle
  • Geschwindigkeit: Schalter mit verkürzten Verfahr- und Betätigungswegen, speziell für das Spielen am PC
  • Box: Tastenschalter, deren Stamm zum Schutz mit einer Box umgeben ist

Genauso wie Cherry-MX-Switches sind auch jene von Kailh nach Farben sortiert. Die Geschwindigkeits-Schalter beispielsweise gibt es in Silber, Kupfer, Bronze und Gold. Je nach Farbe ist der Anschlag weicher, klickt der Schalter oder sind die Betätigungswege kürzer oder länger.

Auch einzelne Tastatur-Hersteller sind mittlerweile dazu übergegangen, eigene Switches zu bauen. So hat Logitech die mechanischen Tastenschalter Romer G und Omron und Razer hat sowohl eigene mechanische Switches als auch optomechanische, welche in der Huntsman Elite verbaut sind.

Wer genau wissen will, welche Eigenschaften der jeweilige verbaute Tastenschalter mit sich bringt, findet auf den Websites der Hersteller hilfreiche Beschreibungen.

Die besten von uns getesteten nicht mechanischen Gaming-Tastaturen

Gaming-Tastaturen (nicht mechanisch)
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Ranking
1. Platz
2. Platz
3. Platz
4. Platz
5. Platz
Produktname Razer Ornata Chroma (mit Mecha-Membran Switches)* Sharkoon Skiller SGK4 * Tt eSPORTS Challenger Edge Pro * Asus Cerberus * Trust GXT 860 Thura Halbmechanisch*
Hersteller Razer Sharkoon Tt eSPORTS ASUS Computer Trust Gaming
asin B01LQ4BMEQ B07FPGQ933 B07CMF66XZ B0168TC8AG B0746NXVSS
gtin 8886419343318 4044951020454 4711246870819 4712900137323 8713439218404
Note
WERTUNG: 1,62
WERTUNG: 1,74
WERTUNG: 1,78
WERTUNG: 1,86
WERTUNG: 1,92
Amazon-Kundenbewertung
Beleuchtung RGB-Einzeltastenbel. Voll, RGB-Farbraum Voll, RGB-Farbraum Voll, zwei Farben Voll, RGB-Farbraum
Handballenablage Ja (modular) Ja (integriert) Ja (modular) Ja (integriert) Ja (modular)
Zusatztasten 11 (Doppelbelegung) 8 12 (Doppelbelegung) 6 12 (Doppelbelegung)
Makro/Speicher Ja/ja (k. A.) Ja/ja (k. A.) Ja/ja (ein Profil) Ja/ja (k. A.) Nein/nein
Vorteile
  • Sehr gute Tasten-Eigenschaften (Razer Mecha Membran)
  • Ergonomie/weiche Handballenablage
  • sehr gut spieletauglich
  • Gute Ausstattung (Profilverwaltung, Makros)
  • Viele Einstellungen auch ohne spezielle Software
  • Sehr gut spieletauglich
  • Umfangreiche Beleuchtungsoptionen
  • Gute Tasten-Ergonomie
  • Sehr spieletauglich
  • Ausstattung: u. a. Spritzwasserschutz
  • Keine Software für Einstellungen notwendig
  • Gute Tasten-Ergonomie
  • RGB-HIntergrund- beleuchtung
  • Sehr spieletauglich
Nachteile
  • Beleuchtung nur über Razer Synapse einstellbar
  • Keine
  • Keine
  • Keine Handballenablage
  • Keine Makros möglich
Angebote

Funk, Bluetooth, kabelgebunden – macht das einen Unterschied?

Wer eine mechanische Tastatur will, wird feststellen, dass es diese mit wenigen Ausnahmen wie die Logitech G613 oder die Corsair K63 Wireless nur als kabelgebundene USB-Version gibt. Der einfachste Grund dafür ist, dass die Keyboards sonst zu teuer wären.

Generell ist gerade für PC-Spieler eine Tastatur mit USB-Anschluss am empfehlenswertesten, da hier keine durch die Übertragung per Bluetooth oder Funk bedingten Verzögerungen zu befürchten sind. Tatsächlich können außerdem anderweitige Funk-Signale oder Wellen (das gilt sogar für die Mikrowelle) zu Störungen führen. Wer also sichergehen will, dass seine Befehle schnellstmöglich im Spiel ankommen, greift zu einer kabelgebundenen mechanischen Tastatur.

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Ein weiterer kleiner Nachteil, der beim Kauf von kabellosen Tastaturen ab und an vergessen wird, ist, dass das Keyboard mit Batterien betrieben wird, die nach einer gewissen Zeit leer sein werden. Damit das nicht mitten im Spiel zu Frust führt, sollte man zumindest stets die passenden Ersatzbatterien parat haben.

Für den ruhigeren Zocker beziehungsweise denjenigen, der sein Keyboard auch viel zum Schreiben verwendet, sind Funk- oder Bluetooth-Tastaturen definitiv eine Option und haben den Vorteil, dass sie den PC auch auf größere Entfernung bedienen können. Wer beispielsweise seinen PC oder Laptop als Multimedia-Center in Kombination mit seinem Fernseher nutzt, für den ist eine Bluetooth- oder Funk-Tastatur die komfortablere Wahl, da er mit dieser den PC von der Couch aus bedienen kann. Besonders angenehm sind für diesen Zweck Multimedia-Tastaturen mit integriertem Touchpad wie Corsairs K83 Wireless und Multimedia-Tastaturen für Lautstärke und Co. 

Quelle: PC Games Hardware
Licht an! Gaming-Tastaturen sollten über die Möglichkeit verfügen, die Beleuchtung einzelner Tasten einzustellen. Das erleichtert die optische Orientierung während heißer Phasen im Spiel.

Tastatur-Design: RGB, neue Farben, Tenkeyless und Multimedia-Tasten

Mittlerweile gibt es kaum eine mechanische Gaming-Tastatur mehr, die nicht über eine RGB-Beleuchtung verfügt. Dabei sind 16,8 Millionen Farben im Grunde genommen schon Standard geworden und über die passende Software (Angaben zu Download und Bedienung liegen den Geräten grundsätzlich bei) können nach Belieben Farbeffekte eingestellt oder aber einzelne Tasten zur besseren optischen Wahrnehmung während des Spielens beleuchtet werden. Bezüglich der RGB-Beleuchtung sollte darauf geachtet werden, dass diese auch deaktivierbar ist – das ist nämlich nicht immer der Fall.

Quelle: PC Games Hardware
Die Vigor GK70 verzichtet auf den Nummernblock und gehört zu den sogenannten Tenkeyless-Tastaturen.

Tenkeyless-Tastaturen verzichten auf den Nummernblock. So wird das Keyboard kleiner und ist dadurch für räumlich beschränkte Schreibtische oder auch zur Mitnahme besser geeignet.

Schwarze Keyboards sind zwar immer noch die am häufigsten verbreitete Variante, doch ab und an schleichen sich bereits andersfarbige Tastaturen in die Sortimente. So beispielsweise die Quartz-Edition von Razer ganz in Rosé oder die Tesoro Gram Spectrum in Weiß.

Optisch im Trend sind derzeit sogenannte freistehende Tastenschalter (so gesehen beispielsweise bei einem Großteil aller mechanischen Tastaturen von Corsair wie bei der K95Platinum RGB oder K70 RGB ). Hier liegen die Tastenschalter nicht innerhalb des Tastatur-Gehäuses, sondern stehen ein Stück weit heraus und geben so den Blick auf die Technik frei. Außerdem wirkt dadurch die Beleuchtung intensiver.

Quelle: Razer
Es muss nicht immer Schwarz sein – und die Peripherie darf mittlerweile gern zum persönlichen Stil passen. Also gibt es in der Quartz-Kollektion von Razer eine rosé-farbene Gaming-Tastatur.

Designpunkte, auf die man beim Kauf achten sollte

In Bezug auf die Tasten und Tastenfelder (NUM-Block, Makro-Block etc.) gibt es ebenfalls einige Punkte, auf die man beim Kauf einer Gaming-Tastatur achten sollte. Hierzu gehören beispielsweise dedizierte Multimedia-Tasten, also solche, mit denen man beispielsweise ohne große Umstände die Lautstärke regeln kann. Ohne große Umstände heißt in dem Fall: ohne eine umständliche Bedienung per Fn-Umschalttaste sowie doppelt belegte F-Tasten. Mindestens genauso wichtig, wenn nicht sogar noch wichtiger sind Makro-Tasten, die man individuell mit den entsprechenden Makros für die PC-Spiele belegen kann. 

Für eine komfortable Nutzung ohne Momente des Ärgernisses, weil man Tasten betätigt, die nicht betätigt werden sollen, sollte außerdem darauf geachtet werden, dass die einzelnen Blöcke auf dem Keyboard ausreichend Abstand zueinander haben. Liegen beispielsweise die Makro-Tasten zu nah am Haupttastenblock, kann es schnell passieren, dass man ein Makro zündet, statt die Großschreibung zu aktivieren oder den Esc-Knopf zu drücken.

Ansonsten sollte man beim Tastatur-Design noch darauf achten, dass seitlich USB- und Sound-Hubs angebracht sind. So können weitere Geräte wie das Headset, Boxen oder ein Tischmikrofon bequem angebracht und schnell aus- und eingesteckt werden. Wer außerdem viele Stunden vor der Tastatur verbringt, für den empfiehlt sich eine große Handballenablage. Durch die Handballenablage liegt der unter Bereich Hand ergonomisch und somit entspannt auf – dadurch werden Unannehmlichkeiten wie Sehnenscheidenentzündungen deutlich minimiert.

Die besten Gaming-Tastaturen: Unsere Testsieger im Detail

Der Testsieger, mechanisch

Cooler Masters Mechanik-Flaggschiff sichert sich mit einer Top-Ausstattung, zu der acht analoge Aimpad-Tasten gehören, den Testsieg.

171 Bewertungen*
(Amazon-Kundenbewertungen)
  • Beste Ausstattung im Test (RGB-Effekte)
  • Optimale Ergonomie sowie Aimpad-Technologie
  • Keine
Das erste auffällige Ausstattungsmerkmal der MK850 ist ihre RGB-Einzeltastenbeleuchtung. Wie bei der CM SK650 lassen sich 19 Effekte per Tastenkombination (Fn + F5) aufrufen und einem der vier speicherbaren Profile zuordnen (Fn + P1 bis P4). Während Sie die Farbe der Tastenvollbeleuchtung ebenfalls per Knopfdruck (Fn + F1 bis F4) einstellen können, finden Sie in der sehr umfangreichen Software den Effekt „Anpassung“, mit dem Sie die Beleuchtungsfarbe jeder einzelnen Taste festlegen können. Das klappt genauso unkompliziert wie die Makroprogrammierung per Software oder Direktaufzeichnung. Zu den weiteren nützlichen Extras der MK850 gehören drei Knöpfe für die Mediensteuerung, eine Taste zum Ausschalten der Beleuchtung bzw. Stummschalten des Lautsprechers sowie zwei mit der Lautstärkenregelung respektive Lichtdimmung vorkonfigurierte Metallwalzen. Das Ausstattungshighlight des dank gepolsterter Handballenablage ergonomischen Keyboards sind acht sogenannte Aimpad-Tasten bzw. Cherry-MX-RGB-Red-Taster, die eine analoge Steuerung ermöglichen. Je nachdem welchen Aimpad-Modus Sie mit den Knöpfen M1 bis M6 wählen, können Sie mit den WASD- und QWER-Tasten bei Rennspielen dosiert Gas geben/bremsen oder z. B. dem Hexer Geralt in The Witcher 3 durch das Drücken der W- oder S-Taste bis zum Anschlag Beine machen.
Fazit: Die optimale Tastatur für PC-Spieler!

Der Preis-Leistungs-Sieger, mechanisch

Bei der Cooler Master Masterkeys MK750 bekommen PC-Spieler viel Tastatur für wenig Geld – Grund genug, dem Keyboard den Titel "Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis" zu verleihen.

33 Bewertungen*
(Amazon-Kundenbewertungen)
  • Effekte, Makros und Profile ohne Software
  • Eigenschaften der Schalter
  • Sehr gute Ergonomie (Handballenablage)
  • Keine
Das wichtigste Ausstattungsmerkmal der auf Spieler zugeschnittenen Masterkeys MK750 ist die Option, die Bedienung der umfangreichen RGB-Einzeltastenbeleuchtung sowie die Makrofunktion und Profilverwaltung ohne die anwenderfreundliche Software durchführen zu können. Zu diesem Zweck spendiert Cooler Master der rutschfesten K750 vier separate Multimediatasten und belegt im Gegenzug die komplette F-Tastenreihe sowie die drei obersten Tasten des Mittelblocks doppelt. Hier schaltet man die elf verschiedenen Effekte durch, kann eine bestimmte Beleuchtungsfarbe wählen (Helligkeit und Farbanteil von Rot, Grün, Blau), ruft den Demo-Modus ab oder bestimmt die LED-Farbe, die eine Taste bei Betätigung annimmt (Beleuchtung vorne/ hinten). Hier findet man aber auch die Win-Tastensperre (F9), die Aufzeichnungsfunktion für individuelle Beleuchtungsmodi (F10) sowie die Makroaufzeichnung (eine Zeichenfolge pro Profil) mit Löschoption (F11/F12). Dazu kommen die softwarefreie Profilwahl per Taste sowie Einstellungen zur Laufrichtung und Geschwindigkeit der Effekte. Des Weiteren überzeugt die Masterkeys MK750 mit einem übersichtlichen Tastenlayout und einer sehr guten Ergonomie, bedingt durch die gepolsterte Handballenablage. Bei den Schaltern setzt man auf die roten, blauen oder braunen MX-RGB-Originale von Cherry. Deren Nachteil ist die fehlende Ausleuchtung des unteren Symbols auf der Tastenkappe. Dafür bieten die Schalter subjektiv ein etwas besseres Tippgefühl als die Kailh-Derivate.
Fazit: Empfehlenswerter ergonomischer Spielkamerad ohne Softwarezwänge

Der Testsieger, nicht mechanisch

Mecha-Membran statt mechanisch – Razers Ornata Chroma steht ihren mechanischen Pendants dank der hauseigenen Tastenschalter-Technik in nichts nach.

586 Bewertungen*
(Amazon-Kundenbewertungen)
  • Sehr gute Tasten-Eigenschaften (Razer Mecha Membran)
  • Ergonomie/weiche Handballenablage
  • sehr gut spieletauglich
  • Beleuchtung nur über Razer Synapse einstellbar
Von der Bestückung mit Razers neuen Mecha-Membran-Tastenschaltern sowie den Makrotasten abgesehen, bietet die mit ca. 110 Euro deutlich günstigere Ornata Chroma dieselbe Ausstattung wie ihre „voll“ mechanische, für 160 Euro erhältliche Schwester, die Razer Black Widow Chroma. Auch bei der Ornata Chroma steht mit acht Effekten, einer Zonenbeleuchtung sowie vier Spiele-Modi eine breite Palette an RGB-Lichttricks bereit, für deren Anwahl genauso wie für die Individualisierung der Beleuchtung Razers Synapse-Software installiert sein muss. Lediglich für Makros steht eine Direktaufzeichnungsfunktion (Fn + F9) bereit. Wie bei allen getesteten Tastaturen liegen auch hier die Multimediafunktionen als Doppelbelegung auf den F-Tasten (F1 bis F7), eine Gaming-Taste (schaltet die Win-Taste aus), ein 10KRO und die 1.000 Hz Polling-Rate gehören ebenfalls zur Ausstattung. Bei der Ergonomie setzt sich Razers Ornata Chroma von der Konkurrenz ab, denn die mitgelieferte Handballenablage ist nicht nur ausreichend groß, sondern auch noch gepolstert. Razers innovativer Mecha-Membran-Tastenschalter, der eine Mischung aus dem gedämpften Tastenanschlag einer Rubberdome-Membran und dem Auslösegeräusch eines mechanischen Switches (akustisches Feedback) darstellt, benötigt eine hohe Druckkraft, muss aber dank des Klickgeräusches am Anschlagspunkt nicht mit voller Kraft durchgedrückt werden. Das macht vor allem das Tippen mit der Ornata Chroma sehr angenehm.
Fazit: Ergonomisches Schreib- und Spielgerät mit Razers Hybrid-Schaltern

Der Preis-Leistungs-Sieger, nicht mechanisch

Mit den frei stehenden Schaltern wirkt die Challenger Edge Pro wie ein mechanisches Keyboard. Doch die Taster sind nur halbmechanisch.

0 Bewertungen*
(Amazon-Kundenbewertungen)
  • Umfangreiche Beleuchtungsoptionen
  • Gute Tasten-Ergonomie
  • Sehr spieletauglich
  • Keine
Die dank ihrer frei stehenden, halbmechanischen Tt-esport-Plunger-Tastenschalter optisch auffällige Challenger Edge Pro ist lediglich mit einer RGB-Hintergrundbeleuchtung ausgestattet. Diese verfügt neben der Vollbeleuchtung über acht Effekte inklusive der Möglichkeit, deren Geschwindigkeit oder Laufrichtung zu ändern. Dazu kommen fünf per Fn-Umschalter abrufbare Beleuchtungszonen, die Spielegenres wie FPS, MMO oder RTS zugeordnet sind. Zusätzlich können Sie drei individuelle Beleuchtungsschemata per Knopfdruck erstellen (Fn + CM1 bis CM3) oder dafür die einfach aufgebaute Standardsoftware nutzen. Letztere kommt auch ins Spiel, wenn Sie drei Effekte zur Direktwahl auf die Tasten oben im Mittelblock legen oder Makros aufzeichnen und speichern möchten. Die F-Tastenreihe ist mit zwölf Zusatzfunktionen doppelt belegt (Multimedia, Taschenrechner, E-Mail, Mediaplayer) und mit Extras wie dem Spritzwasserschutz, dem 19KRO oder der Möglichkeit, per Tastenkombination den Windows-Knopf zu sperren respektive alle Einstellungen zurückzusetzen, sichert sie sich die beste Ausstattungsnote im Test. Für eine perfekte Ergonomie hätte die Handballenablage etwas breiter ausfallen können. Dafür kommen die semimechanischen Plunger-Taster mit ihrem gut spürbaren Druckpunkt, dem mittelharten Auslösedruck und dem knackigen Anschlag nahe an mechanische Taster heran.
Fazit: Gutes Gaming-Keyboard für unter 50 Euro – da kann man nichts falsch machen!
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