Gaming-Stuhl Test: Die besten Gaming-Chairs bis 300 Euro

Gaming Stühle bis 300 Euro - von PCGH getestet
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Abbildung
1. Platz
2. Platz
3. Platz
4. Platz
Produktname IKEA Markus (40103100)* Sharkoon Elbrus 3 * Corsair T3 Rush* Tesoro Alphaeon S2 Schwarz (F717)*
Hersteller IKEA Sharkoon Corsair Tesoro
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Wertung (Sterne)
Amazon-Kundenbewertung
Gesamthöhe mit Basis Ca. 129,0 cm bis 140,0 cm Ca. 130,0 cm bis 137,0 cm Ca. 129,0 bis 139,0 cm Ca. 124,0 cm bis 132,0 cm
Konstruktion von Sitz und Lehne Kaltschaum Polyether auf geformtem Eukalyptus-Sperrholz Formschaum auf Metallrohr mit Elastikbändern und Stahlstreben Kaltschaum auf lackiertem Metallrohr mit Elastikbändern und Stahlstreben Kaltschaum auf Stahlrohr mit Elastikbändern und Stahlstreben
Material Bezug/Polster (Härte) durchgefärbtes Narbenleder (Rind)/35 kg/m³ Kunstleder (Polyurethan)/53 bis 57 kg/m³ Zweifarbiges Polyestergewebe/55 kg/m³ PU- und Mesh-Bezug
Maximalbelastung/maximale Körpergröße 110 kg/1,90 m (keine Herstellerangabe 150 kg/1,90 m 120 kg/1,80 m 120 kg/1,80 (keine Herstellerangabe)
Wippfunktion Synchromechanik Einfache Wippmechanik ohne Arretierung Einfache Wippmechanik ohne Arretierung Einfache Wippmechanik ohne Arretierung
4D Armlehnen
Lenden- und Kopfkissen mitgeliefert
Sitzflächentiefe veränderbar
Lehne höhenverstellbar
Sitzkomfort/Ergonomie/Anpassungsmöglichkeiten Ergonomie Sehr gut/sehr gut/ausreichend Bequem/gut/gut Bequem/gut/gut Gut bis sehr gut/gut/gut
  • Ergonomie dank Synchronmechanik und Lendenstütze
  • Kopfstütze , Lehnenebezug aus formbaren Mesh-Material
  • Lehne passt sich gut an die Rückenform an und stützt das Becken
  • Bequem mit ausreichend breiter Kontaktfläche beim Sitz
  • 4D-Armlehnen, 180° Lehnenneigung, Lordosenkissen
  • Lehne passt sich an gut die Rückenform an
  • Ergonomie und Ausstattung für 210 Euro
  • Atmungaktiver Mesh-Bezug an den Kontaktflächen
  • Armlehne, Kopf- und Lordosenstütze nicht verstellbar
  • Nur einfache Wippmechanik ohne Feststellmöglichkeit
  • Wenig Kontaktfäche Sitz/Lehne bei breitem Köperbau
  • Nur einfache Wippmechanik und 3D Armlehnen
Angebote
Quelle: Speed Link

Sind Körpermaß und Gewicht die wichtigsten Kriterien bei der Wahl des passenden Gaming-Stuhls?

So sitzen Sie bequem und ergonomisch auf einem Gaming-Stuhl

Damit Sie auf einem Gaming-Chair bequem und ergonomisch Platz nehmen, sollten Sie auf folgende Dinge achten. Befindet sich Ihr Hinterkopf mehr als ca. 5 cm oberhalb der Kopfstütze, ist der Gaming-Stuhl zu klein. Gleiches gilt, wenn die Beine zu weit über die Sitzfläche hinausragen. Merken Sie Sich hier als Faustregel, dass der Abstand von der Sitzkantenfläche zur Kniekehle mindestens zwei bis drei Finger breit ausfallen sollte. Dabei sollte die Kante an der Unterseite der Oberschenkel einen leichten, aber keinesfalls zu starken Druck ausüben. Fällt der Gaming-Chair dagegen zu groß aus, werden Sie Schwierigkeiten bekommen, mit ihrer kompletten Fußsohle den Boden zu berühren. Die Folge ist, dass Sie automatisch mit den Beinen auf der Sitzfläche nach vorn rücken. Dazu kommt, dass die Rückenlehne nicht in der Lage ist, die Wirbelsäule und das Becken optimal zu stützen, da ihre Ausmaße sowie die Position der seitlich angebrachten Stützwangen nicht zur Größe Ihres Rückens passen.

Gaming-Stuhl: Beispielbild Sitzfläche Quelle: PC Games Hardware
Der Tagos XL von Speedlink verfügt über eine Sitzfläche mit einer Tiefe von 50 cm. Die bietet auch PC Gamern mit langen Beinen ausreichend Platz.

Anpassbare Ergonomie: Eine besonderes Extra bei Gaming-Chairs

Gaming-Chairs, die wie der Gamechanger L/XL aus dem Bürostuhlbereich kommen, bieten oft eine praktische und zur Optimierung von Sitzkomfort und Ergonomie gedachte Zusatzausstattung. Einerseits kann der Sitz wie im Falle des Gamechanger L um 5 cm nach vorn geschoben werden. Andererseits ist die Rückenlehne bei den Gaming-Stühlen von Gamechanger in sechs Stufen höhenverstellbar. Mit diesen nützlichen Extras lässt sich der Gaming-Chair im gewissen Rahmen an die Beinlänge und Rückengröße anpassen.

Gaming-Stuhl: Beispielbild Armlehne Quelle: PC Games Hardware
Dank seiner Bürostuhlgene lässt sich die Sitzfläche des Gamchanger L um 5 cm nach vorn schieben. Dazu kommt eine sechsstufige Höhenverstellung für die Lehne.

Achten Sie auf Ihr Gewicht!

Es gibt noch ein weiteres wesentliches Kriterium, auf das Sie beim Kauf achten sollten, und das ist die Angabe der maximalen Gewichtsbelastung. Im Unterschied zur Größenbeschränkung finden Sie mittlerweile bei allen Herstellern Informationen zur maximalen Gewichtsbelastung. In der Regel kommen Gaming-Stühle mit einem Gewicht von etwa 120 bis 150 Kilogramm zurecht, spezielle Modelle wie der Gamechanger XL sind sogar für Gamer mit bis zu 200 Kilogramm ausgelegt. Wird der Gaming-Chair mit einem Gewicht belastet, was über die Herstellerangaben hinausgeht, wirkt sich dies negativ auf die Gasfeder aus. Weiterhin leidet bei einem zu hohen Gewicht die Standfestigkeit, weil zu viel Gewicht gegen die Lehne beziehungsweise die vordere Kante der Sitzfläche drückt. Auch Rollen, Polster, die Wippfunktion sowie die Stahlrahmenkonstruktion werden in Mitleidenschaft gezogen, wenn Sie die maximale Gewichtsbelastung überschreiten.

Quelle: Recaro
Einige Gaming-Chairs sind, wie der Recaro Exo Platinum im Bild, für ein Körpergewicht bis 150 kg ausgelegt. Wer noch schwerer ist, dem empfehlen wird den Gamechanger XL von Gamechanger, der ein Gewicht bis 200 kg verträgt.

Sie suchen nicht nur nach einem neunen Gaming-Chair sondern auch noch nach einem passenden Monitor für Ihr Computerzimmer? Dann empfehlen wir Ihnen unseren Ratgeber: „Gaming-Monitor Test 2020: der beste Bildschirm für Gamer“

Gaming-Stuhl Test: Die besten Gaming-Chairs ab 300 Euro

Gaming Stühle ab 300 Euro - von PCGH getestet
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Abbildung
1. Platz
2. Platz
3. Platz
4. Platz
Produktname Recaro Exo Platinum* Backforce One * DX Racer OH/KS06/NR2, K-Serie* Speedlink Tagos XL *
Hersteller Recaro Backforce DX Racer Speedlink
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Wertung (Sterne)
Kundenrezension
Gesamthöhe (mit Basis) Ca. 135,6 cm bis 145,3 cm Ca. 130,0 cm bis 141,0 cm Ca. 131,0 cm bis 141,0 cm Ca. 135,0 cm bis 142,0 cm
Konstruktion von Sitz und Lehne Kaltformschaum auf Kunsttstoffschale (Automobilsitz) Zwei PU-Schaumkomponenten auf Formholzplatte Kaltformschaum auf Stahlrohr mit Elastikbändern und Stahlstreben Formschaum auf Metallrohr mit Elastikbändern und Stahlstreben
Material Bezug/Härte Polster Atmungsaktives Polyester/76 kg/m³ PU Kunstleder, zwei verschiedene Härtegrade (Dual-Core-Sitz) Kunstleder (Polyurethan)/54 kg/m³ Kunstleder (Polyurethan)/53 bis 57 kg/m³
Wippfunktion Stufenlose Schwingfunktion Synchronmechanik Multifunktions-Wippmechanik mit Feststellfunktion Einfache Wippmechanik ohne Arretierung
Maximalbelastung/maximale Körpergröße 150 kg/1,95 m 130 kg/1,91 135 kg/1,95 m 150 kg/1,90 m
4D-Armlehnen
Sitzflächentiefe veränderbar
Lehne höhenverstellbar
Gepolstertes Nacken- und Lendenkissen
Sitzkomfort/Ergonomie/Anpassungsmöglichkeiten Ergonomie Sehr bequem/sehr gut/sehr gut Sehr bequem/sehr gut/sehr gut Sehr bequem/sehr gut/gut Bequem/gut bis sehr gut/gut
Pro
  • Ergononomie dank Lordosenstütze und Schalenkonstruktion
  • Hohe Polsterhärt und verstellbare Sitzpositionen
  • Optimale Ergonomie (Lehnenform, Sitzpolsterung)
  • Synchromechanik, klappbare Armlehnen
  • Auch ohne Lendenkissen sehr ergonomisch
  • Sehr gute Verarbeitung, sehr hoher Sitzkomfort
  • Ergonomie der Lehne und große Sitzfläche
  • Gute Lendenstütze durch konvex gewölbte Lehne
Contra
  • Keine Synchronmechanik nur Schwingfunktion
  • Armlehnen nur höhenverstellbar aber nicht drehbar
  • Lordosenkissen nur für Personen bis 1,80 m nützlich
  • Position des Kopf und Lendenkissens nicht veränderbar
Angebote

Design, Farbe und Material der Bezüge: Ihr Geschmack entscheidet

Ein Gaming-Chair sollte in ersten Linie komfortabel und ergonomisch sein, er sollte Sie natürlich auch optisch ansprechen. Die Sitzmöbel für Gamer sind heutzutage in unterschiedlichen Designs, mit Bezügen in fast allen Farben und mit Verzierungen erhältlich. Hier sollten Sie ganz nach Ihrem persönlichen Gusto entscheiden. Bei der Größe der Seitenwagen am Sitz und an der Lehne sollten Sie jedoch aufpassen, dass diese, einem Autositz aus dem Rennsport nachempfundenen Design- und Formelemente, weder am Becken, noch am gesammten Rücken unangenehm drücken. 

Geht es um das Oberflächenmaterial für die Lehne und die Sitzfläche, haben Sie die Wahl zwischen Leder, Kunstleder (PU), und Stoff  (Polyestergewebe). Ein weiteres Material, das gelegenlich bei Gaming-Chairs wie dem Vertagear Trigger 275 Gaming Stuhl oder bei Design-Bürostühlen von Hermann Miller eingesetzt wird, ist ein Bezug aus Kunststoff mit luftdurchlässiger Wabengitterstruktur (Mesh) oder eine Netzbespannung. All diese Materialen haben durchaus unterschiedliche Eigenschaften, zum Beispiel wenn es um die Aufnahme von Körperschweiß geht. Dazu kommt, dass sich natürlich auch die Haptik der Bezüge je nach Matrial unterscheidet und sich die Kontakflächen am Sitz und an der Lehne daher ganz verschieden anfühlen. 

Gaming-Stuhl: Corsair-Stuhl mit Stoffbezug Quelle: Corsair
Corsair bietet den neuen T3 Rush nur mit Stoffbezug aus Polyestergewebe an. Das in die verschiedenfarbigen Bezüge eingestickte Corsair-Logo am Kopfteil der Lehne ist lediglich ein optisches Exrtra.

Wie bei der Gestaltung der Kopfstütze, der Stützwangen oder der Gestaltungselemente wie Stickereien und Logos sollten Sie auch bei der Materialauswahl der Bezüge Ihre persönlichen Vorlieben entscheiden lassen. Bei unserem Gaming-Chair-Test lassen wir solche subjektiven Aspekte grundsätzlich nicht in die Bewertung mit einfließen. Für uns zählt nur, wie bequem und spaßig eine lang ausgedehnte Spielesession auf einem Gaming-Chair ist.

Ihnen fehlt für den Spielspaß am PC noch die passende Maus? Dann lesen Sie auch unseren Ratgeber: Gaming-Maus Test 2020: Die besten PC-Mäuse im Vergleich“

Über welche Ausstattung muss ein guter Gaming-Chair verfügen?

Es gibt einige wichtige Ausstattungsmerkmale, die man bei einem Gaming-Chair beachten sollte. Wird der Gaming-Stuhl beispielsweise auf einem Parkettboden stehen? Dann könnte die Beschaffenheit der Rollen entscheidend sein, damit man diesen nicht beschädigt. Des Weiteren sollten Sie Sich überlegen, aus welchem Material das Fußkreuz und die Konstruktion für die Sitzfläche und die Lehne bestehen sollten und ob Sie sogenannte 4D-Armstützen benötigen. Diese speziellen Armlehnen lassen sich in der Höhe verstellen, auf der horizontalen Ebene nach links und rechts sowie vor und zurück bewegen sowie um ca. 45 Grad nach links oder rechts rotieren. Einen weiterer Aspekt den Sie bei Ihrer Kaufentscheidung berücksichtigen sollten ist inwieweit sich der Gaming-Stuhl mithilfe eines Lendenkissens oder einer in die Rückenlehne integrierten Lordosenstütze ergonomisch anpassen lässt. Wir zeigen Ihnen im Folgenden auf welche Ausstattungsmerkmale Sie beim Kauf eines Gaming-Chairs keinesfalls verzichten sollten.

Ein guter Stand ist für einen Gaming-Stuhl wichtig!

Für einen möglichst sicheren Stand sind das Fußkreuz sowie die daran befestigten Rollen verantwortlich. Erfahrungsgemäß ist es am besten, wenn die Basis aus Metall wie Stahl- oder Aluminium-Druckguss respektive glasfaserverstärktem Stahl oder Aluminium besteht. Für eine bessere Optik, wird die Stahl- oder Aluminiumoberfläche oft noch poliert (Recaro Exo Platinum), gebürstet (Backforce One) oder mit Plastikelementen verziert (DXRacer OH/KS11).

Bei günstigen Gaming-Stühlen finden wir häufig ein Fußkreuz aus Kunststoff-Spritzguss oder Nylon. Auch wenn dieses Material im ersten Moment relativ stabil wirkt: Gerade bei Langzeitbelastung zeigt es schneller Risse und es kann zu Brüchen durch Materialermüdung kommen. Außerdem besteht die Gefahr, dass die Gasdruckfeder bis auf den Fußboden durchsackt, weil sich die zentrale konische Bohrung im Fußkreuz, in der die Gasdruckfeder für die Höhenverstellung steckt, stück für stück weitet.

Gaming-Stuhl: Fußkreuz eines Gaming-Chairs Quelle: Backforce
Das Fußkreuz des Backforce One von Backforce besteht aus Aluminium. Für eine auffälligere Optik ist die Oberseite sogar gebürstet und mit dem Logo des Herstellers versehen.

Noch wichtiger als das Material jedoch ist die Größe des Fußkreuzes. Das muss so dimensioniert sein, dass jeder mit einer Rolle bestückte Arm mindestens 5 cm über die vordere Sitzkante herausragt (90-Grad-Winkel zwischen Sitzkante und dem Arm des Fußkreuzes). Ist das nicht der Fall, kippt der Gaming-Chair unkontrolliert nach vorn, wenn der PC-Gamer sein ganzes Gewicht auf den vorderen Bereich der Sitzfläche verlagert.      

Die Rollen: Von der Stange oder extravagant?

Die Rollen müssen auf jeden Fall leichtgängig sein – unabhängig davon, ob sie auf einem harten Boden wie Parkett oder Naturstein oder einem weichen Boden wie Laminat oder Teppich ihr Werk vollbringen sollen. Eine Feststellfunktion – falls vorhanden – ist besonders auf harten rutschigen Böden von Vorteil. Mit den sogenannten Rollerblade Rollen haben Hersteller wie Maxnomic, DX Racer, Corsair oder AKRacing eine spezielle Sorte Rollen im Programm. Anders als bei herkömmlichen Rollen besteht deren Lauffläche aus Gummi, wodurch nicht nur eine bessere Griffigkeit bei glatten Untergründen besteht, sondern auch gleichzeitig der Bodenbelag geschont wird. Solche Rollerblade-Rollen empfehlen sich in erster Linie für Hartholzböden wie Laminat und Parkett. Kleiner Nachteil: Wollen Sie die Optik Ihres Gaming-Chairs mit diesen auch sehr auffäligen Rollen pimpen,  müssen Sie für einen Satz mit 5 Rollen bis zu 40 Euro (DX Racer, Link) auf die Ladentheke legen.  

Gaming-Stuhl: Rollen für den Bürostuhl Quelle: PC Games Hardware
Ein Großteil aller Gaming-Chairs ist mit regulären und aus Nylon oder Polyurethan gefertigten Leichtlaufrollen bestückt.
Gaming-Stuhl: Rolle des Tesoro FX750 Quelle: Tesoro
Die Rollen des Tesoro Zone X sind aus Nylon gefertigt, eignen sich für harte und weiche Böden und ihre Optik erinnert an die Alufelgen eines Sportwagens.
Gaming-Stuhl: Rollerblade Rollen für Bürostühle Quelle: PC Games Hardware
Rollerblade Rollen gleiten fast geräuschlos und mit einem äußerst geringen Widerstand über alle Arten von Böden. Zusätzlich erhöht sich auch die Sitzfläche.

Höhenverstellung: Auf die Gasdruckfeder kommt es an

Gaming-Stuhl: die Gasdruckfeder eines Bürostuhls Quelle PC Games Hardware
Die Gasdruckfeder, die in der zentrale konischen Bohrung im Fußkreuz steckt, ist für die Höheverstellung verantwortlich.

Wenn es um Höhenverstellung und das maximale Gewicht geht, das der Gaming-Stuhl aushalten soll, ist die Gasdruckfeder das entscheidende Bauteil. Auch wenn Sie vom Hersteller meist genaue Angaben zu diesem Thema bekommen – in der Regel kommt ein Modell der Klasse 4 zum Einsatz – sollten Sie in jedem Fall Probe sitzen, um herauszufinden, wie weit sich die Höhenverstellung ausfahren lässt und welche Sitzhöhe maximal eingestellt werden kann. Erfahrungsgemäß ist die optimale Sitzhöhe erreicht, wenn Ober- und Unterschenkel mindestens einen 90-Grad-Winkel bilden. Dabei sollten die vordere Kante des Sitzes und die Kniekehle bei gerader Körperhaltung auf gleicher Höhe liegen. Wirklich rückenschonendes Sitzen stellt  sich aber erst ab einem Winkel von mehr als 90 Grad ein. Außerdem sollte die Höhenverstellung eine Position ermöglichen, die sich 5 bis 10 Zentimeter oberhalb der idealen Sitzhöhe befindet. Falls möglich, sitzen Sie Probe und machen Sie den Test! Bei einige Anbietern von Gaming-Chairs, beispielsweise Gamechanger können Sie in Abhängigkeit von ihrer Körpergröße eine Gasdruckfeder mit einem anderen Verstellbereich wählen (bis 1,90 m: 44 bis 54 cm; ab 1,90 m: 49 bis 59 cm) 

Was ist ergonomischer, die Wipp- oder Synchronmechanik?

Jeder Gaming-Stuhl sollte mit einer mehrstufig feststellbaren Wippfunktion ausgestattet sein. Die Wippfunktion ermöglicht es Ihnen nicht nur, sich schnell zum Monitor oder Schreibtisch hin- oder weg zu bewegen. Das Wippen ist auch für das ergonomische Sitzen sehr wichtig, denn nur so wird beim Sitzen die Rückenmuskulatur und die Wirbelsäule ausreichend durchblutet. Diese Mechanik darf natürlich auch nicht wackelig sein, kein Spiel haben und sollte über einen zusätzlichen Mechanismus wie ein Drehrad oder eine Kurbel verfügen, mit dem sich der Widerstand an das Körpergewicht anpassen lässt. Bei der Wippfunktion wird grundsätzlich zwischen zwei Varianten unterschieden:  

Wippmechanik mit Arretierungsfunktion

Mit wenige Ausnmahme wie der Backforce One von Interstuhl/Backforce, Gosuchair 660, Gamechanger L/XL oder IKEA Markus sind alle aktuell am Mark erhältlichen Gaming-Chairs mit einer Wippmechanik ausgestattet. Dabei wird zwischen der einfachen und der erweiterten Wippmechanik unterschieden. Während sich die einfache Variante lediglich in der Nullstellung (Sitz ist waagerecht) festellen lässt, habe Sie bei der erweiterten Wippmechanik die Möglichkeit den Sitz auch in verschiedenen Neigungspositionen zu zu arretieren. Den Widerstand beider Wippfunktionen stellen Sie in der Regel per Drehrad ein.

Bei einer einfachen oder erweiterten Wippmechanik sind die Sitzfläche und die Rückenlehne fest miteinander verbunden. Dadurch neigt sich die Sitzfläche beim Zurücklehnen immer mit, sodass der Winkel zwischen der Sitzfläche und der Rückenlehne konstant bleibt (siehe Bild rechts). Bei der Ergonomie fällt die auch für die Hersteller im Einkauf günstigere Wippmechanik jedoch hinter die Synchronmechanik zurück. 

Gaming-Stuhl: Schaubild Wippmechanik Quelle: Tesoro
Tesoro Zone FX: Stufenlose, per Hebel blockierbare Wippmechanik (maximal 25° Neigungwinkel) mit einstelbarem Widerstand (Drehknopf).

Synchronmechanik

Eine Synchronmechanik ist bei hochwertigen Bürodrehstühlen oder Gaming-Chairs, deren Basis ein Bürostuhl, bildet zu finden. Hier bewegen sich die Sitzfläche und Rückenlehne synchron zueinander. Dabei neigt sich die Sitzfläche weniger nach hinten als die Rückenlehne. So bleibt der Winkel zwischen Ober- und Unterkörper nicht gleich, sondern wird Verhältnis 3 zu 1 bis 2 zu 1 größer. Die Synchronmechanik, die wie die Wippmechanik auch in verschiedenen Lehenneigungsstufen arretierbar ist, hat beim ergonomischen Sitzen klar die Nase vorn. Sie bewirkt nämlich dass, wenn Sie sich an die Rückenlehne anlehnen, diese zusammen mit der Sitzfläche Ihrer Körperbewegung folgt. Dadurch werden Fehlhaltungen korrigiert und Ihr Rücken entlastet. Man spricht in diesem Zusammenhang vom „dynamischen Sitzen“. Damit ist gemeint, dass bei Veränderung der Sitzhaltung und Sitzposition der Rücken weiterhin optimal unterstützt wird.

Gaming-Stuhl: Schaubild Synchromechanik Quelle:Backforce/Interstuhl
Backforce Backforce One: Synchronmechanik mit wählbarem Widerstand (Drehrad) sowie vier per Arretierung (Drehrad) feststellbaren Neigungsstufen.

Eine Art Mix aus Wipp- und Synchronmechanik ist dagegen die gaming-spezifische Sitzmechanik des Recaro Exo Platinum. Die kombiniert eine Schwingfunktion mit vier vordefinierten Grundpositionen für unterschiedliche Spielhaltungen. Bei der als Attack-Haltung bezeichneten Position neigt sich beispielsweise die Sitzfläche über die horizontale Ebene hinaus nach vorne. Zusätzlich können Sie hier die Lehne für die optimale Rückenstütze so einstellen, dass der Winkel zwischen ihr und der Sitzfläche weniger als 90° beträgt.

Wer gerne ausgiebigen Spielesessions frönt, sollte Gaming-Chairs ins Auge fassen, die eine Sitzneigeverstellung bereitstellen, zum Beispiel den Gosuchair 360/800 von BGV KG oder den Recaros Exo Platinum (siehe Video unten). Dabei wirkt die abfallende Sitzfläche einer rückwärtigen Verlagerung des Beckens entgegen und gleicht beim Vorbeugen Fehlhaltungen aus.

Die Spielen gerne Rennspiele am PC und suchen noch nach neuen PC-Lautsprechern? Passende Boxensysteme und viele Infos zum Thema Sound finden Sie in unserem Ratgeber „PC-Lautsprecher Test 2020 – Soundsysteme im Vergleich“

So sollten Sitz und Rückenlehne aufgebaut sein

Wie sieht die Grundkonstruktion eines Gaming-Chairs aus? Welche Härte sollte die Polsterung haben und wie beeinflusst die Polsterdichte den Sitzkomfort? Wir zeigen Ihnen worauf Sie beim Kauf eines neuen Gaming-Chairs besonders achten sollten.  

Die Polsterung: Hätten Sie es lieber hart oder weich?

Gaming-Stuhl: Schaubild zum Innenleben der Sitzpolsterung bei Bürostühlen Quelle: Backforce/Interstuhl
Der Backforce One von Backforce verfügt über eine als „Dual Core Sitz“ bezeichnete Sitzkonstruktion mit zwei Schaumkomponenten. Die beiden Module verfügen über unterschiedliche Härtegrade und passen sich so optimal an die Gesäßform an.

Die Grundkonstruktion eines Gaming-Chairs ist, Modelle mit Netzbespannung oder einem Mesh-Bezug ausgenommen, stets gleich. Die Polsterung liegt auf einer Stahlrohrrahmenkonstruktion oder einer Formholzplatte auf und der Bezug wird dann über diese beiden Elemente gespannt. Als Polstermaterial wird für Gaming-Stühle vorrangig PU-Kaltschaum oder Schnittschaum in verschiedenen Dichten eingesetzt. Dabei geben fast alle Hersteller mittlerweile die Dichte der Polsterung in kg/m³ an, wobei eine höhere Dichte für eine härtere Auflagefläche sorgt. Eine Dichte von ca. 30 bis 50 kg/m³ entspricht dabei eher einer weichen Polsterung, ein mittelhartes Polster besitzt eine Dichte von ca. 50 bis 70 kg/m³ und ab einer Polsterdichte von ca. 70 kg/m³ sitzen Sie auf einem Gaming-Stuhl mit harter Polsterung

Welche Polsterdichte den optimalen Sitzkomfort bietet, dass müssem Sie selbst entscheiden. Jeder hat bei der Polsterhärte seine ganz persönlichen Vorlieben. Ein weiterer entscheidender Faktor ist Ihr Körpergewicht. Je höher das ausfällt, desto höher sollte auch die Polsterdichte sein, da sonst das Gesäß und der Rücken zu sehr in das Sitz-. und Lehenpolster einsinken. Im Gegenzug empfinden leichte Gamer, eine harte Polsterung oft als unangenehm. Generell gilt: Sitzen Sie den Gaming-Stuhl Ihrer Wahl Probe, nur so finden Sie heraus, welche Polsterhärte für Sie am bequemsten ist.         

Die Grundkonstruktion eines Gaming Chairs: Metallrahmen vs. Holzunterlage

Stahlrohrrahmen mit Metallstreben und Elastikbändern

Die am häufigsten bei Gaming-Chairs zu findende Grundkonstruktion ist der Stahlrohrahmen. Hier sind die Rahmenkonstruktionen von Sitzfläche und Lehne fest miteinander verbunden. Der Unterbau mit Wippmechanik, Gasfeder und Fußkreuz wird an an zwei Metallstreben oder einer Metallplatte angeschraubt, die am Rahmen der Sitzfläche angebracht sind. Das Sitzpolster liegt dann auf den Stahlstreben/der Metallplatte sowie zusätzlichen Elastikbändern auf, damit es bei Belastung möglichst gleichmäßig einsinkt. Der Nachteil dieser Konstruktion: Die Widerstand der Elastikbänder nimmt bei Langzeitbelastung spürbar ab und es kommt zu Mulden  an den Stellen, an denen die Polsterung besonders tief auf dem elastischen Material einsinkt. 

Das Lehnempolster liegt ebenfalls auf Stahlstreben und Elastikbändern auf, die zwischen den Stahlrohren der Lehnenkonstruktion befestigt sind.
Auf dem Markt befinden sich auch Konstruktionen mit Metallgittern oder minderwertigen Pressholzplatten. Solche Konstruktionen können wir allerdings nicht empfehlen.    

Gaming-Stuhl: Grundgerüst eines Gemaing-Stuhls Quelle: Tesoro
Bei vielen Gaming-Chairs besteht die Basiskonstruktion aus einem Stahlrohrrahmen mit Stahlstreben und Elastikbändern.

Formholzplatten oder Sitzschale

Mit einer Sitz- und Lehnenkonstruktion, bei der die Polsterung auf einer Formholzplatte aufliegt, sind vor allem hochwertig und oft in Kooperation mit einem Bürostuhlhersteller gefertigte Gaming-Chairs wie der Backforce One oder der Gamechanger L/XL bestückt. Die per Dampfdruck in eine ergonomische Form gepressten Buchensperrholzbretter lassen sich optimal an die Polsterform anpassen sodass sich der Polsterwiderstand gleichmäßig verteilt und der Rücken optimal gestützt wird. Beim Sitz sorgt die meist ungeformte Sperrholzplatte dafür, dass das Sitzpolster dem Gesäß an jeder Stelle der Sitzfläche einen gleich bleidende Widerstand bietet. Da beide Formholzelemente anders als Elastikbänder selbst bei sehr intensiver und langer Benutzung nicht nachgeben, fällt bei Gaming-Chairs, bei deren Basiskonstruktion geformtes Buchensprerrholz verwendet wird, die Ergonomie stets sehr gut aus.  

Ein Sonderfall und gleichzeitig ein Novum beim grundsätzlichen Aufbau eines Gaming-Chairs ist die abgewandelte Konstruktion des Recaro Exo Platinum. Dessen Aubau besteht aus einer Sitzschale mit hoher Rückenlehne, integrierter Kopfstütze, ausgeprägten Seitenführungen und körpernaher Kontur. Hier haben Recaros Schalensitze für den Rennsport Pate gestanden.

Gaming-Stuhl: Aufbau der Rückenlehne eines Gaming-Chairs Quelle: Backforce/Interstuhl
Damit sich der Polsterwiderstand gleichmäßig verteilt und der Rücken maximal stützen kann, ist die Lehne des Backforce One aus Formholz gefertigt.

Achten Sie bei Ihrem Gaming-Stuhl auf eine optimale Armlehne!

Zu einem guten Gaming-Chair gehören auch gute Armlehnen. Diese sollten ausreichend groß dimensioniert und in der Höhe verstellbar sein. Weiterhin ist es wichtig, dass sich die Stützen drehen und nach vorn oder hinten bewegen lassen. Empfehlenswerte Gaming-Stühle wie der Maxnomic MIG, Noblechairs Hero Echtleder Gamingstuhl oder der DXRacer King Series OH/KS11 besitzen sogar 4D-Armlehnen. Letztere können auch per Knopfdruck nach links und rechts geschoben oder wie beim Gamechanger L/XL nach Lösen des Schnellverschlusses auf der horizontalen Ebene zur Sitzfläche hin oder von ihr weg bewegt werden. Somit haben auch Spieler mit schmalen oder sehr breiten Schultern die Möglichkeit, die Armlehnen so einzustellen, dass sie ihre Arme bequem ablegen können, ohne sich strecken zu müssen.

Solche flexiblen Armlehnenkonstruktionen helfen Ihnen, eine ideale Haltung einzunehmen, was nicht nur beim Spielen, sondern auch beim Arbeiten einen großen Vorteil darstellt. Aber wie sieht solch eine ideale Haltung aus? Die Unterarme sollten stabil aber ohne Anspannung der Muskeln auf der Armlehne liegen und weder beim Tippen noch bei der Bedienung der Maus in Bewegung zu geraten. Auf diese Weise vermeiden Sie, dass sich die Unterarmmuskulatur verkrampft. Die Höhe Lehne  der Armlehne wird dabei dann durch die Länge Ihrer Oberarme festgelegt. Bei einer korrekten Haltung stehen beide Schultern bei entspannter Schulter-Nackenmuskulatur horizontal, während Ihre Unterarme wie bereits beschrieben locker auf den Armstützen aufliegen. Der Oberarm und der Unterarm sollten ungefähr rechtwinklig zueinander stehen. Wählen Sie für eine optimale Ergonomie eine Einstellung, bei der sich Ihre Schulter-Nackenmuskulatur am entspanntesten anfühlt. 

Gaming-Stuhl: Armlehnen eines Recaro-Stuhls Quelle: Recaro
Die spezielle „5D“-Armlehnen des Recaro Exo Platinum sind nicht nur in der Höhe, der Längsposition und der Breite sowie dem Abstand zum Sitz verstellbar. Sie lassen sich auch horizontal um 360° drehen (4D) und sogar seitlich nach hinten wegklappen (5D).

Sitzkomfort: So bleibt man gerne etwas länger sitzen

Gaming-Stuhl: Beispiel für Sitzfläche mit speziellem "Hügel", der ein Herabrutschen verhindert Quelle: Recaro
Um das Abrutschen bei nach vorn geneigtem Sitz (Attack-Position) zu verhindern, verfügt die Sitzfläche des Recaro Exo Platinum am vorderen Ende über den sogenannten Anti-Submarining-Hügel.

Die Sitzfläche ist maßgeblich dafür verantwortlich, wie wohl wir uns in einem Gaming-Stuhl fühlen. Auch hier betonen wir gerne erneut, wie wichtig es ist, dass Sie einmal Probe sitzen, um zu testen, ob Ihnen Größe und Bequemlichkeit passen. Da es auch Spieler mit breiterem Gesäß gibt, muss der Sitz in diesen Fall auch ausreichend breit dimensioniertsein. Weiterhin spielt die Sitrzlänge eine Rolle, denn die nahezu gesamte Unterseite der Oberschenkel sollte auf der Sitzfläche liegen. Lediglich zwischen der Kante der Sitzfläche und der Kniekehle sollte noch eine zwei bis drei Finger breite Lücke bleiben.

Achten Sie zusätzlich auch darauf, dass die Sitzwangen Ihr Becken ausreichend stützen, es im Gegenzug aber nicht zu sehr einzwängen, sodass die Wangen nicht unangenehm drücken. Vor allem nicht gepolsterte und sehr ausladende Sitzwangen machen optisch zwar eine Menge her, sorgen aber für alles andere als einen guten Sitzkomfort, wenn die Gesäß- und Oberschenkelmuskeln nicht auf dem flachen Bereich der Sitzfläche aufliegen.

Rückenlehne: Die Stütze für den Rücken

Quelle: Backforce/Interstuhl
Mit ihrem vorgewölbten Bereich gibt die Rückenlehne des Backforce One vom Bürohersteller Interstuhl der Wirbelsäule und der Lende auch ohne zusätzliche Lordosenstütze optimalen Halt.

Wenn es um eine gesunde Körperhaltung und angenehmen Sitzkomfort geht, kommt der Rückenlehne eine ganz entscheidende Rolle zu. Sie muss in jedem Fall die Möglichkeit bieten, sich so einstellen zu lassen, dass man sie in einem 90-Grad-Winkel zur Sitzfläche positionieren kann. Das ist wichtig, damit der Hinterkopf  nicht (auch nicht nur teilweise!) über die Kopfstütze hinausragt. Auch die Länge der Rückenlehne muss passen. Diese hängt davon ab, ob die beiden Schulterwangen so positioniert sind, dass sie dem Schulterbereich auch wirklich Halt geben. Sie sollten also weder zu breit noch zu schmal sein.

Im Normalfall sitzt man beim Zocken so, dass Oberkörper und Oberschenkel einen 90-Grad-Winkel bilden und die Unterarme fast komplett auf den Armstützen aufliegen. Für eine gute Ergonomie ist es dabei unerlässlich, dass sich die Form der Lehne der Ihres Rückens anpasst, damit dieser während des Spielens optimal gestützt wird. Die Polsterung kann dabei den persönlichen Bedürfnissen entsprechen. Der eine sitzt gerne härter, der andere mag es weicher unter seinem Gesäß. 

Erfahrungsgemäß empfinden Menschen mit einem breiteren Hinterteil eine weichere Polsterung angenehmer. Auch in puncto Bezüge darf gern der individuelle Geschmack entscheiden. So ist Leder nicht jedermanns Sache, da dieses Material Schweiß schneller aufnimmt, schwerer zu reinigen und außerdem empfindlicher als Kunstleder ist. Stoffbezüge haben den Vorteil, dass sie an heißen Tagen nicht so schnell warm werden wie ihre Ledervarianten. Atmungsaktive Materialien sind auf jeden Fall von Vorteil. Zu einem ergonomischen Sitz gehören natürlich auch noch ergonomische Eingabegeräte!

Passend dazu: Gaming-Tastaturen im Test – Welche Tastatur ist die beste?

Noblechairs Hero ist mit einer in die Lehne integrierten und per Drehknopf verstellbaren Lordosenstütze ausgestattet.

Für eine optimale Ergonomie und maximalen Sitzkomfort raten wir Ihnen zu einem Gaming-Chair dessen Rückenlehne wie beim Backforce One von Backforce/Interstuhl im Lendenbereich stark gewölbt ist oder der mit einer sogenannten Lendenstütze bzw. Lordosenstütze ausgestattet ist. Angeboten werden Modelle mit einer in die Lehne integrierten Lendenstütze beispielsweise von Recaro (optional), Maxnomic, Noblechairs, Backforce (optional) und Gamechanger (optional). Eine Lendenstütze ermöglicht eine optimale Stütze des Lendenbereichs, auch wenn man bei hitzigen Online-Gefechten mit dem Becken gegen die Lehne drückt. Die meisten Hersteller liefern zur Stütze der Lende ein kleines, teils auch sehr flaches Kissen mit, das aber längst nicht immer seine gedachten Zweck voll erfüllt.

Bei einigen, zusätzlich auch für den Büroeinsatz konzipierten Gaming-Chairs kommt eine Lendenstütze mit einer raffinierten aus dem Autositzbereich stammende Technik zum Einsatz! Der Maxnomic Commander S III, Office Comfort (OFC),  MIG oder das Hero-Modell von Noblechairs bieten eine in die Lehne eingearbeitete Mechanik, mit der sich per Drehknopf die Partie der Lehne, auf der die Lende aufliegt, zu einer konvexen Form verändern lässt. Aus ergonomischer Sicht ist eine solche Konstruktion nach unserer Erfahrung unschlagbar.

Gaming-Stuhl Vergleich: Unsere Testsieger im Detail

Der Testsieger (Gaming-Stühle ab 300 Euro)

"First of its kind" nennt Recaro den Exo Platinum und damit übertreibt das für die Fertigung von Rennwagensitzen bekannte Stuttgarter Unternehmen nicht. Der Gaming-Chair sichert sich mit seiner besonderen Ausstattung, maximalem Sitzkomfort und sehr guten Ergonomie den ersten Platz.

4 Bewertungen*
(Amazon-Kundenbewertungen)
  • Ergononomie dank Lordosenstütze und Schalenkonstruktion
  • Hohe Polsterhärt und verstellbare Sitzpositionen
  • Keine Synchronmechanik nur Schwingfunktion
Der Recaro Exo Platinum hat mit seinem Schalendesign, den vier auf das Spielen zugeschnittenen Grundpositionen und dem als Anti-Submarining-Hügel bezeichneten Anti-Rutsch-Mechanismus im Sitzflächenpolster innovative Ausstatungsfeatures zu bieten. Bei der Konstruktion aus einer Sitzschale mit hoher Rückenlehne, integrierter Kopfstütze, ausgeprägten Seitenführungen und körpernaher Kontur haben Recaros Rennsportschalensitze Pate gestanden. Der mit seiner Dichte von 76 kg/m³ für optimale Sitzdruckverteilung ausgelegte Polsterschaum kommt auch aus dem Premium-Pkw-Markt. Weitere besondere Extras des Exo Platinums sind die in die Lehne integrierte Stütze für den oberen Beckenkamm und die Lendenwirbelsäule, die sogenannten 5D-Armlehnen sowie die gaming-spezifische Sitzmechanik, die über eine Schwingfunktion mit vier vordefinierten Grundpositionen verfügt. Zu der gehört auch die Attack-Haltung bei der sich die Sitzfläche über die horizontale Ebene hinaus nach vorne neigt. Der atmungsaktive Polyester-Bezugsstoff garantiert ein angenehmes Körperklima im Rücken- und Gesäßbereich und erschwert spürbar das Verrutschen von Hinterteil und Beckenpartie. Die Ergonomie des Exo Platinum ist nicht zuletzt dank der in die Lehne integrierten Lordosenstütze optimal und auch der Sitzkomfort fällt klasse aus. Der harte Polsterschaum passt sich angenehm an die Gesäßform an und die Lehne stützt dank ihres besonderen Verstellwinkels die Wirbelsäule optimal, egal welche der vier möglichen Sitzpositionen der Spieler einnimmt.
Fazit: Ein Gaming-Chair mit Schalensitzgenen der eine rennsitztypische Ausstattung sowie besondere Armlehnen bietet und auf dem Sie äußerst komfortabel und ergonomisch sitzen.

Der Preis-Leistungs-Sieger (Gaming-Stühle ab 300 Euro)

Der Backforce One ist das erste von Interstuhl für den Gaming- und E-Sport-Bereich entwickelte Sitzmöbel. Das kostet nicht nur halb so viel wie der Testsieger, es ist auch saubequem und bietet viele Extras für eine Top-Ergonomie.

21 Bewertungen*
(Amazon-Kundenbewertungen)
  • Optimale Ergonomie (Lehnenform, Sitzpolsterung)
  • Synchromechanik, klappbare Armlehnen
  • Armlehnen nur höhenverstellbar aber nicht drehbar
Bei der Ausstattung des Backforce One findet man viele Dinge aus dem regulären Bürostuhlbereich. Dazu gehört auch die Synchromechanik, welche für die Durchblutung der Wirbelsäule förderndes Wippen optimiert ist. Ein weiteres Highlight, das der Ergonomie zugutekommt, ist die Rückenlehne, deren harte Polsterung auf einer Konstruktion aufliegt, die aus einer Formholzplatte und einer mit Luftschlitzen versehenen Kunststoffabdeckung besteht. So verteilt sich der Polsterwiderstand gleichmäßig und der Rücken wird optimal gestützt. Für den sehr angenehmen Sitzkomfort des Backforce One sind die beiden verschiedenen Härtegrade des Sitzpolsters verantwortlich, das ebenfalls auf einer Formholzplatte aufliegt. Weitere Ausstattungsextras sind die nach hinten klappbaren 2D-Armlehnen sowie eine in die Lehne integrierte Nackenstütze. Die leuchtende LED-Brosche auf der Rückseite der Nackenstütze und das Fußkreuz im Rennfelgen-Design sind dagegen Accessoires für einen ansprechenden Look. Ein optisch auffälliges Lordosenkissen wird beim Backforce One dagegen nicht benötigt, da ihn seine Lehne mit ihrer konkaven Wölbung eindeutig auch so zum Rückenschmeichler macht. Dazu kommt, dass auch der Sitz mit seinen verschiedenen Härtezonen saubequem ist.
Fazit: Der Backforce One ist ein empfehlenswertes, ergonomisches und komfortables Fünf-Sterne-Sitzmöbel nicht nur für Spieler, das aktuell zu einem attraktiven Preis erhältlich ist.

Der Testsieger (Gaming-Stühle bis 300 Euro)

Mit einer Synchronmechanik, einer soliden Sitzkonstruktion und einer Lordosenstütze bietet der IKEA Markus alles, was man für das bequeme und ergonomische Sitzen am PC benötigt. Voraussetzung ist allerdings eine Körpergröße zwischen circa 1,70 m und 1,90 m.

20 Bewertungen*
(Amazon-Kundenbewertungen)
  • Ergonomie dank Synchronmechanik und Lendenstütze
  • Kopfstütze , Lehnenebezug aus formbaren Mesh-Material
  • Armlehne, Kopf- und Lordosenstütze nicht verstellbar
Das erste, was beim IKEA Markus auffällt ist der Sitzflächenbezug, der aus gefärbtem Rindsleder mit behandelter, geprägter Oberfläche gefertigt ist. Einen weiteren nachhaltigen Werkstoff findet man beim Aufbau des Sitzes. Anders als bei der Konkurrenz liegt die Polsterung hier nicht auf einer Konstruktion aus Elastikgurten und Stahlstreben, sondern auf einer schichtverleimten Formholzplatte auf. Das garantiert, dass das Gesäß auf der mittelharten Sitzpolsterung (35 kg/m³) gleichmäßig und nicht zu tief einsinkt. Bei der Konstruktion der Rückenlehne setzt IKEA auf ein luftiges Netzgeflecht mit Wabengittermuster aus 25 % Baumwolle und 75 % Polyester, das über den größten Teil des aus Stahlrohr bestehenden Rahmens gespannt ist, an dessen oberen Ende befindet sich eine nicht verstellbare Kopfstütze befindet. Die offene, elastische Lehnenkonstruktion beugt der Schweißbildung am Rücken vor, die Wirbelsäule wird dank des flexiblen Netzgeflechts, welches sich ideal an die Rückenform anpasst, optimal gestützt. Weitere, für die sehr gute Ergonomie verantwortliche Extras sind die in die Lehne integrierte und nicht bewegbare Lendenwirbelstütze sowie eine Synchronmechanik. Dank dieser Ausstattungsmerkmale sitzen Sie im IKEA Markus sehr bequem und die Ergonomie ist sehr gut. Kritik muss sich das günstige Büromöbel für seine Armlehnen gefallen lassen. Deren Polsterung ist zwar angenehm weich, ihre Position lässt sich allerdings genauso wie die der Lordosen- und Kopfstütze nicht verändern.
Fazit: Bezahlbarer, bequemer und ergonomischer Bürostuhl, dem lediglich Verstellmöglichkeiten bei den Armlehnen sowie der Lordosen- und Kopfstütze fehlen.

Der Preis-Leistungs-Sieger (Gaming-Stühle bis 300 Euro)

Mit dem T3 Rush bietet Gaming-Chair-Spezialist Corsair einen gut ausgestatteten, bequemen und ergonomischen Gaming-Stuhl zu einem sehr günstigen Preis an.

615 Bewertungen*
(Amazon-Kundenbewertungen)
  • 4D-Armlehnen, 180° Lehnenneigung, Lordosenkissen
  • Lehne passt sich an gut die Rückenform an
  • Wenig Kontaktfäche Sitz/Lehne bei breitem Köperbau
Mit seinem grauschwarzen Bezug aus Polyestergewebe, den verzierten 4D-Armlehnen und seinem Rennsportsitzdesign mit ausgeprägten Wangen an Sitz und Lehne macht Corsairs T3 Rush optisch auffällig. Die Ausstattung ist allerdings wenig spektakulär. Das ausreichend große Fußkreuz ist nur aus Kunststoff gefertigt und der Wippmechanik fehlt eine Arretierung. Beim Aufbau von Sitz und Rückenlehne kommt lediglich eine Standardkonstruktion mit einem Stahlrohrrahmen zum Einsatz, auf dem die Kaltschaumpolsterung (Dichte: 55 kg/m³) auf zwei Stahlstreben und drei Elastikbändern (Sitz) respektive zwei Elastikbändern (Lehne) aufliegt. Die Polster passen sich gut an die Form des Gesäßes sowie der Wirbelsäule an. Leider reduzieren die Stützwangen die Kontaktfläche des Sitzes und der Rückenlehne, und machen sich bei schwergewichtige Spieler oder Personen jenseits von 1,80 m Körpergröße am Becken und untern Rückenbereich störend bemerkbar. Das Lordosenkissen verbessert die Ergonomie spürbar, schiebt bei Spielern mit langen Beine aber das Becken zu weit nach vorn.
Fazit: Corsairs günstiger T3 Rush bietet lediglich die Standardausstattung für Gaming-Stühle, ist bei passenden Körpermaßen aber trotzdem bequem und ergonomisch.
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