Bevor Sie einen bestimmten Gaming-Chair überhaupt in Erwägung ziehen, sollten Sie sich auf jeden Fall darüber informieren, für welche Körpergröße das entsprechende Modell geeignet ist. Unglücklicherweise machen die meisten Hersteller dazu keine Angaben. Die Hersteller Maxnomic oder Noblechairs bilden diesbezüglich die löblichen Ausnahmen. Aber nicht nur, dass Sie bei ihnen Informationen zur maximal passenden Körpergröße finden, es werden sogar Gasdruckfedern mit verschiedenen Längen angeboten. So eignen sich diese Stühle auch für unterschiedlich große Gamer. Nur was tun, wenn man keine Angabe zur Körpergröße findet? Dann hilft lediglich ein Probesitzen.

Zu einem gelungenen Spielerlebnis gehört neben einem optimalen Sitz allerdings auch die entsprechende Gaming-Peripherie. Unser Grafikkarten-Ratgeber hilft Ihnen, die passende Grafikkarte zu finden, falls es beim Spielen ruckelt. Vielleicht brauchen Sie auch noch einen neuen Monitor? Auch dafür haben wir den passenden Ratgeber.

Welcher Gaming-Stuhl passt zu mir?

Einmal Platz genommen, sollten Sie auf ein paar Dinge achten. Befindet sich Ihr Hinterkopf oberhalb der Kopfstütze, ist der PC-Gaming-Chair zu klein. Gleiches gilt, wenn die Beine zu weit über die Sitzfläche hinausragen. Merken Sie sich als Faustregel, dass ein zwei Finger breiter Abstand von der Sitzflächenkante zur Kniekehle gegeben sein sollte. Dabei sollte die Kante an die Unterseite der Oberschenkel drücken. Wenn Sie hingegen mit der kompletten Fußsohle nicht den Boden berühren können, ohne dass man nach vorne rückt, wissen Sie, dass der Gaming-Stuhl zu groß ausfällt. In diesem Fall kann auch die Rückenlehne den Rücken nicht optimal stützen, da sich Ausmaße und Position der Stützwangen nicht richtig Ihrem Rücken anpassen können.

Heutzutage kommt es immer wieder vor, dass es auch Gaming-Chairs gibt, die aus dem Bürostuhlbereich kommen, zum Beispiel die Sitzmöbel von Gamechanger oder die Racer-Gaming-Stühle von DXRacer. Diese Modelle haben praktische Optionen für den Nutzer, etwa das Einstellen der Tiefe der Sitzfläche und der Rückenlehne. Auf diese Weise kann bis zu einem gewissen Grad der Stuhl an die Beinlänge sowie an die Rückengröße angepasst werden. Dadurch verbessern sich der Sitzkomfort sowie die Ergonomie.

Es gibt noch ein weiteres wesentliches Kriterium, auf das Sie beim Kauf achten sollten, und das ist die Angabe der maximalen Gewichtsbelastung. Im Unterschied zur Größenbeschränkung finden Sie bei nahezu allen Herstellern Informationen zur maximalen Gewichtsbelastung. In der Regel kommen Gaming-Stühle mit einem Gewicht von etwa 120 Kilogramm zurecht. Alles, was darüber hinausgeht, wirkt sich negativ auf die Gasfeder aus. Weiterhin leidet bei einem zu hohen Gewicht die Standfestigkeit, weil zu viel Gewicht gegen die Lehne beziehungsweise die vordere Kante der Lehne drückt. Auch Rollen, Polster, die Wippmechanik sowie die Stahlrahmenkonstruktion werden in Mitleidenschaft gezogen, wenn die maximale Gewichtsbelastung überschritten wurde.

So wie es Ihnen gefällt: das Design

Natürlich sollte Ihnen der Gaming-Chair auch optisch gefallen. Die Sitzmöbel sind heutzutage in den unterschiedlichsten Designs, Farbgebungen (also nicht nur schwarz) und mit Verzierungen lieferbar. Hier sollten Sie ganz nach Ihrem persönlichen Gusto entscheiden. Geht es um das Oberflächenmaterial für Lehne und Sitzflächen, haben Sie die Wahl zwischen Leder, Kunstleder und Stoff. Diese Materialen haben durchaus unterschiedliche Eigenschaften, zum Beispiel wenn es um die Aufnahme von Körperschweiß geht. Bezüglich der Gestaltung der Kopfstütze, der Stützwangen oder der Gestaltungselemente wie Stickereien und Logos lassen Sie einfach Ihre persönlichen Vorlieben entscheiden. Bei unserem Gaming-Chair-Test haben wir solche subjektiven Aspekte nicht in die Bewertung einfließen lassen. Für uns zählt nur, wie bequem und spaßig eine Spielesession auf einem Gaming-Chair ist.

Stickereien und Logos geben Gaming-Chairs eine individuelle Note.

Über welche Ausstattung muss ein guter Gaming-Chair verfügen?

Es gibt etliche Ausstattungsmerkmale, die man bei einem Gaming-Chair beachten sollte. Wird der Stuhl beispielsweise auf einem Parkettboden stehen? Dann könnte die Beschaffenheit der Rollen wichtig sein, damit man diesen nicht beschädigt. Auch sollten Sie sich fragen, aus welchem Material das Fußkreuz und die Rahmenkonstruktion für die Sitzfläche und die Lehne bestehen sollten und ob Sie sogenannte 4D-Armstützen benötigen (diese speziellen Armlehnen lassen sich in der Höhe und in der Breite einstellen, vor- und zurückschieben sowie seitlich rotieren). Inwieweit sich der Gaming-Stuhl ergonomisch anpassen lässt, sollte ebenfalls bei der Kaufentscheidung berücksichtigt werden. Im Folgenden zeigen wir Ihnen, über welche Ausstattungsmerkmale ein guter Gaming-Stuhl verfügen sollte.

Ein guter Stand ist für Gaming-Stühle wichtig

Für einen möglichst sicheren Stand sind das Fußkreuz sowie die daran befestigten Rollen verantwortlich. Erfahrungsgemäß ist es am besten, wenn die Basis aus Metall oder Aluminium-Druckguss bzw. glasfaserverstärktem Aluminium besteht. Bei günstigen Gaming-Stühlen finden wir häufig ein Fußkreuz aus Kunststoff-Spritzguss. Auch wenn dieses Material im ersten Moment relativ stabil wirkt: Gerade bei Langzeitbelastung zeigt es schneller Risse und es kann zu Brüchen durch Materialermüdung kommen.

Die Rollen müssen leichtgängig sein – unabhängig davon, ob sie auf einem harten Boden wie Parkett oder Naturstein oder einem weichen Boden wie Laminat oder Teppich ihr Werk vollbringen sollen. Eine Feststellfunktion – falls vorhanden – kann auf harten rutschigen Böden von Vorteil sein. Mit den sogenannten Blade haben Hersteller wie Maxnomic, DX Racer, Corsair oder AKRacing eine spezielle Sorte Rollen im Programm. Anders als bei herkömmlichen Rollen besteht deren Lauffläche aus Gummi, wodurch nicht nur eine bessere Griffigkeit bei glatten Untergründen besteht, sondern auch gleichzeitig der Bodenbelag geschont wird. Solche Blade-Rollen empfehlen sich in erster Linie für Hartholzböden wie Laminat und Parkett. Kleiner Nachteil: Gaming-Chairs mit solchen Rollen sind etwa 40 Euro teurer als Modelle mit normalen Rollen. Noch mehr zum Thema Ergonomie erfahren Sie bei unseren Gaming-Chair-Experten von der PC Games Hardware.

Reguläre Rollen
Rollerblade-Rollen

Gaming-Stuhl-Test: Die besten Gaming-Chairs

Gaming-Stühle bis ca. 400 Euro
badge test-winner best-price-performance
Abbildung
1. Platz
2. Platz
3. Platz
Produktname LC-GC-3 * F750 Zone X* T2 Road Warrior *
Hersteller LC Power Tesoro Corsair
Wertung
asin B0796X1RS9 B07K38NK8B B077H83G6C
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Amazon-Kundenbewertung
Gesamthöhe (mit Basis) Ca. 128,0 cm bis 134,0 cm Ca. 127,0 cm bis 137,0 cm Ca. 135,0 cm bis 143,5 cm
Material Fuss/Rollen/Rahmen/Polsterung/Bezug Stahl (Druckguss)/Hartplastik/Stahlrohrahmen mit drei Elastik-Bändern und zwei Stahlstreben (Sitz) sowie Stahlrohr mit vier Elastik-Bändern (Lehne)/Hartschaum/PU-Leder Stahl (Guss)/PU/lackiertes Stahlrohr mit 2 Elastik-Bändern und 2 Stahlstreben (Sitz) und Stahlrohr mit 3 Elastik-Bändern (Lehne)/Kaltschaum/PU Kunstleder Aluminium (Guss)/PU/Stahlrohr mit drei Elastik-Bändern und zwei Stahlstreben (Sitz) sowie Stahl mit Elqstikbänderen (Lehne)/PU Schaum mit 50 kg/m³ Dichte/PU-Leder und 3D PVC Leder (Außenseite Lehne)
Maximalbelastung 150 kg 150 kg 136 kg
Wippmechanik/Syncromechanik Stufenlos, per Hebel blockierbare Wippmechanik mit einstellbarem Widerstand (Drehknopf) Stufenlose, per Hebel blockierbare Wippmechanik (maximal 25° Neigungswinkel) mit einstellbarem Widerstand (Drehknopf) Stufenlos, per Hebel blockierbare Wippmechanik mit maximal 17 ° Neigungswinkel und einstellbarem Widerstand (Drehknopf)
Weitere Extras Kopf- und Lendenkissen, 3D-Armlehnen Verstellbares Kopf- und Lendenkissen mit Memory Foam, 4D-Armlehnen, Rollen im Racing Design, maschinell gesticktes Muster und Nähte auf der Sitzfläche der Lehne und den beiden Kissen 4D Armlehen, Kopf- und Lendenkissen aus Stoff, Rollerblade-Rollen (PU) mit 75 mm Durchmesser für harte Böden
Anpassbare Rückenlehne (Winkel) 90 ° bis 135° 90° bis 135° verstellt werden) 90° bis 170 °
Arnlehnen verstellbar (Höhe/drehbar/vertikal/horizontal) Ja (sechsstufig)/ja/ja/nein Ja (sechsstufig)/ja/ja/ja Ja (sechsstufig)/ja/ja/ja
Sitzflächenhöhe verstellbar/Gasfeder für eine erhöhte oder verringerte Sitzhöhe erhältlich? Ja, stufenlos per Druckluftheber (Gasfeder mit 6 cm Hubhöhe)/nein Ja, stufenlos per Druckluftheber (Gasfeder Klasse 4 mit 10 cm Hubhöhe)/nein Ja, stufenlos per Druckluftheber (Gasfeder Klasse 4 mit 8,0 cm Hubhöhe)/nein
Pro
  • Rückenlehne stützt auch ohne Lordosenkissen gut
  • Ergonomie in der Gamer-Haltung/Neigungwinkel Rückelehne
  • Ergonomie mit/ohne Lendenkissen/Maße Sitzfläche
  • Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Mit Lendenkissen ergonomisch in der Gamerhaltung
  • Bequeme, aber harte Sitzpolsterung, Lehen die gut stützt
Contra
  • Wiederstand der Sitzpolsterung nicht gleichmäßig/Geringe Sitztiefe
  • Sitzfläche verkleinert sich bei Einsatz des Lendenkissens/Nicht kippfest
  • Sitztiefe bei langen Beinen, breite Kontaktfläche Sitz
Angebote

Die optimale Mechanik für einen guten Sitz

Mittels der Gasdruckfeder lässt sich die Sitzhöhe des Gaming-Chairs regulieren.

Wenn es um Höhenverstellung und das maximale Gewicht geht, das der Gaming-Stuhl aushalten soll, ist die Gasdruckfeder das entscheidende Bauteil. Auch wenn Sie vom Hersteller meist genaue Angaben zu diesem Thema bekommen, sollten Sie in jedem Fall Probe sitzen, um herauszufinden, wie weit sich die Höhenverstellung ausfahren lässt und welche Sitzhöhe maximal eingestellt werden kann. Erfahrungsgemäß ist die optimale Sitzhöhe erreicht, wenn Ober- und Unterschenkel mindestens einen 90-Grad-Winkel bilden. Dabei sollten die vordere Kante des Sitzes und die Kniekehle bei gerader Körperhaltung auf gleicher Höhe liegen. Wirklich rückenschonendes Sitzen stellt  sich aber erst ab einem Winkel von mehr als 90 Grad ein. Außerdem sollte die Höhenverstellung eine Position ermöglichen, die sich 5 bis 10 Zentimeter oberhalb der idealen Sitzhöhe befindet. Falls möglich, sitzen Sie Probe und machen Sie den Test!

Jeder Gaming-Stuhl sollte darüber hinaus über eine mehrstufig einstellbare Wippmechanik verfügen. Die Wippmechanik ermöglicht es, dass Sie sich schnell zum Monitor oder Schreibtisch hin- oder wegbewegen können. Diese Mechanik sollte nicht wackelig sein und kein Spiel haben. Weiterhin sollte der Stuhl auch hierbei seinen stabilen Stand behalten. Wir empfehlen eine Wippmechanik, die über einen zusätzlichen Mechanismus verfügt (z. B. ein Drehrad), mit dem sich der Widerstand an das Körpergewicht anpassen lässt.

Noch schöner kippeln mit dem Gaming-Chair

Eine hochwertige Wippmechanik schont den Rücken.

Die besten Gaming-Chairs wie der Gamechanger L, dessen Basis ein herkömmlicher Bürostuhl bildet, haben eine hochwertige, sehr rückenschonende Wippmechanik, die man als Synchronmechanik bezeichnet. Diese Mechanik bewirkt, dass, wenn Sie sich an die Rückenlehne anlehnen, diese zusammen mit der Sitzfläche Ihrer Körperbewegung folgt. Dadurch werden Fehlhaltungen korrigiert und der Rücken entlastet. Synchronmechaniken finden Sie bei kostspieligen, sehr hochwertigen Gaming- und Bürostühlen. Man spricht in diesem Zusammenhang vom „dynamischen Sitzen“. Damit ist gemeint, dass bei Veränderung der Sitzhaltung und Sitzposition der Rücken weiterhin optimal unterstützt wird. Wer gerne ausgiebigen Spielesessions frönt, sollte Modelle ins Auge fassen, die eine Sitzneigeverstellung bereitstellen, zum Beispiel den Gosuchair 360/800 von BGV KG. Dabei wirkt die abfallende Sitzfläche einer rückwärtigen Verlagerung des Beckens entgegen und gleicht beim Vorbeugen Fehlhaltungen aus.

So sollten Sitz und Rückenlehne aufgebaut sein

Grundgerüst eines Gemaing-Stuhls Quelle: Tesoro
Premium-Gaming-Stühle basieren auf einem Stahlrohrrahmen mit einer Metallplatte oder mit Stahlstreben.

Als Polstermaterial wird für Gaming-Stühle vorrangig PU-Kaltschaum in verschiedenen Dichten eingesetzt. Eine höhere Dichte sorgt für eine härtere Auflagefläche. Die Grundkonstruktion besteht bei hochwertigen Modellen aus einem Stahlrohrrahmen mit einer Metallplatte oder mit Stahlstreben inklusive Elastikbändern, wo die Kaltschaummatten aufliegen. Auf dem Markt befinden sich auch Konstruktionen mit Metallgittern oder minderwertigen Pressholzplatten. Solche Konstruktionen können wir allerdings nicht empfehlen, auch wenn entsprechende Modelle vergleichsweise günstig sind. Wir raten zu einer Metallrahmen-Elastikband-Konstruktion, da diese eine deutlich bessere Ergonomie und Bequemlichkeit garantiert. Noch besser ist eine hochwertigere Variante mit Echtholz, einer Kunststoffschale beziehungsweise einer massiven Metallplatte für die Sitzfläche. Die Elastikbänder sorgen dafür, dass die Schaumauflage optimal auf der Sitzfläche liegt und sich Rücken und Gesäß anpassen können.

Achten Sie bei Ihrem Gaming-Stuhl auf eine optimale Armlehne!

Zu einem guten Gaming-Chair gehören auch gute Armlehnen. Diese sollten ausreichend groß  und in der Höhe verstellbar sein. Weiterhin ist es wichtig, dass sich die Stützen drehen und nach hinten bewegen lassen. Kostspielige Gaming-Stühle wie der Maxnomic Commander SIII/Office Comfort/MIG oder der Hero Echtleder Gamingstuhl besitzen sogar 4D-Armlehnen. Letztere können auch nach rechts und links bewegt werden. Somit haben auch Spieler mit schmalen Schultern die Möglichkeit, die Armlehnen so einzustellen, dass sie ihre Arme bequem ablegen können, ohne sich strecken zu müssen. Solche flexiblen Armlehnenkonstruktionen helfen Ihnen, eine ideale Haltung einzunehmen, was nicht nur beim Spielen, sondern auch beim Arbeiten einen großen Vorteil darstellt. Aber wie sieht solch eine ideale Haltung aus? Die Unterarme sollten stabil auf der Armlehne liegen und weder beim Tippen noch bei der Bedienung der Maus in Bewegung zu geraten. Auf diese Weise vermeiden Sie, dass sich die Unterarmmuskulatur verkrampft.

Die Armlehen sollten ausreichend groß und höhenverstellbar sein.

Die Gaming-Chair-Topseller bei Amazon im Vergleich

Gaming-Stühle
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Abbildung
1. Platz
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6. Platz
Produktname Robas Lund OH/FD01/NR DX Racer 1 Gaming* AmazonBasics* Robas Lund OH/FD01/NG DX Racer 5 * Robas Lund OH/FD32/NW DX Racer 6 Gaming* SONGMICS Bürostuhl/Gaming Stuhl* WOLTU BS14bl*
Amazon-Kundenbewertung
Hersteller Robas Lund AmazonBasics Robas Lund Robas Lund SONGMICS WOLTU
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Farbe Schwarz Rot / Schwarz Schwarz Schwarz Schwarz Schwarz
Ausmaße 86 x 69 x 35 Zentimeter 54,99 Zentimeter x 73 Zentimeter x 1,26 Meter 52 Zentimeter x 74 Zentimeter x 1,32 Meter 52 Zentimeter x 74 Zentimeter x 1,32 Meter 69 Zentimeter x 71 Zentimeter x 1,38 Meter 86 x 69 x 35 Zentimeter
Gewicht 25,5 kg 19,6 kg 24 kg 25 kg Keine Angabe 25,5 kg
Material Kunstleder Stoff Polyester Kunstleder Schaumstoff Kunstleder
Angebote

So bleibt man gerne etwas länger sitzen

Die Sitzfläche ist maßgeblich dafür verantwortlich, wie wohl wir uns in einem Gaming-Stuhl fühlen. Wir können gar nicht oft genug betonen, wie wichtig es ist, dass Sie einmal Probe sitzen, um zu testen, ob Ihnen Größe und Bequemlichkeit passen. Da es auch Spieler mit breiterem Gesäß gibt, muss der Sitz ausreichend breit gestaltet sein. Weiterhin spielt die Länge eine Rolle, denn die gesamte Unterseite der Oberschenkel sollte auf der Sitzfläche liegen. Zwischen der Kante der Sitzfläche und der Kniekehle sollte am besten eine zwei bis drei Finger breite Lücke sein. Achten Sie außerdem darauf, dass die Sitzwangen Ihr Becken ausreichend stützen. Vor allem nicht gepolsterte und sehr ausladende Sitzwangen ermöglichen alles andere als einen guten Sitzkomfort, vor allem wenn die Gesäß- und Oberschenkelmuskeln nicht auf dem flachen Bereich der Sitzfläche aufliegen.

Rückenlehne: die Stütze für den Rücken

Für eine gesunde Körperhaltung sollte sich die Rückenlehne so einstellen lassen, dass Oberkörper und Oberschenkel einen 90-Grad-Winkel bilden.

Wenn es um eine gesunde Körperhaltung und angenehmen Sitzkomfort geht, kommt der Rückenlehne eine ganz entscheidende Rolle zu. Sie muss in jedem Fall die Möglichkeit bieten, sich so einstellen zu lassen, dass man sie in einem 90-Grad-Winkel zur Sitzfläche einstellen kann. Das ist wichtig, damit der Hinterkopf  nicht (auch nicht nur teilweise!) über die Kopfstütze hinausragt. Auch die Länge der Rückenlehne muss passen. Diese hängt davon ab, ob die beiden Schulterwangen so positioniert sind, dass sie dem Rücken auch wirklich Halt geben. Sie sollten also weder zu breit noch zu schmal sein.

Im Normalfall sitzt man beim Zocken so, dass Oberkörper und Oberschenkel einen 90-Grad-Winkel bilden und die Unterarme fast komplett auf den Armstützen aufliegen. Für eine gute Ergonomie ist es dabei unerlässlich, dass sich die Form der Lehne der Ihres Rückens anpasst, damit dieser während des Spielens optimal gestützt wird. Die Polsterung sollte dabei den persönlichen Bedürfnissen entsprechen. Der eine sitzt gerne härter, der andere mag es weicher unter seinem Gesäß. 

Erfahrungsgemäß empfinden Menschen mit einem breiteren Hinterteil eine weichere Polsterung angenehmer. Auch in puncto Bezüge sollte der individuelle Geschmack entscheiden. So ist Leder nicht jedermanns Sache, da dieses Material Schweiß schneller aufnimmt und außerdem empfindlicher als Kunstleder ist. Stoffbezüge haben den Vorteil, dass sie an heißen Tagen nicht so schnell warm werden wie ihre Ledervarianten. Atmungsaktive Materialien sind auf jeden Fall von Vorteil. Zu einem ergonomischen Sitz gehören natürlich auch noch ergonomische Eingabegeräte!

Passend dazu: Gaming-Tastaturen im Test – Welche Tastatur ist die beste?

Raten möchten wir hingegen zu einem Modell mit einer sogenannten Lendenstütze bzw. Lordosenstütze. Angeboten werden solche Modelle beispielsweise von Recaro, Maxnomic und Noblechairs. Eine Lendenstütze ermöglicht eine optimale Stütze des Lendenbereichs, auch wenn man bei hitzigen Online-Gefechten mit dem Becken gegen die Lehne drückt. Die meisten Hersteller liefern zur Stütze der Lende ein kleines Kissen mit. Bei manchen, vornehmlich für den Büroeinsatz konzipierten Chairs kommt für diese Aufgabe auch raffinierte Technik zum Einsatz! Der Maxnomic Commander S III, Office Comfort (OFC) oder das Hero-Modell von Noblechairs bieten eine in die Lehne eingearbeitete Mechanik, mit der sich per Drehknopf die Partie der Lehne, auf der die Lende aufliegt, zu einer konvexen Form verändern lässt. Aus ergonomischer Sicht ist eine solche Konstruktion nach unserer Erfahrung unschlagbar. 

Der Testsieger (Gaming-Stühle bis ca. 400 Euro)

Der LC-GC-3 beweist, dass man für einen ergonomischen, ordentlich ausgestatteten Gaming-Stuhl nicht allzu tief in die Tasche greifen muss.

1 Bewertungen*
(Amazon-Kundenbewertungen)
  • Rückenlehne stützt auch ohne Lordosenkissen gut
  • Ergonomie in der Gamer-Haltung/Neigungswinkel Rückenlehne
  • Widerstand der Sitzpolsterung nicht gleichmäßig/geringe Sitztiefe
Der Gaming-Chair von LC-Powers hat trotz seines günstigen Preises eine ordentliche Ausstattung. Kleine Dämpfer sind da allenfalls die nicht nach rechts und links verschiebbaren Armlehnen und die eher simplen Rollen. Der LC-GC-3-Gaming-Stuhl punktet in der Praxis mit einer bequemen, mittelharten Polsterung und bietet somit einen bequemen Sitz. Das Gesäß sinkt zwar tiefer ein als die Oberschenkel, dafür werden Becken und Lende vom härteren Lederpolster sehr gut gestützt. Ein Lordosenkissen gehört zum Lieferumfang, aufgrund der auch so schon gelungen Ergonomie werden Sie dieses aber nicht brauchen, wenn Sie die für Gamer typische Haltung am PC einnehmen. Leider fällt die Sitztiefe sehr knapp aus, sodass bei der Verwendung eines Lendenkissens zu wenig Auflagefläche für längere Oberschenkel zur Verfügung steht.
Fazit: Sparfüchse bekommen mit dem LC-GC-3 einen gelungenen Gaming-Chair mit guter Ergonomie und einer passablen Ausstattung.

Der Preis-Leistungs-Sieger (Gaming-Stühle bis ca. 400 Euro)

Mit der Zone-Reihe bietet der Gaming-Chair-Spezialist Tesoro Gaming-Stühle zu Kampfpreisen an. Das Flaggschiff bildet zurzeit der F750 Zone X.

1 Bewertungen*
(Amazon-Kundenbewertungen)
  • Ergonomie mit/ohne Lendenkissen/Maße Sitzfläche
  • Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Sitzfläche verkleinert sich bei Einsatz des Lendenkissens/nicht kippfest
Der Zone X präsentiert sich als komfortabler und ergonomisch designter Gaming-Chair, der sich dank einer ganzen Reihe von Einstellungsmöglichkeiten ganz den persönlichen Bedürfnissen anpassen kann. Die Lehne ist mit mittelharten Kaltschaumpolstern versehen und lässt sich um 135 Grad nach hinten neigen. Hinzu kommt eine angenehm breite Sitzfläche. Beide Elemente liegen auf mit Elastikbändern und Stahlstreben/-rohren bestückten Stahlrohrrahmen auf. Die Bänder sind zwar sehr elastisch, dennoch sinkt man nicht zu sehr in das Sitz- bzw. Lehnenpolster ein. Wie in dieser Preisklasse zu erwarten, finden wir auch beim Zone X eine erweiterte Wippmechanik (bis 25 Grad) mit stufenloser Einrastfunktion. Zur Ausstattung gehören ferner 4D-Armlehnen, ein Kopf- und Lendenkissen mit Memory Foam sowie Rollen im Racing-Design. An der Verarbeitungsqualität gibt es im Großen und Ganzen nichts zu meckern. Man sitzt bequem, wobei Becken und Wirbelsäule sehr gut gestützt werden.
Fazit: Ergonomie und Einstellmöglichkeit fallen beim Zone X sehr gut aus. Weiterhin überzeugt der bequeme Sitz. In dieser Preisklasse finden Sie kaum Besseres.
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